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Reinhard Suchier




Reinhard Soisjuste Suchier (* 20. Juli 1823 in Veckerhagen; † 13. Juli 1907 in Hanau) war ein deutscher Gymnasiallehrer, Altphilologe, Lokalhistoriker und Numismatiker.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Ausbildung


Reinhard Suchier stammte aus einer Hugenottenfamilie und verbrachte seine Kindheit in Karlshafen. Er besuchte das Gymnasium in Rinteln und studierte anschließend in Marburg und Berlin Klassische Philologie und Geschichte. 1845 legte er das Examen ab und erhielt 1846 eine Praktikantenstelle am Gymnasium in Hanau, einer Schule, an der er bis zu seiner Pensionierung 1879 unterrichten sollte. Am 25. März 1848 wurde er mit einer Arbeit über Menschenopfer bei den Griechen in Marburg promoviert. Reinhard Suchier war verheiratet.

Wissenschaftliche Arbeiten


Auch seine nächsten Arbeiten befassten sich noch mit altphilologischen Themen. Durch die Beschäftigung mit der Münzsammlung der Hohen Landesschule – einschließlich der Camp’schen Münzsammlung – wandte er sich der regionalen Geschichtsforschung zu und veröffentlichte zu entsprechenden numismatischen Themen. Dabei entstand das Standardwerk für das Münzwesen der Grafschaft Hanau-Münzenberg.[1] Dies führte ihn weiter zur Genealogie des Hauses Hanau und heraldischen Forschungen. Auch hier entstanden entsprechende Standardwerke.[2]

Ab 1872 beteiligte er sich an den archäologischen Ausgrabungen des Bezirksvereins für Hessische Geschichte und Landeskunde unter Leitung von Friedrich Karl Hausmann auf dem römischen Friedhof des Kastells und Vicus in Rückingen. Im Grabungsbericht[3] übernahm er die Beschreibung der Gräber und der gefundenen Münzen. 1873 wurde er Mitglied des Vereins und gehörte bald auch dem Vorstand an. Zwischen 1874 und 1900 hielt er im Verein 45 wissenschaftliche Vorträge. Von 1890 bis 1903 war er Vorsitzender, ab 1894 Ehrenvorsitzender. Unter seinem Vorsitz wurde erstmals ein Museum in Hanau eingerichtet, Vorläufer des Historischen Museums Hanau.

Ehrungen


1897 erhielt er den Roten Adlerorden 4. Klasse. 1898 ehrte ihn der preußische Kultusminister mit dem Professorentitel.

Veröffentlichungen


Literatur


Einzelnachweise


  1. Die Münzen der Grafen von Hanau 1897.
  2. Die Grabmonumente und Särge 1879, 1880; Genealogie des Hanauer Grafenhauses 1894.
  3. Das Römercastell und das Todtenfeld in der Kinzigniederung bei Rückingen = Mittheilungen des Hanauer Bezirksvereins für hessische Geschichte und Landeskunde 4 (1873).

Weblinks





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