Strahlenschutzverordnung (Deutschland) - de.LinkFang.org

Strahlenschutzverordnung (Deutschland)


Basisdaten
Titel: Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung
Kurztitel: Strahlenschutzverordnung
Früherer Titel: Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen
Abkürzung: StrlSchV
Art: Bundesrechtsverordnung
Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland
Erlassen aufgrund von: überw. StrlSchG
Rechtsmaterie: Wirtschaftsverwaltungsrecht, Umweltrecht
Fundstellennachweis: 751-24-2
Ursprüngliche Fassung vom: 24. Juni 1960
(BGBl. 1960 I S. 430 )
Inkrafttreten am: 1. September 1960
Letzte Neufassung vom: 29. November 2018
(BGBl. I S. 2034, 2036 )
Inkrafttreten der
Neufassung am:
überw. 31. Dezember 2018
Letzte Änderung durch: Art. 1 VO vom 20. November 2020
(BGBl. I S. 2502 )
Inkrafttreten der
letzten Änderung:
27. November 2020
(Art. 2 VO vom 20. November 2020)
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Die Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) ist eine Rechtsverordnung im Rahmen des deutschen Atom- und Strahlenschutzrechts. Wichtigste formell-gesetzliche Grundlage ist das Strahlenschutzgesetz (StrlSchG). Sachlich betrifft die Verordnung den Schutz vor ionisierenden Strahlen und damit den Umgang mit radioaktiven Stoffen und den Betrieb von Einrichtungen, die ionisierende Strahlen erzeugen, z. B. Röntgeneinrichtungen.

Inhaltsverzeichnis

Historie


Die StrlSchV stammt ursprünglich aus dem Jahr 1960 und wurde zuletzt am 29. November 2018 im Zuge einer umfassenden Modernisierung des deutschen Strahlenschutzrechts[1], die maßgeblich auf der Richtlinie 2013/59/Euratom beruht[2], neu gefasst. Dabei hat sie auch Regelungen der Röntgenverordnung, die zugleich aufgehoben wurde, übernommen. Die neue Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) gilt seit dem 31. Dezember 2018 in Kombination mit dem Strahlenschutzgesetz (StrlSchG). Beide bauen auf der EURATOM-Richtlinie 2013/59 in der Fassung vom 17. Januar 2014 auf.[3]

Die Verordnung macht eine Vielzahl der vom StrlSchG vorgegebenen Grundsätze vollzugsfähig. Das betrifft Strahlenschutzgrundsätze, Genehmigungs- und Anzeigetatbestände, Grenz- und Referenzwerte, Zuständigkeiten sowie Aufsichts- und Verwaltungsverfahren. Darüber hinaus regelt die Verordnung spezifische, konkretisierende materielle Aspekte.[4]

Inhalt


Die StrlSchV trifft Maßgaben zum Strahlenschutz bei

In Anlagen 1–19 werden technische Details spezifiziert.

Zu geplanten Expositionssituationen enthält die StrlSchV Vorgaben zum beruflichen und medizinischen Strahlenschutz sowie zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt. Diese betreffen u. a.

Bzgl. Notfallexpositionssituationen ergänzt die StrlSchV Regelungen des StrlSchG zum radiologischen Notfallmanagement insbesondere hinsichtlich des Strahlenschutzes von Einsatzkräften.

Zu bestehenden Expositionssituationen enthält die StrlSchV u. a.

Übergreifend enthält die StrlSchV Bestimmungen insbesondere zu

In den Schlussbestimmungen werden Ordnungswidrigkeiten im Rahmen des Strahlenschutzes aufgezählt und die Übergangsvorschriften genannt.

Anlage 18 zu den Dosis- und Messgrößen enthält detaillierte Vorgaben zur Messung und der Berechnung von Strahlungsdosen sowie die zu verwendenden Gewebe- & Strahlungs-Wichtungsfaktoren und Qualitätsfaktoren.

Siehe auch


Weblinks


Einzelnachweise


  1. Verordnung zur weiteren Modernisierung des Strahlenschutzrechts vom 29.11.2018 BGBl. I S. 2034
  2. Richtlinie 2013/59/Euratom des Rates vom 5. Dezember 2013 zur Festlegung grundlegender Sicherheitsnormen für den Schutz vor den Gefahren einer Exposition gegenüber ionisierender Strahlung
  3. Michael Walz, Michael Wucherer, Reinhard Loose: Was bringt die neue Strahlenschutzverordnung? In: Der Radiologe. 26. Februar 2019, ISSN 1432-2102 , doi:10.1007/s00117-019-0508-7 .
  4. BR-Drs. 423/18 Verordnung zur weiteren Modernisierung des Strahlenschutzrechts









Kategorien: Rechtsquelle (Deutschland) | Atom- und Strahlenschutzrecht (Deutschland) | Medizinrecht (Deutschland) | Veterinärrecht (Deutschland) | Rechtsquelle (20. Jahrhundert) | Strahlenschutz | Katastrophenschutz (Deutschland)




Stand der Informationen: 19.12.2020 07:38:29 CET

Quelle: Wikipedia (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.

Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.