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Stahnsdorf

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stahnsdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stahnsdorf hervorgehoben

Koordinaten: 52° 24′ N, 13° 13′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Höhe: 44 m ü. NHN
Fläche: 49,47 km2
Einwohner: 15.243 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 308 Einwohner je km2
Postleitzahl: 14532
Vorwahl: 03329
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 604
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Annastraße 3
14532 Stahnsdorf
Website: www.stahnsdorf.de
Bürgermeister: Bernd Albers (Bürger für Bürger)
Lage der Gemeinde Stahnsdorf im Landkreis Potsdam-Mittelmark

Stahnsdorf ist eine amtsfreie Gemeinde mit gut 15.000 Einwohnern im Landkreis Potsdam-Mittelmark (Brandenburg). Die heutige Großgemeinde Stahnsdorf entstand 2001 durch die Eingliederung von vier vorher selbstständigen Gemeinden, deren Gebiet sich mit dem des Amtsgebietes von 1992 bis 2001 deckt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Stahnsdorf liegt westlich von Teltow, südlich von Kleinmachnow und östlich von Potsdam. Der Ort wird im Norden vom Teltowkanal begrenzt. Das Gemeindegebiet grenzt im Norden an die Gemeinde Kleinmachnow, im Osten an die Stadt Teltow und die Gemeinde Großbeeren, im Südosten und Süden an die Stadt Ludwigsfelde, im Südwesten an die Gemeinde Nuthetal und im Westen und Nordwesten an die Landeshauptstadt Potsdam und auf sehr kleiner Strecke auch an Berlin-Wannsee. Der Ort befindet sich auf dem Teltow, einer vor rund 20.000 Jahren entstandenen eiszeitlichen Hochfläche.

Gemeindegliederung


Die Gemeinde gliedert sich nach ihrer Hauptsatzung[2] in folgende Ortsteile:

Hinzu kommen die Wohnplätze Ausbau, Kienwerder, Marggraffshof und Neubauernsiedlung.[4]

Geschichte


Stahnsdorf wurde erstmals im Jahr 1264 urkundlich erwähnt, als ein Magister Petrus de Stanesdorp von Markgraf Otto III. bei der Beurkundung eines Kaufes des Domkapitels zu Brandenburg als Zeuge benannt wurde. Im Jahr 1435 übernahm das Geschlecht der Hakes zu Machnow die Grundherrschaft über Stahnsdorf als Lehensträger des Bischofs.

Der Ort bestand ursprünglich nur aus dem alten Dorfkern an einer damals wichtigen Verbindungsstraße, die von Sachsen über Güterfelde und Stahnsdorf zum Bäkeübergang bei Kleinmachnow und weiter nach Spandau führte. Mit dem Bau des Teltowkanals Anfang des 20. Jahrhunderts, der Eröffnung des Südwestkirchhofs im April 1909, des Wilmersdorfer Waldfriedhofs und des Friedenauer Waldfriedhofs 1913 und der Eröffnung der S-Bahnstrecke von Berlin-Wannsee im Juni 1913 begann die Erschließung als Berliner Vorort. In den folgenden Jahrzehnten entstand der heutige Ort durch die Entwicklung von Eigenheimsiedlungen, die Anbindung an Berlin-Lichterfelde durch eine Straßenbahnverbindung und den Bau einer Siedlung für Arbeiter der Boschwerke in Kleinmachnow. 1931 wurde das Klärwerk Stahnsdorf in Betrieb genommen, wo Abwässer aus dem Süden Berlins geklärt wurden und eine der ersten Anlagen zur Biogaserzeugung entstand. Seit 1935 war Stahnsdorf Standort der Wehrmacht, nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1992 der sowjetischen/russischen Armee. Durch den Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Verbindungen zum angrenzenden Berlin durchtrennt. Zu Zeiten der DDR war Stahnsdorf wirtschaftlich vor allem durch das Halbleiterwerk als Großbetrieb und durch landwirtschaftliche Betriebe geprägt. Nach dem Fall der Mauer setzte eine erneute Entwicklung durch Zuzüge, Erschließung neuer Eigenheimsiedlungen und in den letzten Jahren durch Gewerbeansiedlungen, insbesondere im Bereich Green-Park, ein. Zum 31. Dezember 2001 entstand durch die Eingemeindung der Gemeinden Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf die heutige Großgemeinde Stahnsdorf.

Amt Stahnsdorf

Im Zuge der Ämterbildung in Brandenburg erteilte der Minister des Innern des Landes Brandenburg am 22. Oktober 1992 seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Stahnsdorf. Als Zeitpunkt für das Zustandekommen des Amtes wurde der 16. Oktober 1992 bestimmt.[5] Sitz des Amtes war die Gemeinde Stahnsdorf. Folgende Gemeinden im damaligen Kreis Potsdam-Land wurden dem Amt Stahnsdorf zugeordnet: Schenkenhorst, Sputendorf, Güterfelde und Stahnsdorf.[5] Mit der Eingliederung der Gemeinden Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf in die Gemeinde Stahnsdorf zum 31. Dezember 2001 wurde das Amt Stahnsdorf aufgelöst, die Großgemeinde Stahnsdorf wurde amtsfrei.[6]

Bevölkerungsentwicklung


Jahr Einwohner
1875 571
1890 613
1910 1 246
1925 1 462
1933 3 071
1939 5 408
1946 6 375
1950 6 467
Jahr Einwohner
1964 6 408
1971 6 478
1981 6 079
1985 5 934
1989 5 991
1990 5 811
1991 5 808
1992 5 814
1993 5 936
1994 6 642
Jahr Einwohner
1995 7 144
1996 7 540
1997 7 760
1998 8 339
1999 8 617
2000 8 885
2001 11 785
2002 12 216
2003 12 589
2004 12 977
Jahr Einwohner
2005 13 235
2006 13 488
2007 13 817
2008 13 984
2009 14 112
2010 14 210
2011 14 156
2012 14 245
2013 14 415
2014 14 800
Jahr Einwohner
2015 15 127
2016 15 240
2017 15 270
2018 15 243

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl:[7][8][9] Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik


Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung besteht aus 28 Gemeindevertretern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister.

Partei / Wählergruppe Sitze 2014[10] Sitze 2019[11]
Bürger für Bürger – die Stahnsdorfer 7 8
CDU 5 5
Bündnis 90/Die Grünen 2 4
SPD 3 3
AfD 1 2
Wir Vier 2 2
Die Linke 2 2
FDP 2
Insgesamt 22 28

Bürgermeister

Albers wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 1. Mai 2016 mit 58,5 % der gültigen Stimmen für weitere acht Jahre[13] in seinem Amt bestätigt.[14]

Wappen

Wappen von Stahnsdorf
Blasonierung: „Gespalten in Silber, vorn am Spalt ein halber goldbewehrter mit einem goldenen Kleestengel belegter roter Adler; hinten zwei voneinander getrennte rote Schräglinksbalken.“[15]

Das Wappen wurde am 3. Juni 2002 genehmigt.

Sehenswürdigkeiten und Kultur


In der Liste der Baudenkmale in Stahnsdorf und in der Liste der Bodendenkmale in Stahnsdorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Bauwerke

Parks

Geschichtsdenkmale

Wirtschaft und Infrastruktur


Ansässige Unternehmen

Verkehr

Stahnsdorf liegt an den Landesstraßen L 40 (PotsdamKönigs Wusterhausen), L 76 (Potsdam–Mahlow) und L 77 zwischen der Berliner Stadtgrenze (Bezirk Steglitz-Zehlendorf) und Michendorf. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Kleinmachnow und Potsdam-Babelsberg an der A 115.

Zwischen 1913 und 1961 war die Gemeinde mit dem S-Bahnhof Stahnsdorf über die Friedhofsbahn mit dem Berliner S-Bahn-Netz verbunden. Eine Verlängerung der S-Bahn von Teltow nach Stahnsdorf ist seit den 1930er Jahren im Gespräch. Die dafür vorgesehene Trasse ist seitdem freigehalten worden. Es gibt Bestrebungen des Kreistages Potsdam-Mittelmark, diesen Plan endlich zu realisieren.[17]

Öffentliche Einrichtungen

Sport

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit Stahnsdorf verbundene Persönlichkeiten

Literatur


Weblinks


 Commons: Stahnsdorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. http://ratsinfo-online.net/stahnsdorf-bi/download/Satzungen/Hauptsatzung/20140619-Hauptsatzung-der-Gemeinde-Stahnsdorf.pdf (Link nicht abrufbar)
  3. Gerhard Schlimpert: Brandenburgisches Namenbuch Teil 3 Die Ortsnamen des Teltow. 368 S., Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1972.
  4. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Stahnsdorf
  5. a b Bildung des Amtes Stahnsdorf. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 22. Oktober 1992. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 91, 30. November 1992, S. 2067.
  6. Eingliederung der Gemeinden Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf in die Gemeinde Stahnsdorf. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 25. September 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 44, Potsdam, den 30. Oktober 2001, S. 695 PDF
  7. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Potsdam-Mittelmark . S. 26–29
  8. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden , Tabelle 7
  9. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  10. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014. Abgerufen am 25. Juli 2019.
  11. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019. Abgerufen am 25. Juli 2019.
  12. Bernd Albers ist Bürgermeister. In: Potsdamer Neueste Nachrichten, 23. Juni 2008
  13. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
  14. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 1. Mai 2016
  15. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  16. Stahnsdorf schmückt sich mit frecher Göre. Abgerufen am 6. Juli 2018.
  17. Kreistag will S-Bahn nach Stahnsdorf. In: Potsdamer Neueste Nachrichten, 8. September 2015
  18. Offizieller Internetauftritt der Freiwilligen Feuerwehr Stahnsdorf (Memento des Originals vom 4. Oktober 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.



Kategorien: Stahnsdorf | Gemeinde in Brandenburg | Ort im Landkreis Potsdam-Mittelmark | Ersterwähnung 1264



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Stand der Informationen: 20.10.2019 04:30:33 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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