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Schneespanner

Schneespanner

Schneespanner (Phigalia pilosaria), ♂

Systematik
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Spanner (Geometridae)
Unterfamilie: Ennominae
Tribus: Bistonini
Gattung: Phigalia
Art: Schneespanner
Wissenschaftlicher Name
Phigalia pilosaria
(Denis & Schiffermüller, 1775)

Der Schneespanner (Phigalia pilosaria) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Spanner (Geometridae).

Inhaltsverzeichnis

Merkmale


Der männliche Schneespanner ist mit einer Flügelspannweite bis zu 45 Millimetern[1] ein vergleichsweise großer Spanner. Die Weibchen sind flugunfähig und besitzen nur noch sehr kurze Flügelstummel. Der Körper der flugunfähigen Weibchen ist olivbraun; die Fühler sind fadenförmig. Die Männchen haben relativ breite Vorderflügel. Zeichnung und Grundfarbe variieren stark. Die Vorderflügeloberseite ist weißlich, gelblich grau bis hell olivbraun mit einem schwarzen Fleckenmuster. Die Querlinien sind meist nur schwach ausgeprägt. Die Hinterflügel sind weißlich. Die Antennen sind federförmig.

Leraut unterscheidet folgende Farb- und Zeichnungsvariationen[1]:

Weibchen mit düsteren Farben werden als f. subnigraria Uffeln, 1914 bezeichnet.

Das Ei ist oval und grünlich gefärbt mit braunen Punkten.[2] Die Raupe ist gelblich bis bräunlichgrün und trägt an vier Segmenten kegelförmige Warzen mit Borsten. Am fünften und elften Segment sind die Warzen etwas größer. Sie ist auf dem Rücken schwarz gestrichelt mit orangegelben Punkten, oder sie weist v-förmige Flecken auf dem 2. und 3. Abdominalsegment auf.[2] Die Puppe ist rotbraun. Der Kremaster hat eine gegabelte Spitze.[2]

Geographische Verbreitung und Lebensraum


Der Schneespanner ist in Europa weit verbreitet und nicht selten. Die Art fehlt auf Sardinien, Kreta und Zypern. Im Norden der Britischen Inseln ist sie selten. Im Osten erstreckt sich das Verbreitungsgebiet bis zum Kaukasusgebiet.

Er lebt hauptsächlich an Waldrändern, Parks, Gärten und Feldhecken und kommt von der Ebene bis in die Gebirge hinein vor. In den Nordalpen kommt die Art bis etwa 1100 m über NN vor, in den Südalpen bis 1300 m.[2]

Lebensweise


Die jährlich in einer Generation auftretenden Falter fliegen von Ende Januar bis Mitte April. Die Falter kann man in milden Wintern beobachten, wie sie an den Stämmen von Eichen und Hainbuchen sitzen. Die Raupen sind ab Ende April bis Mitte Juli anzutreffen. Sie verpuppen sich in der Erde und überwintern auf diese Weise. Die Futterpflanzen des Schneespanners sind neben der Salweide (Salix caprea), der Stieleiche (Quercus robur), dem Schlehdorn (Prunus spinosa) und der Zitterpappel (Populus tremula) auch die Hainbuche (Carpinus betulus).[3] Leraut nennt zudem noch Ulmen (Ulmus ssp.), Linde (Tilia ssp.), Birke (Betula), Hasel (Corylus) und "andere Laubbäume".[1] Die Raupe verpuppt sich in der Erde. Die Puppe überwintert.

Gefährdung


Der Schneespanner ist in Deutschland nicht gefährdet[4].

Taxonomie


Der Schneespanner wird in der neueren Literatur auch zur Gattung Apocheima gestellt. Allerdings unterscheiden sich die Genitalapparate der Typusarten von Phigalia und Apocheima erheblich. Leraut (2009) lehnt daher eine Synonymisierung ab und betrachtet Phigalia als gültige Gattung. Derzeit werden drei Unterarten des Schneespanners unterschieden:

Quellen


Einzelnachweise

  1. a b c Leraut (2009: S. 108)
  2. a b c d Forster & Wohlfahrt (1981: S. 234)
  3. Bellmann (2003: S. 220)
  4. Rote Liste bei Science4you
  5. Alessandro Costantini: Alcune nuove forme di Lepidotteri emiliani. Atti della Società dei Naturalisti e Matematici di Modena, Serie V, 3: 14-24, Modena.

Literatur

Weblinks


Commons: Schneespanner  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



Kategorien: Ennominae (Spanner)

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