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SMS Blücher (1877)

Blücher
Schiffsdaten
Flagge Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge) Deutsches Reich
Schiffstyp Gedeckte Korvette
Kreuzerfregatte
Klasse Bismarck-Klasse
Heimathafen Kiel, später in Flensburg
Bauwerft Norddeutsche Schiffbau AG, Kiel
Baukosten 2.728.000 Mark
Stapellauf 20. März 1877
Indienststellung 21. Dezember 1878
Verbleib 1908 verkauft, als Hulk aufgebraucht
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
82,5 m (Lüa)
72,2 m (KWL)
Breite 13,7 m
Tiefgang max. 6,18 m
Verdrängung Konstruktion: 2.856 t
Maximal: 3.386 t
 
Besatzung 404 bis 528 Mann
Maschinenanlage
Maschine 4 Kofferkessel
3-Zyl.-Dampfmaschine
indizierte
Leistung
Vorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
2.500 PS (1.839 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
13,9 kn (26 km/h)
Propeller 1 dreiflügelig ⌀ 4,6 m
Takelung und Rigg
Takelung Vollschiff
Anzahl Masten 3
Segelfläche 2.210 m²
Bewaffnung
  • 16 × Rk 15,0 cm L/22 (1.660 Schuss)

als Torpedoschulschiff:

SMS Blücher war das zweite Schiff der Bismarck-Klasse der Kaiserlichen Marine. Sein Name erinnerte an den preußischen Generalfeldmarschall von Blücher, der sich in den Befreiungskriegen gegen Napoleon ausgezeichnet hatte.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Die Blücher wurde von 1876 bis 1878 als Kadettenschulschiff der Kaiserlichen Marine unter der Baubezeichnung Gedeckte Korvette C gebaut, aber noch vor ihrer Indienststellung erfolgte der Umbau zum Torpedoschulschiff. Die Geschütze wurden entfernt und die Masten gekürzt. Eine Anzahl Torpedorohre der Durchmesser 35 cm und 45 cm wurde im unteren Deck eingebaut, deren Öffnungen teils über, teils unter der Wasserlinie lagen. Sie dienten der Ausbildung von Mannschaften, Unteroffizieren und Offizieren im Torpedodienst. Die Blücher war in Kiel stationiert und unternahm Ausbildungsfahrten in der Kieler Bucht und der Flensburger Förde. Dabei hatte sie mit einem Brennstoffvorrat von ca. 300 Tonnen Kohle eine Reichweite von 2.380 sm bei 9 kn beziehungsweise 1.940 sm bei 10 kn.

1902 wurde die Blücher, nachdem sie für Torpedo-Schießübungen die Flensburger Förde regelmäßig besucht hatte, dauerhaft bei der Torpedostation in Flensburg-Mürwik stationiert.[1] Im November 1907 ereignete sich eine Kesselexplosion auf dem Schiff, bei der 16 Menschen starben. Den Dienst des Torpedoschulschiffs übernahm daraufhin das Linienschiff Württemberg. Kurz darauf wurde die Blücher außer Dienst gestellt. 1908 wurde sie für 142.000 Mark an eine Firma aus Rotterdam verkauft, die das Schiff nach Vigo weiterverkaufte, wo es als Kohlenhulk aufgebraucht wurde.

Erinnerungen


In Kiel:

In Flensburg:

Literatur


Weblinks


 Commons: SMS Blücher  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten


  1. Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): Flensburg in Geschichte und Gegenwart. Flensburg 1972, Seite 196.
  2. Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005 , ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Blücherstraße



Kategorien: Bismarck-Klasse (1877) | Segelschulschiff | Schulschiff (Kaiserliche Marine) | Gebhard Leberecht von Blücher als Namensgeber


Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/SMS Blücher (1877) (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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