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Stefan Arend




Stefan Arend (* 18. März 1963 in Hofgeismar, Hessen) ist ein deutscher Sozialmanager, Unternehmensvorstand und Publizist in München.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und beruflicher Werdegang


Arend ist ausgebildeter Journalist, promovierter Germanist (Dr. phil.) und Historiker. Nach einem Managementstudium (Master of Arts – M.A.) ist er seit mehr als 25 Jahren in verantwortlichen Positionen in der Gesundheitswirtschaft mit Fragen der Entwicklung und dem Betrieb von Wohn- und Pflegeimmobilien vor allem für Senioren beschäftigt.

Seit 2008 ist Stefan Arend Mitglied im zweiköpfigen Vorstand von KWA Kuratorium Wohnen im Alter gAG in Unterhaching im Landkreis München. Zuvor leitete er über viele Jahre als Geschäftsführer die Unternehmensgruppe Mediana in Fulda, ein regionaler Träger von Wohn- und Pflegeheimen.

Konzepte und Engagement für eine Gesellschaft des langen Lebens


Arend befasst sich seit Anfang der 1990er-Jahre intensiv mit den vielschichtigen Fragestellungen des demografischen Wandels und einer Gesellschaft des langen Lebens. Seine Konzepte und Projekte erlangen immer wieder große Aufmerksamkeit und Beachtung. Er gehört zu den Pionieren der vollstationären Hausgemeinschaften in Deutschland und legte 2005 ein erstes Standardwerk zu dieser neuen Wohn- und Betreuungsform für pflegebedürftige Menschen vor. Er entwickelte und realisierte ein Mehrgenerationenquartier mit ambulant betreuten Wohngruppen sowie ein Fachpflegezentrum für Schädel-Hirn-Verletzte und Menschen im Wachkoma. Zurzeit befasst er sich mit der Weiterentwicklung des Wohnstifts als ein Produkt für die Wohn- und Lebensgestaltung im Alter. Daneben gilt seine Aufmerksamkeit unter anderem dem Themenkomplex „Technik und Pflege - Unterstützungsmöglichkeiten von Pflegenden“[1] sowie der Personalentwicklung in der Pflege. Dies spiegelt sich unter anderem in den beiden Publikationen "Wer pflegt Deutschland?"[2] und "Arbeitsplatz Langzeitpflege"[3] wider.

Arend veröffentlichte rund 100 Beiträge zu neuen Wohn- und Pflegeformen sowie zum Marketing sozialer Dienstleistungen. Daneben beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit den Themenkomplexen Sprache der Pflege und Kommunikation in der Altenpflege.

Kulturhistorische und sprachwissenschaftliche Studien


Auch seine kulturhistorischen und sprachwissenschaftlichen Forschungen fanden Anerkennung und vielfache Beachtung in der Presse und Fachwelt. Er veröffentlichte zahlreiche Untersuchungen zur gesprochenen Sprache in Hessen, forschte zu den Mundartveröffentlichungen von Jacob Grimm,[4] und war Gründer des Tonarchivs osthessischer Mundarten (ToM). Zudem publizierte er einen Nachdruck der ersten Sprachkarte des Deutschen von Karl Bernhardi aus dem Jahre 1843. Das Wörterverzeichnis der Mundart von Rotenburg (Fulda) des Pfarrers Friedrich Lucae aus dem Jahre 1700 identifizierte Arend als das bisher älteste bekannte Dokument einer hessischen Mundart.

Seine medizinhistorischen Forschungen fanden Niederschlag in einer Edition eines Operationsberichts im Fuldaer Landkrankenhaus im Jahre 1835 sowie mit biografischen Abhandlungen zum Mediziner Vinzenz Adelmann (1780–1850).[5]

2001 gründete Arend das Archiv Goldenagers,[6] das sich mit der öffentlichen Wahrnehmung von Alter und Altern befasst. Vorläufer war eine Materialsammlung auf Papier seit Beginn der 1990er Jahre. Goldenagers sammelt und archiviert Darstellungen aus der Werbung, die Senioren zeigen, bzw. Veröffentlichungen, bei denen Senioren als Werbebotschafter verwendet werden. Goldenager lässt daher Aussagen zum öffentlichen beziehungsweise veröffentlichten Bild älterer und alter Menschen zu und dient daher immer wieder auch als Materialbasis für weitergehende wissenschaftliche Untersuchungen. Seit 2012 befasst sich Arend auch mit der Darstellung von Alter und Altern in Film und Fernsehen.

Ehrenämter


Arend ist Mitglied des Zentralbeirats der Bank für Sozialwirtschaft (BfS) und war Mitglied im Beirat des Masterstudiengangs Soziale Arbeit an der Fachhochschule Erfurt. Zudem engagiert er sich in der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) sowie weiteren historischen und sozialpolitischen Vereinigungen und Verbänden. Seit 1977 ist er Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes. Viele Jahre wirkte er zudem in verschiedenen Gremien der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Evangelischen Kirche und war Mitglied der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Fulda.

Intensiv befasste sich Arend mit der Beschäftigung von älteren Menschen und war Unterstützer der Initiative 50plus des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dafür wurde er 2007 vom Ministerium ausgezeichnet[7].

Ehrungen und Auszeichnungen


Schriften


Wohn- und Pflegeformen im Alter

Sprache und Pflege

Sprache, Sprachforschung und Geschichte

Weblinks


Einzelnachweise


  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 6. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. https://www.seniorenportal.de/freizeit/lifestyle-und-freizeit/leseecke/rezension-wer-pflegt-deutschland
  3. https://www.kwa.de/unternehmen/unternehmensmeldungen/kwa-meldung/datum/2018/04/27/was-wir-gegen-den-pflegenotstand-tun-koennen
  4. http://www.vhghessen.de/mhg/1992_nf24/1992_1_011.htm
  5. Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa) vom 22. Juli 1991 – lhe 024, Hsn 230 4 vm 140
  6. http://www.bpb.de/veranstaltungen/dokumentation/163912/dr-stefan-arend
  7. http://www.perspektive50plus.de/unternehmen_mit_weitblick/2007/unternehmen_mit_weitblick_2007/unternehmen_2007/mediana_unternehmensgruppe/ (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. http://www.fuldaerzeitung.de/nachrichten/fulda-und-region/Fulda-Arbeit-Berlin-Soziales-Reaktionen-Thema-Unternehmen-Neuer-Gesellschaft-Bundesregierung-Damen-Frauen-Integration-Euro-Hauptstadt;art25,109651 (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. http://www.zissel.de/index.php?id=34
  9. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 19. Juni 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. fuldaerzeitung.de  (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  11. fuldaerzeitung.de  (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  12. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 10. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.



Kategorien: Germanist | Unternehmer (20. Jahrhundert) | Publizist | Deutscher | Geboren 1963 | Mann



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Stand der Informationen: 06.05.2020 09:52:28 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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