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Waging am See



Waging ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Waging (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Verwaltungs­gemeinschaft: Waging am See
Höhe: 465 m ü. NHN
Fläche: 48,87 km2
Einwohner: 7004 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 83329, 83367
Vorwahl: 08681
Kfz-Kennzeichen: TS, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 162
Marktgliederung: 120 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Salzburger Straße 1
83329 Waging a. See
Website: www.waging.de
Bürgermeister: Matthias Baderhuber (CSU)
Lage des Marktes Waging am See im Landkreis Traunstein
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Waging am See (amtlich: Waging a.See) ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Traunstein und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Waging am See. Der Luftkurort liegt am Waginger See.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Geographische Lage

Waging liegt westlich des Waginger Sees. Die Bezeichnung „am See“ ist dabei geographisch etwas irreführend. Durch die Tieferlegung der Götzinger Achen, die dem Südende des Sees bei Petting entströmt, sank der Seespiegel im Jahre 1867 um zwei Meter, so dass Waging nun etwas vom Seeufer abgerückt ist.

Waging liegt im Rupertiwinkel.

Gemeindegliederung

Waging am See hat 120 Ortsteile[2]:

  • Aglassing
  • Aich
  • Alperting
  • Angerpoint
  • Au
  • Biburg
  • Bicheln
  • Blindenau
  • Breitenloh
  • Bretterleiten
  • Buch
  • Bucheck
  • Buchwinkel
  • Dankerting
  • Dieperting
  • Dopplmühl
  • Ebing (PLZ 83367)
  • Egg
  • Eibl
  • Eichau
  • Eichberghof
  • Elsenloh
  • Falkenbuch
  • Feichten
  • Fisching
  • Forst
  • Freimann
  • Froschham
  • Füging
  • Gaden
  • Garscham
  • Gastag
  • Geismühle
  • Gepping
  • Gessenberg
  • Graben
  • Großreut
  • Großscherzhausen
  • Guggenberg
  • Hahnbaum
  • Halmberg
  • Harmannschlag
  • Haslach
  • Hausleiten
  • Hausstätt
  • Hinterbuch
  • Hinterreit
  • Hirschbuch
  • Hirschhalm
  • Hochreit
  • Höhenberg
  • Höllhaslach
  • Holzhausen
  • Holzleiten
  • Igelsbach
  • Jakobspoint
  • Jettenleiten
  • Kammering
  • Kleeham
  • Kleinscherzhausen
  • Kohlbrenner
  • Krautenberg
  • Leopoldsberg
  • Lohschuster
  • Lug
  • Mauerlohen
  • Mayerhofen
  • Miesenböck
  • Mittermühle
  • Molbaum
  • Moos
  • Mooshäuser
  • Mühlberg
  • Nirnharting
  • Nothbicheln
  • Oberaschau
  • Oberleiten
  • Oberstefling
  • Obervockling
  • Öd im Forst
  • Oed
  • Otting
  • Parschall (PLZ 83367)
  • Partenhausen
  • Pasee
  • Plattenberg
  • Plosau
  • Rendlmühle
  • Ropferding
  • Scharmeß
  • Schnöbling
  • Schönthal
  • Schuhegg (PLZ 83367)
  • Schuster am See
  • Seeleiten
  • Seiboldhof
  • Sprinzenberg
  • Starz
  • Steppach
  • Sterfling
  • Straß
  • Tettelham
  • Tettenberg
  • Tettenhausen
  • Thal
  • Unteraschau
  • Unterholzen (PLZ 83367)
  • Unterropferding
  • Unterschönthal
  • Unterstefling
  • Untervockling
  • Waging am See
  • Waldhäusl
  • Weidach
  • Weitmoos
  • Wendling
  • Wildenhofen
  • Wintermoning
  • Wolfsberg
  • Zözenberg

Geschichte


Bis zur Gemeindegründung

Waging ist eine Gründung der Bajuwaren. Der frühbairische Ortsname „Uuaginga“ bedeutet "bei den Leuten des Uuago". Uuago (Wago) war der Anführer der Siedler. Der Ort Waging erscheint erstmals um 712, als der bairische Herzog Theotbert das Dorf dem Kloster Nonnberg in Salzburg schenkt. Diese Schenkung ist in dem Salzburger Güterverzeichnis „Notitia Arnonis“ (erstellt 788–790) verzeichnet. Durch die so genannte untere Salzstraße, die von Reichenhall aus durch Waging nach Wasserburg am Inn führte, war Waging bereits im Mittelalter ein wohlhabender Ort und gehörte zum Fürstbistum Salzburg. Im 14. Jahrhundert erhielt es das Marktrecht. Im Jahre 1685 wurde Waging Sitz eines salzburgischen Pfleggerichts. Im Jahre 1805 kurz habsburgisch, gehört Waging seit 1810 zu Bayern. Im Jahre 1818 entstand die politische Gemeinde.

20. und 21. Jahrhundert

Im Mai 1945 gab es Rückzugsgefechte deutscher Militärs. Nach 1945 nahm Waging viele Heimatvertriebene auf. Mit der Gebietsreform wurde der Ort am 1. Juli 1972 ein Teil des Landkreises Traunstein. Aufsehen erregte die Wahl des Grünen Sepp Daxenberger zum Waginger Bürgermeister im Jahr 1996, der damit der erste grüne Bürgermeister Bayerns war und bis April 2008 im Amt blieb. Er war zuvor zwölf Jahre lang zweiter Bürgermeister. Die Einwohnerzahl in Waging betrug am 1. April 2010 6740 Einwohner. In der Verwaltungsgemeinschaft betrug die Gesamteinwohnerzahl 10.301. Waging entwickelte sich allmählich zu einem bedeutenden Erholungs- und Ferienort.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1970 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Gaden und Nirnharting eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Otting und Tettenhausen hinzu. Freimann folgte am 1. Juli 1972.[3]

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Markt von 5.353 auf 7.004 um 1.651 Einwohner bzw. um 30,8 %.

Politik


Marktgemeinderat

Seit der vergangenen Kommunalwahl am 16. März 2014 setzt sich der Marktgemeinderat folgendermaßen zusammen:[4]

Partei/Liste Stimmenanteil Sitze G/V
Freie Wähler 38,0 % 8 ± 0
CSU 26,3 % 5 ± 0
Grüne und Bürgerliste 22,2 % 4 − 1
ÖDP und Parteifreie Wähler 13,5 % 3 + 1
Gesamt 100,0 % 20

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist Matthias Baderhuber (CSU). Er wurde am 17. Februar 2019 mit 71 % der Stimmen zum Nachfolger von Herbert Häusl (Freie Wähler) gewählt, der bei der Kommunalwahl 2008 mit 62,4 % der Stimmen gewählt wurde. Bei der Kommunalwahl 2014 wurde er mit 58,30 % wiedergewählt. Sein Vorgänger war von 1996 bis 2008 Sepp Daxenberger (Bündnis 90/Die Grünen) gewesen.

Sehenswürdigkeiten


Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Waging am See

Bodendenkmäler


Siehe: Liste der Bodendenkmäler in Waging am See

Verkehr


Waging ist Endhaltepunkt der Bahnstrecke Traunstein–Waging. Die Strecke wird wochentags stündlich bedient, am Wochenende seltener.

Sport und Freizeit


Am Waginger See, der 6,2 km lang und bis zu 1,7 km breit ist, liegen mehrere Campingplätze, wie z. B. das Strandcamp, der Schwanenplatz oder Camping Gut Horn. In der näheren Umgebung bietet sich die Möglichkeit für zahlreiche Freizeitaktivitäten: Wanderungen, Alm- und Bergtouren, Angeln, Bootsverleih, Golfplatz und -schule, Wintersport, Minigolf, Segel- und Surfschule, Skatepark, Trimmpfad, Kneippanlage, Tennishalle und -platz, Beachvolleyball und Fußball. Außerdem befindet sich der Waginger Ruderverein am See.

Seit 2008 veranstaltet der TSV 1888 Waging alljährlich mit Start und Ziel am Strandkurhaus den Waginger-See-Triathlon, der trotz stetig gesteigerter Kapazitäten in den letzten Jahren immer frühzeitig ausgebucht war.[5]

Waging dient als Ausgangspunkt für den Bajuwaren-Radweg und liegt auf der Strecke des Radpilgerweges Benediktweg, der im August 2005 eröffnet wurde.

Söhne und Töchter


Unternehmen


Literatur


Einzelnachweise


  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. www.bayerische-landesbibliothek-online.de
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 510.
  4. www.wahl.info: Waging am See
  5. Waginger-See-Triathlon: Wieder ein neuer Rekord In: Traunsteiner Tagblatt vom 18. Mai 2015
  6. Waginger auf der Hindenburg , abgerufen am 8. Mai 2011

Weblinks


Commons: Waging am See  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



Kategorien: Waging am See | Gemeinde in Bayern | Ort im Landkreis Traunstein | Ersterwähnung 712 | Markt in Oberbayern | Gemeindegründung 1818



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Waging am See (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0


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