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Punische Kriege

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Als Punische Kriege (von lateinisch Poeni = Punier) bezeichnet man eine Serie von drei Kriegen der Antike (264 bis 146 v. Chr.) zwischen der See- und Handelsmacht Karthago und dem jungen Römischen Reich, das siegreich aus diesem Konflikt hervorging.

Inhaltsverzeichnis

Übersicht


Verlauf


Die Karthager, von den Römern Poeni (Punier) genannt, waren ein alteingesessenes Seefahrervolk, das Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. den westlichen Mittelmeerraum kontrollierte. Karthago, gelegen im heutigen Tunesien, war zunächst eine Kolonie der phönizischen Stadt Tyros. Als Tyros aufgrund der Expansion der Assyrer, Babylonier und Perser unter Druck geraten war, gelang es Karthago im 6. Jahrhundert v. Chr., die meisten phönizischen Kolonien zu übernehmen und zur neuen Mutterstadt und Schutzmacht für sie zu werden. Früh kontrollierte die Stadt unter anderem den Westen Siziliens mit der uneinnehmbaren Festung Lilybaion, ohne aber jemals die ganze Insel zu gewinnen. Vor Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. war das Verhältnis zwischen Rom und Karthago ein kooperatives, was sich an mehreren Verträgen ablesen lässt.

Als Rom eine Chance erkannte, einen Brückenkopf in Sizilien zu erringen, trat Karthago ihm entgegen, weil es dadurch seine eigenen Besitzungen im Westen der Insel gefährdet sah. Dieser anfängliche Lokalkonflikt weitete sich im Ersten und Zweiten Punischen Krieg in einen Kampf um die Hegemonie im westlichen Mittelmeer aus. Der dauerte 43 Jahre und wurde von beiden Seiten energisch und mit großem Ressourceneinsatz betrieben.

Obwohl Rom mehrmals am Rand einer Niederlage stand, gewann es aufgrund seiner letztlich überlegenen Reserven an Mensch und Material beide Kriege, wohingegen Karthago merklich geschwächt daraus hervorging. Nach dem endgültigen Triumph bei der Schlacht von Zama 202 v. Chr. lag Karthago am Boden und sah sich faktisch auf den Status eines römischen Vasallenstaates herabgesetzt, der keine unabhängige Außenpolitik mehr betreiben durfte. Gleichwohl fürchteten angeblich vor allem die römischen Konservativen unter Marcus Porcius Cato dem Älteren ein Wiedererstarken des Feindes und bevorteilten massiv Karthagos nordafrikanische Rivalen. Zudem lockte der Reichtum der Stadt. Schließlich beseitigten die Römer den karthagischen Staat im Dritten Punischen Krieg endgültig. Sie zerstörten 146 v. Chr. die Stadt selbst (dass die Römer Salz auf die Äcker streuten, um sie unfruchtbar zu machen, ist allerdings eine moderne Legende) und richteten die neue Provinz Africa ein. Die Stadt Karthago wurde etwa ein Jahrhundert später unter Gaius Julius Caesar neu gegründet und erlebte in den folgenden Jahrhunderten als Teil des Imperium Romanum eine erneute Blüte, die bis zum Ende der Antike anhielt.

Quellen


Über die Punischen Kriege berichten unter anderem:

Literatur


Weblinks





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