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Thermografie




Die Thermografie, auch Thermographie, ist ein bildgebendes Verfahren zur Anzeige der Oberflächentemperatur von Objekten. Dabei wird die Intensität der Infrarotstrahlung, die von einem Punkt ausgeht, als Maß für dessen Temperatur gedeutet.

Eine Wärmebildkamera wandelt die für das menschliche Auge unsichtbare Infrarotstrahlung in elektrische Signale um. Daraus erzeugt die Auswerteelektronik ein Bild in Falschfarben, seltener ein Graustufenbild.

Im Gegensatz zur Nahinfrarotspektroskopie ist für die Thermografie keine externe Lichtquelle erforderlich.

Inhaltsverzeichnis

Historisches


Der Astronom und Musiker Wilhelm Herschel entdeckte im Jahr 1800 die Wärmestrahlung, indem er Sonnenlicht durch ein Prisma lenkte und den Bereich hinter dem roten Ende des sichtbaren Spektrums mit einem Thermometer untersuchte. Die Temperatur stieg in diesem Bereich, und Herschel schloss daraus, dass dort eine unsichtbare Form von Energie wirksam sein müsse. Seine Bezeichnung „Wärmestrahlung“ ist auch heute noch üblich und wurde etwa 100 Jahre später durch „Infrarot“ — im deutschen Sprachraum war einige Zeit auch der Begriff „Ultrarot“ geläufig — ersetzt.

Andere Forscher zweifelten seine Entdeckung zuerst an, weil noch nicht bekannt war, dass die Transparenz für IR stark von der Glassorte des Prismas abhängt. Auf der Suche nach einem besseren Material entdeckte 1830 der italienische Physiker Macedonio Melloni, dass Prismen aus kristallinem Steinsalz IR-Strahlung kaum dämpfen und dass sich Wärmestrahlung mit Linsen aus diesem Material bündeln lässt. Bereits ein Jahr vorher konnte Melloni die Messgenauigkeit erheblich steigern, indem er die relativ ungenauen Quecksilberthermometer durch die von ihm erfundene Thermosäule ersetzte. Beides – Linsen aus Steinsalz und Anordnungen von Thermosäulen – waren die wesentlichen Bauelemente der ersten Wärmekameras.

Die Temperaturverteilung auf Oberflächen (so genannte „Wärmebilder“) wurden 1840 von Herschel durch unterschiedliche Verdampfungsraten eines dünnen Ölfilms sichtbar gemacht. Später ermittelte man die Temperatur durch unmittelbaren Kontakt mit ausgedrücktem Thermopapier, das sich bei Berührung mit ausreichend warmen Oberflächen verfärbt. Alle diese Verfahren haben sehr an Bedeutung verloren, weil sie nur in einem eng begrenzten Temperaturbereich funktionieren, weder zeitliche Änderungen noch geringe Temperaturunterschiede anzeigen und bei gekrümmten Oberflächen schwierig zu handhaben sind. Im Vergleich zur heute allgemein verwendeten kontaktlosen Technik waren sie aber erheblich billiger.

Der Durchbruch in der Entwicklung der kontaktlosen Temperaturmessung gelang Samuel Pierpont Langley im Jahr 1880 mit der Erfindung des Bolometers. Einsatzbereiche waren unter anderem Aufspüren von Eisbergen und verborgener Personen. Die weitere Entwicklung vor allem auf dem Gebiet der Bildgebung erfolgte meist im Geheimen und Forschungsberichte durften wegen militärischer Geheimhaltungsvorschriften erst nach 1950 veröffentlicht werden. Seit etwa 1960 sind die Geräte auch für nichtmilitärische Zwecke erhältlich.

Die Technik der Bildgebung hat sich in der allgemeinen Verwendung inzwischen grundlegend geändert. Eine Wärmebildkamera wandelt heutzutage die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung (Infrarotlicht) eines Objektes oder Körpers auch aus größerer Entfernung mit Hilfe von Spezialsensoren in elektrische Signale um, die durch Computer leicht verarbeitet werden können. Dadurch ist der Temperaturmessbereich (Dynamikumfang) deutlich ausgeweitet worden, zudem lassen sich winzige Temperaturunterschiede feststellen. Heutzutage wird Thermografie meist als Synonym für die Infrarotthermografie verwendet.

Prinzip


Jeder Körper mit einer Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunktes sendet Wärmestrahlung aus. Im Idealfall (Emissionsgrad \({\displaystyle \varepsilon =1}\)) entspricht das Spektrum der ausgesandten Strahlung dem eines Schwarzen Strahlers, bei realen Oberflächen weicht es ab (siehe dazu Emissizität). Bei polierten Metallflächen sinkt \({\displaystyle \varepsilon }\) im IR-Bereich auf Werte unter 0,1. Bei üblichen Baumaterialien gilt \({\displaystyle \varepsilon \approx 0{,}9}\).

Mit steigender Temperatur verschiebt sich das ausgesandte Spektrum zu kürzeren Wellenlängen (Wiensches Verschiebungsgesetz).

Die Thermographie wird bevorzugt im infraroten Bereich eingesetzt, also bei Objekttemperaturen um 300 K, die im Bereich der gewöhnlichen Umgebungstemperaturen um 20 °C liegen. Damit die Messungen an weiter entfernt liegenden Objekten nur wenig durch die zwischen Objekt und Kamera liegenden Atmosphäre verfälscht werden, arbeiten die Kameras in der Regel in eingeschränkten Wellenlängenbereichen, in denen die Atmosphäre kaum Eigenstrahlung emittiert (und absorbiert). Ein solches „Fenster“ liegt beispielsweise im Bereich von etwa 8 bis 14 µm (siehe atmosphärische Gegenstrahlung / atmosphärisches Fenster).

Drei Wärmeleistungen tragen zum Ergebnis bei:

Alle drei Anteile werden beim Durchlaufen der Luft geschwächt, für Entfernungen um zwei Meter kann man mit einem Transmissionsgrad von \({\displaystyle \tau \approx 0{,}9}\) rechnen.

Die gesamte empfangene Leistung berechnet sich zu

\({\displaystyle P_{\text{Gesamt}}=\varepsilon \tau P_{\text{Objekt}}+(1-\varepsilon )\tau P_{\text{Umgebung}}+(1-\tau )P_{\text{Luft}}}\)

Streustrahlung von Sonnenlicht und heißer, seitlicher Strahler sind bei sorgfältiger Messung am leichtesten zu vermeiden. Problematisch ist aber die Strahlungsleistung der Luftmasse zwischen Objekt und Sensor, wenn der Abstand zunimmt. Deshalb sind erdgebundene Infrarotteleskope nur für die Beobachtung der relativ nahen Sonne brauchbar. Weiter entfernte Objekte lassen sich nur erkennen, wenn die Dicke der Luftschicht (wie beim Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie) stark verringert oder (wie bei Wide-Field Infrared Survey Explorer und Spitzer-Weltraumteleskop) ganz ausgeschaltet wird.

Mögliche Messfehler


Reale Flächen emittieren weniger Strahlung als ein Schwarzer Strahler. Das Verhältnis liegt immer zwischen Null und eins und heißt Emissionsgrad. Es ist vom Material, der Oberflächenbeschaffenheit, jedoch kaum von der Temperatur abhängig und für polierte Metallflächen besonders klein. Ein Beispiel illustriert die damit verbundene Problematik: Eine stark verrostete Eisenplatte einheitlicher Temperatur 30 °C = 303 K wird streifenweise poliert, das ergibt wegen der stark unterschiedlichen Emissionsgrade einen „Lattenzauneffekt“ starker und schwacher IR-Strahlung. Aus dem Stefan-Boltzmann-Gesetz

\({\displaystyle P=\varepsilon (T)\cdot \sigma \cdot A\cdot T^{4}}\)

folgt für die abgestrahlte Leistung pro Flächeneinheit

\({\displaystyle {\frac {P_{\text{poliert}}}{P_{\text{verrostet}}}}={\frac {0{,}05}{0{,}85}}=0{,}059}\)

Die Wärmebildkamera wertet nur die empfangenen Leistungen der unterschiedlichen Bereiche aus, wodurch sich ein Verhältnis der absoluten Temperaturen von

\({\displaystyle {\frac {T_{\text{poliert}}}{T_{\text{verrostet}}}}={\sqrt[{4}]{0{,}059}}=0{,}49}\)

errechnet. Wird die Wärmebildkamera so eingestellt, dass der verrosteten Oberfläche 303 K, also ungefähr 30 °C, zugeordnet wird, sollte sie den polierten Streifen die absolute Temperatur 149 K zuordnen, das entspricht −124 °C. Tatsächlich wird wohl eine deutlich höhere Temperatur angezeigt werden, weil unerwünschte IR-Strahlung aus der Umgebung an der reflektierenden Oberfläche „eingeblendet“ wird.

An jeder Wärmebildkamera lässt sich der vermutete Emissionsfaktor vorwählen. Würde man diesen so einstellen, dass die Temperatur der polierten Flächen mit der Wirklichkeit übereinstimmt, würde dieses Messgerät von den verrosteten Stellen so viel mehr Strahlungsleistung registrieren, dass es eine Temperatur von 342 °C = 615 K errechnen würde. Strahlungsmessungen sind also mit Vorsicht zu betrachten. Muss die Temperatur blanker Metalloberflächen bestimmt werden, empfehlen Messgerätehersteller, eine ausreichend große Fläche zu lackieren oder mit Klebeband abzudecken.

Der Einfluss der Temperatur auf den Emissionsgrad kann bei Messungen im Temperaturbereich von 0 °C bis 100 °C in den meisten Fällen vernachlässigt werden.

Viele Nichtmetalle besitzen im mittleren Infrarot einen Emissionsgrad nahe eins. Beispiele sind Glas, mineralische Stoffe, Farben und Lacke beliebiger Farbe, Eloxalschichten beliebiger Farbe, Plastwerkstoffe (außer Polyethylen; siehe nebenstehende Bilder), Holz und andere Baustoffe, Wasser und Eis. Dadurch wird die Temperaturmessung weniger fehlerhaft.

Die Temperatur von Oberflächen mit geringem Emissionsgrad dagegen wie die von Metallen lässt sich mit Thermografie oft nicht verlässlich bestimmen.

Verfahrensvarianten


Passive Thermografie

Bei der passiven Thermografie wird die durch die Umgebung oder den Prozess bedingte Temperaturverteilung der Oberfläche erfasst. Dies wird beispielsweise in der Bautechnik zum Auffinden von Wärmebrücken oder an technischen Geräten im Betrieb genutzt, um Verlustwärmequellen und Defekte zu erkennen. Eine weitere Anwendung ist z. B. die indirekte Prozessüberwachung beim Spritzgießen, indem der Abfluss der durch die Schmelze eingetragenen Wärme am entformten Bauteil beobachtet und zur Prüfung und Nachregelung von Prozessparametern genutzt wird.[1][2] Bedingt durch die unterschiedlichen Abkühlgeschwindigkeiten oberflächennaher und -ferner Bereiche ergeben sich Wärmeströme innerhalb des Bauteils. Innenliegende Strukturen wie unbeabsichtigte Fehlstellen können dabei wie eine thermische Barriere wirken, sodass sich dies durch eine veränderte Temperaturverteilung an der Oberfläche äußert.

Aktive Thermografie

Aktive Thermografie dient dazu, verborgene Strukturen bzw. Strukturfehler zu entdecken, die sich durch einen lokal veränderten Wärmefluss aufgrund abweichender Wärmeleitfähigkeit zeigen. Hierzu muss das zu prüfende Bauteil thermisch angeregt werden, um einen Wärmefluss im Objekt zu erzeugen (DIN 54190-1). Es wird periodische Anregung, z. B. bei der Lock-in-Thermografie, und einmalige Anregung angewendet (Impuls-Thermografie). unterschieden.

Inhomogenitäten beeinflussen den Wärmeabfluss in das Bauteilinnere (Anregung und Kamera auf der gleichen Seite, sogenannte Reflexionsanordnung) oder durch das Bauteil hindurch (Anregung von hinten, also transmissiv, z. B. bei beidseitig zugänglichen Wandungen, Gehäusen, Karosserieteilen anwendbar) und führen dadurch zu lokalen Temperaturunterschieden an der Oberfläche.

Die thermische Anregung kann folgendermaßen erfolgen:[3][4]

Erfahrungsgemäß gilt u. a. bei Kunststoffen, dass lediglich Fehler erkannt werden können, deren Tiefe im Bauteil maximal ihrer auf die Oberfläche projizierten Ausdehnung entspricht.[5]

Bei der Lock-in-Thermografie erfolgt die Anregung intensitätsmoduliert und periodisch. Die Lock-in-Thermografie ist frequenzselektiv, d. h., sie spricht nur auf Temperaturänderungen bei der spezifischen Anregungsfrequenz an. Das durch eine pixelweise diskrete Fourieranalyse erhaltene Phasenbild zeigt daher im Gegensatz zum Amplitudenbild unabhängig von der Ausleuchtungsqualität und dem Emissionsgrad die thermischen Strukturen unterhalb der Oberfläche. Die Eindringtiefe hängt primär von der Modulationsfrequenz und der Temperaturleitfähigkeit ab. Je geringer die Anregungsfrequenz ist, desto höher sind die Eindringtiefe und auch die erforderliche Messzeit.

Die aktive Thermografie eignet sich besonders zur berührungslosen Untersuchung von homogenen großflächigen und dünnwandigen Bauteilen einfacher Geometrie. Bei Kunststoffen ist die Anwendung meist auf geringe Wandstärken im Millimeterbereich beschränkt. Thermografie kann vor allem oberflächennahe dreidimensionale Fehler darstellen, aber auch flächige Fehler wie Delaminationen, fehlende Anbindung bei Schweißnähten oder das Fehlen von Faserlagen erfassen. Selbst das Fehlen einzelner Rovings in Faserverbundbauteilen wie Rotorblättern von Windturbinen kann erfasst werden.

Bei der aktiven Thermografie im KFZ-Bereich handelt es sich um ein berührungsloses und zerstörungsfreies Verfahren, mit dem das Ergebnis in Form eines reproduzierbaren Bildes dargestellt wird. Anders als bei herkömmlichen Lackschichtdickenmessungen, mit der nur punktuelle Messwerte in Form von Zahlenwerten ermittelt werden, werden bei der aktiven Thermografie nicht nur punktuelle Teilbereiche des Fahrzeuges, sondern gleich die komplette Fahrzeugflanke erfasst. Mit dem Fahrzeugscanner können Fahrzeugkarosserien aus Stahlblech, Aluminium, GFK, CFK und sogar folierte Fahrzeuge geprüft werden.[6]

Thermografie zur Erkennung von Sportverletzungen

Seit 2010 wird die Thermografie auch im Sport verwendet. Zunächst wurde hiermit nach Verletzungen/Störungen bei Rennpferden gesucht, die man ja nicht fragen konnte, wo es weh tut.[7] Inzwischen wird sie systematisch bei Sportlern angewendet.[8] Im Fußball dient es nach Training und Wettkampf zur Früherkennung von Prellungen und hat sich bewährt. Hierbei werden thermografische Aufnahmen von beiden Beinen gemacht. Temperaturunterschiede von mehr als 0,4 Grad an derselben Stelle recht/links gelten als auffällig und erfordern demnach eine sportmedizinische Überprüfung.[9] Inzwischen hat man sich auch international auf einheitliche Standards für den Sport verständigt, um die thermografischen Aufnahmen nach den gleichen Prinzipien zu erstellen und so vergleichen zu können.

Vor- und Nachteile

Nachteilig sind sowie die Kosten und Gefahren der Anregungsquelle. So sind die für die optische Anregung verwendeten Lichtquellen potentiell augengefährlich. Magnetfelder bei der induktiven Anregung sind teilweise höher als die Vorsorgegrenzwerte. Die mit der Tiefe schnell sinkende Auflösung ist ein Nachteil gegenüber anderen bildgebenden Verfahren.

Die Vorteile der Materialprüfung mittels aktiver Thermografie ergeben sich aus den speziellen Anwendungsfällen. So ist es möglich – im Gegensatz zur Röntgenprüfung – ohne ionisierende Strahlung zu arbeiten. Es sind einseitig zugängliche Flächen prüfbar. Es können z. B. auch mittels Bildauswertung große Flächen in einem Schritt geprüft werden.

Bilderzeugung


Zur Bilderzeugung im mittleren Infrarot werden kalibrierte Wärmebildkameras verwendet.

Aufgebaut ist eine Wärmebildkamera im Prinzip wie eine normale elektronische Kamera für sichtbares Licht, die Sensoren unterscheiden sich aber in Aufbau und Funktionsweise je nach zu detektierender Wellenlänge. Es ist nicht möglich, mit herkömmlichen Filmen solch langwellige Strahlung aufzunehmen.

Durch ein Objektiv wird ein Bild auf einen elektronischen Bildsensor projiziert. Kameras für den Wellenlängenbereich von 8 bis 14 µm verwenden Objektive aus einkristallinem Germanium oder Zinkselenid. Auch einkristallines Natriumchlorid wäre geeignet, ist aber feuchteempfindlich.

Als elektronische Bildsensoren werden oft tief gekühlte Fotohalbleiter verwendet, Mikrobolometerarrays, Thermopilearrays oder pyroelektrische Sensoren müssen hingegen nicht zwingend gekühlt werden.

Die photoelektrisch arbeitenden Detektoren werden oft auf Temperaturen um 77 K (flüssiger Stickstoff) gekühlt, damit die Sensoren überhaupt als Fotoempfänger arbeiten können. Die thermische Empfindlichkeit (Temperaturauflösung) des Thermografiesystems lässt sich gegenüber ungekühlten Systemen entscheidend erhöhen. Auch ungekühlte Infrarot-Sensoren werden oft thermoelektrisch thermostatiert, um Signaldrift der Empfänger-Elemente zu verringern. Solche Geräte sind deutlich kleiner und kostengünstiger als tief gekühlte Systeme. Sie liefern aber ein vergleichsweise schlechteres Ergebnis.

Die Detektorzelle eines Mikrobolometerarrays besteht aus einer nur wenige Mikrometer dicken, absorbierenden Scheibe, welche durch zwei gebogene Kontakte gehalten wird (sogenannte Mikrobridges). Die Scheiben bestehen aus einem Material mit einem stark temperaturabhängigen Widerstand (zum Beispiel Vanadiumoxid). Die absorbierte Infrarotstrahlung führt zu einer Temperaturerhöhung des Scheibchens, was wiederum den Widerstand ändert. Der gemessene Spannungsabfall wird als Messsignal ausgegeben.

Pyroelektrische Sensoren liefern dagegen nur bei Temperaturänderung eine Spannung mit sehr hoher Quellimpedanz.

Pyrometrische Sensoren benötigen einen mechanischen Chopper, Mikrobolometerarrays zumindest eine periodische Abschattung des Bildsensors. Der Grund ist bei pyrometrischen Sensoren, dass diese nur auf Temperaturänderungen reagieren können. Bei Bolometerarrays dient der Chopper oder shutter dazu, ein Dunkelbild zu gewinnen, welches als sensorspezifische Referenz (jedes Pixel besitzt einen individuell unterschiedlichen Widerstand) vom aufgenommenen Bild Pixel für Pixel abgezogen wird.

Normen für die Thermografische Prüfung


Deutsches Institut für Normung (DIN)
International Organization for Standardization (ISO)

Siehe auch


Literatur


Weiterführende Literatur


Allgemein

Ultraschall-Anregung

Induktive Anregung

Puls-Phasen-Thermografie

Weblinks


Commons: Thermografie  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. G. Schwalme: A process for the production of plastic moldings. Patent, Nr. DE 102010042759 B4, 21. Oktober 2010.
  2. W. Roth, G. Schwalme, M. Bastian: Thermischer Fingerabdruck – Prozesskontrolle und -regelung auf Basis der Inline-Thermografie. In: Plastverarbeiter. 04, 2012, S. 36.
  3. T. Hochrein, G. Schober, E. Kraus, P. Heidemeyer, M. Bastian: Ich sehe was, was du nicht siehst. In: Kunststoffe. 10, 2013, S. 70.
  4. G. Schober, T. Hochrein, P. Heidemeyer, M. Bastian u. a.: Sicherer Genuss – Detektion nichtmetallischer Fremdstoffe in Lebensmitteln. In: LVT Lebensmittel Industrie. 1/2, 2014, S. 20.
  5. S. Neuhäusler, G. Zenzinger, T. Krell, V. Carl: Optimierung der Impuls-Thermografie-Prüftechnik durch Laserscans und Blitzsequenzen. DGZfP-Berichtsband 86, Thermografie-Kolloquium, Stuttgart, 25. September 2003.
  6. Fahrzeug-Thermografie - Verdeckte Unfallschäden erkennen (Erläuterung mit Video). svs-gutachten.de, 29. Dezember 2019, abgerufen am 29. Dezember 2019.
  7. Soroko, M. & Howel, K. (2018), Infrared thermography: current applications in equine medicine, J. Equ. Vet. Sci., 60(1), 9096
  8. Hildebrandt, C., Raschner, C. & Ammer, K. (2010), An overview of recent application of medical infrared thermography in sports medicine in Austria, Sensors, 10(5), 4700–4715
  9. Arnd Krüger: Thermografie zur Prophylaxe. Leistungssport 49(2019), 3, 32–33








Kategorien: Temperaturmessung | Bildgebendes Verfahren | Werkstoffprüfung








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