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Zitty




ZITTY
Beschreibung Berliner Stadtmagazin
Verlag Zitty Verlag GmbH
Erstausgabe 23. März 1977
Erscheinungsweise 14-täglich, mittwochs
Verkaufte Auflage 12.760 Exemplare
(IVW Q3/2017)
Chefredakteur Lydia Brakebusch, Stefanie Dörre
Weblink zitty.de
ISSN (Print)

Zitty (Eigenschreibweise: ZITTY) ist ein zweiwöchentlich erscheinendes Berliner Stadtmagazin. Es wurde 1977 von ehemaligen Mitarbeitern des Anfang der 1970er Jahre gegründeten Stadtmagazins Hobo gegründet. Das Stadtmagazin erscheint in der ursprünglich als selbstverwalteter Betrieb konzipierten Zitty Verlag GmbH, die 1999 von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gekauft wurde, anschließend Teil der Tagesspiegel-Gruppe in der Dieter von Holtzbrinck Medien GmbH (DvH Medien) war und seit April 2014 der Raufeld Verlag GmbH gehörte, die wiederum bereits sechs Monate zuvor das Berliner Stadtmagazin tip übernommen hatte.[1][2] Von Anfang an im Zwei-Wochen-Rhythmus vorgelegt, wurde das Magazin zwischenzeitlich vom 10. Juni 2015 bis 7. Juni 2018 jeden Mittwoch als Wochenzeitschrift angeboten und anschließend wieder auf die ursprüngliche Erscheinungsweise reduziert.

Seit dem 1. Januar 2016 erscheint Zitty zusammen mit tip bei GCM Go City Media. Der Raufeld Verlag hält daran noch eine Minderheitsbeteiligung.

Die Zitty wird als Abonnement-Zeitschrift sowie in Kiosken, Buchhandlungen, Kinos und im Handverkauf vertrieben. Sie ist auch überregional erhältlich.

Inhaltsverzeichnis

Profil


Magazin

In ihren Anfangsjahren verstand sich die Zitty wie ihr Vorgänger Hobo als Teil der Off- bzw. Alternativpresse und berichtete als „Stattmagazin“ vor allem über Aktionen und Veranstaltungen der politischen Gegenkultur. Kunden- bzw. Leserbindung suchte sie aber nicht zuletzt auch durch die noch lange Zeit gratis abgedruckten, inzwischen kostenpflichtigen Kleinanzeigen für Privatkunden, von denen insbesondere die Kontaktanzeigen regelrechten Kultstatus genießen.

Neben aktuellen Reportagen und Thementexten aus Berlin sowie dem Umland bietet sie heute Berichte und Kritiken zu aktuellen Veranstaltungen, wie Konzerten, Theaterstücken, Filmen, Ausstellungen sowie Tipps zu Restaurants, Kneipen, Ausflugszielen und Einkaufsmöglichkeiten. Zur Ausgabe 1/2013 wurde das Heft von dem Artdirector Axel Völcker (vom Magazin Der Wedding) optisch umgestaltet.

Zusätzlich zu den publizistischen Tätigkeiten hat zitty eigene Veranstaltungsreihen in Berlin etabliert. So veranstaltete das Magazin im Jahr 2012 zehn Kunstveranstaltungen der Reihe „zitty_ART“, sechsmal das „zitty filmtablequiz“ im Kreuzberger SO36, elfmal die Literaturveranstaltung „zitty Leserlounge“ sowie sechs umfangreiche Sonderveranstaltungen wie „zitty Leserlounge Spezial“ oder „zitty Konzert“.

Mitbewerber ist und war das von Anfang an kommerzieller angelegte und auf Kultur bedachte Stadtmagazin tip, das in ähnlicher Aufmachung und Struktur um eine Woche verschoben bis Ende 2015 unter dem Dach der Raufeld Verlag GmbH erschien. Zum 1. April 2014 wurde die Zitty mit unveränderter Redaktion ebenfalls der Raufeld Verlag GmbH angegliedert.[1] Seit Jahresbeginn 2016 erscheinen beide Stadtmagazine bei GCM Go City Media mit gemeinsamer Redaktion.

Verlag

Neben dem Stadtmagazin gibt der Zitty-Verlag jährliche Specials in Magazinform heraus, darunter zitty Brandenburg, zitty Essen Gehen, Das Modebuch Berlin, Das Designbuch Berlin, zitty Shopping, Das BerlinBuch sowie die kostenlose Sonderpublikation zitty Familie im Frühjahr.

Ebenfalls im Zitty-Verlag erschien bis 31. Dezember 2015 das (030) Magazin Berlin, ein kostenloses werbefinanziertes Stadtmagazin in Berlin.[3] Der Name bezieht sich auf die Berliner Telefonvorwahl. Das Magazin wurde 1994 gegründet und informierte bis Januar 2015 zweiwöchentlich über Filme, Konzerte, Partys, Sport und neue Medien. Seit dem 1. Januar 2016 ist das Magazin im Besitz der Medienagentur elroq entertainment aus Berlin, dessen Inhaber Tim Schäfer seit 2006 als freier Musik- und Programmredakteur für das (030) Magazin Berlin tätig war.

Außerdem erschienen im Zitty-Verlag auch Buchveröffentlichungen, u. a.:

Auflage

Von der mit einem starken Auflagenschwund einhergehenden Krise der Druckmedien, die um das Jahr 2000 herum einsetzte, ist auch Zitty betroffen: Lag laut IVW die verkaufte Auflage im 1. Quartal 1998 noch bei 67.013 Exemplaren. Die im Frühjahr 2015 vorgenommene umfangreiche Blattreform samt Umstellung auf wöchentliche Erscheinungsweise beschleunigte den Abwärtstrend: Im 3. Quartal 2017 wurden nur noch 12.760 Hefte verkauft, davon 3.126 als E-Paper, von denen wiederum 3.075 als „sonstige Verkäufe“ firmierten.[4]

Kritik


Seit 2007 werden die Veranstaltungsdaten von der Cine Marketing GmbH verarbeitet. Dies stieß auf Kritik seitens verschiedener Medien, da die Veranstalter ihre Termine nun gegen Bezahlung einpflegen lassen müssen und kleinere Anbieter möglicherweise ausgeschlossen würden.[5]

Mittlerweile bietet die Cine Marketing GmbH die Möglichkeit an, die Daten selbst einzugeben und auf diesem Wege zu veröffentlichen. Die Veröffentlichungsgebühr entfällt über diesen Weg, allerdings fällt eine einmalige „Einrichtungsgebühr“ in Höhe von derzeit 30 Euro an.[6] Die Cine Marketing beliefert zehn Berliner Medien mit diesen Veranstaltungsdaten, neben zitty auch tip, den Tagesspiegel und die Potsdamer Neuesten Nachrichten.

Redaktionsleitung


Siehe auch


Weblinks


Einzelnachweise


  1. a b In eigener Sache: Raufeld Verlag übernimmt das Stadtmagazin zitty, Online in: Der Tagesspiegel, 21. März 2014
  2. Berliner Stadtmagazine: Raufeld-Verlag kauft nach „Tip“ auch „Zitty“. Spiegel Online, 21. März 2014
  3. Website von (030) Magazin Berlin mit Angaben zum Verlag, online unter berlin030.de
  4. Zitty Berlin - Das Hauptstadtmagazin (woe). IVW; abgerufen am 17. November 2017
  5. Veranstalter sollen Eintritt zahlen In: taz, 29. November 2007.
  6. Veranstaltungsservice. (Memento des Originals vom 31. Oktober 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Website der Cine Marketing GmbH; abgerufen am 18. Oktober 2012



Kategorien: Stadtmagazin | Zeitschrift (Berlin) | Ersterscheinung 1977 | Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck | Dieter von Holtzbrinck Medien | Deutschsprachige Wochenzeitschrift



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Zitty (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0


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