Selbstwähleinrichtung - de.LinkFang.org

Selbstwähleinrichtung

Eine Selbstwähleinrichtung ist in der Telekommunikation ein Mechanismus, mit dem ein Benutzer eine Wählverbindung herstellen kann, ohne dass diese von einem „Fräulein vom Amt“ manuell geschaltet wird.

Die Teilnehmerselbstwahl wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch die Automatisierung der Vermittlung ermöglicht. Zunächst wurden Wählscheiben verwendet, später setzten sich Tasten durch.

Die erste Selbstwähleinrichtung patentierte Almon B. Strowger 1889, der auch 1892 die erste automatische Vermittlungsstelle La Porte, Indiana, einrichtete.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung in Deutschland


Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Die erste Selbstwähleinrichtung in Deutschland wurde am 10. Juli 1908 in Hildesheim für den Ortsverkehr mit 900 Teilnehmern in Betrieb genommen. Der nationale Fernsprechverkehr wurde ab 1923 automatisiert (in Weilheim/ Obb. wurde am 16. Mai 1923 das erste Selbstwählfernsprechamt der Welt mit fünf Ortsnetzen in Betrieb genommen), während die erste grenzüberschreitende Selbstwählverbindung erst am 3. September 1955 zwischen Lörrach und Basel in Betrieb genommen wurde. Erst 1966 war die Teilnehmerselbstwahl in der Bundesrepublik flächendeckend eingeführt und die letzte manuelle Vermittlung in Uetze bei Hannover im April 1966 abgeschafft. Es dauerte weitere sechs Jahre, bis in der Bundesrepublik für den Selbstwählferndienst (SWFD) einheitliche Vorwahlnummern und die Verkehrsausscheidungskennziffern „0“ für Inland und „00“ für Ausland eingeführt waren, womit auch eine internationale automatisierte Fernwahlmöglichkeit geschaffen war. Trotzdem wurde der vereinfachte Selbstwählferndienst (Verkehrsausscheidungskennziffer „9“), welcher nach dem Zweiten Weltkrieg (ca. 1949) in einigen Ballungsgebieten der Bundesrepublik (z. B. im Ruhrgebiet) aufgebaut wurde, bis in die 1980er Jahre parallel betrieben.

Nach der Wiedervereinigung richtete die Deutsche Bundespost Telekom in den fünf neuen Bundesländern ein auf ISDN basierendes Telefonnetz ein. Seit dem 6. Juli 1991 ist die Direktwahl in alle Teile der Erde möglich.[1]

Literatur


Weblinks


Einzelnachweise


  1. Augsburger Allgemeine vom 6. Juli 2011, Rubrik Das Datum.



Kategorien: Kommunikationsgerät | Bedienelement | Vermittlungstechnik


Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstwähleinrichtung (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.


Stand der Informationen: 22.10.2019 08:01:28 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.