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SOKO München

(Weitergeleitet von SOKO_5113)

Seriendaten
OriginaltitelSOKO München (seit 2016)
SOKO 5113 (1978–2015)
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Jahr(e)seit 1978
Produktions-
unternehmen
UFA Fiction
Länge
  • Staffel 1–3: 25 Minuten
  • seit Staffel 4: ca. 43 Minuten
Episoden647+ und ein Special in 44 Staffeln (Liste)
GenreKrimi
IdeeDieter Schenk
MusikArpad Bondy
Erstausstrahlung2. Januar 1978 auf ZDF
Besetzung

SOKO München (bis 2015: SOKO 5113) ist eine deutsche Kriminalserie. Sie ist die erste von mehreren Kriminalserien, die ein SOKO im Titel tragen. Die Fernsehserie spielt in München und startete am 2. Januar 1978 im ZDF. Mit der Produktion wurde schon im Herbst 1976 begonnen.

Am 23. August 2019 gab das ZDF die Einstellung der Fernsehserie bekannt. Die Produktion wird zum Jahresende 2019 nach über 40 Jahren enden, die Ausstrahlung der letzten Episoden soll 2020 erfolgen. Der Sendeplatz der SOKO München soll von der SOKO Hamburg sowie der SOKO Potsdam übernommen werden.[1]

Inhaltsverzeichnis

Konzept


Die Serie basiert auf Erinnerungen von Kriminaldirektor Dieter Schenk, die dieser 1975 niederlegte. Das Manuskript wurde auch als Roman mit dem Titel „Der Durchläufer“ (Frankfurt 1978) veröffentlicht. Schenk war Leiter der Kriminalpolizei Gießen und später beim Bundeskriminalamt tätig. In seiner Zeit beim hessischen Landeskriminalamt hatte Schenk die Durchwahlnummer 5113.

Schenk schrieb bis 1986 auch Episodendrehbücher und blieb der Serie danach als Berater erhalten. Er hob hervor, dass seine Ermittler keine unfehlbaren Alleingänger seien, sondern teamfähige, normale Menschen, und legte großen Wert auf eine realistische Darstellung der Polizeiarbeit und kriminaltaktische Richtigkeit, aber nicht darauf, dass es in der Realität keine dauerhaft amtierenden Sonderkommissionen gibt, sondern diese immer nur für besondere Fälle zusammengestellt werden.

Das Grundkonzept der Serie besteht seit 1978 darin, die kriminalpolizeiliche Arbeit möglichst realitätsnah zu zeigen, ohne mit den in anderen Krimiserien üblichen Übertreibungen und Überzeichnungen zu arbeiten. Die Zusammenarbeit im Team steht im Vordergrund, auch das Privatleben der Charaktere wird in die Handlung integriert. Ursprünglich war die SOKO 5113 ausschließlich für die Bearbeitung von Delikten aus dem Bereich der organisierten Rauschgiftkriminalität zuständig, dabei wurde schon früh die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Polizeibehörden (z. B. Italien und Niederlande) thematisiert. Mehrere Folgen spielten vollständig im Ausland. Inzwischen klärt die SOKO aber zum überwiegenden Teil Kapitalverbrechen auf, die keinen Bezug mehr zur Drogen- oder organisierten Kriminalität haben.

Die Zahl 5113 im ursprünglichen Serientitel bezog sich auf die Telefondurchwahl des Chefs der SOKO.

Die Ausstrahlung der 38. Staffel endete mit der Jubiläumsepisode 500 Das Alibi am 25. März 2013, in der der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude als Gastdarsteller in einem Cameo-Auftritt eine Rede hält.[2] Mittlerweile wird die 44. Staffel ausgestrahlt.

Im Juli 2015 gab das ZDF die Änderung des Serientitels von SOKO 5113 hin zu SOKO München bekannt. Damit soll eine Vereinheitlichung der Serientitel von Mutterserie und Ablegern geschaffen werden. Die Titel aller Ableger beinhalten, anders als SOKO 5113, den Namen der Stadt, in welcher das jeweilige Ermittlerteam tätig ist.[3] Die Änderung des Serientitels erfolgte im Januar 2016.[4] Zeitgleich zur Änderung des Serientitels wurde der Handlung der Fernsehserie mit Ausstrahlung der 561. Episode am 4. Januar 2016 ein horizontaler Erzählstrang hinzugefügt: Zusätzlich zum „Fall der Woche“ erstreckt sich dann ein weiterer Fall über mehrere Episoden. Damit kehrte man zum Ursprungskonzept der Serie zurück, denn auch die ersten drei Staffeln wurden bereits in horizontal, sprich mit fortlaufender Handlung erzählt. Diese Erzählweise ermöglicht es, dass die Figuren der Ermittler tiefer gezeichnet werden können. Diese Entwicklung trägt der gestiegenen Beliebtheit horizontaler Erzählstrukturen in erfolgreichen US-Krimiserien Rechnung.[4][5]

Besetzung


Erster Leiter der SOKO bis zur einschließlich 12. Staffel war Kriminalhauptkommissar Karl Göttmann (Werner Kreindl). Nach Kreindls Tod 1992 (mit dem in der Serie der Tod seiner Rolle einherging) folgte ihm Kriminalhauptkommissar Horst Schickl (Wilfried Klaus), der als Kriminaloberkommissar ebenfalls seit der ersten Folge Teil der SOKO war. Da Kreindl während der Dreharbeiten zu den inhaltlich miteinander verbundenen Episoden 124–125 verstarb, zu diesem Zeitpunkt aber bereits die Episode 126 abgedreht war, wurde die Erstausstrahlung dieser drei Folgen entsprechend angepasst.

Nach dem Abschied von Horst Schickl von der SOKO in einem 90-minütigen Fernsehfilm am 23. März 2008 wurde Kriminalhauptkommissar Arthur Bauer (Gerd Silberbauer) sein Nachfolger. Er war bereits 2006 in der Folge Tod nach Dienstschluss als Tatverdächtiger zu sehen.

Aktuell

Schauspieler Rollenname Dienstgrad Episoden Staffeln Zeitraum
Bianca Hein Katharina Hahn Kriminalhauptkommissarin
(früher: Kriminalkommissarin;
später: Kriminaloberkommissarin)
354– 32– 2006–
Gerd Silberbauer Arthur Bauer Erster Kriminalhauptkommissar
(früher: Kriminalhauptkommissar)
391– 34– 2008–
Joscha Kiefer Dominik Morgenstern Kriminaloberkommissar
(früher: Kriminalkommissar)
435– 36– 2010–
Christofer von Beau Franz Ainfachnur Kriminaloberkommissar
(früher: Kriminalkommissar)
275– 25– 2002–
Mersiha Husagic Theresa „Resi“ Schwaiger Kriminalkommisarin 635– 44– 2019–

Ehemalig

Schauspieler Rollenname Dienstgrad Episoden Staffeln Zeitraum Ausstiegsgrund
Werner Kreindl Karl Göttmann † Kriminalhauptkommissar 1–123
126
1–12
12
1978–1992
1992
von KM Less mit Arsen vergiftet
Wilfried Klaus Horst Schickl Kriminalhauptkommissar
(früher: Kriminaloberkommissar)
1–390
410
1–33
34
1978–2008
2009
geht undercover in den Ruhestand
Hans Dieter Trayer Heinz Flock Kriminalhauptmeister 1–8 1–2 1978 beendet seinen Dienst
Ingrid Fröhlich Renate Burger Kriminalkommissarin 1–19 1–3 1978 unbekannt
Diether Krebs Diether Herle Kriminalhauptmeister
(früher: Kriminalobermeister)
1–59 1–7 1978–1986 setzt sich mit einem Drogengeldfund in die Schweiz ab
Bernd Herzsprung Fred Less Kriminalobermeister
(früher: Kriminalmeister)
1–114
390
1–12
33
1978–1992
2008
wechselt nach Beförderung in eine andere Abteilung; in Folge 390 als Maulwurf entlarvt
Tilo Prückner Günter Neubert Kriminalhauptmeister 9–19 2–3 1978 unbekannt
Hartmut Becker Rechlin Kriminaloberkommissar 8–19 2–3 1978 unbekannt
Giovanni Früh „Django“ Nussbaumer Kriminalhauptmeister 20–32 4 1980–1981 Dienstunfähigkeit
Ingeborg Schöner Anna Herbst Kriminalkommissarin 20–41
42–390 (wiederkehrend)
4–5
6–33
1980–1983
1984–2008
lässt sich nach dem Tod Blaschkes in das Vermisstendezernat versetzen
Peter Seum „Wolle“ Blaschke † Kriminalhauptmeister 33–41 5 1983–1984 wird im Einsatz erschossen
Benita Rinne Katrin Rieger Kriminalmeisterin 42–47 6 1984 wird nach einer Ermittlungspanne versetzt
Sabine Kaack Bärbel Mattner Kriminalmeisterin 48–68 7–8 1984–1987 wird gegen ihren Willen versetzt.
Verena Mayr Mascha Brandner Kriminalmeisterin 69–74 8 1988 unbekannt
Heinz Baumann Jürgen Sudmann Kriminalhauptkommissar 47, 61–130
139–390 (wiederkehrend)
8–13
13–33
1987–1993
1994–2008
heiratet und geht in den Ruhestand; hilft in Folge 390 seinen ehemaligen Kollegen KM Less zu überführen
Olivia Pascal Lizzy Berger † Kriminalkommissarin 75–156
390
9–15
33
1988–1997
2008
bekommt ein Kind und geht in Mutterschutz; taucht in Folge 390 nochmal auf, wird erschossen, als sie eine Zeugin schützen will
Hartmut Schreier Manfred „Manne“ Brand † Kriminalkommissar 115–429 12–35 1992–2010 wird von KR Lorenz erschossen
Jutta Schmuttermaier Ricarda Larenci Kriminalkommissarin 156–163 15 1997 verliebt sich und zieht mit ihrem Freund nach Italien
Cay Helmich Maja Cramer † Kriminalmeisterin 164–235 16–20 1997–2000 stirbt, nachdem sie angeschossen wurde, um Schickl zu retten
Christine Döring Susanne von Hagenberg Kriminaloberkommissarin 236–353
390
21–32
33
2000–2006
2008
wechselt zu Europol; hilft in Folge 390 ihren ehemaligen Kollegen
Michel Guillaume Theodor „Theo“ Renner Kriminalhauptkommissar
(früher: Kriminalmeister;
später: Kriminalkommissar und Kriminaloberkommissar)
131–606 13–43 1993–2017 quittiert seinen Dienst und geht nach Italien, um das Café seiner Mutter zu übernehmen
Amanda da Gloria Antonia „Toni“ Bischoff Kriminalkommissarin 561–634 41–44 2016–2019 Nimmt in der Folge Unter Männern ein Angebot beim BKA als Karrieresprung an

Weitere Darsteller sind/waren:

Zeitleiste der Figuren

Staffel 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44
Karl Göttmann †
Horst Schickl
Heinz Flock
Renate Burger
Diether Herle
Fred Less
Rechlin
Neubert
Anna Herbst
Django Nussbaumer
Wolle Blaschke †
Katrin Rieger
Bärbel Mattner
Jürgen Sudmann
Mascha Brander
Lizzy Berger †
Manfred Brand †
Theo Renner
Ricarda Larenzi
Maja Cramer †
Susanne von Hagenberg
Franz Ainfachnur
Katharina Hahn
Arthur Bauer
Dominik Morgenstern
Antonia Bischoff
Theresa Schwaiger
Legende (Farbbedeutung)
Hauptdarsteller Nebendarsteller

Verschiedenes


Filme


Es wurden mehrere 90-minütige TV-Spielfilme gedreht: Im Namen Gottes (1999), Blutopfer (2002), Ein Engel stirbt (2004), Kapstadt sehen und sterben (2005), Das Urteil (2006, ausgestrahlt 2008), Die Akte Göttmann (2008), Vendetta (2010), Schlussapplaus (2011), Pentagon (2012).

Aus Anlass des Jubiläums der Erstausstrahlung wurde ein 130-minütiger Film aus den 6 ersten Serienfolgen, welche eine fortlaufende Handlung bildeten, zusammengeschnitten (2008). Die weiteren 13 Folgen aus dem Jahre 1978 wurden seit Anfang 1980 nicht mehr wiederholt.

Episodenliste


Ableger und Crossover


Ableger

Mit der Serie Solo für Sudmann gab es im Jahr 1997 einen Ableger mit dem Schauspieler Heinz Baumann, der den Kriminalhauptkommissar Jürgen Sudmann spielte. Die Kommissare der SOKO 5113 hatten in dieser Serie mehrere Gastauftritte. Damit bilden die beiden Serien ein Serienuniversum. Ebenfalls in dieses Serienuniversum gehören die SOKO-Ableger SOKO Leipzig (seit 2001), SOKO Kitzbühel (seit 2001, in Deutschland seit 2003), SOKO Köln (seit 2003), SOKO Wismar (seit 2004), SOKO Donau (in Deutschland SOKO Wien; seit 2005), SOKO Rhein-Main (2006–2008, anfangs noch unter dem Titel Die Spezialisten: Kripo Rhein-Main), SOKO Stuttgart (seit 2009)[6], SOKO Hamburg (seit März 2018) und SOKO Potsdam (seit September 2018).

Crossover

Eine tatsächliche inhaltliche Verbindung zwischen den einzelnen Serien wurde erst durch ein Crossover hergestellt, das ab dem 3. April 2013 produziert wurde. Beteiligt waren die Serien SOKO 5113, SOKO Köln, SOKO Leipzig, SOKO Stuttgart und SOKO Wismar. Die Teams klären den Mord an einem Polizisten auf und geraten dabei in ein kriminelles Milieu, in dem ein eigenes Recht und eine eigene Ordnung herrschen. Ausgestrahlt wurde der fünfteilige Fall, dessen Spur sich quer durch Deutschland zieht, von 30. September bis 4. Oktober 2013 werktags auf dem SOKO-Vorabendsendeplatz ab 18:00 Uhr.

Serienuniversum

Im Rahmen der Serie SOKO Leipzig hat es zuvor bereits drei Crossover gegeben: Die Handlung von Episode 93 (Die verschwundene Leiche) wurde in Episode 74 (Die verschwundene Leiche) der Serie Die Rosenheim-Cops fortgesetzt. Katja Woywood tritt in beiden Serien als Tanja Biermann auf. Die Ausstrahlung der beiden Episoden wurde jedoch nicht aufeinander abgestimmt. Episode 155 (Entführung in London) stellt ein Crossover mit der britischen Serie The Bill (1984–2010) dar. Die dort beheimatete Rolle des DCI Jack Meadows stattete den deutschen Kollegen wiederum in Episode 205 (Die schwarze Witwe) einen Besuch ab. Aus der Serie The Bill waren bereits drei Spin-offs hervorgegangen, die in Deutschland – wie auch The Bill selbst – bisher nicht ausgestrahlt wurden: Burnside (2000), Beech Is Back (2001) und MIT: Murder Investigation Team (2003–2005). Die genannten fünf SOKOs, das Spin-off Solo für Sudmann, Die Rosenheim-Cops sowie die Serie The Bill und ihre drei Spin-offs teilen sich damit ein gemeinsames Serienuniversum, dessen Mutterserie SOKO 5113 darstellt.

Siehe auch


Weblinks


IMDb

Einzelnachweise


  1. Alexander Krei: ZDF stellt überraschend die Mutter aller "SOKO"-Serien ein. In: dwdl.de. DWDL.de, 23. August 2019, abgerufen am 24. August 2019.
  2. DPA-Starline: Medien: „Soko 5113“ feiert 500. Folge. In: Focus Online. 22. März 2013, abgerufen am 14. Oktober 2018.
  3. Medien: „SOKO 5113“ wird zu „SOKO München“. focus.de, 15. Juli 2015, abgerufen am 16. Juli 2015.
  4. a b Pressemappe: SOKO München. In: zdf.de. presseportal.zdf.de, abgerufen am 23. November 2015.
  5. Horizontaler Erzählstrang, "SOKO 5113": Nicht nur der Name ändert sich. DWDL, abgerufen am 23. November 2015.
  6. Stuttgarter Zeitung: Soko aus der Landeshauptstadt - Stuttgart soll man sehen, nicht hören , 2. März 2009



Kategorien: Kriminal-Fernsehserie | Fernsehserie (Deutschland) | ZDF-Sendung | Fernsehserie der 1970er Jahre | Fernsehserie der 1980er Jahre | Fernsehserie der 1990er Jahre | Fernsehserie der 2000er Jahre | Fernsehserie der 2010er Jahre


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Stand der Informationen: 24.10.2019 03:02:33 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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