Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken (Film) - de.LinkFang.org

Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken (Film)



Dieser Artikel behandelt den Film Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken. Der Artikel zum gleichnamigen Buch ist unter Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken zu finden.
Filmdaten
OriginaltitelWarum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2007
Länge103 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
JMK 10[2]
Stab
RegieLeander Haußmann
DrehbuchRochus Hahn,
Alexander Stever
ProduktionOliver Berben,
Herman Weigel
MusikJames Last
KameraTilman Büttner
SchnittPeter R. Adam
Besetzung

Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 2007 von Leander Haußmann, der das gleichnamige Buch verfilmte.

Inhaltsverzeichnis

Handlung


Der erfolgreiche Anwalt und Frauenschwarm Jan muss eines Abends durch ein Fenster seiner teuer eingerichteten Wohnung ansehen, wie unten ein einparkendes Fahrzeug sein rotes Cabrio schrammt. Zur Stelle, lernt er die Fahrerin kennen, die ebenso erfolgreiche Verlagsmitarbeiterin Katrin. Trotz anfänglicher gegenseitiger Vorwürfe werden die beiden bald ein Paar. Mit ihnen, sowie mit Jans Bruder Rüdiger und seiner schwangeren Freundin Melanie, werden in der Folge verschiedene Thesen über das Verhalten von Männern und Frauen durchgespielt.

Herausforderungen für die Beziehung ergeben sich in unterschiedlichen Kommunikationsstilen, im Denken und Fühlen, und durch das Auftreten alternativer Sexualpartner. Jan stellt triebgesteuert die schmollmundige Blondine Angie als Sekretärin ein; Katrin zeigt sich vom Weltenabenteurer Jonathan Armbruster beeindruckt. Jans Beinahe-Seitensprung mit der Sekretärin wird durch das Aufkreuzen ihres eifersüchtigen Ex Sven verhindert. Doch sein Geständnis gegenüber Katrin hat zur Folge, dass sie sich mit Armbruster einlässt. Jans Versuche, Katrins Zuneigung wiederzugewinnen, scheitern zunächst. Doch zuletzt entscheidet sich Katrin für ihn.

Konzept


Stilistisch ist der Film eine Mischung aus klassischen Screwball-Komödien, den Oswalt-Kolle-Aufklärungsfilmen der 1960er Jahre, Grzimek und dem Schulmädchen-Report.[3][4][5] Visuell ist die „bonbonbunte Sauberkeit“[5] der 1950er Jahre aufgefallen. Ausgangspunkt für die Drehbuchentwicklung waren die Thesen des Ehepaars Allan und Barbara Pease, deren gleichnamiges Sachbuch sich auch in der deutschen Ausgabe sehr gut verkauft hat. Demnach seien die heutigen Verhaltensweisen von Männern und Frauen auf genetisch vererbte, triebgesteuerte Handlungsmuster zurückzuführen, die sich in der Steinzeit ausgeprägt haben, als Menschen in Höhlen lebten und sich von Wildtierjagd und Futtersammeln ernährten. Haußmann leitet jede neue Filmsequenz mit einer weiteren These ein, die er im „Onkelton“[6] über das zu einem Dia eingefrorene Bild spricht.

Soundtrack


Der Soundtrack wurde komponiert von Big-Band-Legende James Last, der Titelsong „Der kleine Unterschied“ gesungen von Chanson-Sängerin Annett Louisan. Francesco Wilking von der Band Tele singt „Mi Lascerai“ sowie „Unsere Melodie (Jan & Katrin)“.

Resonanz


Kritiken

Bei der Kritik kam der Film sehr unterschiedlich an. Die negativen Rezensionen lehnten vor allem die zugrundeliegenden Thesen des Ehepaars Pease ab. Diese seien geeignet, das Publikum dazu anzuleiten, sich von eigener Verantwortung entlastet zu fühlen. Haußmann zeige bei seinen Filmen eine Vorliebe für Menschen in Unfreiheit (NVA, Sonnenallee).[7] Die gezeichneten Persönlichkeiten seien flach: „Nicht wir handeln, sondern der Primat in uns – diese Behauptung stimmt natürlich, wenn kein Charakter da ist, der dem Primaten etwas entgegensetzen könnte.“[6] Der Stil schwanke zwischen pubertär und vulgär, „wenn man lacht, dann aus Verlegenheit.“[8]

Der Regisseur Leander Haußmann äußert sich dazu, der Film beantworte Fragen nur scheinbar, er sei ironisch gemeint: „Insofern ist der Buchtitel in seiner Behauptung ein scheinbarer Rückschritt, scheinbar reaktionär. Aber auf einer kleinen Ebene politisch inkorrekt zu sein, das hat mir halt Spaß gemacht.“[9] Mehrere Rezensionen erkennen in dieser leichten Ironie lediglich eine Absicherung gegen allfällige Vorwürfe.[7][5] „Indem er Szenen und Figuren halbherzig überzeichnet, hat er im Zweifelsfall immer eine Ausrede: Ist doch alles gar nicht so gemeint.“[7] Vorgeworfen wird Haußmann auch, einzelne Pointen ohne Dramaturgie und ohne durchgehaltene Spannung aneinandergereiht zu haben.[10][8] Ferner werden das Aussehen der Kulissen in den Steinzeit-Szenen als unglaubwürdig und künstlich eingeschätzt.[7][3]

Unter den grundsätzlich positiv geneigten Kritikern äußern manche einen Vorbehalt gegen die verhaltenstheoretischen Grundannahmen und sehen hier die Schwachstelle eines ansonsten amüsanten Films,[3][5] während andere die Pease-Thesen zutreffend finden.[4] Gelobt werden vor allem die Darstellerleistungen. Die stets unterschätzte Jessica Schwarz setze der Überdrehtheit der Inszenierung ihre Natürlichkeit entgegen.[3][5]

Rezeption

Die Constantin brachte den Film mit knapp 400 Kopien[3] zur besucherstarken, aber auch umkämpften Vorweihnachtszeit in die Kinos. Premiere war am 27. November 2007 im Berliner Cinemaxx am Potsdamer Platz. Bereits Anfang Januar 2008 hatte die Produktion eine Million Zuschauer erreicht.[11] Trotz der guten Aufnahme beim Publikum wurde sie nicht für den deutschen Filmpreis nominiert, was Leander Haußmann zu der Drohung veranlasste, aus der preisvergebenden Deutschen Filmakademie auszutreten.[12]

Literatur


Gespräche mit Haußmann

Kritikenspiegel

Eher positiv

Gemischt

Eher negativ

Negativ

Einzelnachweise


  1. Freigabebescheinigung für Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, September 2007 (PDF; Prüf­nummer: 111 378 K).
  2. Alterskennzeichnung für Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken. Jugendmedien­kommission.
  3. a b c d e Der Spiegel, 26. November 2007, S. 172: Bitte lachen
  4. a b Die Welt, 29. November 2007, S. 29: Grüße aus Neanderthal
  5. a b c d e Frankfurter Rundschau, 29. November 2007, S. 33: Und ewig lockt das Weib
  6. a b Stuttgarter Zeitung, 29. November 2007, S 37: Wir sind unschuldig, der Halbaffe war's
  7. a b c d taz, die tageszeitung, 27. November 2007, S. 15: Im Kreuzfeuer der Hormone
  8. a b film-dienst Nr. 25 2007, S. 30 (fd 38481)
  9. Leander Haußmann im Gespräch mit dem General-Anzeiger (Bonn), 10. Januar 2008, S. 28
  10. Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 17. April 2017. 
  11. Rheinische Post Düsseldorf, 8. Januar 2008
  12. Der Tagesspiegel, 24. Januar 2008, S. 25

Weblinks





Kategorien: Filmtitel 2007 | Deutscher Film | Filmkomödie



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken (Film) (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0


Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.


Stand der Informationen: 06.05.2020 08:11:54 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.