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Zahlensinn

Mit Zahlensinn wird die angeborene, intuitive Fähigkeit zum Wahrnehmen und Unterscheiden von Mengen/Anzahlen bezeichnet, einschließlich der Fähigkeit Veränderungen von Mengen zu erkennen und zu bestimmen. Die Bezeichnung number sense wurde von Tobias Dantzig (1884–1956) in seinem Buch Number: The Language of Science eingeführt (1930), und diverse Wissenschaftler haben den Zahlensinn seither in weiteren Details belegt, so zum Beispiel Karen Wynn (Psychologie/Kognition) und Stanislas Dehaene (Neurowissenschaften).

Inhaltsverzeichnis

Forschung


Auch wenn die Definitionen des Zahlensinns sich in Nuancen unterscheiden, so gilt er heute als anerkannt. Der Zahlensinn gilt als Fundament für die weitere Entwicklung des Zählverständnisses sowie darauf aufbauender mathematischen Kompetenzen.

Die Forschung in diesem Bereich hat eine Reihe wichtiger Ergebnisse erbracht:

Das Verständnis des Zahlensinns ist für die frühkindliche Bildung bzw. Lernförderung essentiell und maßgeblich. Der angeborene, intuitive Zahlensinn ist sozusagen das Fundament für eine solide Entwicklung und stete Verfeinerung des Verständnisses von Zahlen, Operationen und mathematischen Konzepten. In Studien wurde nachgewiesen, dass diese Entwicklung und Verfeinerung mathematischer Fähigkeiten von entsprechender Erfahrung/Lehre abhängig ist. Im Rahmen der frühkindlichen Bildung ist der Mensch darauf angewiesen, dass der angeborene Zahlensinn angeregt und gefestigt wird (Vergleiche von Anzahlen, Größen etc., abzählen, mehr/weniger werden). In der frühen Schulbildung ist er darauf angewiesen, im steten Dialog zwischen Mengenintuition und Zahlwörtern ein abstrakteres Verständnis zu entwickeln und entsprechende Hirnschaltungen aufzubauen. Diese kindliche Anregung und Bildung ist schließlich entscheidend für eine gesunde Entwicklung mathematischer Fähigkeiten.

Forschungen im Bereich Dyskalkulie zeigen, dass derart grundsätzliche Defizite des Zahlensinns äußerst selten vorkommen. Viel häufiger ist zu beobachten, dass die akkuratere Vorstellung von Zahlen und Operationen nur mangelhaft entwickelt wurde. Allerdings können in beiden Fällen – angeborene Defizite des Zahlensinns/Dyskalkulie sowie aufgebaute Defizite durch mangelhafte Lehre – frühe und gezielte professionelle Interventionen zu nachhaltiger Verbesserung der mathematischen Kompetenzen beitragen (individualisierter Unterricht, individuelle Förderung, Lerntherapie).

Literatur


Bücher

Studien in Fachzeitschriften

Weblinks





Kategorien: Schulpädagogik



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