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Rainer Werner Fassbinder




Rainer Werner Fassbinder (* 31. Mai 1945 in Bad Wörishofen, Bayern; † 10. Juni 1982 in München) war ein deutscher Regisseur, Schauspieler, Drehbuchautor, Filmproduzent, Filmeditor, Komponist und Dramatiker. Durch seine schnelle Arbeitsweise war Fassbinder in seinem relativ kurzen Leben äußerst produktiv: Er drehte über 40 Spielfilme, zwei Fernsehserien und drei Kurzfilme. Zudem hat Fassbinder 24 Theaterstücke verfasst und 4 Hörspiele produziert. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Neuen Deutschen Films der 1970er und Anfang der 1980er Jahre.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk


Kindheit und Jugend

Das einzige Kind des Arztes Helmuth Fassbinder (1918–2010) und der Übersetzerin Liselotte Eder (1922–1993), die sich 1943 in München kennengelernt[1] und dort 1944 geheiratet hatten[2]. Sein Geburtshaus, das denkmalgeschützte „Haus Hubertus“, steht im Garten des Hotels Sonnengarten Adolf-Scholz-Allee 5. Der Vater war zu dieser Zeit als Lazarettarzt in Bad Wörishofen stationiert[3]. Kurz nach der Geburt zog die Familie zurück nach München in die Sendlinger Straße, wo der Vater eine Praxis eröffnete[4]. Nach der Scheidung seiner Eltern 1951 wuchs er bei seiner Mutter auf, ging in München von 1951–53 in die Rudolf-Steiner-Schule[5] und von 1955–56 auf das Theresiengymnasium[6], musste jedoch wegen Krankheiten und Sanatoriumsaufenthalten der Mutter auch auf mehrere Internate[7]. Im Alter von 16 Jahren brach Fassbinder die Schule (das Gymnasium bei St. Anna in Augsburg) ab und zog nach Köln zu seinem Vater. In dieser Zeit verfasste Fassbinder erste Theaterstücke, Gedichte, Kurzgeschichten und Drehbücher. Er galt als belesen und eignete sich durch das Studium philosophischer, gesellschaftskritischer und psychoanalytischer Schriften eine Bildung auf hohem Niveau an. Bereits im Jugendalter interessierte sich Fassbinder für das Filmemachen. Nach einer zweijährigen privaten Schauspielausbildung meldete er sich in München zur staatlichen Schauspielprüfung an, bestand jedoch die Prüfung nicht. Auch bei der Aufnahmeprüfung an der damals neu gegründeten Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin scheiterte er.

Karrierebeginn: Vom Theater zum Film

Dem Film näherte er sich als Autodidakt und scherte sich zunächst wenig um Konventionen. 1966 und Anfang 1967 produzierte Fassbinders Partner Christoph Roser dessen erste Kurzfilme Der Stadtstreicher und Das kleine Chaos. 1967 stieß Fassbinder auf das Action-Theater und wurde von der jungen Gruppe um Ursula Strätz, Peer Raben, Kurt Raab, u. a. als Ensemblemitglied aufgenommen. Fassbinder, der bald auch die Regie übernahm, brachte Hanna Schygulla mit, die er auf der Schauspielschule kennengelernt hatte, sowie Irm Hermann (die sich auch als Agentin für Fassbinder einsetzte[8]), mit der er und Roser zusammenlebten. Etwas später stießen Harry Baer, Ingrid Caven und Günther Kaufmann sowie 1970 Margit Carstensen hinzu, die er als Star neben Hanna Schygulla in die Gruppe integrierte. Er schrieb für sie unter anderem die Theaterstücke Bremer Freiheit und Die bitteren Tränen der Petra von Kant.

Im Mai 1968 löste sich das Action-Theater auf, und Fassbinder gründete mit Peer Raben, Hanna Schygulla und Kurt Raab das antiteater. Das Ensemble hatte Aufführungen im Büchner-Theater in der Kunstakademie und schließlich im Hinterraum der Schwabinger Kneipe Witwe Bolte. Beeinflusst von Jean-Luc Godard und der Nouvelle Vague sowie den US-amerikanischen Kriminalfilmen von John Huston, Raoul Walsh und Howard Hawks, vor allem aber von den Melodramen von Douglas Sirk, begann Fassbinder mit den Schauspielern des antiteaters die ersten Spielfilmprojekte zu realisieren. 1969 entstanden der Krimi Liebe ist kälter als der Tod und Katzelmacher. In beiden Filmen verband Fassbinder die Theaterarbeit mit der des Filmemachens. 1969 spielte er fürs Fernsehen die Hauptrolle in Volker Schlöndorffs Theaterverfilmung Baal. Zwischen 1969 und 1971 entstanden nicht nur zahlreiche Theaterstücke, sondern auch in sehr kurzer Zeit von Fassbinder produzierte „alternative“ Filme unter dem Unternehmensnamen (Firma) antiteater-X-Film (z. B. Götter der Pest, Rio das Mortes, Whity, Der amerikanische Soldat, Warnung vor einer heiligen Nutte). Als das antiteater Mitte 1971 aufgrund einer desaströsen Finanzsituation auseinanderbrach (es war keine im Handelsregister eingetragene Firma), übernahm Fassbinder die alleinige Verantwortung und in den kommenden Jahren die Abzahlung der Schulden, die sich auf ca. 200.000 DM beliefen. Seine Mutter Liselotte Eder übernahm die Aufarbeitung der Steuer- und Sachleistungsschulden und die Filmgeschäftsführung der von Fassbinder neu gegründeten Produktionsfirma Tango-Film, mit der er im August 1971 als erstes Werk den Film Händler der vier Jahreszeiten produzierte.

Fernsehen

Fassbinders wachsender künstlerischer Erfolg ließ auch die Verantwortlichen des Fernsehens auf ihn aufmerksam werden, und so begann ab 1971 eine sehr produktive Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR). Peter Märthesheimer, der für ihn später, gemeinsam mit Pea Fröhlich, die Drehbücher seiner BRD-Trilogie schrieb, war sein wichtigster Unterstützer und zeichnete als verantwortlicher Redakteur des WDR bei den Fernsehfilmen Niklashauser Fart (1971), der Arbeiterserie Acht Stunden sind kein Tag (1972) sowie bei Martha (1974), Welt am Draht (1973), Angst vor der Angst, Ich will doch nur, daß ihr mich liebt (1975) und Wie ein Vogel auf dem Draht (1976).

Das ZDF erteilte 1970 den Auftrag für Pioniere in Ingolstadt (ausgestrahlt im Mai 1971) und sendete im März 1972 den Händler der vier Jahreszeiten. Wildwechsel entstand 1972 im Auftrag des SFB, Bremer Freiheit 1972 und Nora Helmer 1973 im Auftrag des Saarländischen Rundfunks.[9]

Kontroversen

In den Jahren 1971 bis 1974 erreichte Fassbinder mit den von Tango-Film produzierten Spielfilmen Die bitteren Tränen der Petra von Kant (1972), Angst essen Seele auf (1973), Faustrecht der Freiheit (1974) und zusätzlich mit Theaterregie-Einsätzen in Bremen, Bochum und Frankfurt am Main ein Optimum an öffentlicher Aufmerksamkeit. Fassbinder war in der Spielzeit 1974/75 Mit-Intendant am Theater am Turm in Frankfurt und schrieb für das Ensemble, das auf einer Romanvorlage von Gerhard Zwerenz basierende Stück Der Müll, die Stadt und der Tod (1974), das aufgrund der Verwendung antisemitischer Klischees eine heftige Kontroverse auslöste. Kritik kam z. B. von Joachim Fest, Ignatz Bubis, Salomon Korn und Friedrich Uttitz. Eine der Figuren ist ein jüdischer Immobilienspekulant, dem Ähnlichkeiten mit Ignatz Bubis nachgesagt wurden. Im Jahr 1975 verfilmte der Schweizer Regisseur Daniel Schmid das noch nicht aufgeführte Stück unter dem Titel Schatten der Engel (mit Fassbinder selbst in einer Hauptrolle und als Co-Drehbuchautor sowie Ingrid Caven, Klaus Löwitsch, Annemarie Düringer, Boy Gobert und Irm Hermann). Eine erste Inszenierung am Schauspiel Frankfurt wurde in den 1980er Jahren von Demonstranten verhindert, die in dem Stück das antisemitische Klischee vom „reichen Juden“ propagiert sahen und ihren Protest zum Ausdruck brachten, indem sie die Bühne besetzten. Weitere Pläne, das Stück in Deutschland zu zeigen, wurden nach Protesten zurückgezogen. Dagegen wurde das Stück 1999 in Israel inszeniert und ohne Proteste aufgeführt.[10]

Karrierehöhepunkte

Fassbinder entwickelte seine Filmsprache konsequent weiter und die Filme wurden größer und professioneller. 1977 realisierte er für sechs Millionen DM[9] den Film Despair – Eine Reise ins Licht mit der Bavaria Film in München, seine bis dahin teuerste Produktion, gedreht in englischer Sprache nach einem Drehbuch des britischen Dramatikers Tom Stoppard, basierend auf einer Novelle von Vladimir Nabokov. Obwohl hochkarätig besetzt (der englische Weltstar Dirk Bogarde spielte die Hauptrolle) und als Wettbewerbsfilm 1978 in Cannes eingeladen, hatte der Film an den Kinokassen keinen Erfolg. Als Teilnehmer der Berlinale und vielen Festivals im Ausland (1974 widmete ihm die Cinémathèque française eine Gesamtretrospektive und das New York Film Festival zeigte seit 1971 jährlich seine aktuellen Filme) wurde er zwar von der internationalen Kritik in höchsten Tönen gelobt, in Deutschland aber wegen seiner direkten Themen häufig angegriffen. Erst mit seinem vorletzten Film, Die Sehnsucht der Veronika Voss (in der Hauptrolle Rosel Zech, die seit den frühen 1970er Jahren ein großer Theaterstar war), gewann er den Goldenen Bären der Berlinale.

Fassbinder schuf weitere wichtige Frauenfiguren der Nachkriegsfilmgeschichte, so mit Fontane Effi Briest (1974), Die Ehe der Maria Braun (1979) und Lili Marleen (1981), dargestellt von Hanna Schygulla, oder mit dem Film Lola (1981), in dem Barbara Sukowa die Hauptrolle spielte. Diese Frauenfiguren gingen in die Filmgeschichte ein und ihre Darstellerinnen erlangten eine Bekanntheit, die ihnen eine von Fassbinder unabhängige Karriere ermöglichte.

Fernsehgeschichte schrieb er 1980 mit dem Mehrteiler Berlin Alexanderplatz nach dem Roman von Alfred Döblin (mit Günter Lamprecht, Gottfried John, Hanna Schygulla und Barbara Sukowa), der später im Kino, meist bei Festivals und Retrospektiven, als 15½-Stunden-Marathon gezeigt wurde. Fassbinder war auch berühmt wegen seines atemberaubenden Arbeitstempos (im Jahr 1970 entstanden sieben Filme). So habe er sein Lebensziel darauf eingerichtet, am Ende mit der Zahl seiner Filme die Zahl seiner Lebensjahre zu erreichen.

Früher Tod

1982 war Fassbinder Hauptdarsteller in dem Film Kamikaze 1989 des Regisseurs Wolf Gremm. Er starb am 10. Juni 1982 in München, wo er lebte, während der Arbeit an der Endfertigung seines letzten Projekts Querelle (nach einem Roman von Jean Genet) im Alter von 37 Jahren. Als Todesursache wurde Herzstillstand festgestellt, möglicherweise ausgelöst durch eine Vergiftung mit einer Mischung aus Kokain, Schlaftabletten und Alkohol.[11]

Nach Fassbinders Tod begann seine Mutter Liselotte Eder, die ihn mit seinem Vater Helmuth Fassbinder beerbte, zusammen mit seiner letzten Partnerin bzw. Mitbewohnerin Juliane Lorenz sein Werk zu ordnen und zu erschließen. 1986 gründete sie die Rainer Werner Fassbinder Foundation, Gemeinnützige Nachlaßstiftung GmbH (RWFF), in die sie ihren Erbteil einbrachte. 1988 wurde der Vater ausbezahlt und sein Erbteil ebenfalls in die RWFF eingebracht. 1991 übertrug Eder die gesamten Anteile an der RWFF an Juliane Lorenz, die diese seit 1992 leitet. Die Stiftung besitzt heute alle Rechte an Fassbinders Nachlass, einschließlich aller nachträglich erworbenen Rechte.

Rainer Werner Fassbinder wurde in einem Urnengrab auf dem Bogenhausener Friedhof (Grab Nr. 1-4-2) in München beigesetzt.[12]

Der „Clan“: Hanna Schygulla und andere künstlerische Weggefährten

Fassbinder lebte in einer häufig als „Clan“ bezeichneten Gruppe, die ihm als Familienersatz diente. Als „Eckpfeiler und in gewisser Weise auch als Motor vielleicht“ war (nach eigenem Bekunden) Hanna Schygulla von Anfang an Antrieb und Inspiration seines filmischen Schaffens. Er hatte sie vom Zeitpunkt ihrer ersten Begegnung (1963) an als Star seiner künftigen Filme gesehen. Ihre absolute Leinwandpräsenz und ihr ursprünglich völliges „Anti-Star“-Bewusstsein bescherten beiden erste gemeinsame filmische Erfolge. Fassbinder löste sich auch zunehmend von den Abhängigkeiten innerhalb seines „Clans“ und integrierte auch sogenannte „Altstars“ in seine Bühnen- und Filmarbeiten, allen voran Karlheinz Böhm, mit dem er unter anderem Martha (1974) drehte, sowie Brigitte Mira, El Hedi ben Salem und Barbara Valentin, mit denen er Angst essen Seele auf (1974) produzierte. Fassbinder traf bei seinem siebten Spielfilm Whity 1970 auf den Kameramann Michael Ballhaus, mit dem er in neun gemeinsamen Jahren 15 Filme machte. Von den ehemaligen Gruppenmitgliedern begleiteten ihn noch einige bis Mitte der 1970er Jahre, doch es kam auch zu Trennungen; zum Beispiel 1976 von Kurt Raab, von Hanna Schygulla (für drei Jahre), Irm Hermann und Ingrid Caven. Mit Peer Raben verband ihn jedoch seit seiner frühen Theaterarbeit eine fruchtbare Zusammenarbeit; ebenso mit Harry Baer, der später weitere Aufgaben als Produktionsleiter, Regieassistent und künstlerischer Mitarbeiter in der Filmproduktion übernahm. 1974 trat Fassbinder dem 1971 gegründeten Filmverlag der Autoren bei und wurde eines seiner tragenden Mitglieder.

Ebenfalls 1974 lernte Fassbinder im Hotel Deutsche Eiche seinen Gefährten Armin Meier kennen, der in seiner Episode Deutschland im Herbst zu sehen ist. (Er spielt sich selbst.) Anfang 1978 trennte sich Fassbinder von ihm, und kurz darauf wurde Meier tot in der gemeinsamen Wohnung aufgefunden. Vermutlich starb er an einer Überdosis Schlaftabletten. Um den Tod seines Freundes zu verkraften, drehte er den sehr persönlichen Film In einem Jahr mit 13 Monden, in dem Volker Spengler die Hauptrolle übernahm. Auch besetzte Fassbinder in einigen seiner Filme häufig Wolfgang Hess als Synchronsprecher für seine Schauspieler.

Mitglieder des Fassbinder-„Clans“, die er in den meisten seiner Filme besetzte bzw. beteiligt waren, waren unter anderem:

Fassbinders bisexuelle Beziehungen

Der bisexuelle Fassbinder integrierte in seinen Clan auch seine Partner. Von 1970 bis 1972 war er mit der Schauspielerin Ingrid Caven verheiratet, für die er auch einige Chanson-Texte schrieb (z. B. Alles aus Leder, Freitag im Hotel, Nietzsche, Die Straßen stinken) und der er eine spätere Karriere als Sängerin ermöglichte (erstes öffentliches Konzert 1976 im Münchner Rationaltheater).

Zwischen 1971 und 1974 lebte er mit dem aus Algerien stammenden El Hedi ben Salem zusammen, der Fassbinder von Paris nach Westdeutschland gefolgt war und durch ihn zum bekannten Schauspieler seiner Filme wurde.[13] Es folgte 1974 bis 1978 eine Beziehung mit Armin Meier, der auch in einigen Filmen auftrat.[14]

Bis zu seinem Tod im Juni 1982 lebte Fassbinder mit seiner Filmeditorin Juliane Lorenz, mit der er seit 1976 zusammenarbeitete, in einer gemeinsamen Wohnung in der Clemensstraße 76 in München.

Fassbinder heute


Streitigkeiten

2007 stellte eine Gruppe ehemaliger Fassbinder-Mitarbeiter seiner frühen „Clan“-Periode drei Monate nach der deutschen Uraufführung des restaurierten Films Berlin Alexanderplatz die Arbeit von Juliane Lorenz und der RWFF in Frage. Der Hauptvorwurf war, Lorenz habe den Film bei der digitalen Abtastung aufgehellt.[15] Nach anhaltender, intensiver Diskussion in der deutschen Presse und einer Stellungnahme des künstlerischen Leiters der Restaurierung, Xaver Schwarzenberger (ursprünglicher Kameramann), sowie des Kameramanns Michael Ballhaus konnten die Vorwürfe entkräftet werden. Hinzu kamen sorgfältige Recherchen des Autors Tilman Jens für einen Filmbeitrag in der Fernsehsendung Kulturzeit, die nahelegten, dass die Behauptungen gegen Lorenz und die RWFF nicht zutreffend waren.

Reminiszenzen und Würdigungen

Der US-amerikanische Musikproduzent und Gitarrist Omar Rodriguez Lopez widmete Fassbinder 2009 ein ganzes Album. Nicht nur der Titel des Albums Despair, sondern auch sämtliche Lieder sind nach Filmen von Fassbinder benannt: „Liebe ist kälter als der Tod“, „Angst essen Seele auf“ oder „Warnung vor einer heiligen Nutte“. Es handelt sich zumeist um reine Instrumentalstücke ohne explizite Bezugnahme.

2015 widmet das Berliner Theatertreffen unter dem Titel Focus Fassbinder mehrere Inszenierungen der Erinnerung an den Filmemacher. Auf dem Programm steht auch ein Symposium Das Private ist politisch! – Rainer Werner Fassbinder im Theater heute. Auch ein Lieder- und Erinnerungsabend mit Hanna Schygulla ist geplant.[16]

2009 und erneut 2015 fanden in München Fassbindertage mit Veranstaltungen unter anderem im Filmmuseum, im Residenztheater, den Kammerspielen und dem Teamtheater statt.[17]

Das Gesamtwerk des Regisseurs wurde, soweit rechtlich möglich und mit Ausnahme von Berlin Alexanderplatz, vom 31. August bis 15. Oktober 2018 im Österreichischen Filmmuseum gezeigt.[18]

Im Frühjahr 2019 wurde in Frankfurt am Main unter dem Dach des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums dass Fassbinder Center eröffnet.[19] Seine Erbin Juliane Lorenz überließ dem Center, das zu einer Forschungs- und Begegnungsstätte zum deutschen Nachkriegsfilm ausgebaut werden soll, nahezu den gesamten, bisher von ihr in Berlin verwalteten Nachlass der Rainer Werner Fassbinder Foundation (RWFF).[20]

Fassbinder-Preis

Bühnenstücke


Hörspiele


Filmografie


Drehbuch und Regie

Als Schauspieler (Auswahl)

Dokumentarfilme

Zur Person R. W. Fassbinders und zu seinen Filmen wurden zahlreiche Dokumentarfilme und Beiträge produziert. Fassbinder selbst war bis zu seinem Tod in fast allen Dokumentarfilmen als Gast mit dabei. Auch gab er Interviews und war auch in Fernsehsendungen zu sehen. Auch nach seinem Tod wurden Dokumentationen über seine Person gedreht.

Auszeichnungen


Ausstellungen


Literatur


Quellen


Weblinks


Commons: Rainer Werner Fassbinder  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. über Liselotte Eder (Pempeit). Abgerufen am 31. Mai 2020.
  2. André Müller: Der tote Sohn. In: Die Zeit. 24. April 1992, abgerufen am 31. Mai 2020.
  3. Rainer Werner Fassbinder - Munzinger Biographie. Abgerufen am 31. Mai 2020.
  4. 1945-1948 | Rainer Werner Fassbinder Foundation. Abgerufen am 31. Mai 2020.
  5. 1956 | Rainer Werner Fassbinder Foundation. Abgerufen am 31. Mai 2020.
  6. 1955-61 | Rainer Werner Fassbinder Foundation. Abgerufen am 31. Mai 2020.
  7. 1955-61 | Rainer Werner Fassbinder Foundation. Abgerufen am 31. Mai 2020.
  8. Zur Geldbeschaffung trat Fassbinder in mindestens einem Bundeswehr-Ausbildungsfilm: Schuldig oder nichtschuldig (1968) - auf, in dem er einen Soldaten vor Gericht darstellte; den Kontakt zur Bundeswehr soll Hermann vermittelt haben. Diesen Ausflug verheimlichte Fassbinder vor seinen linken Theaterkollegen verständlicherweise; vgl. David Barnett: Rainer Werner Fassbinder and the German Theatre, Cambridge University Press, 2006, S. 54–56
  9. a b Rainer Werner Fassbinder Foundation (Hrsg.): Rainer-Werner-Fassbinder-Werkschau. Argon, Berlin 1992, ISBN 3-87024-212-4, mit Werkverzeichnis S. 257–264.
  10. Unkontrollierte Mehrdeutigkeiten:Fassbinders "Der Müll, die Stadt und der Tod" in Tel Aviv , welt.de, 26. April 1999, auf haGalil
  11. Rückschau: Seismograph deutscher Befindlichkeiten. (Memento vom 1. Oktober 2012 im Internet Archive) Zum 30. Todestag von Rainer Werner Fassbinder. In: DasErste.de, 6. Mai 2012.
    Alexandra Paszkowska: Die Nacht, in der er starb. In: Der Tagesspiegel. 8. Juni 2012.
    O du verhaßt-geliebtes Gift. In: Der Spiegel. 21. Juni 1982, Nr. 25.
  12. billiongraves.de: Rainer-Werner-Fassbinder
  13. Dokumentarfilm Jannat 'Ali (Ali im Paradies / My Name is not Ali) über El Hedi ben Salem, Buch und Regie: Viola Shafik, Ägypten, Deutschland, 2012.
  14. Lisa Sonnabend: Fassbinders Frauen und Männer. Der Mann, der sich wegen ihm umbringt. In: sueddeutsche.de. 11. Juni 2012.
  15. Unterbelichteter Alex? In: Der Spiegel. 4. Juni 2007, abgerufen am 2. September 2011.
  16. Schygulla singt Lyrik Fassbinders. In: Die Welt. 28. April 2015, abgerufen am 5. Mai 2015.
  17. Stefanie Schwetz: Fassbindertage: Gewaltiger Stoff. In: Süddeutsche Zeitung. 6. Mai 2015, abgerufen am 27. Mai 2015.
  18. Rainer Werner Fassbinder. Abgerufen am 2. September 2018.
  19. FAZ, 30. Mai 2019: Fassbinder-Center in Frankfurt: Ein neuer Ort für den Film . (Abgerufen am 31. Mai 2020)
  20. Lueken, Verena: Nur ungemütlicher als Beuys, Richter oder Grass. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 14. September 2018, abgerufen am 16. September 2018.
  21. documenta 6. Katalog. Band 2, 1977, ISBN 3-920453-00-X, S. 205: Fotografie/Film/Video.
  22. Ausstellung Fassbinder – JETZT . In: Deutsches Filmmuseum. aufgerufen am 30. Mai 2015.
  23. versch. Interviewpartner Müllers, darunter Fassbinder








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