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Vierden

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Vierden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Vierden hervorgehoben

Koordinaten: 53° 20′ N, 9° 31′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Sittensen
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 21,3 km2
Einwohner: 741 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27419
Vorwahlen: 04169, 04282
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 050
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 11
27419 Sittensen
Website: www.vierden.de
Bürgermeister: Harald Schmitchen (CDU)
Lage der Gemeinde Vierden im Landkreis Rotenburg (Wümme)

Vierden ist eine Gemeinde im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen. Neben dem Hauptort Vierden gehören auch die Orte Groß- und Klein-Ippensen, Ramshausen und Nüttel zur Gemeinde.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Geographische Lage

Vierden liegt auf der Stader Geest. Der sandige und lehmige Boden ist durch die letzte Eiszeit entstanden. Die Landschaft Vierdens macht häufig einen sehr weitläufigen Eindruck, da die Ortsteile zum Teil weit auseinander liegen und sich dazwischen weite Feldmark befindet. Zwei Moore begrenzen das Gemeindegebiet im Norden und Osten. Die Ramme durchfließt die Gemeinde.

Nachbargemeinden

Ahlerstedt Ahlerstedt Wohnste, Sauensiek
Heeslingen Nachbargemeinden Lengenbostel, Sittensen
Klein Meckelsen Sittensen Lengenbostel

Geschichte


Ortsname

Der Ortsname Vierden leitet sich entweder von viert, was Heidefläche bedeutet, oder von vir ab, was Urheide in Waldfläche bedeutet.

Ortsgeschichte

Vierden

Vierden wurde in der Zeit zwischen 1015 und 1028 in der ältesten Bischofsurkunde von Verden erwähnt. In ihr wurden Angaben über die Einkünfte des Diakons gemacht, die er aus 15 Orten, darunter Vierden, hatte.

1375 besaß das Kloster Buxtehude alle Zehnten Vierdens. In dieser Zeit bestand der Ort aus vier Bauernhöfen.

Um 1500 bestand der Ort aus sechs Bauernhöfen und dem Schulteschen Gut, das bereits 1358 errichtet wurde. Besitzer war Gerlach Schulte, Burgmann auf der Horneburg, Docht, Rat und Amtmann. Er wurde sesshaft in Vierden und errichtete hier eine Burg mit Burggraben und Wehrturm. Diese wurde aber von Soldaten des Erzbischofs Johann Rode in Brand gesteckt, zerstört und Schulte wurde gefangen genommen, da er den Handel zwischen Buxtehude und Stade "behindert" haben soll. Das Gut wurde weiter in direkter Linie vererbt; erst 1751 wurde es als Witwensitz aufgekauft.

Um 1870 wurden die Zehnten erlassen. Der Ort vergrößerte sich; es entstanden neue Siedlerstellen.

1900 bestanden Vierden aus 35 und Ippensen aus 17 Höfen. In den 1920er Jahren wurde die Dorfstraße erneuert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl wegen der Heimatvertriebenen plötzlich von 1939 246 bis 1950 auf 500 an.

In den 1950er und 1960er Jahren wurden die Straßen in Vierden asphaltiert. 1967 entstand in Ramshausen eine 15 ha große Wochenendhaussiedung.

Die Vierdener Mühle von 1866 stellte ihren Betrieb 1972 nach über 100 Jahren ein. In den 1990er Jahren schloss auch die Dorfkneipe.

Die erste Schule wurde 1602 erbaut. Sie war die zweite in der Börde Selsingen. Nach Umbauarbeiten wurde sie 1966 endgültig geschlossen.

2000 wurde ein Neubaugebiet in Vierden ausgewiesen.[2]

Ippensen

Die erste urkundliche Erwähnung Ippensens erfolgte 1335 in einem Güterverzeichnis des Buxtehuder Klosters.

Eingemeindungen

Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Ippensen eingegliedert.[3]

Religion


Vierden ist evangelisch-lutherisch geprägt und gehört um Kirchspiel der Kirche St. Dionysus in Sittensen.

Politik


Gemeinderat

Der Gemeinderat hat neben dem Bürgermeister acht gewählte Mitglieder, ihm gehören drei Parteien bzw. Wählergemeinschaften an.

Wappen

Das Wappen zeigt die Burg der Gemeinde Vierden.

Kultur


Bauwerke

Die von Eichen gesäumte Hauptstraße ist von alten renovierten Fachwerkhäusern geprägt.

Vereine

Wirtschaft und Infrastruktur


Wirtschaft

Die Gemeinde ist durch die Landwirtschaft geprägt. In Vierden befindet sich ein Reiterhof, der sich auf die Zucht von Islandpferden spezialisiert hat.

Heute gibt es acht Voll- und Nebenerwerbsbetriebe in Vierden.

Verkehr

Die Gemeinde liegt fünf Kilometer nordwestlich der A 1 und ist über die K 139 an die Autobahnanschlussstelle Sittensen angebunden.

Literatur


Weblinks


 Commons: Vierden  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018  (Hilfe dazu).
  2. Rudolf Höppner: Gemeinde Vierden im Landkreis Rotenburg Samtgemeinde Sittensen. Abgerufen am 27. Mai 2018.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 241.



Kategorien: Vierden | Gemeinde in Niedersachsen | Ort im Landkreis Rotenburg (Wümme) | Ort in der Stader Geest | Ersterwähnung 1335


Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Vierden (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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