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Staatstheater Braunschweig

Staatstheater Braunschweig
Westfassade „Großes Haus“ des Staatstheaters mit Cimiotti-Brunnen, Oktober 2006
Lage
Adresse: Am Theater/Steinweg
Stadt: Braunschweig
Koordinaten: 52° 15′ 57″ N, 10° 31′ 54″ O Koordinaten: 52° 15′ 57″ N, 10° 31′ 54″ O
Architektur und Geschichte
Bauzeit: 1856–1861
Eröffnet am: 1. Oktober 1861
Zuschauer: 896 Plätze
Zuschauer unbestuhlt: 60 Plätze
Architekt: Carl Heinrich Wilhelm Wolf
Carl Friedrich Heinrich Ahlburg
Heinrich Seeling (Umbau 1902–1904)[1]
Internetpräsenz:
Website: Staatstheater Braunschweig

Das Staatstheater Braunschweig ist ein Fünfspartenhaus in Braunschweig. Es zeigt jährlich etwa 35 Premieren in den Sparten Schauspiel, Musiktheater (Oper, Operette, Musical), Tanz sowie in der Sparte Kinder- und Jugendtheater als Junges Staatstheater. Die fünfte Sparte bildet das Staatsorchester Braunschweig. Das Staatstheater Braunschweig besitzt drei Spielstätten: das Große Haus, das Kleine Haus sowie das Haus Drei. Seit 2003 wird im Sommer auf dem Braunschweiger Burgplatz eine Freilichtbühne mit rund 1.200 Sitzplätzen aufgebaut und bespielt. Im November 2017 wurde mit dem Aquarium im Oberen Foyer des Kleinen Hauses eine vierte Spielstätte eröffnet, die – mit einer Bar bestückt – experimentellere Formen des Theaters zeigt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Das heutige Staatstheater Braunschweig ist das älteste öffentliche Mehrspartentheater Deutschlands, seine Anfänge als Hoftheater reichen bis ins Jahr 1690 zurück. Herzog Anton Ulrich von Braunschweig begründete das Opernhaus am Hagenmarkt. Das Hoftheater war eine der ersten öffentlich zugänglichen Theaterbühnen im deutschsprachigen Raum und zunächst eine Spielstätte für Opern. Ab dem 18. Jahrhundert wurden auch Schauspiele aufgeführt, darunter zahlreiche Uraufführungen wie Emilia Galotti (1772) und Faust I (1829). Bis Anfang des 19. Jahrhunderts hatte der Theaterbetrieb kein festes Schauspielensemble, die Bühne des Hagenmarkt-Theaters wurde bis dahin von Wandertruppen bespielt, zu denen auch die Truppe von Friederike Caroline Neuber gehörte. 1818 wurde die Bühne zum Nationaltheater erhoben und erhielt eine stehende Bühne mit einem fest engagierten Ensemble. 1826 wurde das Theater jedoch wieder zum Herzoglichen Hoftheater heruntergestuft, da es den gehobenen Anforderungen an einen modernen Theaterbetrieb nicht mehr erfüllte, so dass mit einem Theaterneubau begonnen wurde. Das Opernhaus am Hagenmarkt wurde 1861 wegen Baufälligkeit geschlossen und 1864 abgerissen.[2]

Das Große Haus


Am 1. Oktober 1861 wurde nach fünfjähriger Bauzeit das Große Haus, die neue Spielstätte am Steinweg, feierlich eingeweiht. Mit dem Bau des Theaters wurde der Herzogliche Park in zwei Teile geteilt, den Theaterpark und den Museumpark. Während des Zweiten Weltkriegs wurden das Theater und die Kammerspiele im Grotrian-Steinweg-Saal bei der Bombardierung am 15. Oktober 1944 weitgehend zerstört. Das Große Haus wurde nach seiner durch Johann Daniel Thulesius geleiteten Wiederherstellung am 25. Dezember 1948 mit einer Vorstellung von Don Giovanni als eines der ersten deutschen Theater der Nachkriegszeit wiedereröffnet. Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen gab es in den Jahren 1970–1972, 1982–1983 und 1988–1989.[1][3]

Weitere Spielstätten


In den Kammerspielen in der Kant-Hochschule wurde vom 23. September 1945 bis zum 30. Juli 1949 gespielt. Am 16. Dezember 1949 wurde zunächst als Provisorium das Kleine Haus in der entfernteren Grünewaldstraße angesiedelt.[4] Das neue Kleine Haus (erbaut 1992 bis 1996 unter der Leitung des Architektenbüros Lindemann + Thamm) wurde im März 1996 schräg gegenüber dem Großen Haus am Magnitorwall eröffnet. Hier befindet sich seit der Spielzeit 2017/2018 auch die Spielstätte Aquarium, die das ehemalige U22 ersetzt.

Weitere Spielstätten sind die Stadthalle für Sinfoniekonzerte und das als Theaterspielplatz gegründete und seit August 2006 umbenannte Haus Drei im Magniviertel.

Technische Daten


Sonstiges


Intendanz seit 1925


Literatur


Theaterzeitschriften:

Weblinks


 Commons: Staatstheater Braunschweig  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. a b c Spielstätten auf staatstheater-braunschweig.de, abgerufen am 15. Mai 2013.
  2. Staatstheater mit Cimiotti-Brunnen auf braunschweig.de, abgerufen am 7. Oktober 2015
  3. Spielstätten. Abgerufen am 21. November 2018.
  4. Im selben Gebäudekomplex wie die Integrierte Gesamtschule Franzsches Feld.
  5. Über uns (Memento des Originals vom 13. Juli 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf theaterformen.de, abgerufen am 15. Mai 2013.
  6. a b Hans Peter Doll in der Stadtchronik Braunschweig 1999 (Online  (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven i Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
  7. Jürgen Flügge bei Theaterakademie Mannheim (Online (Memento des Originals vom 5. Januar 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)



Kategorien: Theatergebäude in Niedersachsen | Mehrspartentheater | Erbaut in den 1860er Jahren | Neorenaissancebauwerk in Braunschweig | Theater (Braunschweig) | Opernhaus (Deutschland)


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