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Produktionswert


Der Produktionswert ist eine volkswirtschaftliche Kennzahl, die die Summe des Wertes aller in einer Volkswirtschaft (von In- und Ausländern) produzierten Güter und Dienstleistungen angibt.

Inhaltsverzeichnis

Berechnung


Er setzt sich aus dem Wert der Verkäufe von Waren und Dienstleistungen aus Eigenfertigung, aus dem Wert der Bestandsveränderungen an Halb- und Fertigfabrikaten aus eigener Produktion und aus dem Wert der selbst erstellten Anlagen (Eigenleistungen) zusammen. Die Bewertung erfolgt in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zu Herstellungspreisen, es werden also die Gütersteuern nicht addiert und die Gütersubventionen nicht subtrahiert.

Werden vom Produktionswert die Vorleistungsgüter abgezogen, ergibt sich die Bruttowertschöpfung. Die Addition der Gütersteuern (Produktions- und Importabgaben) und Subtraktion der Gütersubventionen ergibt das Bruttoinlandsprodukt.

Berechnung des Inlandsprodukts:
Produktionswert
Vorleistungen
= Bruttowertschöpfung
+ Verbrauchsteuern
Subventionen
= Bruttoinlandsprodukt
Primäreinkommen an die übrige Welt
+ Primäreinkommen aus der übrigen Welt
= Bruttonationaleinkommen
Abschreibungen
= Nettonationaleinkommen
Produktions- und Importabgaben an den Staat
+ Subventionen vom Staat
= Volkseinkommen

Arten


Der Bruttoproduktionswert entspricht den insgesamt eingesetzten gesamten Produktionsfaktorleistungen zur Produktion der aggregierten betrieblichen Leistungen. Der Nettoproduktionswert ergibt sich, wenn vom Bruttoproduktionswert die Abschreibungen abgezogen werden.[1] Aus der Gegenüberstellung beider ergibt sich die volkswirtschaftliche Kennzahl der Nettoqoute:[2]

\({\displaystyle Nettoqoute={\frac {\text{Nettoproduktionswert}}{\text{Bruttoproduktionswert}}}}\).

Die Nettoquote ist in der Urproduktion besonders hoch, weil hier als Vorleistungsgüter nur Betriebsstoffe und Hilfsstoffe vorkommen, kaum aber die wertvolleren Rohstoffe. Relativ hoch ist die Nettoquote bei allen Wirtschaftssektoren, die wenig Material hinzukaufen, sondern durch ihre Produktion erst Rohstoffe hervorbringen. Dies ist vor allem bei den Grundstoffindustrien und in der Urproduktion der Fall.[3]

Weblinks


Einzelnachweise


  1. Rainer Fischbach/Klaus Wollenberg, Volkswirtschaftslehre 1, 2007, S. 113
  2. Volker Häfner, Gabler Volkswirtschafts-Lexikon, 1983, S. 395
  3. Wilhelm Cornides, Wirtschaftsstatistik der deutschen Besatzungszonen 1945-1948 in Verbindung mit der deutschen Produktionsstatistik der Vorkriegszeit, 1948, S. 6









Kategorien: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung | Volkswirtschaftliche Kennzahl | Volkswirtschaftslehre




Stand der Informationen: 23.02.2021 04:13:41 CET

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