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Richard Heidrich




Richard Heidrich (* 28. Juli 1896 in Lawalde in Sachsen; † 22. Dezember 1947 in Hamburg-Bergedorf) war ein deutscher General der Fallschirmtruppe im Zweiten Weltkrieg.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Heidrich trat am 18. August 1914 als Kriegsfreiwilliger in das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 101 der Sächsischen Armee ein und wurde August 1915 zum Leutnant befördert. Im Ersten Weltkrieg war er zunächst als Zug-, später als Kompanieführer tätig, zuletzt als Regimentsadjutant im 16. Infanterie-Regiment Nr. 182. Ausgezeichnet mit beiden Klassen des Eisernen Kreuzes sowie dem Ritterkreuz II. Klasse des Sächsischen Verdienstordens mit Schwertern, dem Ritterkreuz II. Klasse des Albrechts-Ordens sowie dem Verwundetenabzeichen in Schwarz[1] schloss er sich nach Kriegsende einem Freikorps in Litauen an und wurde 1920 in die Reichswehr übernommen. Dort war er in verschiedenen Kommandos tätig, ehe er Oktober 1935 als Lehrer an die Kriegsschule in Potsdam und später nach München kommandiert wurde. In der Zwischenzeit war er 1925 zum Oberleutnant und 1931 zum Hauptmann befördert worden.

1937 wurde er zur Fallschirm-Infanterie-Kompanie nach Stendal versetzt und Juni 1938 Kommandeur des Fallschirm-Infanterie-Bataillons. Es folgte am 1. Januar 1939 seine Beförderung zum Oberstleutnant sowie seine Überführung in die Luftwaffe.

Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde er zunächst in das Heer zurückversetzt und nahm als Kommandeur des Infanterie-Ersatz-Regiments 4 am Überfall auf Polen teil. Am 1. Juni 1940 wurde er wieder zur Luftwaffe versetzt und gleichzeitig Kommandeur des Fallschirm-Jäger-Regiments 3. Zuvor war er am 1. April 1940 zum Oberst befördert worden.

Mit seinem Verband war er am 20. Mai 1941 an der Operation Merkur beteiligt und maßgeblich für die Besetzung der Insel Kreta verantwortlich. Im August 1942 wurde er zum Generalmajor befördert, gleichzeitig mit der Führung der 7. Flieger-Division beauftragt und schließlich am 1. November 1942 deren Kommandeur. Im Anschluss daran wurde er vor Leningrad eingesetzt und Mitte 1943 Kommandeur der nunmehrigen 1. Fallschirm-Jäger-Division sowie am 1. Juli 1943 Generalleutnant. Mit seiner Division wurde er nach Italien verlegt und nahm an der Schlacht um Monte Cassino teil. Im Oktober 1944 erfolgte seine Beförderung zum General der Fallschirmtruppe. Vom 16. November 1944 bis 3. Mai 1945 war er Kommandierender General des I. Fallschirm-Korps.

Heidrich geriet am 3. Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft und wurde im Juli 1947 entlassen. Er verstarb am 22. Dezember 1947 in einem Versorgungslazarett in Hamburg-Bergedorf.

Auszeichnungen


Literatur


Einzelnachweise


  1. Reichswehrministerium (Hrsg.): Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Mittler & Sohn Verlag, Berlin 1926, S. 155.
  2. a b Veit Scherzer: Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 374.



Kategorien: Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) | Hauptmann (Reichswehr) | Major (Heer der Wehrmacht) | General der Fallschirmtruppe | Ritter II. Klasse des Sächsischen Zivilverdienstordens | Träger des Albrechts-Ordens (Ritter 2. Klasse) | Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub und Schwertern | Träger des Deutschen Kreuzes in Gold | Deutscher | Geboren 1896 | Gestorben 1947 | Mann



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