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Reisebuttermarke




Reisebuttermarken waren Lebensmittelkarten der NS-Zeit, die zum Erwerb von jeweils 62,5 g Butter berechtigten. Im Gegensatz zu den üblichen Lebensmittelmarken, auf denen der Name und die Anschrift des Begünstigten standen, waren die Reisebuttermarken nicht namengebunden. Nur der Personenkreis, der reisen musste, erhielt daher auch solche Marken.[1]

Der Widerstandskämpfer Oskar Huth beschreibt in Für den Fall der Nüchternheit weshalb er ausgerechnet diese Marken herstellte. "Um autark zu sein, galt es Lebensmittelmarken zu haben, und da war nur geeignet Reisemarken zu drucken."[2] "Ich habe nur Reisemarken gedruckt, denn die normalen Lebensmittelkarten hatten ja den so genannten "Stammabschnitt", wo der Name und die Adresse drauf' standen. Wenn man damit einkaufen wollte, musste man auf Verlangen den Ausweis vorlegen."[3] Oskar Huth beginnt zunächst Fleisch- und Brotmarken zu drucken, stellt aber bald fest, dass Fleisch sich nicht lange hält und Brot zu sperrig ist und er mit Buttermarken alles andere eintauschen kann. Mit seinen Reisebuttermarken hat er vielen untergetauchten Personen helfen können. Er fügte bei diesen Fälschungen sogar ein echtes Wasserzeichen ein, während die echten Buttermarken ein falsches Wasserzeichen trugen.[4]

Einzelnachweise


  1. Jutta Hercher: Die Butterverschwörung. Der Überlebenslauf des Oskar Huth. Radio-Feature, gesendet vom WDR 3 am 5. November 2011 (Memento vom 1. November 2011 im Internet Archive)
  2. Oskar-Huth-Gesellschaft (Herausgeber) Für den Fall der Nüchternheit; Almanach zum 60. Geburtstag von Oskar Huth; Selbstverlag, Berlin 1978. S. 22.
  3. Alf Trenk (Herausgeber), Oskar Huth, Überlebenslauf; Merve Verlag, Berlin 2001. S. 88.
  4. Oskar-Huth-Gesellschaft (Hrsg.): Für den Fall der Nüchternheit. Almanach zum 60. Geburtstag von Oskar Huth. Selbstverlag, Berlin 1978. S. 12.

Literatur





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Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Reisebuttermarke (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0


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