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Wahlkreis Sarganserland

Wahlkreis Sarganserland
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: St. Gallen (SG)
Hauptort: Sargans
BFS-Nummer: 1725
Fläche: 517.79 km²
Einwohner: 40'461[1] (31. Dezember 2017)
Bevölkerungsdichte: 78.1 Einw. pro km²
Karte

Der Wahlkreis Sarganserland ist eine Untereinheit des Kantons St. Gallen in der Schweiz, die nach der neuen Kantonsverfassung vom 10. Juni 2001 ab 1. Januar 2003 gebildet wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Der Wahlkreis ist identisch mit dem früheren Bezirk Sargans. Er erstreckt sich über den südlichsten Teil des Kantons St. Gallen und umfasst damit eine Region, die auch unter dem Namen St. Galler Oberland bekannt ist.

Er umfasst folgende Gemeinden:

Wappen Name der Gemeinde Einwohner
(31. Dezember 2017)
Fläche
in km² [2]
Einw.
pro km²
Bad Ragaz 5923 25,40 233
Flums 4941 75,15 66
Mels 8610 139,11 62
Pfäfers 1574 128,46 12
Quarten 2877 61,77 47
Sargans 6118 9,46 647
Vilters-Wangs 4820 32,72 147
Walenstadt 5598 45,72 122
Total (8) 40'461 517,79 78

Geschichte


Das Sarganserland oder St. Galler Oberland war von 1460 bis 1798 eine Gemeine Herrschaft in der Alten Eidgenossenschaft und von 1803 bis 2002 der südlichste Bezirk des Kantons St. Gallen. Seit 2003 bildet die Region einen Wahlkreis, der die Gemeinden Sargans, Vilters-Wangs, Bad Ragaz, Pfäfers, Mels, Flums, Walenstadt und Quarten umfasst.

Grafschaft Sargans und Alte Eidgenossenschaft

Das Sarganserland ist eine historisch gewachsene Kulturregion mit eigener Identität. Bestimmend dafür war die Zugehörigkeit zur ehemaligen Grafschaft Sargans (13.–15. Jahrhundert) bzw. zur eidgenössischen Landvogtei Sargans als Gemeiner Herrschaft der Eidgenossenschaft (15.–18. Jahrhundert).

Teil des Kantons St. Gallen

Bereits zu Beginn der Helvetik zerschlugen sich die Pläne für einen eigenen Kanton. 1803 wurde das Sarganserland zum neu gegründeten Kanton St. Gallen geschlagen. Das Sarganserland ist bis heute eine eigenständige und politisch und kulturell starke Kantonsregion. Das Kloster Pfäfers war bis zu ihrer Aufhebung im Jahr 1838 kirchlich-religiöses und kulturelles Zentrum. Seit 1847 gehört das Sarganserland zum neu gegründeten Bistum St. Gallen.

Dank den ausgedehnten Alpflächen waren bis weit ins 19. Jahrhundert Viehzucht und -handel Haupterwerbszweig der Bevölkerung. Mit dem Aufkommen der Eisenbahn – 1858 wurde die Bahnstrecke Chur–St. Margrethen, 1859 die Strecke Ziegelbrücke–Sargans eröffnet – verloren Fuhrwesen und die Walenseeschifffahrt an Bedeutung. Das Sarganserland war eine wichtige Bergbauregion: Bis 1966 wurde am Gonzen Eisenerz gefördert. In der Mitte des 19. Jahrhunderts gewann die Textilindustrie an Bedeutung. Trotzdem wies das Sarganserland eine überdurchschnittliche Auswanderung auf. Ab 1870 brachte der Badebetrieb in Bad Ragaz einen touristischen Aufschwung.

Während des Zweiten Weltkriegs errichtete die Armee das Festungsgebiet Sargans. 1954 wurde die Sarganserländische Talgemeinschaft gegründet, um die Interessen der Region zu wahren. Dank ihrer Unterstützung konnte 1963 die Kantonsschule Sargans eröffnet werden. Mit den Autobahnen A3 und A13 konnten die Verkehrsverbindungen nach Zürich und in die Kantonshauptstadt St. Gallen verbessert werden. 1971 bis 1978 wurde das Speicherwerk der Kraftwerke Sarganserland erbaut.[3]

Medien


Im Sarganserland gibt es das Printmedium Sarganserländer sowie das aus Radio Ri hervorgegangene Radio FM1.

Literatur


Weblinks


 Commons: Wahlkreis Sarganserland  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Arealstatistik Standard – Gemeinden nach vier Hauptbereichen (15.12.2017) des Bundesamts für Statistik BFS
  3. Wolfgang Göldi: Sarganserland im Historischen Lexikon der Schweiz



Kategorien: Schweizer Bezirk | Tal in Europa | Tal im Kanton St. Gallen | Region in Europa | Region der Schweiz | Geographie (Kanton St. Gallen) | Bezirk des Kantons St. Gallen | Sarganserland



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