Sagittalebene - de.LinkFang.org

Sagittalebene




Dieser Artikel behandelt die Sagittalebene in der Anatomie, für jene in der Optik siehe Sagittalebene (Optik)

Als Sagittalebene (von lateinisch sagitta ‚Pfeil‘) wird in der Anatomie eine sich von oben nach unten und hinten nach vorne erstreckende Ebene, bezeichnet. Beim senkrechten (im Sinne von orthogonalen) Blick auf eine Sagittalebene sieht man eine seitliche Ansicht des Körpers. Das dazugehörige Adjektiv heißt sagittal und entspricht der Bedeutung „von vorne nach hinten verlaufend“. Der anatomische Begriff "Sagittal" wurde von Gerhard von Cremona geprägt.[1]

Im Bild stellt die rote Fläche die Sagittalebene durch die Körpermitte dar. Dieser Spezialfall heißt Medianebene. Diese Ebene teilt den Körper genau in eine rechte und eine linke Hälfte. Unter anderem in der Akustik beim menschlichen Hören hat die Medianebene eine Bedeutung (→ Blauertsche Bänder). Die Linie, auf der die Medianebene die Oberfläche des Körpers schneidet, wird als Medianlinie oder Mittellinie. Parallel dazu verlaufen unter anderem die Sternallinien (entlang der Ränder des Brustbeins), die Medioklavikularlinien (durch die Mitte der Schlüsselbeine), die Scapularlinie (durch die Schulterblätter) und die Paravertebrallinie (neben der Wirbelsäule).[2] bezeichnet.

Mögliche Bewegungen innerhalb einer Sagittalebene können nach vorn oder hinten und nach oben oder unten erfolgen.

In der Radiologie und besonders der tomographischen Bildgebung spielen Sagittalschnitte, also entweder in einer Sagittalebene aufgenommene oder darin rekonstruierte Bilddaten, eine wichtige Rolle. Aus der tomographischen Untersuchung in dieser Ebene ergeben sich die sagittalen Schichtungen, mit denen man den untersuchten Patienten „scheibchenweise“ von der einen zur anderen Seite seines Körpers betrachtet.[3]

Sagittalschnitte werden z. B. angewandt bei der Ultraschallmessung der Nackentransparenz im Rahmen der Pränataldiagnostik oder zur Darstellung der Wirbelsäule mit der Magnetresonanz- oder Computertomographie.

Siehe auch


Einzelnachweise


  1. Luis-Alfonso Arráez-Aybar, José-L. Bueno-López, Nicola Raio: Toledo School of Translators and their influence on anatomical terminology. In: Annals of Anatomy - Anatomischer Anzeiger. 198, S. 21–33. doi:10.1016/j.aanat.2014.12.003 .
  2. Klaus Holldack, Klaus Gahl: Auskultation und Perkussion. Inspektion und Palpation. Thieme, Stuttgart 1955; 10., neubearbeitete Auflage ebenda 1986, ISBN 3-13-352410-0, S. 70.
  3. Karl Zilles, Bernhard Tillmann: Anatomie. Springer, 2010, ISBN 3-540-69483-8, S. 3.



Kategorien: Anatomische Lagebezeichnung



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Sagittalebene (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0


Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.


Stand der Informationen: 05.05.2020 08:51:54 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.