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Vorstellung




Eine Vorstellung oder Imagination ist ein Bewusstseins­inhalt, der in verschiedenen Zusammenhängen vorkommen kann:

  1. vergangenheitsbezogen als „innerliche“ Imitation ehemals realer Wahrnehmungen, also als (deswegen so genannte) Erinnerungen. Diese sind meist visueller oder bildhafter Art und können dabei auch zeitlich strukturiert sein, wenn man sie etwa dem tatsächlichen Erleben analog wie vor einem „inneren Auge“ ablaufen lässt (Kino im Kopf); in verschiedenem Ausmaß können sie aber auch andere sinnliche Qualitäten aufweisen, während abstrakte Gedanken oder Ideen (siehe 3.) demgegenüber sprachlich oder als geometrische Figuren u. Ä. vorgestellt werden.
  2. zukunftsbezogen als Erwartung oder Befürchtung. Beispielsweise kann man gedanklich Situationen, die einem wichtig sind oder die sich kritisch bis bedrohlich entwickeln könnten, simulieren oder durchspielen („sich ausmalen“). Insbesondere sind Planspiele derartige Simulationen ebenso wie einfache „Gedankenspiele“. In konkreter Anwendung als Mentales Training werden auf diese Weise im Sport komplexe Bewegungsabläufe antizipiert.
  3. ohne zeitlichen oder anderen Bezug zur Realität als abstrakte Idee, ein Begriff, der abgeleitet vom griechischen Ursprungswort eidos für Bild eine bildhafte Vorstellung meint.

Die Quelle einer Vorstellung ist immer eine vorgängig sinnliche Erfahrung, die denkend bzw. „im Denken“, „in der Vorstellung“, „geistig“ oder – wie die umgangssprachlichen Ausdrücke für das Gemeinte sonst noch lauten – als Erinnerung wiederholt oder in irgendeiner Hinsicht verändert wird.

Vorstellungen werden in traditioneller Ausdrucksweise bezeichnet als bewusstseinsinterne Gegenstände des vorstellend zu Einsichten oder zu Erkenntnis von Zusammenhängen gelangenden Denkens. Real bildet der denkende Mensch aus seinem Erinnerungs- oder auch Vorstellungsmaterial sowohl einfache als auch komplexe, sprachlich mitteilbare Gedankenformen oder eben Gedanken, über die er jemand anderen informieren kann, indem er ihm davon erzählt, so dass dieser wiederum seinerseits über das von jenem Gedachte informiert wird. (Eine Information stellt ein bestimmtes Wissen dar.)

Inhaltsverzeichnis

Vorstellungsarten


Die Vorstellung kann in Unterkategorien, in sogenannte Vorstellungsarten beziehungsweise Vorstellungstypen, differenziert werden. Dazu gehören die:[1]

Analog dieser Differenzierung entsprechen Vorstellungsarten / Vorstellungstypen meist der Vorstellung eines Reizes der fünf Sinne.

Zitate


Siehe auch


Literatur


Weblinks


Einzelnachweise


  1. Emil Abderhalden (1925): Handbuch der biologischen Arbeitsmethoden: Band 6.








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Stand der Informationen: 03.07.2020 12:16:45 CEST

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