Wiesenbach (Breidenbach) - de.LinkFang.org

Wiesenbach (Breidenbach)

Wiesenbach
Gemeinde Breidenbach
Koordinaten: 50° 54′ 1″ N, 8° 25′ 32″ O
Höhe: 335 (335–588) m ü. NHN
Fläche: 6,45 km²[1]
Einwohner: 730
Bevölkerungsdichte: 113 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35236
Vorwahl: 06465
Luftaufnahme von Wiesenbach (2007)

Wiesenbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Breidenbach im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage


Der Ort liegt südlich von Bad Laasphe und westlich von Biedenkopf in einem kleinen Seitental des Flusses Perf, einem rechten Nebenfluss der Lahn. Er ist über die Bundesstraße 253, die östlich von Bad Laasphe von der Bundesstraße 62 nach Süden abzweigt, zu erreichen.

Geschichte


Der Ort wurde urkundlich das erste Mal im Jahr 1232 als Wisentbach erwähnt.[1][2] Auch heute trägt der Ort den Wisent und einen Fluss in seinem Wappen.

Am 1. Juli 1974 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Wiesenbach, im Rahmen der Gebietsreform in Hessen, kraft Landesgesetz in die Gemeinde Breidenbach eingegliedert.[3][4]

Territorialgeschichte und Verwaltung

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Wiesenbach lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][5]

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1577: 17 Hausgesesse
• 1630: 15 Hausgesesse. (9 zweispännige, 1 einspännige Ackerleute, 5 Einläuftige)
• 1677: 14 Männer, l Witwe, 3 Jungmannschaften, 8 ledige Mannschaften
• 1742: 23 Haushalte
Wiesenbach: Einwohnerzahlen von 1791 bis 1967
Jahr  Einwohner
1791
  
179
1830
  
221
1834
  
236
1840
  
256
1846
  
269
1852
  
268
1858
  
269
1864
  
257
1871
  
279
1875
  
288
1885
  
284
1895
  
389
1905
  
415
1910
  
410
1925
  
449
1939
  
451
1946
  
665
1950
  
621
1956
  
567
1961
  
550
1967
  
609
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]; 1791:[6]

Religionszugehörigkeit

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1830: 221 evangelische Einwohner
• 1885: 281 evangelische und 3 katholische Einwohner
• 1961: 471 evangelische, 74 römisch-katholische Einwohner

Erwerbstätigkeit

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1867: Erwerbspersonen: 46 Landwirtschaft, 1 Forstwirtschaft, 2 Bergbau und Hüttenwesen, 12 Gewerbe und Industrie, 17 persönliche Dienstleistungen, 1 Gesundheitspflege, 1 Erziehung und Unterricht.
• 1961: Erwerbspersonen: 165 Land- und Forstwirtschaft, 156 produzierendes Gewerbe, 10 Handel und Verkehr, 13 Dienstleistungen und Sonstiges.

Wappen


Blasonierung: In Gold über grünem Schildfuß, darin ein silberner Wellenbalken, belegt mit sechs schwarzen Wellenfäden, ein silberbewehrter roter Wisent mit gesenktem Haupt.

Kultur- und Sehenswürdigkeiten


Wanderwege

In Wiesenbach beginnt und endet der Boxbachpfad. Außerdem geht ein Wanderweg Richtung Achenbach.

Vereine

In Wiesenbach gibt es zwei Sportplätze, auf welchen der FV 1920 Wiesenbach in den Bereichen Senioren- und Jugend-Fußball sowie mit einer Damen-Gymnastikgruppe aktiv ist. Die Freiwillige Feuerwehr hat eine Jugend- und Kinderfeuerwehr. Die Burschenschaft Wiesenbach, welche es sich als Ziel gesetzt hat, alte Traditionen zu erhalten, organisiert jährlich ein Kirmes.

Verkehr


Der Haltepunkt Wiesenbach lag an der Scheldetalbahn. Diese ist stillgelegt.

Persönlichkeiten


Weblinks


Einzelnachweise


  1. a b c d e f g Wiesenbach, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. März 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Festausschuß Wiesenbach (Hrsg.): 750 Jahre Wiesenbach. Am Anfang das Wunder. 1232–1982. Ehrenklau Druckerei, Lauterbach 1982.
  3. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 15 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 351.
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. a b Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 190, 284 (online bei HathiTrust’s digital library ).
  7. Wilhelm von der Nahmer: Handbuch des Rheinischen Particular-Rechts: Entwickelung der Territorial- und Verfassungsverhältnisse der deutschen Staaten an beiden Ufern des Rheins : vom ersten Beginnen der französischen Revolution bis in die neueste Zeit. Band 3. Sauerländer, Frankfurt am Main 1832, S. 7 (online bei Google Books ).
  8. Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 416 (online bei Google Books ).



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