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Zistersdorf



Stadtgemeinde
Zistersdorf
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gänserndorf
Kfz-Kennzeichen: GF
Fläche: 88,75 km²
Koordinaten: 48° 31′ N, 16° 45′ O
Höhe: 199 m ü. A.
Einwohner: 5.393 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 2225
Vorwahl: 02532
Gemeindekennziffer: 3 08 63
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 12
2225 Zistersdorf
Website: www.zistersdorf.at
Politik
Bürgermeister: Helmut Doschek (ÖVP)
Gemeinderat: (2020)
(29 Mitglieder)
19
6
2
2
19 
Insgesamt 29 Sitze
Lage von Zistersdorf im Bezirk Gänserndorf

Stadtamt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Zistersdorf (Stadt)
Ortschaft (Hauptort der Gemeinde)
Katastralgemeinde Zistersdorf
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Gänserndorf, Niederösterreich
Pol. Gemeinde Zistersdorf
Koordinaten 48° 32′ 41″ N, 16° 45′ 43″ O
Höhe 199 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 2805 (1. Jän. 2019)
Gebäudestand 949 (2001)
Fläche d. KG 18,7 km²
Postleitzahl 2225
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03580
Katastralgemeinde-Nummer 06128
Zählsprengel/ -bezirk Zistersdorf-Zentrum, -West, -Nord-Ost (30863 001–3)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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2805

Zistersdorf ist eine Stadtgemeinde mit 5393 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Zistersdorf liegt am Fuße des Steinberges im Weinviertel, inmitten von Weinbergen. Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 88,75 km², 8,13 % der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende neun Ortschaften (in Klammern Einwohner Stand 1. Jänner 2019[1]):

In Zistersdorf befindet sich der Sitz der 1997 gegründeten Euregio Weinviertel-Südmähren-Westslowakei.

Hauptort der Gemeinde wie auch Ortschaft und Katastralgemeinde ist die Stadt Zistersdorf.

Die Ortschaft umfasst um die 950 Gebäude mit gut 2500 Einwohnern, also knapp die Hälfte der Gemeindebevölkerung. Das Stadtgebiet gliedert sich in das historische Zentrum, in dem die konzentrisch um den Hauptplatz angelegte alte Kernstadt deutlich wird, Schloss Zistersdorf, sowie die jungen Erweiterungssiedlungsgebiete Zistersdorf-West (entlang der Kaiserstraße, und südwestlich an Gaiselbergerstraße und Albrechtstraße), und Zistersdorf-Nord-Ost (Alte Marktstraße und Schalthausgasse), und südöstlich an Großinzersdorferstraße und Dürnkruterstraße.

Zur Katastralgemeinde mit etwa 1870 Hektar gehören die Gründe über das Albrechtstal bis zum Föhrenwald im Westen, die Stadtlüssln bis zur Hofäckerkapelle (an der Dürnkruterstraße) im Süden, das ganze Rustenfeld bis fast an den Groß-Inzersdorfer Bach im Osten, und die Fluren Dritthalbgwanden, Vierthalbgwanden und Zulüssfeld im Nordosten. Letztere drücken allesamt alte Besitzverhältnisse aus. Sie sind nur marginal besiedelt.

Nachbargemeinden

Wilfersdorf (Bez. Mistelbach) Palterndorf-Dobermannsdorf
Mistelbach (Bez. Mistelbach)
Sulz im Weinviertel

Spannberg

Nachbarorte der Ortschaft Zistersdorf


Eichhorn
Gaiselberg

Blumenthal *

Großinzersdorf

Dürnkrut (Gem. Dürnkrut)
die Orte selbst liegen jeweils dahinter, Maustrenk hinter Windisch Baumgarten (Katastralgebiet Maustrenk grenzt südlich davon an); Palterndorf liegt hinter Gösting (Katastralgebiet grenzt im Nordosten an, der Gösting umfasst);Blumenthal liegt hinter Gaiselberg; Loidesthal liegt hinter Großinzersdorf

Geschichte


Zistersdorf wurde im Jahre 1160 erstmals urkundlich erwähnt und um 1250 von den Kuenringern als mit Mauern umgebene Stadt gegründet. Die Verleihung des Stadtrechtes erfolgte 1284.

Der Ort und seine Umgebung waren mehrmals Opfer feindlicher Einfälle, so wurden im 15. Jahrhundert große Teile des Weinviertels von den Hussiten heimgesucht und geplündert, darunter auch Zistersdorf. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges zog der schwedische General Torstensson nach seinem Sieg bei Jankau 1645 eine Spur der Verwüstung bis nach Wien, wobei er mit seinem Heer auch in Zistersdorf einfiel. Am 17. Oktober 1706 fielen die Kuruzen unter Graf Simon Forgatsch (Forgács) mit 16.000 Mann in Zistersdorf ein, plünderten den Ort und töteten im Schloss rund 400 Menschen.

Nachdem der letzte Kuenringer 1594 verstorben war, wurden danach die Pottendorfer, später die Grafen von Althan die Stadtherren von Zistersdorf. Zu den Stadtherren gehörte auch Rudolf von Teuffenbach, der als Feldmarschall im Dreißigjährigen Krieg in der Armee Wallensteins diente. Er gründete ein Spital und ein Franziskanerkloster mit Kirche, die heutige Pfarrkirche. Um 1820 wurde das Schloss der k.k. Ritterakademie übergeben.

Bekannt wurde Zistersdorf durch seine Erdölfunde. Im August 1930 wurde zum ersten Mal Rohöl gefördert. Allerdings reichte die Fördermenge nicht zur Ausbeutung. Vier Jahre später wurde die Bohrung Gösting 2 fündig und erreichte eine Tagesproduktion von 30 Tonnen Erdöl. Diese Erdölvorkommen hatten im Zweiten Weltkrieg für die Kriegsführung der Wehrmacht enorme Bedeutung. Demzufolge kam es zu Engpässen beim Volumen der verfügbaren Treibstoffe, als am 16. und 26. Juni 1944 die Alliierten die dortigen Erdölförderungsanlagen bombardierten.

Durch den Umstand, dass sich in Zistersdorf und seiner Umgebung die letzten noch funktionierenden Erdölfelder des „Dritten Reiches“ befanden, gehörte der Ort zu den Primärzielen der Roten Armee, als diese am 6. April 1945 die March Richtung Westen überschritt. Das Gebiet wurde von Wehrmacht und Waffen-SS energisch verteidigt, jedoch noch im Verlauf des Aprils von den Russen überrannt.

Seit 1994 bemühte sich die FCC Austria um die Errichtung einer Müllverbrennungsanlage im landschaftlich reizvoll gelegenen Ort, im Herbst 2006 wurde mit dem Bau begonnen und 2009 hat die Müllverbrennungsanlage zur thermischen Verwertung von Restmüll und Klärschlamm den Betrieb aufgenommen.

1995 wird ein erstes kleines Windrad, 1998 werden schon 70 m hohe und 2014/15 105 m hohe Masten für Windturbinen aufgestellt. Mehrere Windparks prägen seitdem das Landschaftsbild.

Bevölkerungsentwicklung



Wappen


Die offizielle Beschreibung des Wappens der Stadt Zistersdorf lautet:

„In einem blauen Schild auf grünem Grund eine silberne zinnenbewehrte zum Rund geschlossene Stadtmauer mit einem zinnenbekrönten Torturm, der ein offenes, mit einem goldenen Gatter versehenes Tor und darüber ein Rundbogenfenster zeigt und von zwei runden, gezinnten und mit Fenstern versehenen Wehrtürmen mit roten, mit goldenen Knäufen versehenen Spitzdächern begleitet wird, zwischen denen über dem Torturm ein in Blau und Rot geteilter Schild mit einem aus der Teilung wachsenden silbernen geschwänzten Löwen schwebt.“[2]

Gemeindepartnerschaften


Politik


Der Gemeinderat hat 29 Mitglieder.

Bürgermeister

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Wirtschaft


Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 205, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 332. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 2368. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 42,98 %.

Verkehr


Persönlichkeiten


Ehrenbürger der Gemeinde
Söhne und Töchter der Stadtgemeinde
Söhne und Töchter der Dörfer
Personen mit Bezug zur Gemeinde

Literatur


Weblinks


Commons: Zistersdorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019) , (CSV )
  2. Rathauspost, Stadtgemeinde Zistersdorf, März 2013.
  3. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Zistersdorf. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 7. März 2020.
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Zistersdorf. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 7. März 2020.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Zistersdorf. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 7. März 2020.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Zistersdorf. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 7. März 2020.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Zistersdorf. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 7. März 2020.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Zistersdorf. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 7. März 2020.
  9. Eintrag über Schloss Zistersdorf auf NÖ-Burgen online – Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Universität Salzburg
  10. Eintrag zu Zistersdorf im Austria-Forum (im Heimatlexikon)
  11. Seite nicht mehr abrufbar , Suche in Webarchiven: Windpark Zistersdorf/NÖ , elektrotankstellen.net, Fotoarchiv
  12. Zistersdorf: Erster Rückbau im Weinviertel: Windkraftanlagen hinterlassen nach dem Abbau keine Spuren in der Landschaft , igwindkraft.at, 11. September 2008;
    Zistersdorf Windpark (Österreich) , thewindpower.net
  13. WP Maustrenk , WEA Maustrenk – Erweiterung , beide windenergie.at
  14. Pressemitteilungen 2013: Spatenstich WP Zistersdorf am 25. September 2013 (Memento vom 21. September 2014 im Internet Archive), renergie.at;
    4. Oktober 2013 – Frischer Wind für Energiewende , raiffeisen-klimaschutz.at
    RENERGIE – Windpark Zistersdorf Ost GmbH sowie ImWind ZiOst GmbH, Vorhaben „Windpark Zistersdorf Ost“– Errichtung und Betrieb von 6 Windenergieanlagen in den KGs Loidesthal und Großinzersdorf, Gemeinde Zistersdorf, Bezirk Gänserndorf; Änderungsantrag nach § 18b UVP-G 2000; Kundmachung des Änderungsantrages + Erweiterung Änderungsantrag , noe.gv.at → Umweltschutz → Umweltrecht aktuell, abgerufen 9. November 2013.



Kategorien: Gemeinde in Niederösterreich | Stadt in Niederösterreich | Ort im Bezirk Gänserndorf | Zistersdorf | Hauptort einer Gemeinde in Niederösterreich | Ersterwähnung 1160



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Stand der Informationen: 05.05.2020 08:16:40 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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