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Trust (Recht)

Ein Trust ist im juristischen Sinn eine von einer Person unter Lebenden[1] oder für den Todesfall[2] geschaffene Rechtsbeziehung,[3] wenn Vermögen zugunsten eines Begünstigten oder für einen bestimmten Zweck abgesondert und der gebundenen Verwaltung eines Trustees unterstellt worden ist.[4]

Das Trustrecht regelt die Rechte und Pflichten der im Trust handelnden Personen. Die Definition, was ein Trust darstellt, ist naturgemäß schwierig, “Like an elephant, a trust is difficult to describe but easy to recognise.[5]

Der Trust ist, wie er von Gerichten des Billigkeitsrechts (Equity) in den Ländern des Common Law entwickelt und mit einigen Änderungen in andere Länder übernommen wurde, ein einzigartiges Rechtsinstitut.[6]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Das Trustrecht und der Trust selbst entstanden in England während des 12. und 13. Jahrhunderts zur Zeit der Kreuzzüge. Der Ursprung soll in der Feudalzeit liegen.

Der feudale Grundeigentümer, der an einem Kreuzzug teilnahm, benötigte einen geeigneten und verlässlichen Verwalter der Güter während seiner Abwesenheit, der auch eine ausreichende Vertretungs- und Verfügungsmacht hatte. Dies wurde im Rahmen einer Rechtsbeziehung geregelt, indem der feudale Grundeigentümer sein Eigentum[7] an einen Verwalter (Trustee) übertrug mit der bindenden Auflage, dieses Eigentum nach seiner Rückkehr wieder an den ehemaligen Eigentümer zurück zu übertragen. Der am Kreuzzug teilnehmende vorherige Eigentümer der Güter wurde so zum Begünstigten (Beneficiary) aus der Absprache. Als Trustee wurde bevorzugt ein guter Freund des Feudalherrn eingesetzt.

Das englische Recht (Common Law) kannte damals jedoch keinen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch (writs) auf Rückübertragung des Eigentums aufgrund einer solchen Rechtsbeziehung. Verweigerte daher der Trustee die Rückübertragung des Eigentums, so konnte dies der vorherige Eigentümer (Beneficiary) nicht einklagen. Mit einer Petition an den Lord Chancellor (Court of Chancery) konnte der ehemalige Eigentümer erreichen, dass dennoch eine Entscheidung nach Recht und Billigkeit gefällt wurde. Dies war der Ursprung der Equity-Rechtsprechung im englischen Recht.

Der ursprüngliche Zweck des Trusts hat sich im Laufe der Jahrhunderte von den familienrechtlichen Grundlagen gelöst und der Trust findet sich heute in vielen Erscheinungsformen wieder.

Eigenheiten des Trusts


  1. Das Vermögen des Trusts stellt ein getrenntes Sondervermögen[8] dar und ist nicht Bestandteil des persönlichen Vermögens des Trustees;
  2. Die Rechte in Bezug auf das Vermögen des Trusts lauten auf den Namen des Trustees oder auf den einer anderen Person in Vertretung des Trustees.

Der Trust ist ein rechtlich verselbständigtes Vermögen ohne jedoch Rechtspersönlichkeit zu erlangen (siehe dazu auch das selbständige Treuunternehmen in Liechtenstein).

Der Trustee kann in seiner Eigenschaft als Trustee klagen oder verklagt werden.[9] Durch die Qualifikation des Trusts als ein vom Trustee getrenntes Sondervermögen ergibt sich auch:[10]

Ähnliche Rechtsfiguren in anderen Rechtsordnungen

Ähnlich dem Trust fanden und finden sich auch in anderen Rechtsordnungen solche exklusiven Rechtsbeziehungen. So z. B.:

Zweck


Der Zweck des Trusts kann allgemeiner Natur sein oder die Begünstigung bestimmter Personen beinhalten.

Handelnde Personen im Trust


Bezeichnung (engl.) Entsprechung (dt.) Eigenschaften
Settlor Gründer stellt Vermögen für den Trust zur Verfügung.
Trustee Treunehmer/Trusteigentümer/Trustmanager Eigentümer und (gebundener) Verwalter des Trustvermögens.
Beneficiary Begünstigter Erhält die Leistungen aus dem Trust gemäß der Trusturkunde.
Protector Protektor, Überwachungsorgan Überwacht die Einhaltung der Verpflichtungen des Trustee.

Aufgabe der Beteiligen im Trust

Settlor

Der Settlor (auch englisch trustor, grantor, donor oder creator,[12] in anderen nationalen Rechtsräumen auch founder) ist die Person, welche durch die Zurverfügungstellung eines Vermögens einen Trust ermöglicht.

Der Settlor kann einen unwiderruflichen (irrevocable) Trust[13] begründen oder einen widerruflichen (revocable) Trust begründen.[14] Bei einem widerruflichen Trust bleibt dem Settlor weiterhin der Zugriff auf das Trustvermögen erhalten.[15]

Je nach Rechtsordnung nach welcher der Trust errichtet wird und Regelung in der Trusturkunde, kann dem Settlor nach der Errichtung des Trusts weiterhin ein Recht an der Verwaltung zustehen oder nicht. Nach der angelsächsischen Vorstellung eines Trusts stehen dem Settlor nach der Gründung grundsätzlich keine Verwaltungs- oder Kontrollrechte zu.

Trustee

Der Trustee hat die Befugnis und die Verpflichtung das Trustvermögen in Übereinstimmung mit den Trustbestimmungen und den ihm durch das Recht auferlegten besonderen Verpflichtungen zu verwalten, zu verwenden oder darüber zu verfügen. Der Trustee wird mit der Annahme der Verpflichtung aus der Trusturkunde zum Eigentümer (legal ownership oder title) des Trustvermögens.

Die Verpflichtung des Trustees, das Trustvermögen in Übereinstimmung mit den Trustbestimmungen zu verwalten, ist seine Hauptverpflichtung. An dieser Verpflichtung ist das Handeln des Trustees auszurichten und zu messen. Der Trustee hat über seine Tätigkeit daher umfassend Rechenschaft abzulegen. Geht das Trustvermögen unter oder kommt es dem Trustee abhanden, kann der Beneficiary unter Umständen die Rückgabe entsprechender Vermögenswerte an den Trust verlangen.[16] Der Trustee kann auch in manchen Rechtsordnungen eine juristische Person sein (siehe z. B. Private Trust Company).

Die Tatsache, dass sich der Begründer bestimmte Rechte und Befugnisse vorbehält oder dass der Trustee selbst Rechte als Begünstigter hat, steht dem Bestehen eines Trusts nicht notwendigerweise entgegen.[17]

Der Trustee ist nach der Trusterrichtung primär den Begünstigten verpflichtet und hat grundsätzlich nicht diejenigen des Settlors zu wahren.

Durch den Wegfall aller Trustees geht der Trust nicht unter, sofern der Settlor nicht ausdrücklich in der Trusturkunde bestimmt hat, dass nur ein ganz bestimmter Trustee eingesetzt werden kann.

Beneficiaries (Begünstigte)

Der Beneficiary ist die aus dem Trust begünstigte Person. Die Begünstigung kann bereits mit der Vermögensübertragung erfolgen oder aber auch erst mit dem Tod des Settlors.

Der Settlor kann sich selbst oder jede andere natürliche oder juristische Person als Beneficiary einsetzen.

Der Anspruch des Beneficiary (beneficiary title) richtet sich sowohl auf die ihm zustehenden Leistungen aus dem Trustvermögen als auch auf die pflichtgemäße Verwaltung des Trusts durch den oder die Trustees. Das Recht auf Auskunft über die Verhältnisse im Trust gegenüber dem Trustee steht grundsätzlich allen Begünstigten zu. Ein Ausschluss von Auskunfts- oder Rechnungslegungspflichten ist grundsätzlich nicht zulässig. Unter Umständen ist jedoch eine zeitliche Beschränkung gegeben, wenn die Begünstigten noch nicht individualisiert sind (black hole trust).

Der Beneficiary wird mit dem Anspruch aus der Trusturkunde oder Anerkennung des Anspruchs durch den Trustee zum materiellen Eigentümer des entsprechenden Trustvermögens.

Protector

Der Protector wird vom Settlor bestellt, um die Einhaltung der Verpflichtungen des Trustee gemäß der Trusturkunde (Trust Deed) zu überwachen. Die Befugnisse des Protector sind in der Trusturkunde im Detail auszuführen.

Trusturkunde


Die Trusturkunde (Trust Deed) wird vom Settlor unterzeichnet. Darin wird die Vermögensübertragung festgehalten sowie sind darin die grundsätzlichen Bestimmungen hinsichtlich der Verwaltung und Werterhaltung des Trustvermögens zu Gunsten der eingesetzten Beneficiaries.

Zu den Trusturkunden (Trust Document), die den Begünstigten auf Verlangen offenzulegen sind, gehören grundsätzlich alle Dokumente die erforderlich sind, um den Begünstigten die Kontrolle des Trustee zu ermöglichen.[18]

Von der Trusturkunde sind die „Letter of Wishes“ zu unterscheiden.

Letter of Wishes


Der Settlor kann in einer eigenen Urkunde seine Absichten hinsichtlich der Gründung des Trusts, der Ausübung des Mandats des Trustees, das Verhalten der Begünstigten usw. niederschreiben. Diese Letter of Wishes sind gesetzlich nicht bindend, sondern dienen dem Trustee dazu, die Trusturkunde im Sinne der Wünsche des Settlors auszulegen.

Wie die Trusturkunden sind auch Letter of Wishes grundsätzlich den Begünstigten offenzulegen, sofern diese rechtlich relevant sind. Es wird jedoch teilweise als zulässig angesehen, wenn der Settlor diese Offenlegung ausdrücklich ausschließt.[19]

Rule against perpetuities


Durch die Rule against perpetuities soll verhindert werden, dass es langfristig in Trusts zu Vermögensansammlungen kommt, wodurch dieses Vermögen dem Wirtschaftskreislauf weitgehend bzw. längerfristig entzogen wird (ähnlich wie bei den Fideikommissen).[20] Die Rule against perpetuities begrenzt somit die Möglichkeit einen Trust auf längere Zeitspanne zu errichten.[21] Danach muss das Vermögen des Trusts auf die Begünstigten aufgeteilt werden (ausgenommen von der Rule against perpetuities sind bestimmte gemeinnützige Trust).

Die Rule against perpetuities gilt jedoch nicht im liechtensteinischen Recht.[22] Daraus wird in der Lehre teilweise abgeleitet, dass ein nach liechtensteinischem Recht errichteter Trust im angelsächsischen Raum nicht rechtswirksam begründet werden kann (darf), da eine wesentliche Voraussetzung für die Wirksamkeit des Trusts im angelsächsischen Raum übergangen wird.

Auf den Trust anzuwendendes Recht


Nationales Recht

Der Trust untersteht grundsätzlich dem vom Begründer gewählten (nationalen) Recht. Damit die Rechtswahl wirksam zustande kommt, muss diese ausdrücklich sein oder sich aus den Bestimmungen der Errichtungsurkunde klar ergeben. Soweit erforderlich, ist eine undeutliche Rechtswahl nach den Umständen des Falles auszulegen.[23]

Das nationale anzuwendende Recht regelt die Gültigkeit des Trusts, die wirksame Übertragung des Trustvermögens in den Trust, die Auslegung der Trusturkunde, die Wirkungen und die Verwaltung des Trust. Insbesondere:

  1. die Ernennung, den Rücktritt und die Abberufung von Trustees, die Fähigkeit, als Trustee zu handeln, und die Übertragung der Aufgaben eines Trustees;
  2. die Rechte und Pflichten von Trustees untereinander;
  3. das Recht von Trustees, die Wahrnehmung ihrer Pflichten oder die Ausübung ihrer Befugnisse ganz oder teilweise zu übertragen;
  4. die Befugnis von Trustees, das Vermögen des Trusts zu verwalten, darüber zu verfügen, daran Sicherungsrechte zu begründen oder neues Vermögen zu erwerben;
  5. die Befugnisse von Trustees, Investitionen vorzunehmen;
  6. Beschränkungen in Bezug auf die Dauer des Trusts und in Bezug auf die Befugnis, aus den Einkünften des Trusts Rücklagen zu bilden;
  7. die Beziehungen zwischen den Trustees und den Begünstigten, einschließlich der persönlichen Haftung der Trustees gegenüber den Begünstigten;
  8. die Änderung oder Beendigung des Trusts;
  9. die Verteilung des Vermögens des Trusts;
  10. die Verpflichtung von Trustees, über ihre Verwaltung Rechenschaft abzulegen.[24]

Kann das anzuwendende (nationale) Recht auch nicht durch Auslegung ermittelt werden, so untersteht der Trust dem Recht des Nationalstaates, mit dem er die engsten Verbindungen aufweist. Bei der Erforschung des Rechts, mit dem der Trust die engsten Verbindungen aufweist, kann berücksichtigt werden:

Ein Staat bzw. dessen Gerichte und Behörden können grundsätzlich den Trust oder Bestimmungen eines Trusts außer Betracht lassen, wenn die Anwendung dieser Bestimmungen die öffentlichen Ordnung (Ordre public) widerspricht.[27] Wie ein Trust steuerlich behandelt wird, ergibt sich immer nach den jeweiligen nationalen Vorschriften.[28]

Europarecht

Gemäß der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) in der Rechtsache P- Panyi[29] können Trusts unter die Niederlassungsfreiheit des AEUV fallen, wenn diese tatsächlich einen wirtschaftlichen Erwerbszweck verfolgen.[30] Trusts fallen dann unter den Begriff „sonstige juristische Personen“ des öffentlichen oder privaten Rechts im Sinne von Artikel 54 Abs. 2 AEUV. Dies, wenn der Trust eine Einheit ist, welche nach dem nationalen Recht über Rechte und Pflichten verfügt, die es ihr erlauben, ungeachtet des Fehlens einer speziellen Rechtsform als solche im Rechtsverkehr aufzutreten, und den Erwerbszweck zu verfolgen und die Tätigkeit der Treuhänder in Bezug auf das Eigentum und die Verwaltung des Vermögens des Trusts untrennbar mit dem Trust selbst verbunden ist und folglich mit dem Trust ein unteilbares Ganzes bildet. Unter diesen Umständen kann ein solcher Trust als eine Einheit angesehen werden, die nach dem nationalen Recht über Rechte und Pflichten verfügt, die es ihr erlauben, als solche im Rechtsverkehr aufzutreten, wenn tatsächlich eine wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt wird.

Auch der EFTA-Gerichtshof kam bereits zuvor im sogenannten Schneehuhnfall (auch Olsen-Entscheidung[31]) zum Ergebnis, dass sich Trusts grundsätzlich auf die Niederlassungsfreiheit aus dem EWR-Vertrag berufen können.

Voraussetzungen für die rechtsgültige Errichtung des Express Trusts


Für die rechtsgültige Errichtung des Express Trusts müssen grundsätzlich drei Erfordernisse zwingend vorliegen:

Erscheinungsformen des Trusts (Beispiele)


Im angelsächsischen Bereich finden sich eine Vielzahl von Erscheinungsformen des Trusts, welche durch die Übernahme in andere Rechtsordnungen noch weiter ergänzt wurden. Zusätzlich werden für sehr ähnliche Trusts teilweise verschiedene Bezeichnungen verwendet ohne tiefer zu differenzieren. Die Erscheinungsformen des Trusts überschneiden sich auch vielfältig. Austin W. Scott hat hierzu festgestellt: »the number of purposes for which trusts can be created is as unlimited as the imagination of the lawyers«.[32]

Besteuerung von Trusts


Wie die Errichtung des Trusts, die laufenden Einnahmen und Ausgaben des Trusts sowie die Leistungen an die Beneficiaries steuerlich behandelt werden, ist international nicht einheitlich geregelt. Vielmehr richtet es sich nach der Art des Trusts sowie der Steuersituation des Settlors und der Beneficiaries.

Besteuerung in der Schweiz

Der Trust selbst ist nicht Gegenstand der Besteuerung (Steuersubjekt). Die Steuerfolgen werden vom Settlor und den Beneficiaries getragen. Da Trusts sehr unterschiedlich gestaltet werden können, gibt die folgende Übersicht nur einen ersten Überblick über die Steuerfolgen.[35]

Art des Trusts Errichtung Ausschüttungen Liquidation
Revocable Trust keine Auswirkung Schenkung an Beneficiaries, Schenkungsteuer abhängig von Verhältnis Settlor <> Beneficiaries wie Ausschüttung
Irrevocable Fixed Trust Schenkungsteuer (abhängig von Verhältnis Settlor <> Beneficiaries) Einkommens- und Vermögensbesteuerung beim Beneficiary; Anteil aus Kapitalgewinnen steuerfrei Nur Einkommensbesteuerung beim Beneficiary soweit noch unversteuerte Kapitalerträge
Irrevocable Discretionary Trust[36] Schenkung Trustvermögen an Beneficiaries, Schenkungsteuer abhängig von Verhältnis Settlor <> Beneficiaries Einkommensbesteuerung beim Beneficiary, Auszahlung Trustvermögen steuerfrei Einkommensbesteuerung beim Beneficiary, Rückzahlung Trustvermögen steuerfrei

Abgrenzung zu ähnlichen Rechtsverhältnissen


Der Trust ist keine rechtsgeschäftliche Beziehung zwischen Settlor und Trustee oder zu den Begünstigten (Benficiaries). Abgrenzung:

Kritik an Trusts


Dem Rechtsinstitut des Trusts wird teilweise unterstellt,

Siehe auch


Weblinks


Literatur


Einzelnachweise


  1. Inter vivos. Der Trust kann grundsätzlich mündlich oder schriftlich errichtet werden. Viele nationale Rechtsordnungen schreiben vor, wenn Gegenstand des Vermögens Liegenschaften oder Grundstücke bilden, dass die Errichtung des Trusts schriftlich erfolgen muss. So zum Beispiel in Liechtenstein gemäß Art 899 PGR.
  2. De mortis causa. Die Errichtung eines Trusts durch einen Letzten Willen (zum Beispiel durch ein Testament) muss grundsätzlich gemäß den nationalen Bestimmungen über die Gültigkeit von letztwilligen Verfügungen erfolgen.
  3. Ein Trust kann unter Umständen auch durch gerichtliche Entscheidung errichtet werden, soweit dies im Recht eines Nationalstaates vorgesehen ist. Siehe dazu auch Art 20 Abs. 1 Übereinkommen über das auf Trusts anzuwendende Recht und über ihre Anerkennung. Abgeschlossen in Den Haag am 1. Juli 1985. Im Weiteren verkürzt als Haager Trustübereinkommen bezeichnet.
  4. Siehe Art 2 Abs. 1 Haager Trustübereinkommen.
  5. Hayton in Hayton/Kortmann/Verhagen, Principles of European Trust Law, in: Law of Business and Finance, Band 1, The Hague 1999, S. XIII., deutsch: „Wie ein Elefant ist ein Trust schwer zu beschreiben, aber einfach zu erkennen.“
  6. Siehe Präambel Haager Trustübereinkommen.
  7. Richtig: „eigentümerähnliche Stellung“ oder „eigentümerähnliches Recht“: estate in fee simple. Siehe dazu auch: Landlord and tenant law (England und Wales)
  8. Hayton/Kortmann/Verhagen, Principles of European Trust Law, in: Law of Business and Finance, Band 1, The Hague 1999, S. 13.
  9. Der Trust selbst kann mangels Rechtspersönlichkeit nicht geklagt werden.
  10. Siehe auch Art 11 Haager Trustübereinkommen.
  11. Die Trennung von Trustvermögen und Trustee-Vermögen hinsichtlich einer Vollstreckung ist ein wesentliches Element für die innerstaatliche Anerkennung und die Funktion des Trusts.
  12. In den USA.
  13. Dieser wird zusätzlich in sogenannte Irrevocable Discretionary Trusts (Der Begünstigtenkreis ist in der Trusturkunde nur umschrieben) und Irrevocable Fixed Interest Trusts (Begünstigte sind in der Trusturkunde genau individualisiert) unterteilt.
  14. Revocable Trusts werden mit dem Ableben des Settlors zu Irrevocable Trusts, sofern das Widerrufsrecht nicht einer anderen Person zusteht oder mit dem Tod des Settlors auf diese übergeht.
  15. Der verbindliche Übergang des Eigentumsrechts ist in vielen nationalen Rechtsordnungen bestimmend für den Übergang der Steuerlast, welche mit diesem Vermögen verbunden ist. Der Eigentumsübergang muss anhand der sachenrechtlichen Bestimmungen des entsprechenden Rechtsordnung ordnungsgemäß erfolgen.
  16. Siehe jedoch Spurfolgerecht.
  17. Art 2 letzter Absatz Haager Trustübereinkommen.
  18. Siehe dazu für viele: Underbill and Hayton in Law Relating to Trust and Trustees16, 2003, S. 677; und, Oakley in Trends in Contemporary Trust Law, Oxford 1996, S. 52.
  19. So: Underbill and Hayton in Law Relating to Trust and Trustees16, 2003, S. 681 f.
  20. Siehe hierzu auch §§ 2044, 2109 BGB.
  21. Für England siehe zum Beispiel: Law of Property Act (1925).
  22. Klaus Biedermann, Die Treuhänderschaft des liechtensteinischen Rechts, dargestellt an ihrem Vorbild, dem Trust des Common Law: unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend das Treuunternehmen, Verlag Stämpfli & Cie, 1981, S. 143, 159 ff
  23. Siehe dazu auch Art 6 Haager Trustübereinkommen.
  24. Aufzählung nach Art 8 Haager Trustübereinkommen.
  25. Ein Teilbereich des Trusts, insbesondere seine Verwaltung, kann unter Umständen einem anderen Recht unterliegen, als der Trust selbst. Siehe dazu auch Art 9 und 10 Haager Trustübereinkommen.
  26. Siehe dazu auch Art 7 Haager Trustübereinkommen.
  27. Siehe dazu auch Art 18 Haager Trustübereinkommen.
  28. Siehe dazu auch Art 19 Haager Trustübereinkommen.
  29. C-646/15 vom 14. September 2017.
  30. Trusts verfolgen einen Erwerbszweck, wenn diese keinen karitativen oder sozialen Zweck haben und dazu errichtet wurden, damit die Gewinne aus dem Vermögen dieser Trusts den Begünstigten zugutekommen.
  31. Verbundene Rechtsache E-3/13 und E-20/13.
  32. Der Anwendungsbereich des Trusts ist nur begrenzt durch die Kreativität der Anwälte. Englisches Originalzitat nach: Rainer Becker: Die fiducie von Québec und der trust: ein Vergleich mit verschiedenen Modellen fiduziarischer Rechtsfiguren im civil law, Mohr Siebeck, Tübingen 2007, ISBN 978-3-16-149138-2, S. 46.
  33. In den USA auch als Protective Trust bezeichnet.
  34. Der Constructive Trust wird daher vielfach als rechtliche Fiktion oder fingierter Trust bezeichnet und dient als Auffangtatbestand. Teilweise ähnlich wie die Gesellschaft bürgerlichen Rechts für gesellschaftsrechtsähnliche Verhältnisse herangezogen wird.
  35. Näheres erfährt man in: Schweizerische Steuerkonferenz, Kreisschreiben Nr. 30 vom 22. August 2007 und Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), Kreisschreiben Nr. 20 vom 27. März 2008
  36. Ist der Settlor in der Schweiz Steuerinländer, so werden diese wie 'Revocable Trusts' behandelt, vgl. Schweizerische Steuerkonferenz, Kreisschreiben Nr. 30, Ziffer 5.1.1.2
  37. Siehe zum Beispiel aus verschiedenen Blickwinkeln: NZZ, „Mit Offshore-Trusts Spuren verwischen“, Onlineausgabe vom 8. März 2009, Schweizerischer Tagesanzeiger, „Trusts als Ausgleich für geknacktes Bankgeheimnis? “ Onlineausgabe vom 12. März 2009.



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Stand der Informationen: 01.03.2020 09:15:35 CET - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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