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Vorderweidenthal

Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Bad Bergzabern
Höhe: 221 m ü. NHN
Fläche: 10,12 km2
Einwohner: 579 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76889
Vorwahl: 06398
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 079
Adresse der Verbandsverwaltung: Königstraße 61
76887 Bad Bergzabern
Website: www.vorderweidenthal.de
Ortsbürgermeister: Volker Christmann (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Vorderweidenthal im Landkreis Südliche Weinstraße

Vorderweidenthal ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern an.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Lage

Die Gemeinde liegt im Wasgau, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird, mitten im Biosphärenreservat, das den Pfälzerwald und die Nordvogesen umfasst.

Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Darstein, Gossersweiler-Stein, Silz, Birkenhördt, Erlenbach bei Dahn, Busenberg und Oberschlettenbach. Zu Vorderweidenthal gehören zusätzlich die Wohnplätze Bethof, Lindelbrunn und Sägmühle.[2]

Erhebungen

Im nordöstlichen Gemeindegebiet erheben sich der 437,6 m ü. NN hohe Schloßberg und weiter südlich der 320,2 m ü. NHN hohe Eichenbühl.

Gewässer

Der Erlenbach streift den westlichen Siedlungsrand. Im östlichen Teil der Gemarkung entspringt außerdem der Portzbach, der anschließend jenseits der Bebauung in Nord-Süd-Richtung fließt; sein linker Nebenfluss Hirschbach bildet teilweise die Gemarkungsgrenze zu Erlenbach bei Dahn und Birkenhördt. Im äußersten Osten entspringt der Sandwiesenbach, der bereits kurze Zeit später die Grenze zu Silz überschreitet.

Geschichte


Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Jahr 1313. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zu den Fürsten von Leiningen-Dürkheim.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Vorderweidenthal in den Kanton Annweiler eingegliedert und unterstand der Mairie Oberschlettenbach. Im selben Jahr wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte Vorder-Weidenthal – so die damalige Schreibweise – dem Landkommissariat Bergzabern an; aus diesem ging anschließend das Bezirksamt Bergzabern hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Bergzabern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Vorderweidenthal innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde Vorderweidenthal der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Bad Bergzabern zugeordnet.

Bevölkerung


Einwohnerentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung in den letzten Jahren lautet wie folgt.[3]

Jahr Einwohner
1815 644
1835 612
1871 517
1905 511
1939 582
1950 561
1961 616
Jahr Einwohner
1970 667
1987 641
2002 685
2005 654
2010 644
2015 605
2017 589

Religion

Ende des Jahres 2013 waren 56,6 Prozent der Einwohner evangelisch und 26,3 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Vor Ort existierte einst eine jüdische Gemeinde, deren Mitglieder in Busenberg beigesetzt wurden.

Politik


Gemeinderat

Der Gemeinderat in Vorderweidenthal besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Bürgermeister

Seit 2014 ist Volker Christmann von der SPD Ortsbürgermeister.

Wappen

Blasonierung: „Geteilt und oben gespalten, oben rechts von Grün und Silber sechsfach geteilt, oben links in Blau ein rotbewehrter silberner Adler, unten in Silber ein wachsender grüner Weidenbaum.“[6]
Wappenbegründung: Es wurde 1962 vom Mainzer Innenministerium genehmigt. Der Adler erinnert an die ehemalige Zugehörigkeit zu den Leiningern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Kulturdenkmäler

Der Friedhof und die auf Gemarkung der Ortsgemeinde auf 440 m ü. NHN befindliche Ruine der Burg Lindelbrunn sind als Denkmalzonen ausgewiesen; hinzu kommen insgesamt sechs Einzeldenkmäler.[7]

Natur

Nördlich der Bebauung an der Gemarkungsgrenze zu Oberschlettenbach befindet sich der Rothelstein, der als Naturdenkmal ausgewiesen ist. Zudem ist der Ort Bestandteil des Klettergebiets Südpfalz.

Rittersteine

Auf Gemarkung von Vorderweidenthal befinden sich die Rittersteine 26 und 299. Ersterer liegt im östlichen Gemeindegebiet und trägt die Bezeichnung An der Bildeiche, er verweist auf eine alte Bildstocksäule. Letzterer befindet sich am südlichen Fuß des Rothelsteins und enthält die Inschrift Rödelstein-Pfad erb. v. Pfälz. Wald-Verein 1927; er stellt einen Orientierungspunkt für das nahe Klettergebiet dar.

Regelmäßige Veranstaltungen

Die alljährige Kerwe findet immer am dritten Wochenende im Oktober statt.

Wirtschaft und Infrastruktur


Wirtschaft

Aufgrund der geographischen Gegebenheiten dominierte vor Ort jahrhundertelang die Forst- und Holzwirtschaft.

Verkehr

Vorderweidenthal ist über die Buslinie 525 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar an das Nahverkehrsnetz angebunden, die nach Bad Bergzabern und Annweiler am Trifels führt. Die Landesstraße 490 führt durch den Ort und verbindet ihn mit Niederschlettenbach sowie Annweiler am Trifels. Die von ihr abzweigende Landesstraße 493 führt ins benachbarte Silz; von ihr führt die Kreisstraße 10 zum Wohnplatz Lindelbrunn und die Kreisstraße 11 nach Birkenhördt. Die Bundesstraße 427 streift zudem den südlichen Gemarkungsrand der Gemeinde.

Tourismus

Außerdem ist Vorderweidenthal westlicher Ausgangspunkt des sogenannten „Klingbach-Radwegs“, der unter anderem über Klingenmünster bis nach Hördt führt. Unweit der Burg Lindelbrunn befindet sich mit dem Cramerhaus außerdem eine Hütte des Pfälzerwald-Vereins. Um den Bereich ersterer führen zwei Wanderwege, von denen einer mit einem gelb-roten Balken markiert ist und ein weiterer, der mit einem roten Punkt gekennzeichnet ist, vorbei.

Persönlichkeiten


Ehrenbürger

Personen, die vor Ort gewirkt haben

Weblinks


Commons: Vorderweidenthal  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise


  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 160 (PDF; 3 MB).
  3. Statistischen Landesamt Rheinland-Pfalz: Regionaldaten.
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  7. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südliche Weinstraße. (Memento vom 23. März 2019 im Internet Archive) Mainz 2019[Version 2020 liegt vor.], S. 95 (PDF; 10 MB).
  8. Ehrenbürger von Vorderweidenthal. In: vorderweidenthal.de. 2015, abgerufen am 28. April 2019.



Kategorien: Vorderweidenthal | Gemeinde in Rheinland-Pfalz | Ort im Landkreis Südliche Weinstraße | Geographie (Pfälzerwald) | Ersterwähnung 1313

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Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Vorderweidenthal (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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Stand der Informationen: 01.03.2020 11:56:19 CET - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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