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Silberbäume



Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zu den gleichnamigen baumförmigen Silbergebilden siehe Silberbaum (Chemie).
Silberbäume

Leucadendron discolor

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Ordnung: Silberbaumartige (Proteales)
Familie: Silberbaumgewächse (Proteaceae)
Unterfamilie: Proteoideae
Gattung: Silberbäume
Wissenschaftlicher Name
Leucadendron
R.Br.

Die Pflanzengattung der Silberbäume (Leucadendron), auch Schimmerbäume genannt, gehört zur Familie der Silberbaumgewächse (Proteaceae). Die etwa 84 Arten kommen nur in der Capensis vor.[1] Der Echte Silberbaum (Leucadendron argenteum) mit seinen weiß behaarten Blättern gab der Gattung ihren Namen Silberbäume.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung und Ökologie


Erscheinungsbild und Blätter

Silberbaum-Arten sind verholzende Pflanzen und wachsen als Sträucher oder Bäume. Die meisten Silberbaum-Arten stehen in dichten Beständen zusammen und während der Blütezeit prägen sie das Landschaftsbild.[2]

Die Silberbaum-Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die Exemplare beider Geschlechter sehen je nach Art wenig bis stark unterschiedlich aus (Geschlechtsdimorphismus).[2][1] Die männlichen Exemplare sind meist verzweigter und oft etwas größer als die weiblichen. Die Laubblätter sind einfach. An männlichen Exemplaren sind die Laubblätter oft kleiner.[3]

Blütenstände und Blüten

Den größten Schaueffekt bei Leucadendron während der Blütezeit besitzen die Laubblätter direkt unter den Blütenständen, die während dieser Zeit bei vielen Arten leuchtend gelb gefärbt sind.[2] In den endständigen, zapfenförmigen Blütenständen stehen spiralförmig angeordnete Deckblätter,[3] die von mehr oder eher weniger auffälligen, grünen bis lohfarbenen Hüllblätter umgeben sind[2]. Über jedem Deckblatt steht eine Blüte, die von ihm schützend umhüllt wird. Bei männlichen Blütenständen sind die Deckblätter unauffällig. Die männlichen Blütenstände sind oft kleiner als die weiblichen und verwelken nach der Anthese. Die männlichen Blütenstände öffnen sich schon vor den weiblichen und die Blütezeit der weiblichen Blütenstände dauert nur kurz.[2] Die eingeschlechtigen Blüten sind mehr oder weniger radiärsymmetrisch. Die Blütenhüllblätter sind auf etwa der Hälfte ihrer Länge zu einer Röhre verwachsen. Die männlichen Blüten besitzen ein reduziertes Gynoeceum, dabei dient der Griffel der sekundären Pollenpräsentation. In den weiblichen Blüten ist der Griffel gerade oder leicht gekrümmt mit einem langen Endabschnitt, der am oberen Ende meist einen Schlitz besitzt um den Pollen aufzunehmen.[3] Die Unterschiedlichkeit der Blütenstände beider Geschlechter fördert die Fremdbestäubung. Je nach Art erfolgt die Bestäubung durch Insekten oder durch den Wind.[2]

Früchte und Samen

Weibliche Exemplare bilden verholzende, zapfenförmige Fruchtstände. Bei vielen Arten verbleiben die Früchte lange Zeit im Fruchtstand. (Die Früchte sind wichtig bei der teilweise schwierigen Artbestimmung.) Einige Arten besitzen eine flache Frucht mit Flügeln oder nur deutlichen Kanten und die anderen eine Nussfrucht.[3] Die Früchte können behaart oder kahl sein. Die harten, verholzten Fruchtstände können die Samen manchmal über Jahre schützen, beispielsweise um nicht von Vögeln oder Nagetieren gefressen zu werden. Bei manchen Arten öffnen sich die Fruchtstände erst nach Buschbränden. Bei vielen Arten werden die Samen von Nagetieren gesammelt und so ausgebreitet. Die großen Samen von Leucadendron argenteum fliegen und werden von Wind ausgebreitet.[2] Bei wenigen Arten besitzen die Samen ein Elaiosom; es liegt dann Myrmekochorie vor.[1]

Systematik, Verbreitung und Gefährdung


Die Gattung Leucadendron wurde durch 1810 Robert Brown in Transactions of the Linnean Society of London, Volume 10, S. 50 aufgestellt. Typusart ist Leucadendron argenteum (L.) R.Br. Homonyme sind Leucadendron L. (veröffentlicht in Species Plantarum, 1, 1753, S. 91) und Leucadendron Kuntze (veröffentlicht in Revisio Generum Plantarum, 2, 1891, S. 578.)[4]

Alle heute 84 Leucadendron-Arten kommen in Südafrika nur in der Capensis vor. Das Zentrum der Artenvielfalt ist die Provinz Westkap. Alle Leucadendron-Arten sind in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten mit unterschiedlichen Einstufungen (letzte Erhebung je nach Art 2006 oder 2011) aufgeführt. 13 Arten und Unterarten sind vom Aussterben bedroht, aber in Erhaltungszucht in botanischen Gärten. Zwei Arten sind ausgestorben, noch bevor sie in Kultur genommen werden konnten.[5]

Die Gattung Leucadendron wird in zwei Sektionen mit insgesamt 13 Untersektionen gegliedert[1], es gibt auch die Auffassung die Gattung in zwei Untergattungen mit insgesamt 13 Sektionen zu gliedern[3], und enthält etwa 84 Arten sowie elf Unterarten:[5][6]

Nutzung


Sorten einiger Arten und Hybriden werden als Zierpflanzen in subtropischen Parks und Gärten verwendet. Einige Sorten dienen als Schnittblumen.[2]

Literatur


Einzelnachweise

  1. a b c d Nigel P. Barker, Alain Vanderpoorten, Cynthia M. Morton & John P. Rourke: Phylogeny, biogeography, and the evolution of life-history traits in Leucadendron (Proteaceae), In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 33, Issue 3, 2004, S. 845–860: doi:10.1016/j.ympev.2004.07.007
  2. a b c d e f g h Colin Paterson-Jones: Protea, Struik, 2007. ISBN 978-1-77007-524-5: eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  3. a b c d e f Datenblatt Identifying Conebushes - Leucadendron beim ProteaAtlas Projekt.
  4. Leucadendron bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 19. Januar 2014.
  5. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn bo bp bq br bs bt bu bv bw bx by bz ca cb Artenliste zu Leucadendron in der Red List of South African Plants. Eingestuft von: A. G. Rebelo, N. A. Helme, P. M. Holmes, C. N. Forshaw, S. H. Richardson, D. Raimondo, D. I. W. Euston-Brown, J. E. Victor, W. Foden, I. Ebrahim, B. Bomhard, E.G.H. Oliver, A. Johns, J. van der Venter, R. van der Walt, C. von Witt, A. B. Low, C. Paterson-Jones, J. P. Rourke, A. N. Hitchcock, L. Potter, J. H. Vlok & D. Pillay, 2011. Abgerufen am 21. Januar 2014 Leucadendron, National Assessment: Red List of South African Plants.
  6. Leucadendron im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 19. Januar 2014.

Weblinks


Commons: Silberbäume (Leucadendron)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



Kategorien: Silberbaumgewächse



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