Uitikon - de.LinkFang.org

Uitikon



Uitikon
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Dietikon
BFS-Nr.: 0248
Postleitzahl: 8142
UN/LOCODE: CH UKN
Koordinaten: 676617 / 247315
Höhe: 550 m ü. M.
Fläche: 4,38 km²
Einwohner: 4344 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 857 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
17,5 % (31. Dezember 2018)[2]
Gemeindepräsident: Chris Linder (FDP)
Website: www.uitikon.ch

Uitikon-Waldegg, zweigeteilt durch die Birmensdorferstrasse

Lage der Gemeinde

Uitikon (auf Schweizerdeutsch im lokalen Sprachgebrauch «Üdike») ist eine politische Gemeinde im Bezirk Dietikon des Kantons Zürich in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Uitikon liegt im unteren Reppischtal am Übergang ins Limmattal, an der Westflanke des Uetlibergs. Hinsichtlich Arbeitsplätzen, geschäftlicher Tätigkeiten, aufgrund der sehr guten öffentlichen Verkehrsmittel und des kulturellen Angebotes ist Uitikon auf die angrenzende Stadt Zürich ausgerichtet.

Geschichte


Uitikon setzt sich aus den Teilen Ringlikon, Waldegg und Uitikon zusammen. Ringlikon war bis 1917 eine eigene Zivilgemeinde. Die topographisch bedingte Dreiteilung wird noch unterstützt durch die Strasse über die Waldegg. Diese Ausfallstrasse aus Zürich ist eine der am stärksten befahrenen Hauptverkehrsstrassen auf Kantonsgebiet.

Etwas südlich des Dorfkerns Uitikon liegt auf einem Hügel die ehemalige Residenz der Gerichtsherren von Uitikon und Nieder-Urdorf. Oberst Hans-Jakob Steiner von Hallwil und seine Nachfolger bauten in den Jahren 1624–1626 «das neue Haus auf dem Büel» zu einem Schloss aus. 1650 wurde, dem Zeitgeschmack entsprechend, eine barocke Fassade errichtet, wie das noch erhaltene Portal zeigt. Auch nach dem Untergang der Gerichtsherrschaft wohnten die Steiners noch lange im Schloss. Im Herbst 1874 wurde die Anstalt Uitikon am Albis als Zwangsarbeitsanstalt eröffnet, nachdem im Jahre zuvor 14 Gemeinden (Aesch, Birmensdorf, katholisch und reformiert Dietikon, Enge, Fluntern, Hottingen, Oberstrass, Riesbach, Uitikon, Urdorf, Wiedikon, Wipkingen und die Stadt Zürich) beschlossen hatten, eine bezirkseigene Anstalt zu schaffen. So wurde das Schlossgut Uitikon gekauft und ausgebaut. Ab 1877 erhielt die Anstalt staatliche Unterstützung. Am 12. April 1926 beschloss der Kantonsrat die Umwandlung der Anstalt in eine Arbeitserziehungsanstalt unter gleichzeitiger Aufhebung der Frauenabteilung. 1979 wurde die Anstalt um eine geschlossene Abteilung erweitert.

Der Gerichtsherr Hans Jakob Steiner erfüllte 1625 den Wunsch seines Bruders und machte sich ans Werk, für Uitikon eine Kirche zu bauen. Die Einwohner waren davon nicht besonders begeistert, mussten sie doch bedeutenden Frondienst leisten. Doch eine Strafpredigt des Gerichtsherrn hatte zur Folge, dass schon sechs Wochen später die Kirche mit dem aufgesetzten Türmchen unter Dach und Fach war. So wurde Uitikon die erste Gemeinde mit einem nachreformatorischen Kirchenbau. Für die römisch-katholischen Bewohner entstand im Jahr 1970 die Kirche St. Michael nach Plänen des ungarischen Architekten Dezsö Ercsi.

Die Richtplanung sorgt dafür, dass die Einwohnerzahl, die heute bei 3900 liegt, 4500 nicht wesentlich übersteigen wird. Die Gemeinde verfügt über ein eigenes Hallenbad mit Sauna, eine Sternwarte, ein neugestaltetes Dorfzentrum mit Saalbau, reformiertem Kirchenzentrum und Alterswohnungen. Der Dorfkern Uitikon ist von regional schützenswerter Bedeutung.

Wappen


Blasonierung

In Rot ein goldener Schrägbalken, belegt mit einem schreitenden roten Löwen.

Name


Der Gemeindename Uitikon ist ein sprachliches Kuriosum. Denn ausgesprochen wird er von den Einheimischen als Üdike. Am 30. März 1951 hat die Gemeindeversammlung beschlossen, dass die offizielle Ortsbezeichnung unverändert weitergeführt wird, obwohl sie ähnlich klingt wie Witikon oder Uetikon.

Bevölkerung


Nach Angaben des Statistischen Amtes des Kantons Zürich (Stand: 2000) sind 47,2 Prozent der Bevölkerung reformiert und 27,8 Prozent römisch-katholisch. 17,6 Prozent sind konfessionslos, für 2,3 Prozent lagen keine Angaben vor. Es gibt eine evangelisch-reformierte Kirchgemeinde, die der Landeskirche des Kantons Zürich angehört. Seit 1971 gibt es die katholische Kirche St. Michael; für sie ist die Pfarrei Aesch-Birmensdorf-Uitikon des Bistums Chur zuständig. Von 1956 bis 1967 amtierte Ernst Sieber in der reformierten Kirche von Uitikon.

Sehenswürdigkeiten


Verkehr


Auf Gemeindegebiet liegen die Bahnstationen Uitikon-Waldegg und Ringlikon der Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (SZU), an der Uetlibergbahn (S10), mit welcher man entweder in die Stadt Zürich oder auf den Zürcher Hausberg, den Uetliberg gelangt. Busverbindungen bestehen nach Zürich-Triemli, Stallikon, Wettswil und Birmensdorf. Ebenfalls Teil des Zürcher Verkehrsverbunds ist ein Dorfbus, der halbstündlich durchs Dorf fährt. Mit dem Auto kann die Zürcher Westumfahrung als Teil der Autobahn A3 ohne weitere Ortsdurchfahrt direkt erreicht werden.

Persönlichkeiten


Literatur


Weblinks


Commons: Uitikon  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 22. Dezember 2019.



Kategorien: Uitikon | Ort im Kanton Zürich | Schweizer Gemeinde



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Uitikon (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0


Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.


Stand der Informationen: 05.05.2020 08:18:17 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.