Vita Annonis Minor - de.LinkFang.org

Vita Annonis Minor



Die Vita Annonis Minor ist eine Lebensbeschreibung des Heiligen Anno (Erzbischof von Köln), in der Bibliotheca Hagiographica Latina (BHL) die Nr. 509. Die einzige hochmittelalterliche Handschrift wurde im Kloster Siegburg um 1180 geschaffen. Heute befindet sie sich in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt unter der Signatur Hs. 945.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Verbleib


Später gelangte sie in den Besitz des Klosters Grafschaft. Der Zeitpunkt ist umstritten. Einige Autoren gehen von 1186 aus, andere halten es für wahrscheinlicher, dass die Handschrift erst 1374 zusammen mit den Gebeinen des Heiligen Anno nach Grafschaft kam. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Schrift in der Mitte des 17. Jahrhunderts durch den Kölner Pfarrer und Historiker Aegidius Gelenius in einer Liste der in Grafschaft vorhandenen Handschriften. Nach der Säkularisation und dem Übergang des Herzogtums Westfalen an Hessen-Darmstadt kam die Vita Annonis 1804 in die Hofbibliothek von Ludwig X. nach Darmstadt.

Beschreibung


Die Handschrift besteht aus Pergament und ist 19 × 14 cm groß. Sie umfasst 68 Blätter. Das erste Blatt enthält auf der Rückseite ein Bildnis des heiligen Anno mit der Inschrift Sanctus Anno episcopus coloniensis. Umgeben ist der Bischof von fünf Kirchenabbildungen. Bei diesen handelt es sich wahrscheinlich um die von Anno gestifteten oder errichteten Klöster und Stifte: St. Maria ad Gradus in Köln, St. Georg in Köln, Grafschaft im Sauerland, Saalfeld an der Saale und Siegburg.

Inhalt


Die Vita Annonis Minor ist die jüngere von zwei umfangreichen hochmittelalterlichen Lebensbeschreibungen Annos. Mit ihrer Hilfe sollte die Heiligsprechung Annos (gestorben 1075) vorangetrieben werden, und sie sollte im Kanonisierungsprozess als Beweismittel eingesetzt werden. Angefügt wurde der eigentlichen Beschreibung der so genannte Bamberger Nachtrag, in dem versucht wurde, Argumente gegen die Heiligsprechung zu widerlegen, sowie ein 1381 verfasster Bericht zur Reliquien-Überführung nach Grafschaft im Jahr 1374.

Im 15. Jahrhundert wurden auf leeren Seiten der Handschrift weitere Heiligenlegenden hinzugefügt und zwar von Heiligen, die im Kloster Grafschaft verehrt wurden: Heilige Felicitas und ihre Söhne, Vitus, Modestus und Crescentia.

Literatur


Weblinks





Kategorien: Bilderhandschrift (12. Jahrhundert) | Siegburg | Schmallenberg | Hagiographie | Literatur (12. Jahrhundert) | Literatur (15. Jahrhundert) | Handschrift der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt | Literatur (Mittellatein)



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Vita Annonis Minor (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0


Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.


Stand der Informationen: 06.05.2020 01:47:35 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.