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Wiener Neustadt




Statutarstadt
Wiener Neustadt
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Statutarstadt
Kfz-Kennzeichen: WN
Fläche: 60,89 km²
Koordinaten: 47° 49′ N, 16° 15′ O
Höhe: 265 m ü. A.
Einwohner: 45.277 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 744 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2700, 2702, 2704, 2705, 2751, 2752
Vorwahl: 02622
Gemeindekennziffer: 3 04 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1–3
2700 Wiener Neustadt
Website: www.wiener-neustadt.at
Politik
Bürgermeister: Klaus Schneeberger (ÖVP)
Gemeinderat: (2020)
(40 Mitglieder)
19
11
6
4
19 11 
Insgesamt 40 Sitze
Lage von Wiener Neustadt

Blick auf Wiener Neustadt von Westen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Wiener Neustadt (ungarisch Bécsújhely, kroatisch Bečko Novo Mjesto oder Bečki Novigrad) ist mit 45.277 Einwohnern (Stand: 1. Jänner 2019) nach der Landeshauptstadt St. Pölten die zweitgrößte Stadt Niederösterreichs und liegt etwa 50 km südlich der Bundeshauptstadt Wien im Industrieviertel. Sie ist Statutarstadt und Verwaltungssitz des Bezirkes Wiener Neustadt-Land und eine Schul-, Einkaufs- und Garnisonsstadt. Wiener Neustadt ist die elftgrößte Stadt Österreichs.

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Wiener Neustadt liegt im Steinfeld[1], dem südlichsten Teil des Wiener Beckens, das geografisch zum Nordöstlichen Flach- und Hügelland gehört.[2] Das Stadtgebiet wird von der Warmen Fischa und dem Kehrbach durchflossen, die sich am nordöstlichen Stadtrand vereinigen. Im Osten der Stadt bildet die Leitha die Grenze zum Burgenland. Das Stadtgebiet erstreckt sich von Norden nach Süden rund 14 km, von Westen nach Osten rund 6,5 km.

Nachbargemeinden

Wiener Neustadt grenzt an folgende Gemeinden[3] (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden; in Klammern der jeweilige Bezirk, sowie das Bundesland, wenn nicht Niederösterreich):

Stadtgliederung

Zur Zeit, in der das Stadtgebiet sich auf das heutige Zentrum beschränkte, wurde dieses in die vier Viertel „Liebfrauenviertel“, „Dreifaltigkeitsviertel“, „Deutschherrenviertel“ und „Minoritenviertel“ eingeteilt. Durch das Wachstum beschloss der Stadtsenat 1960 die Einteilung der Stadt in sechs Stadtbezirke, welche 2007 auf nunmehr acht Stadtbezirke erweitert wurden. Es sind dies:[4] Die angegebene Einwohnerzahlen haben den Stand 1. Jänner 2019[5]:

  1. Innere Stadt: Die Innere Stadt bezeichnet im Wesentlichen jenes Gebiet, welches seit der Stadtgründung innerhalb der Stadtmauer die Stadt Wiener Neustadt bildete. Die historischen Stadtviertel waren damals das Liebfrauenviertel (Baumkirchner Ring – Wiener Straße/Hauptplatz – Herzog-Leopold-Straße – Babenberger Ring), dessen Namen sich heute noch in der alternativen Bezeichnung für den Dom von Wiener Neustadt wiederfindet, das Deutschherrenviertel (Eyerspergring – Corvinusring – Ungargasse/Hauptplatz – Wiener Straße), das Dreifaltigkeitsviertel (Ungargasse – Neudörfler Straße – Liese-Prokop-Weg – Katzelsdorfer Straße – Günser Straße – Neunkirchner Straße) und das Minoritenviertel (Herzog-Leopold-Straße – Neunkirchner Straße – Maria-Theresien-Ring – Ferdinand-Porsche-Ring). Das heutige Gebiet der Inneren Stadt liegt innerhalb von Fischauer Gasse – Grazer Straße – Corvinusring – Ungargasse – Neudörfler Straße – östliche Akademiemauer – südliche Akademiemauer – Günser Straße – Maria-Theresien-Ring – Bräunlichgasse – Kammanngasse – Haidbrunngasse – Kollonitschgasse – Äußere Dammgasse – Fischauer Gasse. Im Zentrum befinden sich fast alle Sehenswürdigkeiten der Stadt: Die Burg, der Wasserturm, der Dom, der Reckturm, das Rathaus, die Mariensäule, das Stift Neukloster, die Propstei, die gotischen Arkaden am Hauptplatz, Reste der einstigen Stadtmauer, das heutige Stadtmuseum mit der Ausstellungskirche St. Peter an der Sperr, die Vorstadtkirche, das Minoritenkloster, die Kasematten, die ehemalige Karmeliterkirche, das Stadttheater und der Schrauthammerbrunnen. Weitere wichtige Gebäude sind das Landesklinikum Wiener Neustadt sowie das Bundesgymnasium Babenbergerring.
  2. Ungarviertel: Das Ungarviertel (7683 Einwohner) umfasst das Gebiet innerhalb von Grazer Straße – rechtem Fischaufer – Grenze zu Lichtenwörth – Grenze zu Neudörfl – Grenze zu Katzelsdorf – südliche Akademiemauer – östliche Akademiemauer – Neudörfler Straße – Ungargasse – Grazer Straße. Teile des Ungarviertels sind das Musikantenviertel (Gartenstadt), die Leithakolonie, die Schelmerkolonie, die Friedenssiedlung sowie die Porsche-Siedlung.
  3. Gymelsdorfer Vorstadt: Der Stadtteil Gymelsdorfer Vorstadt (3700 Einwohner) wird umschlossen von Kammanngasse – Bräunlichgasse – Maria-Theresien-Ring – Günser Straße – südliche Akademiemauer – Grenze zu Katzelsdorf – Grenze zu Lanzenkirchen – Grenze zu Schwarzau am Steinfeld – Grenze zu Breitenau – Grenze zu Sankt Egyden am Steinfeld – Grenze zu WeikersdorfSüdbahn – Südbahngasse – Haidbrunngasse – Kammanngasse. Die Breitenauer Siedlung und die Frohsdorfer Siedlung gehören ebenfalls zu diesem Stadtviertel.
  4. Zehnerviertel: Das Zehnerviertel (9433 Einwohner) ist das Gebiet innerhalb von rechtem Fischaufer – Äußere Dammgasse – Kollonitschgasse – Haidbrunngasse – Südbahn – Grenze zu Weikersdorf – Grenze zu Bad Fischau-Brunn – rechtes Fischaufer. Es umschließt somit auch die Fischelkolonie (Haidbrunner Viertel) sowie die Anemonensee- und die Föhrensee-Siedlung.
  5. Flugfeld: Das Flugfeld (6398 Einwohner) umfasst folgendes Gebiet: Grenze zu Bad Fischau-Brunn – Grenze zu WöllersdorfNordspange – Grenze zu Wöllersdorf – Nordspange – Grenze zu Theresienfeld – Theresienfelder Gasse – Äußere Bahnzeile – Äußere Dammzeile – linkes Fischaufer – Grenze zu Bad Fischau-Brunn. Das Stadtviertel umfasst auch die Badener Siedlung.
  6. Josefstadt: Die Josefstadt (9027 Einwohner) wird umschlossen von der Grenze zu Lichtenwörth – linkes Fischaufer – Grazer Straße (Auge Gottes) – Fischauer Gasse – Äußere Dammgasse – Äußere Bahnzeile – Pottendorfer LinieWiener Neustädter Kanal – Grenze zu Eggendorf – Grenze zu Lichtenwörth. In der Josefstadt befinden sich die Spinnerin am Kreuz, die Cine Nova und der Friedhof. Ein Teil der Josefstadt ist das Kriegsspital (Döttelbachsiedlung).[6]
  7. Civitas Nova: Die Civitas Nova („Neue Stadt“) erstreckt sich innerhalb dieser Grenzen: Grenze zu Theresienfeld – Grenze zu Eggendorf – Wiener Neustädter Kanal – Pottendorfer Linie – Äußere Bahnzeile – Theresienfelder Gasse – Grenze zu Theresienfeld.
  8. Heideansiedlung: Die Heideansiedlung umschließt das Gebiet innerhalb von Nordspange – Grenze zu Wöllersdorf – Nordspange; Grenze zu Wöllersdorf – Grenze zu Felixdorf – Grenze zu Theresienfeld – Nordspange – Grenze zu Wöllersdorf.

Eine Unterteilung in Katastralgemeinden gibt es in Wiener Neustadt nicht, da das gesamte Stadtgebiet nur eine einzige Katastralgemeinde bildet.

Klima


Das Klima in Wiener Neustadt ist pannonisch. In der Regel sind die Sommer heiß und trocken und die Winter kalt und trocken, wobei im Sommer aber mehr Niederschlag fällt. In Wiener Neustadt gibt es im Jahr durchschnittlich 90 Regentage (siehe Diagramm unten). Bei West-/Nordwestwetterlagen fällt oft wenig bis kein Niederschlag. Wenn eine solche Wetterlage im Winter auftritt, gibt es in Wiener Neustadt fast nie eine Schneedecke. Jedoch können mit Ausbildung eines Oberitalientiefs (auch Genuatiefs[7]) und damit verbundenen Niederschlägen von Südosten her erhebliche Schneemengen fallen.

Im Sommer ist es häufig der Fall, dass sich das Steinfeld einige Tage förmlich aufheizt und Schlechtwetterfronten in weiterer Folge aufgrund der sich entwickelnden Thermik um die Stadt herumgelenkt oder zumindest abgeschwächt werden. So kommt es häufig vor, dass eine von Westen kommende Gewitterfront im letzten Moment Richtung Süden abdreht. Ankommende Unwetter fallen dafür aber umso heftiger aus und werden nicht selten von sintflutartigen Regenfällen, böigem Wind und Hagel begleitet. Durch die Lage am Steinfeld kann es sein, dass Wiener Neustadt im Sommer zu den Hitzepolen Österreichs zählt. Umgekehrt kann die Stadt im Winter aber auch zu den Kältepolen gehören.

Ein ebenfalls recht häufig auftretendes Wetterereignis ist Nebel bzw. Hochnebel, der sich oft tagelang wie eine Glocke über die Stadt legt. Oft kommt es vor, dass in den umliegenden Dörfern dann die Sonne scheint (Bad Sauerbrunn, Ebenfurth, Felixdorf). Im sehr flachen Gebiet von Wiener Neustadt ist es fast immer windig, besonders am hindernisarmen Flugfeld. Das Gebiet um Wiener Neustadt ist eines von drei in Österreich, in denen sporadisch Tornados auftreten. Der Tornado in Wiener Neustadt 1916 hatte gravierende Folgen.

Die höchste je in Wiener Neustadt gemessene Temperatur betrug +39,1 °C (8. August 2013), die tiefste −27,9 °C (1956).[8][9]

Wiener Neustadt
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
26
 
3
-4
 
 
25
 
6
-3
 
 
38
 
10
0
 
 
43
 
15
4
 
 
71
 
21
9
 
 
82
 
23
12
 
 
80
 
26
14
 
 
71
 
25
14
 
 
56
 
21
10
 
 
36
 
15
5
 
 
42
 
8
0
 
 
31
 
4
-3
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Klimadaten von Österreich 1971–2000 , ZAMG, Station Wr. Neustadt
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Wiener Neustadt
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,2 5,5 10,1 15,2 20,5 23,2 25,7 25,4 20,6 14,8 7,8 4,2 Ø 14,7
Min. Temperatur (°C) -4,2 -3,1 0,2 4,1 8,6 11,9 13,8 13,5 9,9 5,0 0,3 -2,6 Ø 4,8
Temperatur (°C) -0,8 0,7 4,6 9,2 14,5 17,6 19,7 19,1 14,6 9,1 3,5 0,5 Ø 9,4
Niederschlag (mm) 25,5 25,3 38,0 43,0 70,5 81,9 80,1 70,6 55,9 35,7 42,0 30,5 Σ 599
Sonnenstunden (h/d) 2,1 3,3 4,3 5,7 7,1 7,2 7,8 7,3 5,6 4,0 2,3 1,7 Ø 4,9
Regentage (d) 5,6 5,4 7,2 7,7 9,4 10,5 8,8 8,6 7,4 5,7 6,9 6,7 Σ 89,9
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
3,2
-4,2
5,5
-3,1
10,1
0,2
15,2
4,1
20,5
8,6
23,2
11,9
25,7
13,8
25,4
13,5
20,6
9,9
14,8
5,0
7,8
0,3
4,2
-2,6
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
25,5
25,3
38,0
43,0
70,5
81,9
80,1
70,6
55,9
35,7
42,0
30,5
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Klimadaten von Österreich 1971–2000 , ZAMG, Station Wr. Neustadt

Geschichte


Die Stadtgründung

Wiener Neustadt gehört zu jenen Städten, die bereits als Stadt gegründet und in ihrer Anlage geplant wurden. Errichtet wurde die Stadt im Steinfeld, dem südlichsten Teil des Wiener Beckens, einem Gebiet, das mit Blick auf seine natürlichen Gegebenheiten für die natürliche Entstehung einer mittelalterlichen Ansiedelung kein idealer Ort war.

Die Stadtgründung hatte politisch-strategische Gründe. Durch die Georgenberger Handfeste (17. August 1186) war das Herzogtum Steiermark mit der Grafschaft Pitten[10] nach dem Aussterben der Traungauer (Ottokare) im Jahr 1192 an die Babenberger (Liutpoldiner) gefallen, die über das benachbarte Herzogtum Österreich herrschten und mit der Errichtung einer befestigten Stadt die gemeinsame Grenze der beiden Herzogtümer gegen das ungarische Königreich zu sichern trachteten. Das Lösegeld, das Herzog Leopold V. für den englischen König Richard Löwenherz erhalten hatte, brachte das notwendige Kapital, um die Neustadt (Nova Civitas) zu bauen. (Der Namenszusatz „Wiener“ setzte sich zur besseren Unterscheidung erst im 17. Jahrhundert durch.) Der Beschluss zur Stadtgründung wurde auf einem Taiding (einer Versammlung der Ministerialen) in Fischau im Spätsommer oder Herbst 1194 gefasst.[11]

Dieses Gründungsdatum ist allerdings nicht unumstritten, so deuten genaue Messungen auf der Basis der Längsachse des heutigen Doms darauf hin, dass zumindest mit dem Bau von diesem bereits im Jahr 1192 begonnen wurde[12][13] Gesichert scheint jedenfalls, dass nach Leopolds plötzlichem Tod die Errichtung der Stadt unter seinem Sohn und Nachfolger Herzog Leopold VI. im Jahr 1195 bereits begonnen hatte.

Die damalige Anlage lehnte sich an die Form eines römischen Lagers an. Der Grundriss der Stadt entsprach einem Rechteck mit einer Seitenlänge von 620 m an der Südseite und 685 m an der Westseite. Das Stadtgebiet wurde von vier Hauptstraßen, die nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet waren und zu den Stadttoren führten, in Viertel unterteilt. Für das Zentrum war ein Platz als Markt in einer Ausdehnung von 180 × 80 m vorgesehen, im nordwestlichen Viertel wurde ein weiterer Platz als Standort der Pfarrkirche und des Friedhofs geplant. Die Stadt wurde durch eine 5 m hohe und 1 m starke aus Stein gefügte Stadtmauer umgeben, die an den Ecken durch massive Ecktürme verstärkt war; die vier Stadttore wurden zusätzlich durch Türme gesichert. Die Stadtmauern wurden von einem Graben umgeben, der durch örtliche Bäche und vor allem durch den Kehrbach gespeist wurde.[14]

Der neugegründeten Stadt wurden wichtige Privilegien erteilt, sie erhielt die volle Gerichtsbarkeit und das Marktrecht. Spätestens unter Herzog Friedrich dem Streitbaren wurde außerdem die landesfürstliche Münzstätte von Fischau in die Neustadt verlegt.[15] Auch für Wiener Neustadt galt Stadtluft macht frei nach Jahr und Tag.[16]

Das 1237 ersterwähnte Zemingdorf fiel wüst.

Residenz des Landesfürsten, des Königs und des Kaisers

Nach dem Tod von Herzog Friedrich dem Streitbaren, der keine Nachkommen hatte, kam es in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts zu kriegerischen Auseinandersetzungen um seine Nachfolge in beiden Herzogtümern, aus denen schließlich Graf Rudolf IV. von Habsburg, als deutsch-römischer König Rudolf I., als Gewinner hervorging. Die Habsburger, die sich in der Folge auch Herzöge von Österreich nannten, konnten sich als neue Landesherren durchsetzen. In dieser Zeit wurde am 3. Juni 1285 ein gewisser Merboto zum Bürgermeister der Neustadt gewählt,[17] die erste namentliche Nennung eines Bürgermeisters. Erst von 1380 bis 1382 ist mit Michael Prenner ein weiterer Bürgermeister von Wiener Neustadt namentlich nachgewiesen, der damals auch als ihr reichster Bürger galt.[18]

Als Folge des im September 1379 geschlossenen Vertrags von Neuberg an der Mürz spalteten sich die Habsburger in zwei Familienzweige auf: die Albertinische und die Leopoldinische Linie. Zusammen mit den Städten Graz und Innsbruck gehörte die Neustadt in der Folge zu den Hauptresidenzen der „Leopoldiner“ und erlebte im 15. Jahrhundert eine Zeit des Aufschwungs. Unter Herzog Friedrich V. von Österreich, als deutsch-römischer König und Kaiser Friedrich III., war die Neustadt Mitte des 15. Jahrhunderts viele Jahre neben Graz die Hauptresidenz des Kaisers. 1453 fand hier sogar ein Reichstag statt, der allerdings von den Reichsfürsten nur schlecht besucht wurde. Der Dom und das Neukloster (in dem später seine Ehefrau und die meisten seiner Kinder ihre letzte Ruhestätte fanden) wurden unter Friedrich III. wesentlich umgebaut, die Wappenwand an der Burg (heute die Kaserne) zeigt ihn inmitten der Wappen jener Besitzungen, die den Habsburgern seit der Österreichischen Chronik von den 95 Herrschaften zugeschrieben wurden. Im Jahre 1469 erreichte er bei Papst Paul II. die Zustimmung zur Gründung eines eigenen Bistums in Wiener Neustadt, welches aber wegen des Widerstandes der bisher zuständigen Bischöfe von Passau nur für die Stadt selbst zuständig war und nicht zum Landesbistum ausgebaut werden konnte. Es wurde bald mit dem Wiener Bistum zusammengeführt, ehe es im 19. Jahrhundert nach St. Pölten verlegt und später zum Landesbistum für Niederösterreich gemacht wurde. Friedrichs Sohn und Nachfolger Maximilian I. wurde in Wiener Neustadt geboren und verbrachte hier seine Jugend. In der Kapelle der Burg, der St.-Georgs-Kathedrale, wurde er nach seinem Tod auf seinen eigenen Wunsch hin beigesetzt.

Im August 1487 wurde die Neustadt (ungarisch: Bécsújhely) nach einer fast zweijährigen Belagerung durch den ungarischen König Matthias Corvinus eingenommen. Der König gewährte den Verteidigern freien Abzug und soll der Stadt aufgrund ritterlicher Traditionen in der Folge jenen Prunkpokal geschenkt haben, der heute als der Corvinusbecher im Stadtmuseum besichtigt werden kann. Nach seinem Tod wurde die Stadt von König Maximilian I. ohne wesentlichen Widerstand zurückerobert.

Die jüdische Gemeinde der Neustadt im 14. und 15. Jahrhundert

Spätestens seit der Mitte des 13. Jahrhunderts ist eine jüdische Gemeinde in Wiener Neustadt belegt.[19] Vermutlich hing es damit zusammen, dass die Neustadt zum Herzogtum Steiermark gehörte, dass ihre jüdische Gemeinde von der Judenverfolgung von Pulkau (1338), Pogromen zur Zeit der Pest (1348/49) und von der Wiener Gesera (1420/1421) verschont blieb, die alle auf das Herzogtum Österreich begrenzt waren. Das schließt allerdings nicht aus, dass auch die jüdische Gemeinde der Neustadt Anfeindungen, Diskriminierungen und Beschränkungen unterworfen war. Ca. 1445–1460 war die Neustadt Sitz des Rabbiners Israel Isserlein (1390–1460), einer der bedeutendsten jüdischen Gelehrten seiner Zeit. Damals galt es als ein Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit. Als König Maximilian I. im Jahr 1496 die Vertreibung aller Juden aus der Stadt verfügte und ihnen auf ewige Zeit verbot, sich erneut hier niederzulassen, bedeutete dies das Ende der jüdischen Gemeinde. Diese Maßnahme erfolgte nicht in Form eines Pogroms, sondern als organisierte Ausweisung. Erst im 19. Jahrhundert entstand eine neue jüdische Gemeinde in Wiener Neustadt.[20]

Die Neustadt nach 1500

Im 16. Jahrhundert verlor die Neustadt ihre Bedeutung als landesfürstliche bzw. königlich-kaiserliche Residenz. Weiterhin aber war sie ein wichtiges Bollwerk gegen Bedrohungen aus dem Osten, so z. B. gegen die Osmanen und Kuruzen. Traurige Berühmtheit erlangte die Neustadt als Ort zweier politisch-motivierter Hinrichtungen.

Ab dem 17. Jahrhundert setzte sich langsam die Bezeichnung Wienerische Neustadt und schließlich Wiener Neustadt durch, vor allem um eine Unterscheidung zu den anderen gleichnamigen Orten („Neustadt“) im Kaiserreich zu bieten.

Am 8. September 1834 wurde die Stadt durch einen Großbrand verwüstet,[22] der von Scheunen südlich vor der Stadt ausging und, durch Sturm angefacht, auf Holzvorräte, die vor dem Neunkirchner Tor gestapelt waren, und auf die Stadt selbst sowie die Vorstädte übergriff. 500 Gebäude brannten vollständig aus, 47 Menschen starben.[23]

Wiener Neustadt im 19. und 20. Jahrhundert

Von 1838 bis 1907 bestand die Glockengießerei Hilzer. Der Wandel zur Industriestadt begann mit der Eröffnung der Südbahn von Wien bis Wiener Neustadt im Juni 1841. Schon im folgenden Jahr wurde eine Lokomotivfabrik gegründet, aus der schließlich die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik hervorging. Neben anderen Fabriken, die sukzessive entstanden, errichtete ab 1899 die Firma Austro-Daimler (eine Tochter der deutschen Daimler-Werke) in einer ehemaligen Maschinenfabrik eine große Fahrzeugfabrikation. Die Industrialisierung bewirkte starken Zuzug von Arbeitskräften, sodass Wiener Neustadt in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts die zweitgrößte Stadt Niederösterreichs (nach Wien) war. Äußeres Zeichen der gestiegenen Bedeutung war die Verleihung eines eigenen Statuts im Jahr 1866, das nach Wahlen im Jahr 1868 in Kraft trat.

Ab 1851 wurden die Befestigungsanlagen nach und nach abgetragen; zwischen 1862 und 1864 wurden schließlich auch die Stadttore abgebrochen.[24]

Im Jahre 1909 wurde im Norden der Stadt ein Flugfeld errichtet. Bereits 1911 wurde in Wiener Neustadt die erste österreichische Flugwoche abgehalten. Das Wiener Neustädter Flugfeld diente den Flugpionieren Igo Etrich, Karl Illner und Adolf Warchalowski für ihre Flugversuche und war das erste offizielle österreichische Flugfeld. Der Flugplatz ist heute der größte Naturflugplatz Europas.

Am 7. Juni 1912 explodierte zwischen der Südbahn und der ehemaligen Kaiser-Franz-Josephs-Kaserne ein Pulvermagazin eines k.u.k.-Militärlagers, dabei wurden sieben Menschen getötet und ca. 100 weitere verletzt. Die nahegelegene Arbeiterbaracke 48 wurde völlig zerstört, die Druckwelle beschädigte zudem u. a. die Hangars am Flugfeld, die Lokomotivfabrik und die Daimler-Werke.

Im Ersten Weltkrieg war Wiener Neustadt auf Grund seiner Industriebetriebe ein Zentrum der Rüstungsindustrie. Die Folgen der Niederlage der österreichisch-ungarischen Monarchie im Ersten Weltkrieg führten zu einem Niedergang der Industrie. Mangels Nachfrage im klein gewordenen Wirtschaftsraum Österreich mussten die großen Fabriken schließen; die Flugzeugproduktion musste auf Grund des Vertrags von Saint Germain aufgegeben werden. Die Weltwirtschaftskrise tat ihr Übriges.

In der Zwischenkriegszeit kam es am 7. Oktober 1928 zum Aufmarsch der Heimwehr und des Schutzbundes in Wiener Neustadt, eine Konfrontation, welche mit starken Einheiten der Gendarmerie und des Bundesheeres auseinandergehalten wurde und ohne großen Zwischenfall verlief.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 wurde in Wiener Neustadt kriegswichtige Industrie angesiedelt. Bereits 1940 produzierten die Wiener Neustädter Flugzeugwerke ein Viertel der Gesamtproduktion der Messerschmitt-109-Jagdflugzeuge. In den Raxwerken, der ehemaligen Wiener Neustädter Lokomotivfabrik, wurde ab 1943 auch mit der Montage von A4-Raketen begonnen.

Aufgrund dieser Konzentration von Rüstungsbetrieben, aber auch weil Wiener Neustadt einen wichtigen Eisenbahnknotenpunkt darstellte, wurde die Stadt im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig mit rund 50.000 Bomben zerstört.[25] Von den damals 3000 Gebäuden blieben nur 18 unversehrt.[26] Die Stadt zählte damit zu den am stärksten in Mitleidenschaft gezogenen im Deutschen Reich.

Siehe auch: Luftangriffe auf Wiener Neustadt

Die jüdische Gemeinde im 19. und 20. Jahrhundert und ihre Zerstörung

Nach der Vertreibung der Wiener Neustädter Juden 1496 auf Befehl des späteren Kaisers Maximilian I. wurde erst wieder nach dem Revolutionsjahr 1848 die Wiederansiedlung von Juden gestattet. Im Jahr 1870 wurde eine neue, sehr kleine Synagoge am Baumkirchnerring eingerichtet, 1871 wurde die „IKG Wiener Neustadt“ gegründet. Die Gemeinde wuchs im Lauf der Jahrzehnte auf mehrere hundert Personen an, sodass auf dem Nachbargrundstück eine größere Synagoge in klassizistisch-maurischem Stil errichtet und im Jahr 1904 eingeweiht wurde. In den 1930er Jahren lebten etwa 870 Juden in Wiener Neustadt. Die IKG Wiener Neustadt war damit die viertgrößte in ganz Österreich (nach Wien, Graz und Baden).[27]

Mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 begann umgehend die systematische Verfolgung und Beraubung der Wiener Neustädter Juden. Bereits in den ersten Tagen der NS-Herrschaft wurden viele Juden von SA und SS aus ihren Wohnungen geholt, vor ihren Wiener Neustädter Mitbürgern öffentlich erniedrigt (etwa durch „Straßenwaschen“ mit Bürsten auf dem Hauptplatz oder vor der Synagoge) und teilweise ins Anhaltelager Wöllersdorf gebracht.[27]

Die Novemberpogrome 1938 („Reichskristallnacht“) führten auch in Wiener Neustadt zu gewalttätigen Übergriffen auf jüdische Einrichtungen, Wohnungen und Geschäfte. Die Inneneinrichtung der Synagoge wurde komplett zerstört oder geplündert. Mehrere hundert Jüdinnen und Juden wurden in den Tagen danach von SA-Männern in Zügen nach Wien „verfrachtet“, wo man sie aussetzte. Zwischen März 1938 und Jahresbeginn 1939 war der Großteil der Wiener Neustädter Juden aus der Stadt bzw. aus dem Land geflüchtet oder von SA, SS oder Polizei inhaftiert oder nach Wien gebracht worden. Von 180 Wiener Neustädter Juden (also einem Fünftel der Gemeinde) ist es heute gesichert, dass sie in ein Ghetto oder Konzentrationslager (zumeist Auschwitz) deportiert wurden.[27]

Einige wenige Juden kehrten nach 1945 in ihre Heimatstadt zurück. Eine Kultusgemeinde wurde jedoch nicht mehr gegründet. Die Wiener Neustädter Synagoge wurde 1952 komplett abgetragen.[27]

Wiener Neustadt nach 1945

Der Brief, den Karl Renner am 15. April 1945 an Stalin schrieb, trägt Wiener Neustadt als Ort des Verfassens[28].

Für den Wiederaufbau rief 1946 die Stadtverwaltung die Bevölkerung zum freiwilligen Arbeitseinsatz auf, um tausende Tonnen Schutt aus der Stadt zu entfernen. Als 1955 Österreich durch den Staatsvertrag seine Souveränität wiedererlangt hatte, war auch der Wiederaufbau der zerstörten Stadt großteils abgeschlossen.

Die Stadt ist Verwaltungszentrum, Sitz von Bezirks- und Landesgericht, einer der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte Österreichs, ferner Knotenpunkt von Autobahn und Schnellstraße und mehrerer Bundesstraßen, mit drei Kasernen des Bundesheeres wichtige Garnisonsstadt, zweitgrößte Einkaufs- sowie wichtigste Schulstadt Niederösterreichs.

Mit mehr als 40.000 Einwohnern ist Wiener Neustadt Hauptort und größte Stadt des Industrieviertels. Die Stadt spielt vor allem als regionales Wirtschafts- und Bildungszentrum eine wichtige Rolle. In Wiener Neustadt wurde im Jahr 1994 die erste Fachhochschule Österreichs gegründet, die heute mit über 3.500 Studenten noch immer zu den größten des Landes zählt. Die 1995 errichtete Multifunktionshalle Arena Nova ist die drittgrößte vergleichbare Veranstaltungshalle in Österreich. Im Jahr 2016 wurde das Krebsforschungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt eröffnet (siehe Abschnitt „Bildung und Forschung“).[29]

1975 erhielt die Stadt vom Europarat als zehnte Stadt Österreichs die Europafahne verliehen und darf sich seither „Europastadt“ nennen. 1989 bekam Wiener Neustadt als erste österreichische Stadt die Europaplakette des Europarates. Seit 1971 ist Wiener Neustadt Partnerstadt von Monheim am Rhein. Eine weitere Partnerstadt ist seit 2002 Desenzano del Garda. 2006 kam mit Harbin eine Millionenstadt in China hinzu. Wiener Neustadt unterhält außerdem eine „3-Städte-Freundschaft“ mit Eisenstadt und Sopron. Ferner ist sie Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Neustadt in Europa“, der 37 Orte dieses Namens in Deutschland, Österreich, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakei und den Niederlanden angehören.

Entwicklung des Stadtgebiets


Die letzte Ausweitung der Stadt ist die Civitas Nova, ein ehrgeiziges Projekt zur Etablierung als Technik- und Wissenschaftsstandort und Ansiedlung von Industrie- und Handelsbetrieben sowie von Schulen, die auch den Wirtschaftspark der Ecoplus einschließt. Momentan wird auf dem Areal auch ein Krebsforschungszentrum für Ionentherapie gebaut, das Projekt MedAustron. Außerdem ist die Civitas Nova Sitz des Flugzeugbauers Diamond Aircraft und einiger Technikeinrichtungen. Hier befinden sich auch die Fachhochschule, die Gründeragentur RIZ sowie verschiedene Firmen und Büros. In Wiener Neustadt befindet sich zudem die österreichische Niederlassung von Triumph International.

Im Areal der Civitas Nova befindet sich die Mehrzweckhalle Arena Nova, in der Messen, Konzerte und Sportveranstaltungen stattfinden. Des Weiteren wurde in diesem Gebiet 2004 und 2005 das Rockfestival Aerodrome und 2011 das Urban Art Forms Festival abgehalten. Im Zentrum wird seit vielen Jahren am ehemaligen Ausstellungsgelände an einer Wohnsiedlung gebaut, ebenso gibt es ein Projekt im Akademiepark.

Eingemeindungen

In den 1980er-Jahren gab es Bestrebungen, alle Gemeinden rund um Wiener Neustadt einzugemeinden, wodurch Wiener Neustadt zur größten Stadt Niederösterreichs geworden wäre.

Die betroffenen Gemeinden wären Katzelsdorf, Theresienfeld, Eggendorf, Bad Fischau-Brunn, Wöllersdorf-Steinabrückl, Lichtenwörth, Zillingdorf, Sollenau, Felixdorf, Lanzenkirchen und Weikersdorf am Steinfelde gewesen. Wiener Neustadt wäre damit auf fast 80.000 Einwohner angewachsen. Einige der genannten Gemeinden sind mit Wiener Neustadt direkt verwachsen, Einkaufszentren dehnen sich teilweise bis in die Nachbargemeinden aus. Einige davon waren bis ins 19. Jahrhundert Teil Wiener Neustadts gewesen, ehe sie unabhängig wurden. Das Vorhaben scheiterte bzw. war nicht im Einklang mit den Interessen der betroffenen Gemeinden durchzusetzen. Heute stehen die Eingemeindungspläne nicht mehr zur Debatte.

Zur selben Zeit hatte sich die Diskussion zwischen St. Pölten und Wiener Neustadt, welche der beiden Städte die tonangebende und bedeutendere in Niederösterreich sei, besonders zugespitzt. In diesem Zusammenhang müssen auch die damaligen Wiener Neustädter Vergrößerungspläne betrachtet werden. Seit der Ernennung St. Pöltens zur niederösterreichischen Landeshauptstadt im Jahr 1986 ist dieser Streit zumindest im juristischen Sinne „entschieden“.

Bevölkerung


Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl ist Spiegelbild der wirtschaftlichen Entwicklung: Nahm die Bevölkerung von 1869 (erste Volkszählung) bis 1923 kontinuierlich von 20.619 auf 36.956 zu (wiederholt um mehr als 10 % innerhalb von zehn Jahren), war bis 1934 ein leichter Rückgang (− 0,4 %) zu verzeichnen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre wuchs die Bevölkerung wieder um 6,9 %, um bis 1951 (der ersten Zählung nach dem Zweiten Weltkrieg) um dramatische 22,3 % auf 30.559 zurückzugehen. Die folgenden Jahrzehnte zeigen einen zunächst stärkeren Anstieg (bis 1961 + 10,8 %), der dann bis 1991 wieder fast bis zur Stagnation (+ 0,4 % seit 1981) abfiel. Die letzten zehn Jahre bis 2001 brachten dagegen wieder einen deutlichen Anstieg um 7,1 %[30]; dieser ist deutlich der Zuwanderung (8,5 %) zu verdanken, durch die die negative Geburtenbilanz (− 1,4 %) ausgeglichen wird. Doch laut einer neuen Prognose soll Wiener Neustadt bis 2030 über 50.000 Einwohner haben.


Religion

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 62,3 % der Einwohner römisch-katholisch und 7,6 % evangelisch. 6,1 % sind Muslime, 2,2 % gehören orthodoxen Kirchen an. 18,2 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

Wiener Neustadt hat zehn römisch-katholische Kirchen inklusive der Propstei- und Hauptpfarre an der Domkirche. Die weiteren Kirchen heißen St. Leopold, Teilgemeinde Erlöserkirche, Teilgemeinde Schmuckerau, Teilgemeinde Josefstadt, St. Jakob (Kapuzinerkirche), Herz Mariä, Neukloster (inklusive der beiden Seelsorgestationen Gartenstadt und Friedenssiedlung), St. Anton und Georgs-Kathedrale in der Burg. Wiener Neustadt war über mehrere Jahrhunderte ein eigenständiges Bistum. Heute ist es nur mehr ein Titularbistum, welches traditionell an den Militärbischof Österreichs vergeben wird.

Wiener Neustadts Gläubige haben weiters eine Evangelische Kirche, eine Niederlassung der Zeugen Jehovas, der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, der Neuapostolischen Kirche, der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, der Freikirchlichen Ichthys-Gemeinde und eine Kirche der serbisch-orthodoxen Gemeinschaft in der Döttelbachsiedlung.

Politik


Wiener Neustadt ist eine Statutarstadt. Das bedeutet, dass sowohl die Aufgaben einer Gemeindeverwaltung als auch einer Bezirkshauptmannschaft direkt vom Magistrat erledigt werden. Die rechtliche Basis dafür bilden das Wiener Neustädter Stadtrecht 1977 und das NÖ Stadtrechtsorganisationsgesetz (NÖ SrROG),[31] in dem seit 2000 diejenigen Teile der Stadtrechte aller niederösterreichischen Statutarstädte, welche ident sind, zusammengefasst sind. Wiener Neustadt ist Sitz der Bezirksverwaltungbehörde Wiener Neustadt-Land, des Polizeikommissariats Wiener Neustadt als Außenstelle der Landespolizeidirektion Niederösterreich, des Landesgerichtes und des Arbeitsmarktservice.

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 40 Mitglieder.

Stadtsenat

Der Stadtsenat (2020–2025) besteht aus folgenden Mitgliedern (Stadträten):[37][38][39]

Grundsätzlich besteht der Stadtsenat aus dem ersten und dem zweiten Vizebürgermeister und acht Stadträten. Die im Gemeinderat vertretenen Wahlparteien haben gemäß ihrer Stärke Anspruch auf Vertretung im Stadtsenat. Den Vorsitz führt der Bürgermeister. Der Magistratsdirektor nimmt an den Sitzungen mit beratender Stimme und mit dem Recht auf Antragsstellung teil.

Bürgermeister

siehe auch Liste der Bürgermeister von Wiener Neustadt

Seit 1945:

Städtepartnerschaften

Arbeitsgemeinschaft

3-Städte-Freundschaft

E-Government

Seit 2006 stellt die Verwaltung in Wiener Neustadt, im Rahmen des Kooperationsprojektes des Städtebunds amtsweg.gv.at[42], den Bürgern ein elektronisches Formularservice zur Verfügung, mit welchem Online-Formulare ohne infrastrukturellen Aufwand eingereicht werden können. Diese Formulare basieren auf AFORMSSOLUTION des Unternehmens aforms2web.[43]

Wirtschaft


In Wiener Neustadt wurden 2001 2.302 Arbeitsstätten gezählt, an welchen insgesamt 25.377 Personen beschäftigt waren.[44] Das Stadtgebiet besteht zu rund 13 % aus Betriebsflächen.[45]

Ansässige Unternehmen

Einkaufen

Die Hauptachsen der Altstadt haben sich in den vergangenen 40 Jahren zu Einkaufsstraßen mit Fußgängerzonen entwickelt. In diesen haben sich – neben den kleineren, familiengeführten Geschäften – in den letzten Jahren auch viele Filialen von Handelsketten angesiedelt. Auch wenn der Druck durch die Einkaufszentren an der Peripherie (vor allem durch den „Fischapark“) auf die innerstädtische Wirtschaft enorm gewachsen ist, hat sich Wiener Neustadts Zentrum in den letzten fünf Jahren wieder gefangen und kann Umsatzsteigerungen vermelden.

Nach dem Vorbild des Wiener Naschmarkts wurde der Marienmarkt mit im Zentrum von Wiener Neustadt als neue Einrichtung um Menschen – entgegen der Strömung zu peripheren Einkaufszentren – ins Stadtzentrum zu ziehen geplant und im April 2017 eröffnet. Die Flächen in einem getreckten Kiosk mit kleinem Vordach werden von zehn Standbetreibern bewirtschaftet.[46]

In Wiener Neustadt gibt es neben der Innenstadt fünf Industrie- und Einkaufsgelände:

Tourismus

Wiener Neustadt wird vor allem aufgrund mehrerer historisch bedeutsamer Bauwerke (u. a. Dom, Hauptplatzensemble, Stadtmauerreste) von Touristen besucht. Die Stadt bietet einen Kulturparcours[47] an, auf dem alle Sehenswürdigkeiten der Innenstadt liegen. Mit der Arena Nova besitzt die Stadt eine mittelgroße Veranstaltungshalle für popkulturelle und sportliche Events (z. B. Handball-EM 2010, TV-Show Musikantenstadl), die ebenfalls regelmäßig Anziehungspunkt für Besucher der Stadt sind.

In der Stadt gibt es mehrere Hotels. Die bekanntesten sind das Hotel Corvinus in der Bahngasse, das Hotel Central am Hauptplatz und das Hotel Orange Wings in Nachbarschaft zur Arena Nova.

Im Jahr 2019 wird in Wiener Neustadt die Niederösterreichische Landesausstellung stattfinden. Der Titel Welt in Bewegung – Stadt.Geschichte.Mobilität[48] verweist auf die Entwicklung der Mobilität von den Habsburgern bis ins Heute und in die Zukunft. Für diese Ausstellung werden auch die Kasematten als neues Ausstellungs- und Besucherzentrum für Wiener Neustadt hergerichtet[49].

Verkehr


Bahn

Wiener Neustadt ist einer der wichtigsten Bahnknotenpunkte Österreichs. Der Hauptbahnhof Wiener Neustadt ist Schnitt- und Ausgangspunkt mehrerer Eisenbahnlinien (Südbahn, Mattersburger Bahn, Aspangbahn, Pottendorfer Linie, Schneebergbahn, Gutensteinerbahn). Mit einer Frequenz von rund 25.000 Reisenden und 700 Reisezügen pro Tag ist er der meistfrequentierte Bahnhof Niederösterreichs.

Von Wiener Neustadt aus werden mit direkten Zügen zahlreiche Zielbahnhöfe im In- und Ausland erreicht, so beispielsweise Wien, Klagenfurt, Villach, Graz, Aspang-Markt, Friedberg, Hartberg, Fehring, Puchberg am Schneeberg, Gutenstein, Deutschkreutz, Payerbach-Reichenau, Eisenstadt, Neusiedl am See aber auch Ödenburg/Sopron, Venedig, Rom, Zagreb, Marburg an der Drau/Maribor, Prag, Znaim oder Warschau.

Zusätzlich bestehen im Stadtgebiet von Wiener Neustadt drei weitere Haltestellen: „Wiener Neustadt Nord“ der Südbahn, „Wiener Neustadt Anemonensee“ der Schneebergbahn und „Wiener Neustadt Civitas Nova“ der Pottendorfer Linie. Weiters ist an der Aspangbahn und Mattersburger Bahn eine Haltestelle „Wiener Neustadt Süd“ in Planung. Die Haltestelle „Katzelsdorf“ der Mattersburger Bahn liegt ebenfalls noch im Stadtgebiet von Wiener Neustadt.

Straße

Siehe: Liste der Straßennamen von Wiener Neustadt

Wiener Neustadt ist auch ein Straßenverkehrsknoten (Süd Autobahn (A2), Mattersburger Schnellstraße (S4)). Zur Entlastung der Bundesstraßen ist eine Ostumfahrung geplant (Verbindung der Abfahrt Wiener Neustadt Ost – B21), von der bislang nur der nördliche Teil (B21 – B60) realisiert wurde.

Folgende ehemalige Bundesstraßen führen durch Wiener Neustadt: Wiener Neustädter Straße (B17), Gutensteiner Straße (B21), Puchberger Straße (B26), Pöttschinger Straße (B53), Wechsel Straße (B54) und Leitha Straße (B60).

Parkmöglichkeiten: In der Wiener Neustädter Innenstadt befinden sich vier Parkhäuser: die unterirdische Theatergarage, die Ungargarage, die Stadtpark-Garage und das Krankenhausparkdeck. Weiters sind Parkmöglichkeiten am Domplatz und am Nepomukplatz vorhanden. Beim Bahnhof besteht ein neues Parkdeck, welches ca. 650 PKW fasst.

Öffentlicher Verkehr: Die Wiener Neustädter Stadtwerke und Kommunal Service GmbH – Verkehrsbetriebe (WNSKS) betreiben zehn innerstädtische Buslinien(A-H,K,L) in der ganzen Stadt (sowie eine Schülerlinie Bahnhof-HTL). Alle städtischen Buslinien (außer Linie L und Schülerkurse) fahren über den Wiener Neustädter Ring, wo zum Großteil eine Busspur vorhanden ist. Von dort verlassen sie den Ring in alle Stadtteile. Außerdem betreiben die Wiener Neustädter Stadtwerke und das Autobusunternehmen Partsch Regionalbusse ins Umland. Es gibt auch eine Postbus- und Blaguss-Linie.

Luft

Die Stadt besitzt einen zivilen Flugplatz mit ICAO-Kennung (Wiener Neustadt/Ost, LOAN) sowie einen militärischen Flugplatz (Wiener Neustadt/West, LOXN). Der Westplatz darf von zahlreichen Segel- und Motorfliegervereinen sowie einem Fallschirmsprungverein[50] mitbenutzt werden, steht allerdings anderen Flugzeugen der Zivilluftfahrt im Normalfall nicht zur Verfügung. Er ist der größte Grasflugplatz und ältestes als Flugplatz gewidmetes Areal Europas.[51]

Schiff

In Wiener Neustadt lag bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts der Ausgangshafen des Wiener Neustädter Kanals, des einzigen Schifffahrtskanals Österreichs. Der im Jahr 1803 eröffnete Kanal zwischen Wien und Wiener Neustadt, der nach ersten Plänen bis Triest weitergebaut hätte werden sollen, verlor ab den 1870er Jahren sukzessive an wirtschaftlicher Bedeutung bis der Betrieb in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg endgültig aufgegeben wurde.[52] Der Hafen, der sich an der Ungargasse in der Nähe des heutigen Krankenhauses befand, wurde in den Jahren 1926/27 zugeschüttet. Seitdem befindet sich der Ausgangspunkt des Kanals etwa 600 Meter entfernt in der Nähe der Kreuzung Nestroystraße/Schelmergasse. Der Kanal dient heute der Bewässerung, der Stromerzeugung in Kleinwasserkraftwerken sowie als Erholungsgebiet (Radfahrweg und Kanufahrten).

Bildung und Forschung


Wiener Neustadt ist eine Schul- und Bildungsstadt, ersichtlich an der großen Anzahl an Bildungseinrichtungen. In der Stadt befinden sich neun Volks- und fünf Hauptschulen[53] sowie das Bundesgymnasium Babenbergerring, das Bundesrealgymnasium Gröhrmühlgasse und das Bundesgymnasium Zehnergasse. Daneben beherbergt Wiener Neustadt diverse Höhere Lehranstalten (HTL, HAK und weitere[54]), ein Bundes-Oberstufen-Realgymnasium (BORG) sowie eine Landesberufsschule. Außerdem befindet sich in Wiener Neustadt die Josef-Matthias-Hauer-Musikschule[55], die erste Fachhochschule Österreichs[56] mit den Schwerpunkten Technik, Wirtschaft, Gesundheit, Sport und Sicherheit sowie das Europäische Unwetterforschungsinstitut ESSL (European Severe Storms Laboratory). Von 1988 bis 2010 wurde am Josef Matthias Hauer Konservatorium eine Konzertfachausbildung sowie Ausbildung in Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP) angeboten.[57]

Unter dem Namen „MedAustron“ wurde ein Zentrum für Ionen- und Protonentherapie sowie Forschung zur Therapie von Krebserkrankungen errichtet. Dort sollen Patienten bzw. deren Tumoren mit Kohlenstoffionen oder Protonen bestrahlt werden.[58] Grundsteinlegung war im März 2011. 2013 erfolgte die Installation des Teilchenbeschleunigers. Seit 2014 läuft ein Probebetrieb. Ab Ende 2015/Beginn 2016 sind die ersten Patientenbehandlungen geplant. Im Vollbetrieb sollen jährlich bis zu 1.200 Menschen behandelt werden.[59]

Forschung und Entwicklung wird maßgeblich im Technologie- und Forschungszentrum Wr. Neustadt[60] betrieben (17.400 m², 500 Arbeitsplätze).

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wiener Neustadt

Sakralbauten

Ehemalige Sakralbauten

Altstadtbauten

Profanbauten

Industriebauten

Plätze und Parks

  • Hauptplatz[67]
  • Domplatz
  • Akademiepark
  • Stadtpark
  • Walter-von-der-Vogelweide-Park
  • Esperantopark

Brunnen

Kultur


Seit 1983 wird der Kulturpreis der Stadt Wiener Neustadt verliehen.

Landesausstellung 2019

Unter dem Titel Welt in Bewegung – Stadt.Geschichte.Mobilität[48] fand 2019 die Niederösterreichische Landesausstellung in Wiener Neustadt statt. Sie zeigte die Entwicklung der Mobilität von den Habsburgern bis heute.

Unter Einbeziehung der umgebenden Wiener Alpen wurde die Technik- und Pioniergeschichte der Stadt in den historischen Kasematten und im Stadtmuseum präsentiert. Dafür wurden sowohl die Kasematten als auch das Stadtmuseum neu gestaltet.

Museen

Im Stadtgebiet gibt es eine Vielzahl interessanter Museen zu besuchen:[68]

Theater

Kino

Früher gab es in Wiener Neustadt eine Reihe von Kinos, heute gibt es nur eines, das Cineplexx Wiener Neustadt.

Film

Der österreichische Film ist sehr auf Wien zentriert.
In Wiener Neustadt spielte 1995 die Serie Spritzen-Karli mit Karl Merkatz und Hanno Pöschl, in der Merkatz einen Feuerwehrmann verkörpert.[70] Wiener Neustadt ist die Geburtsstadt von Karl Merkatz.

Das von 2011 bis 2017 in Wiener Neustadt bestehende internationale Filmfestival Frontale bot Amateuren und Filmprofis eine Plattform, ihr Können zu zeigen und mit anderen Filmemachern in Wettbewerb zu treten. Die Frontale verstand sich nicht als reiner Ort des Filmkonsums, sondern auch als Diskursplattform zwischen Publikum, Cineasten, Filmemachern und Schauspielern.[71] Bis 2017 fand die Veranstaltung in der Event-Location SUB statt, 2017 fand diese im Stadttheater statt. Festivalleiter 2017 war der künstlerische Leiter des Stadttheaters, Christoph Dostal.[72] 2018 wurde das Filmfestival abgesagt. Festival-Mitgründer Reinhard Astleithner, der mit Dostal seit 2017 das Direktoren-Duo bildete, hatte im Juni 2018 seinen Rücktritt erklärt. Ihm folgten das Projekt- und Entwicklungsteam mit ehrenamtlichen Mitarbeitern, Moderatoren und die Festival-Jury.[73]

Das Filmarchiv Austria veröffentlichte 2019 im Rahmen der Reihe Österreich in historischen Filmdokumenten die DVD Edition Niederösterreich: Wiener Neustadt und Umgebung, eine Sammlung von Filmaufnahmen über einen Zeitraum von acht Jahrzehnten.[74]

Im November 2019 fand das Filmfestival FilTa – Filmtage im SUB statt.[75][76] Im Juni 2020 soll das Netzhaut Ton Film Festival Wiener Neustadt unter der Leitung von Katharina Stemberger und ihres Mannes Fabian Eder stattfinden, als Spielorte sind der Bürgermeistergarten und das Stadttheater vorgesehen.[77]

Lern- und Gedenkstätten

Seit 2009 gibt es die Lern- und Gedenkstätte Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt in der Reihe der Gedenkstätten Österreichs:[78]

Amtsblatt

Seit 1921 erhalten die Wiener Neustädter das Amtsblatt. Seit einigen Jahren heißt dieses Amtsblatt Allzeit Neu, was eine Anlehnung an den Beinamen der Stadt, Allzeit Getreue, sein soll.

Jugend/Alternativkultur

Für Jugendliche gibt es in Wiener Neustadt mehrere Institutionen: das Jugend- und Kulturhaus Triebwerk[79] sowie das 2012 geschaffene Kulturzentrum SUB in der Innenstadt[80]. Ebenfalls sorgte die Stadt Wiener Neustadt mit der Plattform „Megafon“ (2009–2016)[81] für die kulturelle Nahversorgung. Aufgrund von Sparmaßnahmen der Stadtregierung wurde 2016 „Megafon“ eingestellt, sowie das Jugend- und Kulturhaus Triebwerk massiven Budgetkürzungen unterzogen.

Sport und Freizeit


In Wiener Neustadt gibt es sechs Fußballplätze und das Wiener Neustädter Stadion in dem der SC Wiener Neustadt, Nachfolger des 1. Wiener Neustädter SC, seine Heimspiele austrägt. Der Verein spielte ab der Saison 2008/2009 in der Österreichischen Bundesliga, wurde in der Spielzeit 2014/15 jedoch Tabellenletzter und stieg in die zweite Spielklasse ab. Daneben existieren noch der SV Admira Wiener Neustadt, der 1972/73 ebenfalls in der Bundesliga spielte, der ESV Haidbrunn Wacker Wiener Neustadt und der Club 83. Außer dem SC Wiener Neustadt spielen jedoch alle Vereine in der letzten Klasse, der 2. Klasse Steinfeld.

Wiener Neustadt ist mit dem europäischen Radnetz verknüpft und es gibt überall Parks. Die Stadt besitzt eine grüne Lunge, den Akademiepark. Es gibt dutzende Tennisplätze und Fitnesscenters. 2006 wurde in Wiener Neustadt im Akademiepark die Weltmeisterschaft im Militärischen Fünfkampf ausgetragen und am Schießplatz im Föhrenwald wurde auch vor einiger Zeit die Weltmeisterschaft ausgetragen.

Von den ehemals drei Freibädern in Wiener Neustadt blieb lediglich das Akademiebad bestehen. Das Ungarbad wurde 2006, das Volksbad 2011 geschlossen. Im nordöstlichen Industriegebiet der Stadt befindet sich eines der modernsten Erlebnishallenbäder Österreichs, das Aqua Nova. Zusätzlich gibt es einige Skaterplätze und einen Baseballplatz.

Im Funpark im Stadtpark lädt der Boulderblock zum Klettern ein, des Weiteren kann man hier Slacklinen, Fußball und Basketball spielen. Der Funpark im Anton Wodica-Park ist mit einem Volleyball- und Fußballplatz, Tischtennistischen und einer Fitnessanlage ausgestattet.

Das Projekt Obststadt setzt sich dafür ein, dass auf vorher angefragten Standplätzen Obstbäume gepflanzt werden, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Bäume werden in einer Fruitmap eingetragen.[82]

Persönlichkeiten


Ehrenbürger

  • Fritz Angst, Vizebürgermeister a. D. Reg. Rat
  • Ingeborg Friebe (Monheim/Rhein), Bürgermeister a. D.
  • Arnold Grabner, Nationalratsabgeordneter a. D.
  • Klaus Schneeberger, Landtagsabgeordneter und Bürgermeister
  • GR Kanonikus Monsignore Prof. Heinrich Hahn
  • Kons. Rat Pater Prior Mag. Johannes Vrbecky OCist
  • Hans Wagner, Magistratsdirektor i. R.
  • Peter Geyer, Vizebürgermeister a. D.
  • Holger Linhart, Vizebürgermeister a. D.
  • Traude Dierdorf, Bürgermeister a. D.
  • Karl Merkatz, Schauspieler

Töchter und Söhne

Historisch:

Rezent:

Personen mit Bezug zu Wiener Neustadt

Infrastruktur


Kasernen in Wiener Neustadt

Feuerwehr, Rettung, Polizei und Justiz

Biomassefernwärme

Im Jänner 1995 hat die EVN Wärme das Heizwerkes des Krankenhauses Wiener Neustadt übernommen und plante damals die Errichtung einer etwa sieben Kilometer langen Fernwärmenetzes mit einem Anschlusswert von insgesamt rund 38 Megawatt und einem Jahresabsatz von rund 55 Gigawattstunden.[85] Ende der 1990er Jahre wurde in der Civitas Nova auch ein sehr großes Biomasseheizwerk in Betrieb genommen, welches in das Fernwärmenetz eingebunden ist.

Das Fernwärmenetz in Wiener Neustadt wurde kontinuierlich ausgebaut. Zunächst erfolgte die Versorgung aus der Wärmezentrale des Krankenhauses (Erdgas). Bis zu einer Gesamtabnahme im Fernwärmenetz von fünf Megawatt wird die gesamte Energie durch das Biomasseheizwerk bereitgestellt. Fast alle öffentlichen Gebäude wurden bisher auf die Biomassefernwärme umgestellt wie beispielsweise die Europaschule, das alte Rathaus, die Höhere Lehranstalt für Mode (HLM) und die Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (BAKIP) und andere mehr. Ebenso sehr viele Wohnhausanlagen konnten auf Fernwärme umgestellt werden wie beispielsweise die Adlergasse 3, Ferdinand-Porsche-Ring 1, Schlögelgasse 6 und andere.[86] Seit 2010 wird zusätzliche Biomassewärme vom Biomasseheizkraftwerk FunderMax in Neudörfl über eine vier Kilometer lange Transportleitung in das Fernwärmenetz Wiener Neustadt geliefert.[87]

Nach Wiener Neustadt benannte Objekte


Eine Insel im Franz-Josef-Land wurde Wiener-Neustadt-Insel (Ostrov Viner Nejstadt) genannt, auf der die höchste Erhebung (620 m ü. A.) dieser Inselgruppe liegt.

Im Wettersteingebirge liegt auf einer Höhe von 2209 m ü. A. die Wiener-Neustädter-Hütte, die vom Österreichischen Touristenklub unterhalten wird.

Wiener Neustädter Terpentin ist eine Bezeichnung, die auf die Pecherei – seit 2011 Immaterielles Kulturerbe in Österreich – und Harzverarbeitung in der Gegend zurückgeht.

Siehe auch


Literatur


Weblinks


Commons: Wiener Neustadt  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Wiener Neustadt – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise


  1. Steinfeld - Niederösterreich - Geographie, Wirtschaftskunde, Statistik | Similio. Abgerufen am 14. März 2020.
  2. Nordöstliches Flach- und Hügelland - Österreich - Geographie, Wirtschaftskunde, Statistik | Similio. Abgerufen am 14. März 2020.
  3. Wiener Neustadt - Niederösterreich - Geographie, Wirtschaftskunde, Statistik | Similio. Abgerufen am 14. März 2020.
  4. „Heideansiedlung“ und „Civitas Nova“: Wiener Neustadt bekommt zwei neue Stadtviertel! (Memento vom 8. April 2014 im Internet Archive) In: wiener-neustadt.gv.at, 23. November 2007
  5. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Zählsprengel (Gebietsstand 1.1.2019) , (XLS )
  6. Karl Flanner: Von der Vereinssiedlung zur Josefstadt. Die Geschichte der ersten Arbeiter-Bau-Genossenschaft 1869. Verlagsanstalt Gutenberg, Wiener Neustadt 1979.
  7. wetter-neustadt.at – Klimainfos (Memento vom 12. Dezember 2012 im Internet Archive)
  8. Wetterextreme in Wiener Neustadt(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: wetter-neustadt.at )
  9. zamg.ac.at
  10. Das Gebiet der Grafschaft umfasste in etwa die Fläche der heutigen Bezirke Wiener Neustadt und Neunkirchen. Bis ins 16. Jahrhundert war die Grafschaft Pitten Teil des Herzogtums Steiermark.
  11. Gerhartl, Wiener Neustadt, S. 3.
  12. Erwin Reidinger: Stadtplanung im hohen Mittelalter: Wiener Neustadt – Marchegg – Wien. , in: Ferdinand Opll, Christoph Sonnlechner: Europäische Städte im Mittelalter. In der Reihe: Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte. Hrsg. vom Verein für Geschichte der Stadt Wien. ZDB-ID 716753-2 . StudienVerlag Innsbruck-Wien-Bozen. Band 52, Wien 2010. ISBN 978-3-7065-4856-4. S. 167–168.
  13. Erwin Reidinger: Orientierung mittelalterlicher Kirchen. In: Amt der NÖ Landesregierung (Hrsg.): Gestalte(n). Das Magazin für Bauen, Architektur und Gestaltung. N° 139, März 2013, S. 43–47 (noe-gestalten.at [abgerufen am 21. September 2014]). S. 46.
  14. Gerhartl, Wiener Neustadt, S. 8 ff.
  15. Gerhartl, Wiener Neustadt, S. 15 f. Das Leopoldinum, ein angeblich aus der Zeit von 1221 bis 1230 stammendes Stadtrecht für die Neustadt aus der Zeit Rudolfs von Habsburg ist allerdings eine Fälschung.
  16. Gerhartl, Wiener Neustadt, S. 17.
  17. Sonja Knotek: Bürgermeister schreiben Geschichte, rastundruh.heimat.eu eingesehen am 16. Jänner 2017
  18. Chronik von Wiener Neustadt, Band 2
  19. Gerhartl, Wiener Neustadt, S. 11.
  20. Werner Sulzgruber: Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Wiener Neustadt (Website der Kulturzeitschrift DAVID, eingesehen am 21. Jänner 2008)
  21. aus Güttenberger H., F.Bodo. Das südöstliche Niederösterreich. Wien 1929 (Auszug mit diversen Karten)
  22. J(ohann) M(ichael) Grienwaldt: Der Brand von Wiener-Neustadt. Wiener Zeitung, Wien 1835. – Volltext online .
  23. Gerhartl, S. 381 ff.
  24. Gerhartl, S. 397, 405 f.
  25. Luftangriff auf Wiener Neustadt am 1. Oktober 1943 , Webseite regiowiki.at, abgerufen am 22. November 2014
  26. Ein Luftbild für den Zustand davor findet man auf S. 2 bei Heißenberger J.: Heimatkundliche Wanderungen-Wr.Neustadt. o. J. - ca. 1930
  27. a b c d Werner Sulzgruber, Geschichte der jüdischen Gemeinde Wiener Neustadt (abgerufen am 2. Juli 2017)
  28. Artikel auf orf.at noe.orf.at (abgerufen am 2. Juli 2017) Von seinem Wienaufenthalt wird Stalin von Wiener Neustadt gewusst haben.
  29. Basispresseinformation (Memento vom 30. Dezember 2017 im Internet Archive) von MedAustron (PDF), Februar 2017 (abgerufen am 2. Juli 2017)
  30. Wiener Neustadt - Niederösterreich - Geographie, Wirtschaftskunde, Statistik | Similio. Abgerufen am 14. März 2020.
  31. wiener-neustadt.gv.at (Memento vom 14. April 2010 im Internet Archive)
  32. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Wiener Neustadt. Amt der NÖ Landesregierung, 2. April 2000, abgerufen am 1. Oktober 2019.
  33. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Wiener Neustadt. Amt der NÖ Landesregierung, 6. März 2005, abgerufen am 1. Oktober 2019.
  34. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Wiener Neustadt. Amt der NÖ Landesregierung, 14. März 2010, abgerufen am 1. Oktober 2019.
  35. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Wiener Neustadt. Amt der NÖ Landesregierung, 25. Januar 2015, abgerufen am 1. Oktober 2019.
  36. Ergebnis der Gemeinderatswahl - Wiener Neustadt. 26. Januar 2020, abgerufen am 30. Januar 2020.
  37. Der Stadtsenat
  38. Konstituierende Sitzung des Wiener Neustädter Gemeinderates. In: wn24.at. Abgerufen am 26. Februar 2020.
  39. Wiener Neustadt: die neue Bunte Stadtregierung steht. In: wn24.at. Abgerufen am 26. Februar 2020.
  40. Gemeinderatswahl am 25. Jänner 2015 (Memento vom 28. Januar 2015 im Internet Archive)
  41. Machtwechsel in Wr. Neustadt. In: noe.orf.at. 15. Februar 2015, abgerufen am 26. Oktober 2018.
  42. Amtsweg.gv.at – Kommunaler E-Formularservice. Abgerufen am 21. Februar 2015.
  43. Formulare. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 28. Februar 2015; abgerufen am 21. Februar 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  44. Unternehmen in Wiener Neustadt - Österreich | Similio. Abgerufen am 14. März 2020.
  45. Wiener Neustadt - Niederösterreich - Geographie, Wirtschaftskunde, Statistik | Similio. Abgerufen am 14. März 2020.
  46. Marienmarkt als Konkurrenz zu Einkaufszentren orf.at, 30. April 2017, abgerufen am 30. April 2017.
  47. wiener-neustadt.gv.at
  48. a b orf.at: Landesausstellung heißt „Welt in Bewegung“ . Artikel vom 19. Jänner 2018, abgerufen am 20. Jänner 2018.
  49. Super User: Wiener Neustadt – NÖ Landesausstellung 2019 in Wiener Neustadt. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.wiener-neustadt.at. Archiviert vom Original am 28. Juni 2016; abgerufen am 28. Juni 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  50. paraclub.at
  51. loxn.org (Memento vom 16. Oktober 2010 im Internet Archive)
  52. Franz Lange; Von Wien zur Adria, ISBN 3-89702-621-X.
  53. Volksschulen (Memento vom 2. Mai 2009 im Internet Archive) In: bsrwn.lsr-noe.gv.at
  54. Allgemein- und berufsbildende mittlere und höhere Schulen (Memento vom 11. Februar 2010 im Internet Archive) In: wiener-neustadt.gv.at (Bezirksschulrat Wr. Neustadt Stadt)
  55. Wiener Neustadt – Josef Matthias Hauer Musikschule . Abgerufen am 20. Mai 2015.
  56. Worte der Geschäftsführung (Memento vom 10. Januar 2013 im Internet Archive)
  57. Strukturwandel an den öffentlich-rechtlichen Konservatorien Österreichs infolge des Bologna-Prozesses – drei Beispiele: …. . Diplomarbeit 2008, abgerufen am 20. Mai 2015.
  58. Website von MedAustron
  59. Liste der Meilensteine (Memento vom 12. Februar 2015 im Internet Archive) MedAustron
  60. tfz-wienerneustadt.at
  61. orf.at: Sicherheitsschule soll doch im Herbst starten . Artikel vom 14. Juni 2019, abgerufen am 14. Juni 2019.
  62. TFZ Wiener Neustadt – Schwerpunkte. (Memento des Originals vom 12. Juni 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Abgerufen am 11. Juni 2015
  63. ecss.eu
  64. DEHIO Niederösterreich (südlich der Donau) Teil 2 M-Z: Die Kunstdenkmäler Österreichs, Verlag Berger Horn/Wien, 2003, ISBN 978-3-85028-365-6
  65. Propstei- und Hauptpfarre Wiener Neustadt (Memento vom 8. Dezember 2011 im Internet Archive) Das Bauwerk des Domes von Wiener Neustadt, abgerufen am 28. September 2009.
  66. Regionalmedien Austria: Kuckucksuhr wird derzeit renoviert. In: meinbezirk.at. (meinbezirk.at [abgerufen am 21. Februar 2018]).
  67. dade.at Tadashi Kawamata: sidewalk, Kunstaktion 1996.
  68. Museen (Memento vom 28. März 2010 im Internet Archive) In: wiener-neustadt.gv.at
  69. Museum der Theresianischen Militärakademie. In: www.austria4kids.at. Abgerufen am 9. Juli 2016.
  70. imdb.de
  71. Das Frontale Filmfestival auf WN24
  72. orf.at: Frontale im Stadttheater Wiener Neustadt . Artikel vom 28. September 2017, abgerufen am 28. September 2017.
  73. orf.at: „Frontale“ findet heuer nicht statt . Artikel vom 20. September 2018, abgerufen am 21. September 2018.
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