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Yamanote-Linie

Yamanote-Linie
Baureihe E235 der Yamanote-Linie
Streckenlänge:34,5 km
Spurweite:1067 mm (Kapspur)
Stromsystem:1500 V =
Höchstgeschwindigkeit:90 km/h
Legende
0,0 Shinagawa (品川)
2,0 Ōsaki (大崎)
2,9 Gotanda (五反田)
4,1 Meguro (目黒)
5,6 Ebisu (恵比寿)
7,2 Shibuya (渋谷)
8,4 Harajuku (原宿)
9,9 Yoyogi (代々木)
10,6 Shinjuku (新宿)
11,9 Shin-Ōkubo (新大久保)
13,3 Takadanobaba (高田馬場)
Kanda
14,2 Mejiro (目白)
15,4 Ikebukuro (池袋)
17,2 Ōtsuka (大塚)
18,3 Sugamo (巣鴨)
19,0 Komagome (駒込)
20,6 Tabata (田端)
21,4 Nishi-Nippori (西日暮里)
21,9 Nippori (日暮里)
23,0 Uguisudani (鶯谷)
24,1 Ueno (上野)
24,7 Okachimachi (御徒町)
25,7 Akihabara (秋葉原)
26,4 Kanda (神田)
27,7 Tōkyō (東京)
28,5 Yūrakuchō (有楽町)
29,6 Shimbashi (新橋)
30,8 Hamamatsuchō (浜松町)
32,3 Tamachi (田町)
34,5 Shinagawa (品川)

Die Yamanote-Linie (jap. 山手線, Yamanote-sen) ist eine der wichtigsten JR-Bahnlinien in den Bezirken Tokios. 2005 fuhren im Durchschnitt täglich 3,5 Millionen Fahrgäste mit dieser Linie[1] (zum Vergleich: In etwa so viel, wie der komplette Berliner Nahverkehr zusammen).[2][3] Das Markenzeichen der Yamanote-Linie ist ihre Linien-Kennfarbe, ein helles Grün . Man findet das Grün als Streifen auf allen Zügen der Linie, Hinweisschildern, Markierungen und Kennzeichnung der Linie im Streckennetzplan. Auch die Farbgebung der Bahnsteige orientiert sich teilweise an diesem Grün.

Sie wurde zwischen 1885 und 1925 gebaut, ist ringförmig und verbindet die wichtigsten Stadtzentren Tokios. Jeden Tag fahren auf ihr 667 Züge. Ein Zug hat elf Wagen und braucht zwischen 61 und 65 Minuten, um die 34,5 km lange Strecke mit 29 Bahnhöfen zurückzulegen. Bis auf die Stationen Shin-Ōkubo und Mejiro ist ein Transfer zu anderen Bahn- und U-Bahn-Linien an jeder Station möglich.

Die Yamanote-Linie wird von der East Japan Railway Company betrieben und ist (außerhalb der Hauptverkehrszeiten morgens und abends) für Touristen die angenehmste Möglichkeit, rasch zu den meisten Sehenswürdigkeiten im zentralen Stadtbereich zu gelangen.

Fast jeder Bahnhof hat eine eigene Erkennungsmelodie beim Einfahren des Zuges. Manche Bahnhöfe haben je eine Melodie für Züge, die im Uhrzeigersinn fahren (外回り, soto-mawari; „äußerer Kreis“), und für Züge, die gegen den Uhrzeigersinn fahren (内回り, uchi-mawari; „innerer Kreis“).

Inhaltsverzeichnis

Streckendaten


Geschichte


Die Yamanote-Linie wurde zunächst ab 1885 als Shinagawa-Linie von Shinagawa über Shibuya und Shinjuku nach Akabane erbaut, an den neu entstehenden Stadtvierteln der expandierenden Stadt Tokio entlang. Sie diente dazu, eine Verbindung zwischen der Tōhoku-Hauptlinie, die in Ueno endete, und der Tōkaidō-Hauptlinie, die damals in Shinbashi endete, zu schaffen und war die erste Nord-Süd-Verbindung in Tokio.

Der obere Teil des Rings zwischen Ikebukuro und Tabata wurde 1903 fertiggestellt und wurde als Toshima-Linie (豊島線, Toshima-sen) bekannt. 1909 erfolgte die Zusammenlegung der beiden Linien zur Yamananote-Linie und die Elektrifizierung der Strecke. Der Kreis war zu diesem Zeitpunkt noch nicht geschlossen, die Züge verkehrten im Verbund mit den Zügen der Chūō-Hauptlinie aus Nakano kommend über den Südring bis Tokio, oder von der Keihin-Tōhoku-Linie kommend über Shinagawa und dann im Uhrzeigersinn auf der Yamanote-Linie bis Tabata.

Dichte Wohnbebauung verhinderte die Schließung des Kreises auf der östlichen Nord-Süd-Achse. Erst nach dem Großen Kantō-Erdbeben wurde im Jahr 1925 mit der Fertigstellung des letzten fehlenden Teilstücks zwischen Kanda und Ueno die Kreislinie vollendet. Eine parallel zur Personenzugstrecke verlaufende Güterstrecke wurde ebenfalls 1925 fertiggestellt und verläuft auf der Westseite des Kreises zwischen Shinagawa und Tabata.

Vor Ausbruch des Pazifik-Kriegs genehmigte das Eisenbahn-Ministerium privaten Vorort-Bahngesellschaften nicht, die Yamanote-Linie zu kreuzen und somit von ihren Endstationen zu den Bahnhöfen der innerstädtischen Bezirke zu gelangen. Diese Politik führte zum Entstehen neuer urbaner Zentren an den Knotenpunkten der Yamanote-Linie, allen voran die Bahnhöfe Ikebukuro und Shinjuku (die heutzutage, gemessen an den Fahrgastzahlen, zu den größten Bahnhöfen der Welt zählen).

Die gegenwärtige Strecke der Yamanote-Linie entstand 1956, als diese nicht mehr die Gleise der Keihin-Tōhoku-Linie verwendete und stattdessen ihre eigenen Gleise zwischen Shinagawa und Tabata auf der östlichen Seite des Kreises erhielt. Allerdings befuhren Züge der Yamanote-Linie auch weiterhin periodisch die Gleise der Keihin-Tōhoku-Linie, vor allem während der Ferien und an Feiertagen, aber auch außerhalb der Rush-Hour, bis im Jahr 1988 ein Schnellzug-Service der Keihin-Tōhoku-Linie eingeführt wurde.

Eine große Explosion auf der Yamanote-Güterlinie in Shinjuku im Jahr 1967 führte zu einer Verlegung des Güterverkehrs auf die weiter entfernt liegende Musashino-Linie. Aufgrund ernster Unterkapazitäten auf anderen Linien wurden die Gleise der Güterlinie bald darauf von Zügen der Saikyō-Linie und der Shōnan-Shinjuku-Linie mitverwendet. Darüber hinaus befahren ebenfalls einige Schnellzüge des Narita Express die Gleise. Des Weiteren wurde die Tōhoku-Hauptlinie bis zum Bahnhof Tokio verlängert, um den heute geschäftigsten Teil der Strecke, den Abschnitt in Richtung Süden zwischen Ueno und Okachimachi, zu entlasten.

Im Jahr 2005 wurde die Yamanote-Linie von durchschnittlich 3,55 Millionen Fahrgästen am Tag genutzt, dies entspricht 1,3 Milliarden Fahrgästen pro Jahr.[4]

Ansagen


In Zügen der Baureihe E231 erfolgt die Ansage des jeweils nächsten Halts sowohl akustisch als auch visuell. Die akustische Ansage besteht aus jeweils einer japanisch- und englischsprachigen Ansage des nächsten Haltes sowie Umsteigemöglichkeiten und Fahrtrichtung. Die visuelle Anzeige erfolgt bei dieser Baureihe über LC-Monitore, die über jeder Tür angebracht sind. Hier werden im Wechsel auf Japanisch und Englisch die jeweils nächste Station auf dem Streckenplan, die aktuelle Fahrtrichtung sowie die Fahrtzeit bis zu den nachfolgenden Halten angezeigt. Darüber hinaus können hier auch aktuelle Informationen wie Verspätungen, Baustellen auf der Strecke und dergleichen angezeigt werden. Zuweilen wird das Display auch zum Abspielen kurzer Werbespots genutzt.

Stationen


Die Linie wird von Zügen des sich zwischen den Bahnhöfen Ōsaki und Shinagawa befindlichen Depot betrieben. Die Zählung der Stationen beginnt deshalb im Uhrzeigersinn beim Bahnhof Ōsaki, entgegen dem Uhrzeigersinn am Bahnhof Shinagawa.

Kurioses


Die Yamanote-Linie ist wohl die bekannteste Bahnstrecke in Japan. So werden in Japan diverse Computerspiele angeboten (unter anderem Densha de Go!), bei denen man Züge der Yamanote-Linie auf Zeit steuert. Auch existiert in Japan ein beliebtes Trinkspiel, bei der die Teilnehmer nacheinander die Stationen der Yamanote-Linie aufzählen müssen. Sobald jemand einen Fehler macht, muss er zur Strafe einen Schluck eines alkoholischen Getränkes trinken.

Weblinks


Commons: Yamanote Line  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Toshinari Kuwayama: CIRCLING TOKYO: 60-minute barrier to fall on Yamanote Line. In: Asahi Shimbun. 25. Januar 2005, abgerufen am 3. Februar 2008 (englisch).
  2. Vergleich BVG
  3. Vergleich Berlin S-Bahn
  4. http://www.asahi.com/english/nation/TKY200501250161.html Circling Tokyo: 60-minute barrier to fall on Yamanote Line



Kategorien: Spurweite 1067 mm | Bahnstrecke in Japan | Verkehr (Bezirke Tokios) | East Japan Railway Company

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Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Yamanote-Linie (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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