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Sankt Anton im Montafon

St. Anton im Montafon
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bludenz
Kfz-Kennzeichen: BZ
Fläche: 3,39 km²
Koordinaten: 47° 7′ N, 9° 52′ O
Höhe: 651 m ü. A.
Einwohner: 699 (1. Jän. 2020)
Bevölkerungsdichte: 206 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6771
Vorwahl: 05552
Gemeindekennziffer: 8 01 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hnr. 124
6771 St. Anton im Montafon
Website: www.sanktantonimmontafon.at
Politik
Bürgermeister: Raimund Schuler (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2015)
(12 Mitglieder)

12 ÖVP

Lage von St. Anton im Montafon im Bezirk Bludenz

Blick von Vandans
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Anton im Montafon ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Bludenz mit 699 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020).

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Sankt Anton im Montafon liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bludenz. Sankt Anton liegt am Eingang des Montafoner Tales, das zwischen dem Rhätikonmassiv und dem Davennastock (Verwallgruppe) eingebettet ist. 52,9 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Es existiert nur die Katastralgemeinde St. Anton.

Geschichte


Der Ort wurde zur Zeit des Erzbergbaues am Kristberg und in Bartholomäberg gegründet und 1412 erstmals erwähnt.

St. Anton hatte bereits 1419 seine Kapelle und einen Kaplan. Die Kapelle soll von einem „Edlen von Zalans“ bereits im Jahr 1376 erbaut worden sein.

Vom Heiligen Antonius der Große (auch Antonius der Einsiedler) hat das Dörflein, das einmal „Prazalanz“ geheißen hatte, seinen Namen.[1]

Der Ort gehörte lange zu Bludenz, bis er 1776 selbständige Gemeinde wurde. St. Anton wurde wie alle Orte in Vorarlberg von den Habsburgern wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus regiert.

Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört St. Anton im Montafon seit der Gründung 1861.

Seit 1905 ist St. Anton an die damals in Betrieb genommene Linie der Montafonerbahn angeschlossen.

Im Juni 1910 wurde der Ort von einem verheerenden Jahr­hundert­hochwasser heimgesucht – es kamen starke Regenfälle und die verspätete Schnee­schmelze zusammen. Es ist dabei auch mehr als die Hälfte der Bahnlinie im Montafon zerstört worden und es musste zwischen Juli 1910 und September 1911 ein Schienen­ersatzverkehr mit Pferdefuhrwerken zwischen Lorüns und St. Anton eingerichtet werden.

Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich. 1947 wurde die Gemeinde­zusammenlegung mit Vandans, die seit 1943 bestand, wieder aufgehoben.

Bis ins 20. Jahrhundert wurde in St. Anton Gips abgebaut. Die ersten Hinweise darauf stammen bereits aus dem frühen 18. Jahrhundert. Die Errichtung einer Bremsbergbahn erleichterte den Gipstransport – musste bis dahin doch das Gipsgestein mit Pferde­fuhrwerken zur Verarbeitungs­stätte im Tal gebracht werden. 1950 wurden die Schmalspurgleise durch eine Materialseilbahn ersetzt. Der Abbau musste 1977 eingestellt werden, da keine weitere Konzession für den Abbau mehr erteilt wurde.

Bevölkerungsentwicklung



Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 9,7 Prozent.

Von 1981 bis 1991 waren sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz positiv. Danach nahmen die Abwanderungen zu, konnten jedoch bis 2011 durch die Geburtenrate ausgeglichen werden.[2]

Politik


Die Gemeindevertretung besteht aus zwölf Mitgliedern. Nach der Gemeindevertretungswahl 2015 verfügt die Liste „St. Antöner Volkspartei und freie Kandidaten“ als einzige antretende Partei über alle zwölf Gemeindevertretungsmandate. Zum Bürgermeister wurde in der Bürgermeister-Direktwahl 2015 Raimund Schuler als Nachfolger von Rudolf Lerch gewählt.

Wappen

Das Wappen wurde gestaltet von Konrad Honold. Es stellt eine Kirche und die beiden gekreuzten päpstlichen Schlüssel dar und wird von einem auf den Kopf gestellten Dreiberg gekrönt.[3] Dieser nimmt Bezug auf die Überlieferung des Bergsturzes, der die sagenhafte Ortschaft Prazalanz verschüttet haben soll.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Anton im Montafon
Die Barockkirche wurde 1647 erbaut und 1651 geweiht. 1792, unter Landammann Johann Josef Batlogg, wurde sie nochmals erweitert. Antonius der Große (St. Anton), der Einsiedler, ist Patron der Kirche. In dieser vorwiegend barocken Kirche mit später dazu gekommenen Nazarenerwerken trägt der Hochaltar ein Gemälde des Schweizer Malers Melchior Paul von Deschwanden.[4] 1989/90 wurde die Kirche nordseitig modern erweitert.

Wirtschaft und Infrastruktur


Am Ort gab es im Jahr 2003 sieben Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 61 Beschäftigten und 12 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 207. Tourismus und Fremdenverkehr sind wichtig. Im Tourismusjahr 2001/2002 gab es insgesamt 18.848 Übernachtungen.

Verkehr

St. Anton ist mit einer Haltestelle der Montafonerbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

Bildung


Am Ort gibt es (Stand Januar 2003) 39 Schüler. In St. Anton im Montafon gibt es zudem einen Kindergarten.

Persönlichkeiten


Weblinks


Commons: Sankt Anton im Montafon  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Montafoner Heimatbuch
  2. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde St. Anton, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 31. März 2019.
  3. Cornelia Albertani, Ulrich Nachbaur: Vorarlberger Gemeindewappenregistratur. Hrsg.: Vorarlberger Landesarchiv. 3. Auflage. Bregenz 2011, ISBN 978-3-902622-17-4, S. 41 (vorarlberg.at [PDF]).
  4. Montafon – Ein kleiner kulturgeschichtlicher Führer (von Andreas Rudigier)



Kategorien: Gemeinde in Vorarlberg | Ort im Bezirk Bludenz | Sankt Anton im Montafon | Antonius der Große als Namensgeber | Ersterwähnung 1412

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Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Sankt Anton im Montafon (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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Stand der Informationen: 01.03.2020 06:43:40 CET - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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