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Thomas Steensen

Thomas Steensen (* 27. September 1951 in Bredstedt) ist ein deutscher Historiker. Er leitete von 1987 bis 2018 das Nordfriisk Instituut in Bredstedt, die zentrale wissenschaftliche Einrichtung für die nordfriesische Sprache, Geschichte und Kultur in Nordfriesland.[1] Seitdem arbeitet er als freier Autor. Seit Juni 2019 ist er ehrenamtlicher Vorsitzender der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Steensen war zunächst tätig als Redakteur der Husumer Nachrichten und nebenamtlicher Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur. Er studierte Geschichte, Friesische Philologie, Politologie und Soziologie an der Universität Kiel. Nebenher war er u. a. freier Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks. Nach der Promotion 1985 leitete er ein historisches Ausstellungsprojekt des Kreises Nordfriesland. 1987 wurde er Leiter und 1992 Direktor des Nordfriisk Instituut. Von 1986 an war er als Dozent an den Universitäten in Kiel und Flensburg tätig und wurde 1999 erster Honorarprofessor an der heutigen Europa-Universität Flensburg. Während des Studiums engagierte er sich bei den Deutschen Jungdemokraten, unter anderem als stellvertretender Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein; 1978/79 war er Pressesprecher der Landes-FDP; 1982 verließ er die Partei. Ehrenamtlich ist Steensen u. a. tätig seit 2009 als Vorstandsmitglied des Landeskulturverbandes Schleswig-Holstein, seit 1988 als Beiratsmitglied und 2011 Beiratssprecher der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte. 1981 war er Mitbegründer der Arbeitsgruppe zur Erforschung des KZ Schwesing. 1990 wurde er Gründungsvorsitzender des Vereins für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege, der ihn 2002 zum Ehrenvorsitzenden ernannte. Häufig hielt er Festvorträge, z. B. zum 100-jährigen Jubiläum der Stadt Bredstedt, zum 50-jährigen Bestehen der Stadt Niebüll und zum 40-jährigen Jubiläum des Kreises Nordfriesland. Zur Geschichte und Landeskunde Nordfrieslands veröffentlichte er mehrere Grundlagen-Werke.

Steensen ist verheiratet und hat drei erwachsene Töchter. Er lebt in Husum.

Auszeichnungen


Werke


Steensen veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze. So konzipierte er die erste Gesamtdarstellung Geschichte Nordfrieslands, die 1995 erschien und inzwischen in Teilbänden in vierter Auflage vorliegt. 2000 gab er die erste umfassende Landeskunde Nordfrieslands heraus (Das große Nordfriesland-Buch, Ellert & Richter, Hamburg), im selben Jahr die erste Gesamtdarstellung über seine Heimatstadt Bredstedt (Bredstedt. Stadt in der Mitte Nordfrieslands, Verlag Nordfriisk Instituut). Steensen ist Mitverfasser bzw. Herausgeber der ersten umfassenden Nachschlagewerke über die Inseln Sylt und Föhr sowie der ersten Landeskunde für die Halbinsel Eiderstedt. Durch Veröffentlichungen und Veranstaltungen trug er maßgeblich zur Neuentdeckung des aus Nordfriesland stammenden Philosophen und Pädagogen Friedrich Paulsen bei. Steensen war vier Jahrzehnte lang, von 1977 bis 2017, Redakteur der Zeitschrift Nordfriesland. Seit 1996 gehört er der Schriftleitung des Nordfriesischen Jahrbuchs an, außerdem ist er unter anderem Herausgeber der Reihen Nordfriesische Lebensläufe (bisher zwölf Bände) und Nordfriesland im Roman (mit Arno Bammé, Universität Klagenfurt, bisher 13 Bände). Er initiierte die internationalen Historiker-Treffen des Nordfriisk Instituut sowie die Aktion Sprachenland Nordfriesland.

Weitere Werke (Auswahl)

Literatur


Weblinks


Einzelnachweise


  1. Website des Nordfriisk Instituut



Kategorien: Historiker | FDP-Mitglied | Mitglied der Jungdemokraten | Nordfriese | Deutscher | Geboren 1951 | Mann


Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas Steensen (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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