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Zell im Odenwald

Zell im Odenwald
Koordinaten: 49° 43′ 15″ N, 8° 59′ 33″ O
Höhe: 183 m ü. NHN
Fläche: 6,53 km²[1]
Einwohner: 1105 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 169 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 64732
Vorwahl: 06063

Zell im Odenwald ist, neben der Kernstadt, mit rund 1100 Einwohnern der größte Stadtteil von Bad König im südhessischen Odenwaldkreis. Der Ort liegt im Mümlingtal an der Bundesstraße 45 zwischen Michelstadt und Bad König.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Zell wurde erstmals 1095 urkundlich als Cella im Lorscher Codex erwähnt.[2] Der Ort gehörte bis 1806 zur Herrschaft Breuberg, obwohl er etwas abseits von deren Kerngebiet lag. Dies erklärt sich möglicherweise aus einer langjährigen Verpfändung eines Eppsteiner Anteils an die Schenken von Erbach. 1564 kam es zum erbachischem Amt Michelstadt.[3]

Am 1. August 1972 wurde die Gemeinde Zell im Rahmen der Gebietsreform in Hessen in die Gemeinde (ab dem 10. Oktober 1980 Stadt) Bad König eingegliedert.[4][5] Wie für jeden Stadtteil wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.

Kultur


Das Gasthaus Zur Krone in der Königer Straße steht unter Denkmalschutz, ebenso wie die Papierfabrik Maul (heute: Jakob Maul GmbH), die auf eine im frühen 18. Jahrhundert von den Erbacher Grafen gegründete Papiermühle zurückgeht, und die ehemalige Bannmühle.[6]

Wirtschaft


Der größte Arbeitgeber in Zell ist die Jakob Maul GmbH. Auch das Möbelhaus Kempf gehört zu den größeren Arbeitgebern in Zell.

Verkehr


Zell ist durch seinen Haltepunkt „Bad König-Zell“ an den Regionalverkehr angebunden. Hier halten Bombardier Itinos von Vias auf der Odenwaldbahn, auf der man bis nach Darmstadt sowie bis ins Neckartal fahren kann. In Darmstadt besteht außerdem günstiger Anschluss nach Frankfurt am Main sowie in das restliche Rhein-Main-Gebiet.

Weblinks


 Commons: Zell im Odenwald  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. a b Zahlen/Daten/Fakten. In: Webauftritt. Stadt Bad König, archiviert vom Original am 2. Dezember 2018; abgerufen im November 2018.
  2. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 1), Urkunde 141, 27. Oktober 1095 – Reg. 3628. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 195, abgerufen am 11. Juni 2018.
  3. Elisabeth Kleberger: Territorialgeschichte des hinteren Odenwalds (Grafschaft Erbach, Herrschaft Breuberg, Herrschaft Fränkisch-Crumbach). Selbstverlag der Hessischen Historischen Kommission Darmstadt 1958 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 19), S. 156.
  4. Der Hessische Minister des Innern: Gesetzes zur Neugliederung des Landkreises Erbach (GVBl. II 330–16) vom 11. Juli 1972. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 224, § 2 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 359.
  6. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Königer Straße 1: Gasthaus 'Zur Krone' In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen



Kategorien: Ort im Odenwaldkreis | Bad König | Ehemalige Gemeinde (Odenwaldkreis) | Ersterwähnung 1095 | Gemeindeauflösung 1972



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Zell im Odenwald (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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