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Wolfgang Drechsler

Wolfgang Drechsler (* 6. Juni 1963 in Marburg) ist ein deutscher Wissenschaftler, der auf den Gebieten Verwaltung, Innovation und Politische Philosophie tätig ist. Er ist Professor für Staatswissenschaften an der Technischen Universität Tallinn in Estland.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Wolfgang Drechsler ist der Sohn des langjährigen Marburger Oberbürgermeisters Hanno Drechsler. Er hat Abschlüsse vom Bridgewater College, der University of Virginia, der Philipps-Universität Marburg, der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer und der Corvinus-Universität Budapest. Er lehrte an den Universitäten Marburg, Gießen und Frankfurt am Main. Drechsler war Referent beim Wissenschaftsrat während der Wiedervereinigung Deutschlands von 1990 bis 1992, von 1989 bis 1990 beim U.S. Congress und 1994 beim Präsidenten der Republik Estland.

Von 1993 bis 2006 war er Professor (seit 1996 Ordinarius) für Verwaltungs- und Staatswissenschaften an der Universität Tartu in Estland. Er ist seit 2006 Professor für Staatswissenschaften (seit 2006; vorher Professor für Technology Governance und Öffentliches Management) und einer der Gründungsdirektoren des Technology Governance-Programms an der Technischen Universität Tallinn in Estland. 2010–2016 war er auch Prodekan für Internationale Beziehungen der Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Seit 2017 ist er auch Associate am Davis Center der Harvard-Universität, wo er im Herbstsemester 2017 einen Forschungsaufenthalt hatte und nun auch dem Beirat angehört.

Drechsler war Gastprofessor an der Universität Lund, der Universität Erfurt, der Zentraluniversität für Finanzen und Wirtschaft in Peking, der University of Malaya, der Zhejiang-Universität in Hangzhou, der Gadjah-Mada-Universität in Yogyakarta, 2016 am National Institute of Development Administration in Bangkok, 2017 an der Lee Kuan Yew School of Governance der Nationaluniversität Singapur, sowie von 2012 bis 2014 Inhaber des André Molitor-Lehrstuhls für Reformen in Politik, Verwaltung und Internationalen Beziehungen (professeur invité) an der Université Catholique de Louvain. Er war zusätzlich Dozent für volkswirtschaftliche Grundlagen der Innovation an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Oestrich-Winkel (2006–2014).

Bezüglich der Öffentlichen Verwaltung vertritt Drechsler einen staatswissenschaftlichen Ansatz. Er ist Kritiker des „New Public Management“ und betont der Vorrang von Effektivität vor Effizienz. Sein Interesse gilt besonders auch nicht-westlicher Verwaltung, u. a. des Konfuzianismus und der von Islam und Buddhismus geprägten Systeme. Wirtschaftspolitisch ist er besonders an der Rolle des Staates bei Wirtschaftswachstum und Innovation interessiert. Philosophisch ist Drechsler, einer der letzten Schüler von Hans-Georg Gadamer, ein klassischer Hermeneutiker.

Drechsler übte verschiedene Beratertätigkeiten aus, besonders auf den Gebieten Verwaltungsreform und Innovationspolitik sowie e-governance, für nationale Regierungen und internationale Organisationen, u. a. OECD, Europarat, SIGMA, Weltbank, EU (Lissabon-Strategie; Mitglied der Lisbon Agenda Group), Inter-American Development Bank und Vereinte Nationen (UNDP); Mitarbeit an Nationalen Entwicklungsplänen, in unterschiedlichen Positionen, u. a. für Estland, die Mongolei, Kasachstan, Peru, Brasilien und Norwegen. Er war außerdem Vizepräsident des estnischen Think tanks „Praxis“ (2000–2005).

Buchveröffentlichungen (Auszug)


Als Herausgeber

Als Mitherausgeber

Auszeichnungen


Weblinks


Einzelnachweise


  1. Secopa-Award



Kategorien: Politikwissenschaftler | Hochschullehrer (Technische Universität Tallinn) | Hochschullehrer (Universität Tartu) | Hochschullehrer (Oestrich-Winkel) | Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande | Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (V. Klasse) | Mitglied der Bruderschaft St. Christoph | Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg) | Deutscher | Geboren 1963 | Mann

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Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang Drechsler (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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