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Playboy (Magazin)

Playboy
Beschreibung Männer- und Lifestylemagazin
Sprache Englisch
Verlag Playboy Enterprises (Vereinigte Staaten)
Hauptsitz Chicago, Illinois
Erstausgabe 1. Dezember 1953
Gründer Hugh Hefner
Erscheinungsweise vierteljährlich
Verkaufte Auflage 206.483 Exemplare
(2018 )
Chefredakteur James Rickman
Geschäftsführer Ben Kohn
Weblink playboyenterprises.com
ISSN (Print)

Playboy ist ein US-amerikanisches Männermagazin, das primär für erotische Fotografie bzw. Aktfotografie bekannt ist, sich in seinen Artikeln aber auch mit verschiedensten Lifestyle-Themen beschäftigt. Herausgeber der amerikanischen Ausgabe ist das Unternehmen Playboy Enterprises, das von Hugh Hefner gegründet und später von seiner Tochter Christie Hefner geleitet wurde. Es erscheint mittlerweile jeweils als Lizenzprodukt in der Landessprache und mit eigenen Themen in über 30 Ländern.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Die erste Ausgabe erschien im Dezember 1953 in den Vereinigten Staaten und enthielt ein aufklappbares Blatt (Centerfold), auf dem Marilyn Monroe recht freizügig posierte, daneben eine Sherlock-Holmes-Geschichte, einen Artikel über die Dorsey-Brüder (Jimmy und Tommy) und einen Bericht über das Tisch-Design im modernen Büro. Von den 70.000 Exemplaren der Startauflage wurden 54.175 zum Preis von 0,50 US-Dollar verkauft.

Ursprünglich sollte die Zeitschrift Stag Party (etwa: „Junggesellen-Party“) heißen, was aus markenrechtlichen Gründen jedoch nicht möglich war. Ein Freund des Herausgebers Hugh Hefner schlug dann den Namen Playboy vor.

Zu seinem Höhepunkt im Jahr 1975 hatte das Magazin für „Alles, was Männern Spaß macht“ in den Vereinigten Staaten eine reguläre Auflage von 5,6 Millionen Exemplaren. Die Ausgabe vom November 1972 verkaufte sogar eine einmalige Auflage von 7 Millionen Heften.[1] Anfang der 1970er Jahre begann das Heft mit fremdsprachigen Ausgaben in europäischen Ländern, die ersten erschienen in Deutschland, Italien und Frankreich. Weitere internationale Ausgaben folgten. Der Playboy wird in insgesamt 32 Ländern (Stand: 1. Juli 2012) publiziert. Darunter sind neben den USA unter anderem Brasilien, Bulgarien, Kroatien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Mexiko, Niederlande, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien und Spanien. Für 2012 wurde die Weltauflage mit insgesamt 4,5 Millionen Exemplaren angegeben. Anfang 2015 wurden 800.000 Exemplare in den USA verkauft.[1]

Seit dem 3. April 2008 erscheint das Magazin auch auf den Philippinen. Gerade in Asien gibt es aufgrund der freizügigen Bilder erhebliche Proteste. So darf der Playboy in China und Malaysia nicht verkauft werden. Auch aufgrund der massiven Proteste in Indonesien werden in der philippinischen Variante deshalb keine völlig nackten Frauen abgebildet – ein Schwerpunkt wird auf eine hohe Textqualität gelegt.[2]

Dazu gibt es noch zahlreiche Special Editions, die vorwiegend in den USA erscheinen (z. B. Voluptuous Vixens, College Girls, Book of Lingerie). Heute ist Playboy auch im Internet verbreitet, dort werden Artikel und sonstige multimediale Inhalte veröffentlicht. Es existiert ein Mitgliedschaftskonto, der sogenannte Cyberclub.

2015 entschied sich der Verlag, online keine vollständige Nacktheit mehr zu zeigen. Diese Änderung gilt als Reaktion auf die Richtlinien von Unternehmen wie Facebook und Apple, die als Marketing- oder Vertriebswege wichtig sind und konservative Einstellungen zu Sexualität und Nacktheit haben. Der Verlag gibt an, dass er dadurch seine Reichweite auf 16 Millionen Unique Monthly Users vervierfacht habe, der Altersdurchschnitt sei von 47 Jahren auf 30 Jahre gefallen, womit die Nutzer für Werbetreibende eine deutlich wertvollere Zielgruppe geworden seien.[1] Im Oktober 2015 wurde bekannt, dass ab März 2016 auch im Heft keine völlig nackten Frauen mehr abgebildet werden. Laut Verlag sei Nacktheit im Internet überall frei verfügbar und kein Anreiz für den Kauf des Playboys mehr. Man wolle weiterhin schöne Frauen als Playmates durch prominente Fotografen abbilden lassen, sie wären aber in Zukunft jugendfrei und weniger aufwendig retuschiert.[1] Die Entscheidung wurde nach etwa einem Jahr als Fehler eingesehen und rückgängig gemacht; seit der Ausgabe März/April 2017 sind wieder Nacktaufnahmen im Playboy enthalten.[3]


Das mittlerweile weltberühmte Logo, der stilisierte Hasenkopf mit Fliege, wurde vom Designer Art Paul 1953 für die zweite Ausgabe entworfen und war seitdem auf dem Cover jeder US-Ausgabe zu sehen.

Das Playboy-Bunny – das Logo des Magazins in verschiedenen Abwandlungen:

Playboy in Deutschland


Playboy
Beschreibung Männer- und Lifestylemagazin
Sprache Deutsch
Verlag Playboy Deutschland Publishing GmbH (Deutschland)
Hauptsitz München
Erstausgabe 1. August 1972
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 117.521 Exemplare
(IVW 3/2019)
Verbreitete Auflage 119.447 Exemplare
(IVW 3/2019)
Reichweite 0,75 Mio. Leser
(MA 2019 II)
Chefredakteur Florian Boitin
Geschäftsführer Burkhard Graßmann
Weblink playboy.de
ISSN (Print)

Die erste deutsche Ausgabe des Playboy erschien unter der Regie von Chefredakteur Raimund le Viseur am 1. August 1972. Zu diesem Zeitpunkt hatte die sogenannte „Sexwelle“ Deutschland erreicht.

Bis Dezember 2002 wurde die deutsche Ausgabe des Playboys von der Bauer Verlagsgruppe publiziert. Seit Januar 2003 wird sie von der Playboy Deutschland Publishing GmbH, einer Tochtergesellschaft von Hubert Burda Media, herausgegeben. Zum 1. Januar 2020 übernehmen Florian Boitin und Myriam Karsch im Rahmen eines Management-Buy-outs die Zeitschrift.[4]

Auflage

Die deutsche Ausgabe hat in den vergangenen Jahren erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 57,4 Prozent gesunken.[5] Sie beträgt gegenwärtig 117.521 Exemplare.[6] Das entspricht einem Rückgang von 158.234 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 38,9 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[7]

Argentinien


Playboy in Österreich


Die erste österreichische Playboy-Ausgabe wurde am 15. März 2012 publiziert und ging mit einer Auflage von 60.000 Stück in den Verkauf. Vor Verkaufsbeginn dieser ersten österreichischen Fassung wurden monatlich ungefähr 15.000 Exemplare der deutschen Ausgabe in Österreich vertrieben.

Es handle sich bei der österreichischen Edition ausdrücklich nicht um eine regionale Version des deutschen Playboys. Es existiert ein eigenes, österreichisches Autorenteam, welches auf österreichische Themen setzt.[8]

Das erste Playmate war die zu diesem Zeitpunkt zwanzigjährige Grazerin Anna Repnik.[9]

Internationale Playboy-Ausgaben


Vom Magazin Playboy gibt es aktuell 35 internationale Editionen. Das Erscheinen von acht Editionen wurde inzwischen eingestellt (Georgien, Hongkong, Indonesien, Japan, Norwegen, Schweden, Taiwan, Türkei). Jüngstes Mitglied in der Playboy-Gemeinde ist Israel. Nachdem das Erscheinen der australischen Playboy-Ausgabe im Januar 2000 eingestellt wurde, wird zwischenzeitlich durch den südafrikanischen Lizenznehmer wieder eine eigene australische Ausgabe produziert.[10] In Südafrika erscheint das Playboy-Magazin sowohl in englischer Sprache als Playboy South Africa als auch in Afrikaans als Playboy Suid Afrika, wobei beide Ausgaben trotz gleichem Herausgeber inhaltlich eigenständig sind. In Singapur wird ein Playboy-Magazin unter dem Namen VIP vertrieben. Es weist alle Merkmale der normalen Playboyhefte auf, z. B. gibt es ein Playmate des Monats.

Land Ausgabezeitraum
ArgentinienArgentinien Argentinien 1985 (JUN) – 1995 (DEZ), 2005 (DEZ) – heute
Australien Australien 1979 (FEB) – 2000 (JAN), ???? - heute
Brasilien Brasilien 1975 (AUG) – heute
Bulgarien Bulgarien 2002 (APR) – heute
DeutschlandDeutschland Deutschland 1972 (AUG) – heute
Estland Estland 2007 (OKT) – heute
Frankreich Frankreich 1973 (NOV) – 1988 (APR), 1991 (SEP) – heute
Georgien Georgien 2007 (JUL) – 2008 (APR)
GriechenlandGriechenland Griechenland 1985 (APR) – heute
HongkongHongkong Hongkong 1986 (AUG) – 1993 (OKT)
Indonesien Indonesien 2006 (APR) – 2007 (JUN), 2008 (SEP)
Israel Israel 2013 (MRZ) – heute
Italien Italien 1972 (NOV) – 2003 (DEZ), 2009 (JAN) – heute
Japan Japan 1975 (JUL) – 2009 (JAN)
KolumbienKolumbien Kolumbien 2008 (MRZ) – heute
Kroatien Kroatien 1997 (FEB) – heute
LettlandLettland Lettland 2010 (OKT) – heute
LitauenLitauen Litauen 2008 (NOV) – heute
Mazedonien 1995Mazedonien Mazedonien 2010 (OKT) – heute
Mexiko Mexiko 1976 (NOV) – 1998 (FEB), 2002 (NOV) – heute
MongoleiMongolei Mongolei 2010 (OKT) – heute
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2013 (NOV) – heute
Niederlande Niederlande 1982 (OKT) – heute
NorwegenNorwegen Norwegen 1998 (JAN) – 1999 (MAI)
Österreich Österreich 2012 (APR) – heute
Philippinen Philippinen 2008 (APR) – heute
Polen Polen 1992 (DEZ) – heute
Portugal Portugal 2009 (APR) 2010 (AUG), 2011 (MAI) – heute
RumänienRumänien Rumänien 1999 (NOV) – heute
Russland Russland 1995 (JUL) – heute
SchwedenSchweden Schweden 1999 (JAN) – 1999 (SEP)
Serbien Serbien 2004 (JAN) – heute
Singapur Singapur (VIP) 2009 (APR) – 2009 (DEZ), 2011 (MAI) – heute
Slowakei Slowakei 1997 (FEB) – 2003 (APR), 2005 (OKT) – heute
Slowenien Slowenien 2001 (JUN) – heute
SpanienSpanien Spanien 1978 (NOV) – heute
SudafrikaSüdafrika Südafrika 1993 (DEZ) – 1996 (DEZ), 2011 (APR) – heute
TaiwanRepublik China (Taiwan) Taiwan 1990 (APR) – 2003 (DEZ)
ThailandThailand Thailand 2012 (APR) – heute
Tschechien Tschechien 1991 (MAI) – heute
TurkeiTürkei Türkei 1986 (JAN) – 1995 (JUN)
Ukraine Ukraine 2005 (SEP) – heute
Ungarn Ungarn 1989 (DEZ) – 1993 (JUL), 1999 (NOV) – heute
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1953 (DEZ) – heute
VenezuelaVenezuela Venezuela 2006 (OKT) – heute

Ausgaben in Brailleschrift


In den Jahren von 1970 bis 1985 publizierte der Verlag sein Magazin auch in Brailleschrift.[11]

Online-Shop


Mit dem Online-Shop PlayboyVapor.com startete der Playboy im Januar 2014 ein neues Verkaufskonzept, um die Produkte von Playboy an Endkunden zu verkaufen. Auf PlayboyVapor.com bietet der Playboy Tabak- und Nikotinprodukte an, darunter auch Wasserpfeifen und elektronische Zigaretten. Zu jeder Bestellung werden kostenlose Kondome als Give-away beigelegt. Der erste offizielle Webshop von Playboy, PlayboyStore.com, ist seit Jahren auf einem Abstiegskurs, was den Umsatz anbelangt.[12]

Siehe auch


Literatur


Weblinks


 Commons: Playboy  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. a b c d New York Times: Playboy to Drop Nudity as Internet Fills Demand , 12. Oktober 2015
  2. Jürgen Schmieder: „Vielleicht einen Nippel zeigen“. In: Süddeutsche Zeitung, 2. April 2008.
  3. http://www.bbc.com/news/world-us-canada-38963007 (abgerufen am 6. Mai 2017)
  4. Nach 17 Jahren: Burda gibt “Playboy”-Lizenz an Führungs-Duo Florian Boitin und Myriam Karsch ab meedia.de, 24. Juni 2019
  5. laut IVW, (Details auf ivw.eu )
  6. laut IVW, drittes Quartal 2019 (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu )
  7. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu )
  8. Playboy • Erste Österreich-Ausgabe – news.at
  9. Anna Repnik ist das Playmate der „Österreich-Edition“ – „Traum wird wahr“ – Stars & Society – krone.at
  10. Webseite des australischen Playboy-Magazins , abgerufen am 7. Oktober 2018
  11. Porno in Brailleschrift – Blinde bekommen scharfe Kurven zum Anfassen. spiegel.de, 13. April 2010.
  12. Jon Love: Playboy lights up a new e-commerce site selling electronic cigarettes and hookahs. Internet Retailer, 24. Januar 2014. Abgerufen am 27. Januar 2014.



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Stand der Informationen: 01.11.2019 10:13:05 CET - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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