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Wilhelm Schmied

Wilhelm Schmied (* 13. April 1910 in Dresden; † 7. Dezember 1984 in Sangerhausen) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Nach seiner Lehre von 1924 - 1927 als Dekorationsmaler und Lackierer in Riesa und anschließenden Gesellenjahren in der Zeit von 1928 - 1943 studierte Wilhelm Schmied u.a. 1930 ein Semester an der Kunstgewerbeschule in Nürnberg, war außerdem Malergeselle in Nürnberg, Staffelstein und Schkeuditz und erhielt Weiterbildungen an der Burg Giebichenstein Halle bei Charles Crodel. 1934 legte er seine Meisterprüfung als Malermeister ab und war von 1934 - 1940 Malermeister in Sangerhausen. Seit 1933 gehörte er der NSDAP an.[1] Er arbeitete bis zur Einberufung 1940 als selbstständiger Malermeister in Sangerhausen, geriet nach dem Krieg in Gefangenschaft und eröffnete sein Malergeschäft nach seiner Rückkehr in Sangerhausen wieder. 1946 begann er seine freiberufliche Tätigkeit mit künstlerischer Weiterbildung autodidaktisch als Maler und Grafiker und war seit 1948 freischaffend in Sangerhausen tätig.

Von 1959 bis 1973 war Schmied Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler des Bezirkes Halle. Sein Bild Mansfelder Land erregte 1962 großes Aufsehen. 1963 erstellte er ein großes Wandmosaik in dem neu errichteten Bahnhofsgebäude von Sangerhausen, was noch heute besichtigt werden kann.

Ab 1974 war Schmied Mitglied der Akademie der Bildenden Künste der DDR.

Schmied führte Studienreisen nach Nordkorea (1964), Polen (1966), Ungarn (1967), Rumänien (1967), Bulgarien (1967), die CSSR (1971), Finnland (1972), Ägypten (1976), Jugoslawien (1977) sowie in die UdSSR (mehrfach 1959–1972) durch, auf denen er eine Vielzahl von Motiven mitbrachte und in Bilderzyklen umsetze. Darüber hinaus faszinierte ihn besonders die Küstenlandschaft an der Ostsee, die er in einer Vielzahl von Grafiken und Aquarellen festhielt.

1983 wurden 200 Arbeiten von Schmied in einer Personalausstellung der Akademie der Künste im Marstall in Berlin gezeigt. Eine künstlerische Zusammenarbeit mit Karl Erich Müller bereicherte seine Arbeit und gab dieser auch eine Vielzahl neuer Impulse.

Schmied war mit Johanna Lutze verheiratet. Er hat ein Kind, die Malerin Ursula Rein, geb. Schmied (1936–2014).

Stil


Das Mansfelder Land und die nähere und weiter Umgebung seiner Heimat wurden immer wieder zum Bildmotiv. Schmied beschäftigten panoramaartig gestaltete Landschafts- und Städtebilder, die Darstellung des arbeitenden Menschen, des menschlichen Körpers in Bewegung, der vollen Anspannung der Kräfte.

Über seine Werke sagte der Künstler selbst: „Ich möchte, dass der Betrachter meiner Bilder die Schönheit unserer Heimat empfindet. Er soll sich immer wieder bewusst werden, dass sie des Menschen Werk ist – dass es aber auch der Mensch ist, der diese Schönheit zerstören kann.“

Werke (Auswahl)


Gemälde

- im Bestand des Kunstarchivs Beeskow - Archivierte Sammlung von Kunst aus der DDR: "Berliner Landschaft" 1976, "Berlin, Mühlendammbrücke" 1978, "Berlin, Dom" 1978, "Berlin, Am Handelszentrum Friedrichstraße" (o.J.), Ansicht des Theaters in Weimar", 1984, "Ansicht des Altmarkts in Leipzig", 1984, "Platz der Akademie im Aufbau (Berlin)", 1984, "Hinter der Staatsoper", 1978, "Seeburg am Süßen See bei Lutherstadt Eisleben", 1982, "In der Ausstellung", 1984 - im Bestand der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Finanzen Berlin, im Bestand des Bundesverwaltungsamtes - Kunstarchiv Berlin: "Baustelle Alexanderplatz", 1968, "Rappbode-Talsperre" (o.J.), "Leuna-Werke" (o.J.), "Mansfelder Schächte", 1962 - im Bestand des Wilhelm-Schmied-Vereins zur Förderung seines künstlerischen Erbes e.V.: "August-Bebel-Hütte/Mansfelder Landschaft" (1962)

Arbeiten in Industrieemaille

Außenwandgestaltung Sgraffito einer Schule "Lernen, lernen, nochmals lernen" in Sangerhausen, 1960

Innenwandgestaltung Mosaik der Schwimmhalle Magedeburg "Schwimmer", 1965/66 Innenwandgestaltung Lackmalerei auf Holzblöcken "Gastronom" Halle-Neustadt "Musik der Völker", 1968

Innenwandgestaltung Email auf Fliesen "Historische Städtebilder von Halle" Kachelwandbilder für die Mensa der Martin-luther-Universität Halle-Wittenberg am Weinbergweg in Halle Innenwandgestaltung Lackmalerei auf Holzplatten "Atomkraft" Kraftwerk "Bruno Leuschner" Innenwandgestaltung Emailmalerei auf Fliesen "Kreis Nebra" Sitzungssaal im Rat des Kreises Außenwandgestaltung Email auf Fliesen "Schwimmer" in der Schwimmhalle Eisleben Innenwandgestaltung Mosaik "Einstein" Schule in Weißenfels, 1972 Innenwandgestaltung Email auf Fliesen "Junge Menschen" Klubhaus der Stickstoffwerke in Piesteritz

Außenwandgestaltung Email auf Fliesen "Musik verbindet Völker, Sekundarschule Kastanienallee in Halle-Neustadt Innenwandgestaltung Email auf Fliesen "Solidarität der Völker" Personalmensa des Krankenhauses in Schwedt/Oder, 1975 Innenwandgestaltung Email auf Fliesen in der Eingangshalle des ehemaligen Dienstleistungsamtes für ausländische Vertretungen der DDR in Berlin Innenwandgestaltung Email auf Fliesen des ehemaligen VEB Kindermoden in Sangerhausen Außenwandgestaltung Email auf Fliesen "Polytechnischer Unterricht" der Schule in Rottleberode zusammen mit seiner Tochter Ursula Rein: Außenwandgestaltung "Sonne mit Jahreszeiten" einer Schule in Querfurt, 1976 zusammen mit Willi Neubert: Außenwandgestaltung Email auf Stahlplatten "Obstbau" an der Außenfassade eines Wohnblocks, 1981


Buchillustrationen

Werkstandorte


Akademie der Künste Berlin Kunsthalle Rostock Bundesverwaltungsamt Berlin Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, Halle Landkreis Mansfeld-Südharz, Kunst-Depot Sangerhausen-Othal Spengler-Museum Sangerhausen Burg & Schloss Allstedt Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus Museum Junge Kunst Frankfurt/Oder Schlossmuseum Bernburg Staatliche Kunstsammlung Neue Meister Dresden Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kunstfonds Stadtmuseum Halle/Saale Stiftung Moritzburg Sachsen-Anhalt, Halle Kunsthistorisches Museum Weißenfels Heimatmuseum Bad Frankenhausen


Auszeichnungen


Literatur


Akademie der Künste der DDR: Wilhelm Schmied Malerei und Graphik 1983

Weblinks


Einzelnachweise


  1. Harry Waibel: Diener vieler Herren. Ehemalige NS-Funktionäre in der SBZ/DDR. Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2011, ISBN 978-3-631-63542-1, S. 295.



Kategorien: Maler (Deutschland) | Maler (DDR) | Mitglied der Akademie der Künste (DDR) | Funktionär des Kulturbundes der DDR | Träger des Nationalpreises der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur | Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold | Träger der Johannes-R.-Becher-Medaille | NSDAP-Mitglied | DDR-Bürger | Deutscher | Geboren 1910 | Gestorben 1984 | Mann



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm Schmied (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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Stand der Informationen: 07.11.2019 06:33:34 CET - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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