Röthenbach an der Pegnitz - de.LinkFang.org

Röthenbach an der Pegnitz



Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Nürnberger Land
Höhe: 329 m ü. NHN
Fläche: 14,29 km2
Einwohner: 12.203 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 854 Einwohner je km2
Postleitzahl: 90552
Vorwahl: 0911
Kfz-Kennzeichen: LAU, ESB, HEB, N, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 5 74 152
Stadtgliederung: 7 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Friedrichsplatz 21
90552 Röthenbach a.d.Pegnitz
Website: www.roethenbach.de
Erster Bürgermeister: Klaus Hacker (FW)
Lage der Stadt Röthenbach a.d.Pegnitz im Landkreis Nürnberger Land

Röthenbach an der Pegnitz (amtlich: Röthenbach a.d.Pegnitz) ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Geographische Lage

Die Stadt Röthenbach liegt „links der Pegnitz“ (Fluss von der Fränkischen Schweiz kommend, weiter nach Nürnberg und Fürth fließend). Der gleichnamige Röthenbach mündet in Röthenbach in die Pegnitz.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Lauf an der Pegnitz, Leinburg, Schwaig bei Nürnberg und Rückersdorf.

Stadtgliederung

Die politische Gemeinde Röthenbach hat 7 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Ortstyp angegeben):[2]

Des Weiteren gibt es die Orte Grünthal, Röthenbachtal, Schnackenhof, Seespitze, Speckschlag und Steinberg, die jedoch allesamt keine amtlich benannten Gemeindeteile sind.

Geschichte


Bis zur Gemeindegründung

Röthenbach wurde urkundlich am 16. März 1311 erstmals erwähnt, als Konrad von Beerbach seine Besitzungen und die Mühle am Röthenbach dem Katharinenkloster in Nürnberg vermachte.

Eine Pulver- und Papiermühle bestand spätestens ab 1499. Die Papiermühle, eine der ältesten im Nürnberger Land, bestand noch bis in den Zweiten Weltkrieg. Aus der Pulvermühle entstand nach dem Dreißigjährigen Krieg ein Kupferhammer, schließlich ein Zain- und Eisenhammer. Seit 1504 gehörte Röthenbach zum Territorium der Reichsstadt Nürnberg und kam somit in den Fränkischen Reichskreis. 1806 wurde Röthenbach wie das gesamte Landgebiet der Reichsstadt ein Teil des Königreichs Bayern. Im Jahr 1818 wurde Röthenbach eine Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert

1880 errichtete Conrad Conradty eine Bleistiftfabrik, die später mit der Produktion elektrogalvanischer Kohlen erweitert wurde. Seitdem wuchs Röthenbach, das 1723 nur neun und 1880 380 Einwohner zählte, sehr stark. Der Unternehmer hatte zwischen 1892 und 1914 die sogenannte Conradty-Siedlung errichten lassen. Bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges entstanden 180 Häuser mit über 700 Wohneinheiten für die Arbeiter in der Nähe der Fabrikgebäude, wobei der Mietzins sehr sozial gehalten war. Diese Siedlung aus der Gründerzeit ist, noch in wesentlichen Teilen erhalten und behutsam saniert, ein hochrangiges Denkmal der Industriegeschichte.

1937 verlegte die Firma Diehl Teile ihrer Produktion nach Röthenbach, was zusätzlich das Wachstum der Gemeinde förderte. Zur Stadt erhoben wurde Röthenbach auf Beschluss des Bayerischen Innenministeriums vom 20. Mai 1953.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurde ein Teil der bis dahin selbständigen Gemeinde Wetzendorf eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam Haimendorf hinzu.[3]

Politik


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Bürgermeister

Bürgermeister ist seit 2014 Klaus Hacker (Freie Wähler). Sein Vorgänger war Günther Steinbauer (SPD).

Stadtrat

Der Stadtrat von Röthenbach a.d.Pegnitz setzt sich aus 24 Stadträten und dem Ersten Bürgermeister zusammen.

CSU SPD GRÜNE FW Gesamt
2002 7 13 1 3 24 Sitze
2008 7 12 2 3 24 Sitze
2014 6 8 3 7 24 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Wappen

Das Stadtwappen zeigt in einem senkrecht in zwei Hälften gespaltenen Schild mit den Farben Rot und Silber einen durchgehenden blauen schräg bzw. diagonal verlaufenden Bach. In der Mitte des Wappens bzw. des Baches sieht man ein achtschaufeliges goldenes Mühlrad. Der Bach symbolisiert den Röthenbach, der hier in die Pegnitz mündet. Das Mühlrad symbolisiert die am Ufer des Röthenbaches errichteten Mühlen, z. B. eine neue Pulver- und Papiermühle von 1499, später eine Polierglasschleife.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Schnackenhof

Der Schnackenhof ist eine Begegnungsstätte für Künstler, Philosophen, Wissenschaftler, interessierte Laien und Bürger mit Salons und Veranstaltungen, die sich auf Themen der Kunst (Literatur, Musik, bildende Kunst) aber auch auf ästhetische Fragen des täglichen Lebens (Einrichten, Bauen, Festlichkeit, Zeitmanagement, Geschichte der Landschaft, Umgebungsästhetik, Philosophie des Gartens usw.) beziehen. Die Aktivitäten des Schnackenhofs werden vom Röthenbacher Kunstförderverein e. V. unterstützt.

Museen

Bauwerke

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Röthenbach an der Pegnitz

Veranstaltungen

Sport

Religionen und Weltanschauungen


Christentum

In Röthenbach sind mehrere christliche Kirchengemeinden und Glaubensrichtungen vertreten. Die evangelische Kirche und die römisch-katholische Kirche haben je eine Kirche, die Katholiken St. Bonifatius im Alten Kirchenweg, die Protestanten an der Bahnhofstraße die Heilig-Kreuz-Kirche. Außerdem gibt es einen Königreichssaal der Zeugen Jehovas in der Friedhofstraße. Zusätzlich gibt es ein Gemeindezentrum der Landeskirchlichen Gemeinschaft in der Schützenstraße.

Islam

In Röthenbach gibt es eine große muslimische Gemeinde. Sie besitzt gegenüber vom Bahnhof in der Bahnhofstraße seit 2012 ein eigenes Gemeindezentrum.

Wirtschaft und Infrastruktur


Wirtschaft

Röthenbach gehört mit seiner leistungsstarken Industrie der Firma Graphite Cova GmbH (ehemals Conradty) und Werken des Teilkonzerns Diehl Metall der Diehl Stiftung mit rund 2000 Beschäftigten zu den Industriestädten des Großraums Nürnberg. Neben den großen Industriebetrieben ist der Wirtschaftsstandort Röthenbach durch kleine und mittlere Unternehmen sowie eine gute Versorgung im Einzelhandel (Stadtmitte sowie im Fachmarktzentrum Speckschlag) geprägt. Mit der Erschließung des Gewerbegebiets Mühllach stehen weitere Flächen für die gewerbliche Entwicklung zur Verfügung.

Verkehr

Röthenbach hat in geringer Entfernung Anschluss an die Bundesautobahn 3 mit der Anschlussstelle Nürnberg-Mögeldorf, an die Bundesautobahn 9, Anschlussstelle Lauf-Süd, sowie an die Bundesautobahn 6 mit der Anschlussstelle Altdorf bei Nürnberg/Leinburg.

Durch die Stadt verläuft die Staatsstraße 2241, die außerhalb von Röthenbach entlang des linksseitigen Pegnitzufers vom Stadtzentrum Lauf a.d.Pegnitz durch Röthenbach zur Stadtmitte Nürnberg (Hauptbahnhof) führt. Über die einzige Pegnitzbrücke gelangt man in die Nachbargemeinde Rückersdorf, durch das die entlang des rechtsseitigen Pegnitzufers geführte Bundesstraße 14 verläuft.

Röthenbach liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf, die Stadt ist mit der S-Bahnlinie S1, Streckenast Nürnberg-Hartmannshof, erreichbar. Innerhalb des Stadtgebiets gibt es einen Bahnhof und zwei Haltepunkte: Röthenbach (Pegnitz), Röthenbach-Steinberg und Röthenbach-Seespitze.

Bildung

Persönlichkeiten


Ehrenbürger


Literatur


Weblinks


Commons: Röthenbach an der Pegnitz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Röthenbach a.d.Pegnitz in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 25. Dezember 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 509.
  4. Bayerisches Landesamt fürStatistik und Datenverarbeitung
  5. Conrad Conradty (1827–1901) (Memento des Originals vom 28. September 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. von Kathrin Stranghöhner und Tanja Wagner, Geschwister-Scholl-Gymnasium Röthenbach



Kategorien: Röthenbach an der Pegnitz | Gemeinde in Bayern | Ort im Landkreis Nürnberger Land | Ersterwähnung 1311 | Stadt in Bayern | Stadtrechtsverleihung 1953 | Gemeindegründung 1818



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Röthenbach an der Pegnitz (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0


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