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Wołów



Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum bulgarischen Freiheitskämpfer siehe Panajot Wolow.
Wołów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Wołów
Fläche: 18,53 km²
Geographische Lage: 51° 21′ N, 16° 39′ O
Höhe: 108 m n.p.m.
Einwohner: 12.373
(30. Jun. 2019)[1]
Postleitzahl: 56-100
Telefonvorwahl: (+48) 71
Kfz-Kennzeichen: DWL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: TrzebnicaŚcinawa
Schienenweg: PKP-Linie 273: Breslau–Stettin
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 11 Ortschaften
37 Schulzenämter
Fläche: 331,06 km²
Einwohner: 22.443
(30. Jun. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0222033
Verwaltung (Stand: 2015)
Bürgermeister: Dariusz Chmura[2]
Adresse: Rynek 1
56-100 Wołów
Webpräsenz: www.wolow.pl



Wołów [ˈvɔwuf] (deutsch Wohlau) ist eine Stadt in der westpolnischen Woiwodschaft Niederschlesien. Sie ist Sitz des Powiat Wołowski und hat etwa 12.500 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Die Stadt liegt in Niederschlesien nordöstlich des Oder-Knies beim ehemaligen Kloster Leubus. Im Westteil des Katzengebirges, 46 km nordwestlich von Breslau gelegen, wird sie durch die Bahnstrecke von Breslau über Rzepin (Reppen) nach Berlin erschlossen.

Geschichte


Bereits 1285 soll Wohlau den Status einer Stadt gehabt haben. Es gehörte zum Herzogtum Glogau und nach dessen Teilung 1312 zum Herzogtum Oels. Mit diesem fiel es 1329 als ein Lehen an die Krone Böhmen, die 1526 an die Habsburger gelangte. Nach der Teilung des Herzogtums Oels 1413 war Wohlau Sitz des Herzogtums Wohlau. Der Name der Stadt leitet sich vom polnischen Wort für Bulle oder Rind ab. Tatsächlich zeigt bereits das älteste erhaltene Stadtsiegel von 1473 einen Stier, der auch heute noch im Stadtwappen zu finden ist.

Bis 1675 war Wohlau Residenzort der Schlesischen Piasten von Liegnitz-Brieg-Wohlau. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel es mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Ab 1816 war Wohlau Kreisstadt des Landkreises Wohlau.

Die Kleinstadt verfügte über ein Amtsgericht, eine Gendarmerieschule, eine evangelische und eine katholische Kirche, ein Städtisches Gymnasium und etwas Industrie (Weberei, Ziegelbrennerei und Dampfmühle).[3]

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Wohlau im Frühjahr 1945 von der Roten Armee eingenommen und bald darauf von der sowjetischen Besatzungsmacht zusammen mit fast ganz Schlesien unter polnische Verwaltung gestellt. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung vertrieben.

Die Stadt hatte 1945 schwere Schäden erlitten, wurde aber nach dem Krieg wieder aufgebaut und erweitert.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner Anmerkungen
1875 3.084 [4]
1880 3.090 [4]
1890 2.433 davon 1.584 Evangelische, 733 Katholiken, 56 Juden[4]
1905 5.311 davon 1.716 Katholiken, 42 Juden[5]
1933 6.614 [4]
1939 7.404 [4]

Gemeinde


Die Stadt- und Landgemeinde Wołów umfasst neben der Stadtgemeinde weitere 37 Ortsteile (deutsche Namen bis 1945) mit einem Schulzenamt:[6][7]

Weitere Ortschaften der Gemeinde ohne Schulzenamt sind: Biskupice (Bischofsau), Kąty (Kanten), Kłopotówka, Kretowice (Mönchfurth), Łazarzowice (Lahserwitz)- Pierusza (Peruschen), Smarków, Straża, Wodnica (Wilhelmsthal), Wróblewo (Wilhelmsthal) und Żychlin (Zychline).

Städtepartnerschaften


Söhne und Töchter der Stadt


Mit Wohlau verbundene Personen


Literatur


Weblinks


Commons: Wołów  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2019. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 0,99 MiB), abgerufen am 24. Dezember 2019.
  2. Website der Gemeinde, Burmistrz Gminy Wołów , abgerufen am 7. Februar 2015
  3. Walter Schmidt: Johannes Halm (1893–1953). Widerstand und Verfolgungen des evangelischen Pastors von Auras / Oder in der Zeit von 1933 bis 1945. In: Fachprosafroschung –Grenzüberschreitungen. Band 8/9, 2012/2013 (2014), S. 517–545, hier: S. 518 f.
  4. a b c d e Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. wohlau.html#ew39wohlwohlau. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Meyers Großen Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 20, Leipzig/Wien 1909. S. 714–715.
  6. Das Genealogische Orts-Verzeichnis
  7. Dolny Śląsk - WOŁÓW - WOHLAU



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