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Werra-Meißner-Kreis

Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Verwaltungssitz: Eschwege
Fläche: 1.024,7 km2
Einwohner: 101.017 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: ESW, WIZ
Kreisschlüssel: 06 6 36
Kreisgliederung: 16 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Schlossplatz 1
37269 Eschwege
Website: www.werra-meissner-kreis.de
Landrat: Stefan G. Reuß (SPD)
Lage des Werra-Meißner-Kreises in Hessen

Der Werra-Meißner-Kreis ist ein Landkreis im Regierungsbezirk Kassel in Nordhessen. Die Kreisstadt ist Eschwege.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Lage

Namensgebend für den Werra-Meißner-Kreis ist einerseits der Fluss Werra, der von Thüringen kommend das Kreisgebiet im Südosten betritt, das nordöstliche Kreisgebiet durchfließt und nordwestlich von Witzenhausen das Kreisgebiet wieder verlässt, um in Hann. Münden zusammen mit der Fulda die Weser zu bilden. Andererseits namensgebend ist der Hohe Meißner, der Teil des Fulda-Werra-Berglands (Osthessisches Bergland) ist und mit 753,6 m ü. NN Höhe den höchsten Berg im Nordostteil Hessens und des Landkreises darstellt.

Neben dem Hohen Meißner zählen zum Werra-Meißner-Kreis die Höhenzüge und Gebirge Gobert, Kaufunger Wald, Ringgau, Schlierbachswald und Stölzinger Gebirge. Durchflossen wird der Kreis unter anderem von den Fließgewässern Berka, Frieda, Gelster, Losse, Sontra, Wehre und Werra. Ein Großteil des Kreisgebiets bzw. sein Nordwestteil wird von Teilen des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land (Werratal.Meißner.Kaufunger Wald) eingenommen.

Nachbarkreise

Der Werra-Meißner-Kreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an den niedersächsischen Landkreis Göttingen, die thüringischen Landkreise Eichsfeld, Unstrut-Hainich-Kreis, Wartburgkreis und die kreisfreie Stadt Eisenach sowie an die hessischen Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder-Kreis und Kassel.

Geschichte


Das Kreisgebiet gehörte schon seit dem 12. Jahrhundert zur Landgrafschaft Hessen, später zu Hessen-Kassel, das Anfang des 19. Jahrhunderts zum Kurfürstentum Hessen aufstieg. Im Jahre 1821 entstanden innerhalb des Kurfürstentums die beiden Landkreise Eschwege und Witzenhausen, die auch nach 1866 weiter bestanden, als das Kurfürstentum Hessen Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau wurde. Im Rahmen der hessischen Kreisreform wurden beide Landkreise am 1. Januar 1974 zum Werra-Meißner-Kreis vereinigt.[2] Zur Kreisstadt wurde Eschwege, da die Stadt etwas zentraler liegt und auch größer ist als Witzenhausen.

Einwohnerentwicklung


Jahr Einwohner Quelle
1975 121.500 [3]
1980 118.500 [4]
1990 116.500 [4]
2000 113.962 [5]
2010 104.027 [6]
2015 100.156 [7]

Politik


Kreistag

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[8] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[9][10][11]

Diagrammdarstellung von Wahlergebnis und Sitzverteilung
Gewinne und Verluste
Wahlvorschläge %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 41,8 25 44,1 27 49,3 30 49,4 30
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,7 19 31,0 19 31,9 20 29,3 18
FWG Freie Wähler Gemeinschaft Werra Meißner 10,6 6 5,9 4 6,2 4 7,9 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 7,6 5 11,8 7 4,8 3 5,7 4
FDP Freie Demokratische Partei 4,9 3 3,9 2 5,5 3 5,6 3
DIE LINKE. DIE LINKE.[12] 4,5 3 3,4 2 0,4 0
LINKS Linksbündnis Werra-Meißner 2,0 1
REP Die Republikaner 2,2 1
Gesamt 100,0 61 100,0 61 100,0 61 100,0 61
Wahlbeteiligung in % 53,5 54,2 54,3 58,1

Landräte

Landkreis Eschwege

Landkreis Witzenhausen

Werra-Meißner-Kreis

Wappen

Blasonierung: „Über einem grünen, mit einem silbernen Wellenbalken belegten Dreiberg hinter einer silbernen Flanke, darin ein neunblättriger roter Eschenzweig, in Blau eine eintürmige, rot bedachte silberne Burg“ (Wappen-Verleihung 12. November 1976)

Der Eschenzweig wurde als „redendes“ Wappensymbol dem alten Kreiswappen von Eschwege entnommen. Die Burg Ludwigstein war schon im alten Kreiswappen von Witzenhausen enthalten und der Dreiberg mit Wellenbalken nimmt Bezug auf den heutigen Kreisnamen.

Verkehr


Bahn

Der Norden des Kreises wird seit 1872 von der Bahnstrecke Halle–Hann. Münden mit Halten in Eichenberg, Witzenhausen-Nord und Gertenbach erschlossen. Ihr folgte 1875 die Verbindung Bebra–Eschwege, die ein Jahr später nach Göttingen verlängert wurde. Seitdem ist Eichenberg ein wichtiger Bahnknoten. Die Bahnstrecke Göttingen–Bebra wurde später Bestandteil der Nord-Süd-Strecke. Neben diesen beiden Linien und der Regiotram­strecke Kassel–Hessisch Lichtenau wird seit Dezember 2009 auch der Stadtbahnhof in Eschwege wieder bedient.[14]

Straße

Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn 4 (Dresden–Eisenach–Kirchheimer Dreieck) und die Bundesautobahn 38 (Göttingen–Halle/Leipzig). Außerdem wird das Kreisgebiet von mehreren Bundesstraßen und Kreisstraßen erschlossen, darunter die B 7, die B 27 und die B 451. Darüber hinaus befindet sich die Bundesautobahn 44 Kassel–Hessisch Lichtenau–Eisenach in Bau.

Gemeinden


(Einwohner am 31. Dezember 2018[15])

Städte

  1. Bad Sooden-Allendorf (8675)
  2. Eschwege (19.606)
  3. Großalmerode (6402)
  4. Hessisch Lichtenau (12.359)
  5. Sontra (7839)
  6. Waldkappel (4249)
  7. Wanfried (4179)
  8. Witzenhausen (15.167)

Weitere Gemeinden

  1. Berkatal (1470)
  2. Herleshausen (2806)
  3. Meinhard (4574)
  4. Meißner (2998)
  5. Neu-Eichenberg (1826)
  6. Ringgau (2884)
  7. Wehretal (5002)
  8. Weißenborn (981)

Gemeindefreies Gebiet

  1. Gutsbezirk Kaufunger Wald (unbewohnt)

Kfz-Kennzeichen


Am 1. Juli 1974 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Eschwege gültige Unterscheidungszeichen ESW zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Bis in die 1990er Jahre erhielten Fahrzeuge aus dem früheren Kreis Witzenhausen Kennzeichen mit den Buchstabenpaaren NA bis ZZ und den Zahlen von 1 bis 99, später auch 100 bis 999.

Seit dem 16. September 2013 ist durch die Kennzeichenliberalisierung auch das Unterscheidungszeichen WIZ (Witzenhausen) erhältlich.

Literatur


Weblinks


Commons: Werra-Meißner-Kreis  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2018 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 416.
  3. Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1976
  4. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Werra-Meißner-Kreis. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Hessisches Statistisches Landesamt
  6. Bevölkerung in den Verwaltungsbezirken am 30.09.2010 und Bevölkerungsvorgänge im 3. Vierteljahr 2010. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original am 10. Mai 2011; abgerufen am 31. Mai 2019.
  7. Bevölkerung in den Verwaltungsbezirken am 30.06.2015 und Bevölkerungsveränderung im 2. Quartal 2015. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original am 24. März 2016; abgerufen am 31. Mai 2019.
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2016 und 2011
  9. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2011 und 2006
  10. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2006 und 2001
  11. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2001 und 1997
  12. Wahl 2006: WASG
  13. Landkreis Eschwege Verwaltungsgeschichte und Landratsliste auf der Website territorial.de (Rolf Jehke)
  14. http://www.werra-meissner-bahnen.de/inhalt/eisenbahnen.html Eisenbahnen im Werra-Meißner-Kreis
  15. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2018 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).



Kategorien: Werra-Meißner-Kreis | Landkreis in Hessen | Gegründet 1974

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Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Werra-Meißner-Kreis (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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