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Zeiskam

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Zeiskam
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Zeiskam hervorgehoben

Koordinaten: 49° 14′ N, 8° 15′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Germersheim
Verbandsgemeinde: Bellheim
Höhe: 117 m ü. NHN
Fläche: 8,85 km2
Einwohner: 2257 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 255 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67378
Vorwahl: 06347
Kfz-Kennzeichen: GER
Gemeindeschlüssel: 07 3 34 036
Adresse der Verbandsverwaltung: Schubertstraße 18
76756 Bellheim
Website: www.zeiskam.de
Ortsbürgermeister: Klaus Weiß (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Zeiskam im Landkreis Germersheim

Zeiskam ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bellheim an.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Geographische Lage

Der Ort liegt in der Südpfalz zwischen Germersheim und Landau in der Pfalz.

Gewässer

Im Süden der Gemeinde (Zeiskamer Mühle) verläuft der Unterlauf der Queich, die in Germersheim in den Rhein mündet. Außerdem fließen durch Zeiskam der Fuchsbach, eine Ableitung der Queich, um den sich eine Zeiskamer Legende rankt sowie der von der Haardt kommende Hainbach.

Geschichte


Der Ort wurde 774 erstmals im Lorscher Codex als Zezzincheim urkundlich erwähnt.[2] Er ist Stammsitz der „Edlen von Zeiskam“ (960–1604), deren letzter Vertreter Wilhelm Christof hieß.

In der Nähe von Zeiskam stand die Johanniterorden Komturei Heimbach.[3] Sie wurde im Pfälzischen Bauernkrieg 1525 zerstört. Im Jahr 2000 wurde Zeiskam Landessieger im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden.

Einwohnerentwicklung

Wenn nicht gesondert aufgeführt, ist die Quelle der Daten das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz.[4]

Jahr Einwohner
1802 1.071[5]
1815 1.506
1835 1.703
1849 1.840[5]
1861 1.824[5]
1871 1.769[6]
1905 1.877
Jahr Einwohner
1939 1.892
1950 2.155
1965 1.963
1970 1.902
1975 1.854
1980 1.815
1985 1.755
Jahr Einwohner
1990 1.853
1995 2.043
2000 2.163
2005 2.270
2010 2.205
2013 2.218

Religionen


2012 waren 42,8 Prozent der Einwohner evangelisch und 35 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[7] Im Jahr 1871 waren von insgesamt 1.769 Einwohnern 1.233 evangelisch (70 Prozent) und 536 katholisch (30 Prozent).[6]

Politik


Gemeinderat

Der Gemeinderat in Zeiskam besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister Klaus Weiß als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[8]

Wahl SPD CDU WGR1 WGR2 Gesamt
2019 - 3 9 4 16 Sitze
2014 6 4 6 - 16 Sitze
2009 3 4 9 - 16 Sitze
2004 3 4 9 - 16 Sitze

Bürgermeister

Ab 1800; Quelle bis 1974:[9]

Jahr Bürgermeister
1797–1812 Tobias Guth
1813–1839 Konrad Guth
1839–1843 Andreas Löffler
1843–1848 Konrad Frey
1848–1879 Jakob Sutter
1879–1885 Peter Wolf
1885–1892 Adam Bräunig
1892–1895 Johannes Sutter
1895–1915 Jakob Bräunig
1915–1919 Johann Friedrich Guth
1919–1920 Friedrich Herzog
1920–1922 Jakob Seiler
Jahr Bürgermeister
1922–1929 Fritz Mees
1929–1933 Theodor Wolf
1933–1934 Hermann Stubenbordt
1934–1945 Jakob Sutter
1945–1946 Theodor Wolf
1946–1953 Otto Wolf
1953–1969 Arthur Bräunig
1969–1981 Heinrich Butz
1981–1989 Emil Först
1989–2009 Roland Humbert
2009–2014 Peter Herzog
seit 2014 Klaus Weiß (SPD)

Wappen

Banner, Wappen und Hissflagge
Banner Zeiskam.svg DEU Zeiskam 1904 COA.svg
Flagge Zeiskam.svg

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Silber zwei schräggekreuzte natürliche Zwiebeln mit grünen Röhren, oben bewinkelt von einem schwebenden schwarzen Großbuchstaben Z, unten von einem Dorfzeichen in Form einer von einem goldenen griechischen Kreuz überhöhten blauen Scheibe“.

Es geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1571.[10]

Gemeindepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Sehenswürdigkeiten

Kunst

Das Künstlergästehaus Gawrisch in der Hauptstraße 14 unterstützt und fördert vorzugsweise osteuropäischer Künstler. Das Stipendium setzt eine fundierte abgeschlossene akademische Ausbildung voraus.

Kultur

In Zeiskam gibt es einige weit über die Region bekannte, kulturell tätige Vereine, unter anderem wurde hier auch der erste Posaunenchorverein Deutschlands gegründet.

Regelmäßige Veranstaltungen

Die Zwiebelhoheiten

Erstmals im Jahr 1999, zur 1225-Jahr-Feier, wurde mit Miriam I. eine Zwiebelkönigin gewählt. Seitdem wird im Ein- bis Zwei-Jahres-Rhythmus zum Kirweauftakt eine neue Hoheit gekrönt. Die Hoheiten repräsentieren Zeiskam bundesweit bei Messen, Festumzügen und sogar europaweit in den Partnergemeinden. Seit 2006 wird die Zwiebelkönigin durch eine Zwiebelprinzessin an ihrer Seite unterstützt, damit sie zusammen die inzwischen sehr zahlreichen Termine besser wahrnehmen können.

Die Hoheiten:

Wirtschaft und Infrastruktur


Wirtschaft

Zeiskam ist für seinen Gemüseanbau bekannt. Dabei ist traditionell bedeutend vor allem der Anbau von Zwiebeln. Die landwirtschaftliche Genossenschaft „Pfalzmarkt“ mit Sitz in Mutterstadt betreibt in Zeiskam eine Außenstelle. Der Anteil der in der Agrarwirtschaft Erwerbstätigen ist zwar rückläufig, es gibt aber große landwirtschaftliche Betriebe mit insgesamt 499 ha Landwirtschaftsfläche, die nach wie vor zum landwirtschaftlichen Charakter beitragen.

Im Süden der Gemeinde befindet sich das Gewerbegebiet „In der Sauheide“, in dem sich mehrere Unternehmen angesiedelt haben, darunter verschiedene Transport- und Baustoffunternehmen, ein Getränkegroßhandel u. a.

Verkehr

Nördlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 272, die von Landau (A 65) nach Schwegenheim (B 9) führt.

Zeiskam war über die Bahnstrecke Germersheim–Landau an das Schienennetz angeschlossen. Die Verbindung wurde 1998 jedoch stillgelegt, nachdem bereits 1984 der Personen- und 1991 der Güterverkehr beendet wurde. Seit 2006 wird sie touristisch wieder für Draisinenverkehr genutzt.

Persönlichkeiten


Ehrenbürger

Zeiskam verlieh vier Personen die Ehrenbürgerwürde.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen, die vor Ort gewirkt haben

Literatur


„Ich bin Johann, Graf von Luxemburg und König von Böhmen. Mein Vater, Heinrich VII, war Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Mit 14 Jahren begegnete ich im August 1310 in der Johanniter-Kommende Heimbach zu Zeiskam bei Speyer zum ersten Mal meiner wunderschönen Braut, Prinzessin Elisabeth von Böhmen …“

Weblinks


 Commons: Zeiskam  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise


  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 4), Urkunde 2112, 29. Dezember 774 – Reg. 1135. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 46, abgerufen am 20. Februar 2016.
  3. Klaus Sütterlin: König Johann, Ritter auf dem Schauplatz Europa. Knecht Verlag, Landau 2003. ISBN 978-3-930927-77-7. S. 64 ff.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Zeiskam
  5. a b c Beamtenverzeichniß und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungs-Bezirkes der Pfalz, 1863, S. XLIII des Anhangs
  6. a b Ergebnisse der Volkszählung im Königreiche Bayern vom 1. Dezember 1871 nach einzelnen Gemeinden, 1873, S. 65
  7. Ewois, Stand: 31. Juli 2012
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  9. Jakob Kling: Zeiskam im Wandel der Zeiten: 774–1974.
  10. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.



Kategorien: Zeiskam | Gemeinde in Rheinland-Pfalz | Ort im Landkreis Germersheim | Ersterwähnung 774



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Stand der Informationen: 21.10.2019 10:20:16 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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