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St. Kitts


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St. Kitts
St. Kitts und Nevis
Gewässer Karibisches Meer
Inselgruppe Inseln über dem Winde
Geographische Lage 17° 19′ N, 62° 45′ W
Fläche 169 km²
Höchste Erhebung Mount Liamuiga
1156 m
Einwohner 39.000
231 Einw./km²
Hauptort Basseterre

St. Kitts (englisch Saint Kitts) ist eine Insel in der Karibik. Sie ist auch noch unter ihrem früheren Namen Saint Christopher bekannt.

St. Kitts bildet zusammen mit der Insel Nevis den Inselstaat St. Kitts und Nevis.

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Die Insel liegt 2021 km südöstlich von Miami. Die Entfernung zu Sint Eustatius im Norden beträgt 13 km, nach Nevis im Süden 3 km. Während der letzten Eiszeit war der Meeresspiegel ca. 60 m niedriger und St. Kitts, Nevis, Sint Eustatius und Saba bildeten eine zusammenhängende Insel. Im Osten liegt der Inselstaat Antigua und Barbuda.

Die Landfläche beträgt 169 km² (max. Ausdehnung 30 × 10 km).

Auf St. Kitts liegen drei vulkanische Gebirgsketten: im Nordwesten die Mount-Misery-Bergkette, in der Mitte die Verchilds-Bergkette und im Südosten die Olivees-Bergkette. Der höchste Punkt ist mit 1156 m der ruhende Vulkan Mount Liamuiga, vormals Mount Misery genannt.

Die Hauptstadt des Inselstaats, Basseterre, befindet sich auf St. Kitts; Basseterre ist auch der Haupthafen.

Bevölkerung


Auf der Insel leben ca. 39.000 Menschen, die Mehrheit sind Nachfahren von afrikanischen Sklaven. Die Hauptsprache ist Englisch. Die Einwohner von St. Kitts nennen sich selbst Kittians.

Geschichte


Um 1300 erreichten die Kariben die Insel. Christoph Kolumbus war der erste Europäer, der die Insel erreichte. 1538 gründeten Hugenotten aus Dieppe die erste Europäersiedlung auf der Insel und nannten sie nach ihrer Heimatstadt Dieppe; diese Siedlung wurde schon nach kurzer Zeit durch die Spanier zerstört. 1623 errichteten die Engländer unter Captain Thomas Warner eine erste dauerhafte Siedlung, gefolgt von einer französischen Siedlung, die 1625 durch Pierre Belain d’Esnambuc angelegt wurde. 1626 planten die Kariben einen Überfall auf die Europäer, um sie zu vernichten oder von der Insel zu vertreiben. Die Europäer erfuhren von dem Plan und brachten ihrerseits alle Kariben um oder nahmen sie als Sklaven.

1629 wurde die Insel während des Englisch-Spanischen Krieges von 1625 bis 1630 von einem spanischen Geschwader unter Admiral Fadrique Álvarez de Toledo y Mendoza erobert und geplündert.[1] Die Engländer und Franzosen flüchteten – doch schon 1631 kehrten sie zurück.[2]

Im April 1666 eroberte die französische Flotte während des Zweiten Englisch-Niederländischen Krieges die Insel. Im Juni 1667 misslang ein englischer Versuch der Rückeroberung. Im Frieden von Breda erhielten die Engländer jedoch die Insel zurück.

1674 bildete St. Kitts gemeinsam mit Antigua, Nevis und Montserrat eine Konföderation englischer Inselkolonien mit gemeinsamen Abgeordnetenhaus unter dem Gouverneur William Stapleton.[3]

Engländer und Franzosen wechselten sich in der Folgezeit in der Herrschaft über St. Kitts ab, doch fiel sie im Frieden von Paris 1783 endgültig an Großbritannien.

Nevis wurde 1882 mit St. Kitts und Anguilla zu St. Christopher-Nevis-Anguilla vereinigt, welches 1967 den Status eines abhängigen britischen Gebietes mit voller innerer Autonomie erhielt. 1971 wurde Anguilla wieder abgetrennt; 1983 wurde St. Kitts und Nevis unabhängig.

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

In Basseterre befindet sich der Robert L. Bradshaw International Airport (ICAO-Code: TKPK), der nach dem Politiker Robert Bradshaw benannt wurde. Angeflogen wird der Flughafen regelmäßig von Fluglinien wie British Airways, American Airlines oder Delta Air Lines. Auch viele Kreuzfahrtschiffe besuchen den Hafen von Basseterre. Die um die gesamte Insel führende St. Kitts Scenic Railway ist eine heute als Museumseisenbahn genutzte ehemalige Zuckerrohrbahn.

Öffentliche Einrichtungen

In der Hauptstadt Basseterre befindet sich das 10.000 Personen fassende Warner Park Stadium. Im März 2007 fand dort der Cricket World Cup 2007 statt.

Weblinks


Wikivoyage: St. Kitts – Reiseführer

Einzelnachweise


  1. Recuperación de la isla de San Cristóbal , Museo del Prado, abgerufen am 28. März 2019.
  2. Christoph Rella: „Im Anfang war das Fort.“ Europäische Fortifizierungspolitik in Guinea und Westindien 1415–1815: Expansion – Fortifikation – Kolonisation. Dissertation, Wien 2008, S. 191 (online ).
  3. Hermann Wellenreuther: Niedergang und Aufstieg. Geschichte Nordamerikas vom Beginn der Besiedlung bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts. Lit, Münster 2004, S. 401.



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