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Pinyin




Hanyu Pinyin Fang’an (chinesisch 漢語拼音方案 / 汉语拼音方案, Pinyin Hànyǔ Pīnyīn Fāng’àn – „Programm zur Fixierung der Laute im Chinesischen“), meist nur kurz Pinyin (拼音), zur Abgrenzung von Tongyong Pinyin (通用拼音, Tōngyòng Pīnyīn) auch Hanyu Pinyin (漢語拼音 / 汉语拼音) genannt, ist die offizielle chinesische Romanisierung des Hochchinesischen in der Volksrepublik China. Diese von Zhou Youguang entwickelte phonetische Umschrift auf der Basis des lateinischen Alphabets wurde vom Staatsrat am 6. Februar 1956 offiziell beschlossen und Ende 1957 genehmigt.[1] Sie löste damit auf dem Festland die 1921 eingeführte nicht-lateinische Zhuyin-Umschrift (Bopomofo) ab.

Die durch die Pinyin-Umschrift angegebene Aussprache basiert auf dem Hochchinesischen (普通話 / 普通话, pǔtōnghuà). Pinyin ist bei der Internationalen Organisation für Normung (ISO) als ISO 7098:1991 (zweite Auflage nach 1982) registriert und damit als internationaler Standard anerkannt. In der Volksrepublik China wird Pinyin durch die nationale Norm GB/T 16159 definiert, die zuletzt 2012 revidiert wurde (GB/T 16159-2012); für die Schreibung von Personennamen gilt die Norm GB/T 28039-2011.[2]

Seit 1. Januar 2009 ist auch in der Republik China auf Taiwan auf Beschluss der 2008 gewählten Kuomintang-Regierung Hanyu Pinyin offizieller Standard. In den von der Partei DPP regierten Städten und Landkreisen wird diese nicht verbindliche Verordnung jedoch nicht befolgt und weiterhin die 2002 eingeführte Umschrift Tongyong Pinyin verwendet.[3]

Inhaltsverzeichnis

Schreibung der Silben


Da die chinesischen Zeichen fast[4] immer genau eine Silbe beschreiben, ist auch die Pinyin-Umschrift silbenbasiert. Die chinesische Silbe besteht aus einem Anlaut und einem Auslaut. Die Silbe ba besteht aus dem Anlaut b und dem Auslaut a. Die meisten Auslaute können auch ohne Anlaut gesprochen werden. Da sich das chinesische und das deutsche Lautsystem in einigen Punkten erheblich unterscheiden, sind die Aussprachehinweise nur Näherungen. In der zweiten Spalte steht jeweils die Aussprache nach dem Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA) in Anlehnung an Lee & Zee[5], Duanmu[6] und Lin[7].

Anlaute

Pinyin IPA Beschreibung
b [] stimmloses b
p [] wie im Deutschen, behaucht
m [m] wie im Deutschen
f [f] wie im Deutschen
d [] stimmloses d
t [] wie im Deutschen, behaucht
n [n] wie im Deutschen
l [l] wie im Deutschen
g [ɡ̊] stimmloses g
k [] wie im Deutschen, behaucht
h [χ] wie in lachen oder spanisches j
x [ɕ] wie ch in ich und ß in weiß gleichzeitig
j [d̥ɕ] wie d plus Pinyin x; ähnlich wie in Mädchen, aber viel weicher
q [tɕʰ] wie t plus Pinyin x; ähnlich wie in Mädchen, aber stark behaucht
s [s] wie in weiß (stimmloses s)
c [tsʰ] wie t plus s: ähnlich wie deutsches tz
z [d̥z̥] ähnlich wie deutsches d und stimmhaftes s zusammen
w [w] wie in Englisch well
y [j, ɥ] wie j in Deutsch ja oder y in Englisch yes; vor einem u wird es mit gerundeten Lippen ausgesprochen
sh [ʂ] ähnlich wie deutsches sch, aber retroflex
zh [ɖ̥ʐ̥] wie d plus Pinyin sh; ähnlich wie in Dschungel, aber stimmlos sowie retroflex (mit zurückgebogener Zungenspitze)
ch [ʈʂʰ] wie t plus Pinyin sh; ähnlich wie deutsches tsch
r [ɻ] ähnlich wie französisches j (bonjour), aber retroflex

Auslaute

Jeder Auslaut besteht aus bis zu drei Komponenten:

Es sind nicht alle Kombinationen realisiert, und es gibt gewisse Lautverschiebungen (siehe Lautschrift) sowie die Silbe er, die nicht in dieses Schema passt.

Endlaut Interjektion
[] [] [n] [ŋ] [ɻ]
Gleitlaut -i [ɻ̩], [ɹ̩] e [ɤ] a [a] ei [ei̯] ai [ai̯] ou [ou̯] ao [au̯] en [ən] an [an] ong [ʊŋ] eng [əŋ] ang [] er [ɚ] o [ɔ]
ê [ɛ]
[u] u [u] uo [u̯o] ua [u̯a] uei [u̯ei̯] uai [u̯ai̯] uen [u̯ən] uan [u̯an] ueng [u̯əŋ] uang [u̯aŋ]
[i] i [i] ie [i̯e] ia [i̯a] iai [i̯ai̯] iou [i̯ou̯] iao [i̯au̯] in [in] ian [i̯ɛn] iong [i̯ʊŋ] ing [] iang [i̯aŋ] io [i̯ɔ]
[y] ü [y] üe [y̆e] ün [yn] üan [y̆ɛn]

Die Auslaute werden je nach Anlaut teilweise unterschiedlich geschrieben:

Pinyin IPA Beschreibung
Einfache Vokale
a [a] wie in war
e [ɤ] [ə] Zungenstellung wie bei o in rot, aber ohne Rundung der Lippen. Wird in einigen unbetonten Silben als Schwa gesprochen.
-i, yi [i] wie in nie, außer nach zh, ch, sh, r, z, c und s
-i [ɻ̩] nach zh, ch, sh und r: Kein Vokal, die Zunge verbleibt in der Stellung des Konsonanten. Klingt wie in englisch sir mit amerikanischer Aussprache.
-i [ɹ̩] nach z, c und s: Zungenstellung wie bei u in Buch, aber mit gespreizten Lippen
-u, wu [u] wie in Buch, nach j, q und x wie ü
-ü, yu [y] wie in über
er [ɚ] wie englisch hurt in amerikanischer Aussprache
Diphthonge und Triphthonge
ai [ai̯] wie in Mai
ao [au̯] ähnlich wie in Frau, das u wird ganz schwach artikuliert und tendiert zu o
ou [ou̯] offenes o wie in doch, gefolgt von unsilbischem u
ei [ei̯] wie in englisch day
-ia, ya [i̯a] wie in Sambia
yai [i̯ai̯] wie in jein
-iao, yao [i̯au̯] wie in miau, das u tendiert zu o
-iu, you [i̯ou̯] wie in Yoga mit Andeutung eines u
-ie, ye [i̯e] wie in englisch yes
-ua, wa [u̯a] wie in Guarana
-uai, wai [u̯ai̯] wie in englisch wife
-uo, -o, wo [u̯o] wie in englisch water
-ui, wei [u̯ei̯] wie englisch way
-üe, -ue, yue [y̆e] wie bei ie, ye, aber mit ü wie in über statt mit i beginnend
Auslaute auf -n
an [an] wie in wann
-ian, yan [i̯ɛn] wie in Ambiente
-uan, wan [u̯an] wie in Assuan, nach j, q und x siehe uan, yuan
-uan, yuan [y̆ɛn] nach j, q und x: Aussprache wie in Kühen; wie ian, yan, aber mit ü wie in über statt mit i beginnend
en [ən] wie in machen
-in, yin [in] wie in bin, aber mit geschlossenem i wie in nie
-un, wen [u̯ən] wie in Individuen, nach j, q und x siehe un, yun
-un, yun [yn] nach j, q und x: ün (wie in Französisch une)
Auslaute auf -ng
ang [] wie in Angst
-iang, yang [i̯aŋ] wie in italienisch bianca
-uang, wang [u̯aŋ] wie bei ang dem ein unsilbisches u vorausgeht
-ong [ʊŋ] wie in Hunger
-iong, yong [i̯ʊŋ] wie jung
-eng [əŋ] offenes o wie in doch, aber ohne Lippenrundung, gefolgt von ng
weng [u̯əŋ] wie bei eng dem ein unsilbisches u vorausgeht
-ing, ying [] wie in Ding, aber mit geschlossenem i wie in nie
Interjektion
o [ɔ] alleinstehend wie in doch, nach b, p, m und f eher wie bei uo (siehe dort)
yo [i̯ɔ] wie in Joch

Matrix aller Silben

In der folgenden Tabelle sind alle Silben des Hochchinesischen nach An- und Auslaut aufgeführt. Die Sortierung erfolgt phonetisch, nicht nach dem Schriftbild. Das heißt:

Die Silbe yai kommt in der hochsprachlichen Variante der Republik China vor, nicht jedoch in der Variante der Volksrepublik China. Nur im Wortschatz von Dialekten vorkommende Silben sind eingeklammert.

b p m f d t n l g k h j q x zh ch sh r z c s
a a ba pa ma fa da ta na la ga ka ha zha cha sha za ca sa
ai ai bai pai mai dai tai nai lai gai kai hai zhai chai shai zai cai sai
ao ao bao pao mao dao tao nao lao gao kao hao zhao chao shao rao zao cao sao
an an ban pan man fan dan tan nan lan gan kan han zhan chan shan ran zan can san
ang ang bang pang mang fang dang tang nang lang gang kang hang zhang chang shang rang zang cang sang
e e me de te ne le ge ke he zhe che she re ze ce se
o o bo po mo fo lo
ei ei bei pei mei fei dei nei lei gei (kei) hei zhei shei zei
ou ou pou mou fou dou tou nou lou gou kou hou zhou chou shou rou zou cou sou
en en ben pen men fen den nen gen ken hen zhen chen shen ren zen cen sen
eng eng beng peng meng feng deng teng neng leng geng keng heng zheng cheng sheng reng zeng ceng seng
er er
u wu bu pu mu fu du tu nu lu gu ku hu zhu chu shu ru zu cu su
ua wa gua kua hua zhua chua shua
uai wai guai kuai huai zhuai chuai shuai
uan wan duan tuan nuan luan guan kuan huan zhuan chuan shuan ruan zuan cuan suan
uang wang guang kuang huang zhuang chuang shuang
uo wo duo tuo nuo luo guo kuo huo zhuo chuo shuo ruo zuo cuo suo
uei wei dui tui gui kui hui zhui chui shui rui zui cui sui
uen wen dun tun nun lun gun kun hun zhun chun shun run zun cun sun
ong dong tong nong long gong kong hong zhong chong rong zong cong song
ueng weng
i yi bi pi mi di ti ni li ji qi xi
ia ya lia jia qia xia
iai yai
iao yao biao piao miao (fiao) diao tiao niao liao jiao qiao xiao
ian yan bian pian mian dian tian nian lian jian qian xian
iang yang niang liang jiang qiang xiang
ie ye bie pie mie die tie nie lie jie qie xie
io yo
iou you miu diu niu liu jiu qiu xiu
in yin bin pin min nin lin jin qin xin
ing ying bing ping ming ding ting ning ling jing qing xing
iong yong jiong qiong xiong
ü yu ju qu xu
üan yuan juan quan xuan
üe yue nüe lüe jue que xue
ün yun jun qun xun
-i zhi chi shi ri zi ci si

Bis auf er kann all diesen Silben im Hochchinesischen und vermehrt in der Aussprache Pekings ein -r angehängt werden, das oft die Aussprache stark verändert und klangliche Unterschiede zwischen sonst klar geschiedenen Silben zum Verschwinden bringt, was in der Pinyin-Umschrift aber unberücksichtigt bleibt. Hinzu kommen noch die Interjektion ê sowie Interjektionen mit silbischen Nasalen (hm, hng, m, n, ng). Interjektionen können nicht durch -r erweitert werden.

Silbentrennungszeichen


Wenn in mehrsilbigen Wörtern eine Silbe mit einem a, e oder o beginnt, muss sie immer von der vorangehenden Silbe durch einen Apostroph getrennt werden. Beispiele sind die Städtenamen Xi’an (西安, Xī’ān) und Chang’an (長安 / 长安, Cháng’ān) oder die Wörter tian’e (天鵝 / 天鹅, tiān’é – „Schwan“) und hai’ou (海鷗 / 海鸥, hǎi’ōu – „Möwe“). Ohne Silbentrennungszeichen würden diese Städte als Xian (eine Silbe) und Chan-gan gelesen. Vor den anderen Vokalen (i, u, ü) ist eine solche Regel nicht erforderlich, weil sie am Silbenanfang als y, w, yu geschrieben werden – das y und das w kennzeichnen also bereits die Silbengrenze. Um den Lesefluss zu verbessern, wird der Apostroph auch dort gesetzt, wo keine Verwechslungsgefahr besteht (tiane kann nicht tia-ne gelesen werden, weil es die Silbe tia im Hochchinesischen nicht gibt; ebenso wenig kann haiou als eine Silbe gesprochen werden).[8]

Bezeichnung der Töne


Das Hochchinesische ist eine Konturtonsprache, d. h. jede Silbe wird mit einem bestimmten Tonhöhenverlauf, dem sogenannten Ton gesprochen. In betonten Silben werden vier Töne unterschieden; ein weiterer findet sich nur in unbetonten Silben, die den sogenannten „leichten Ton“ (輕聲 / 轻声, qīngshēng) aufweisen, der manchmal auch als „fünfter“ oder „neutraler Ton“ bezeichnet wird. Der erste Ton wird gleichbleibend hoch gesprochen, beim zweiten Ton steigt die Stimme von einer mittleren Tonhöhe an – ähnlich wie am Ende deutscher Fragesätze. Beim dritten Ton fällt die Stimme zuerst leicht innerhalb des niedrigen Frequenzbandes ab, um dann anzusteigen, und beim vierten fällt die Stimme abrupt von einem hohen Niveau ab. Die Tonhöhe unbetonter Silben im leichten Ton ist demgegenüber für die Bedeutung des Gesagten nicht entscheidend.

Im Pinyin werden die Töne betonter Silben durch diakritische Zeichen kenntlich gemacht, das sind kleine Markierungen über den Vokalen (ā á ǎ à), bei den sehr seltenen vokallosen Silben über den silbischen Nasalen (ḿ ň). Der 1. Ton wird durch ein Makron (ā), der 2. Ton durch einen Akut (á), der 3. Ton durch ein Hatschek (ǎ, Achtung, kein Breve – unten spitz, nicht rund) und der 4. Ton durch einen Gravis (à) dargestellt. Der leichte Ton darf seit der Rechtschreibreform von 2012 in Wörterbüchern durch einen Mittelpunkt vor der Silbe (·ma) bezeichnet werden. Um darauf hinzuweisen, dass eine Silbe entweder in einem der vier Töne betonter Silben oder im leichten Ton gesprochen wird, darf nach der Norm GB/T 16159-2012 eine Kombination der zwei Tonzeichen benutzt werden (zhī·dào). Früher wurde der leichte Ton gelegentlich auch durch einen Punkt (ȧ) oder Ring (å) auf dem Vokal (selten: dem silbischen Nasal) dargestellt.

Steht keine Tastatur oder kein Zeichensatz mit den üblichen Tonmarkierungen zur Verfügung, wird der Ton stattdessen oft durch eine Zahl nach der Silbe bezeichnet, z. B. bedeutet hao3 die Silbe hao im 3. Ton (hǎo). Der leichte Ton wird dabei entweder durch eine 5 oder seltener durch eine 0 bezeichnet. Dieses System findet auch bei manchen Pinyin-basierten Eingabemethoden Verwendung, in denen zusätzlich der Buchstabe ü durch Betätigen der Taste für das im Pinyin unbenutzte v eingegeben wird.

Regeln zur Platzierung der Tonzeichen

Wird ein Tonzeichen auf ein i gesetzt, ersetzt es dabei den i-Punkt. Bei einem ü hingegen wird das Tonzeichen über die Punkte gesetzt (nǚ).

In betonten Silben, die mehrere Vokale enthalten, wird das diakritische Tonzeichen auf den ersten Vokal gesetzt, wenn es sich um ein a, e oder o handelt, ansonsten auf den zweiten Vokal.

Die Tonmarkierungen in nicht durchgehend chinesischen Texten werden häufig weggelassen. Durch die so entstehenden Homographen kommt es allerdings oft zu Mehrdeutigkeiten.

Pinyin und Tonsandhis

Wie auch andere chinesische Sprachen kennt das Hochchinesische Tonsandhis, d. h. vom Kontext abhängige Tonänderungen. Dabei beeinflusst der Ton der nachfolgenden Silbe den Tonverlauf der vorausgehenden. Folgt beispielsweise auf eine Silbe im dritten Ton eine weitere Silbe im dritten Ton, wird die erste der beiden Silben häufig im zweiten Ton ausgesprochen. So wird z. B. (nǐ) + (hǎo) wie ní hǎo ausgesprochen. Ungeachtet des Tonsandhi in der gesprochenen Sprache sind die ursprünglichen Töne im Pinyin immer unverändert beizubehalten (你好, nǐ hǎo); nur zu Demonstrationszwecken dürfen die veränderten Tonhöhenverläufe bezeichnet werden (z. B. im Sprachunterricht).

Offizielle Rechtschreibregeln


Die Rechtschreibregeln für Pinyin lassen sich wie folgt zusammenfassen[9]:

Allgemeine Regeln:

Substantive:

Eigennamen:

Verben:

Adjektive:

Pronomen:

Numeralia und ZEW:

Andere Wortarten:

Chinesische Sprichwörter (chéngyǔ):

Großbuchstaben:

Darstellung der Töne:

Pinyin in Unicode


Kodierte Zeichen

Die auch im Deutschen vorhandenen Grundbuchstaben a–z und A–Z sind im Unicodeblock Basis-Lateinisch kodiert; v und V werden im offiziellen Pinyin nicht verwendet, stehen aber in manchen Eingabesystemen und Datenbanken für ü bzw. Ü.

Zur Bezeichnung der Töne sind folgende Unicodezeichen kodiert; hier aufgenommen sind auch Zeichen mit einem Punkt zur Bezeichnung des neutralen Tons, die – mit Ausnahme des immer noch offiziell optionalen Punkts vor der Silbe in Nachschlagewerken – in einem veralteten Pinyin-Stil verwendet wurden:

Grundzeichen 1. Ton 2. Ton 3. Ton 4. Ton 5. (neutraler) Ton
(allein stehend) ˉ = U+02C9 ˊ = U+02CA ˇ = U+02C7 ˋ = U+02CB [nichts] oder · = U+00B7
(auf Grundzeichen, hier ◌) ◌̄ = U+0304 ◌́ = U+0301 ◌̌ = U+030C ◌̀ = U+0300 [nichts] oder ◌̇ = U+0307
a = U+0061 ā = U+0101 á = U+00E1 ǎ = U+01CE à = U+00E0 a oder ȧ = U+0227
A = U+0041 Ā = U+0100 Á = U+00C1 Ǎ = U+01CD À = U+00C0 A oder Ȧ = U+0226
e = U+0065 ē = U+0113 é = U+00E9 ě = U+011B è = U+00E8 e oder ė = U+0117
E = U+0045 Ē = U+0112 É = U+00C9 Ě = U+011A È = U+00C8 E oder Ė = U+0116
ê = U+00EA (≈e+◌̂=U+0302) ê̄ (ê+◌̄) ế = U+1EBF ê̌ (ê+◌̌) ề = U+1EC1 ê oder ê̇ (ê+◌̇)
Ê = U+00CA (≈E+◌̂=U+0302) Ê̄ (Ê+◌̄) Ế = U+1EBE Ê̌ (Ê+◌̌) Ề = U+1EC0 Ê oder Ê̇ (Ê+◌̇)
i = U+0069 ī = U+012B í = U+00ED ǐ = U+01D0 ì = U+00EC i oder ı̇̇ (ı=U+0131+◌̇+◌̇)
I = U+0049 Ī = U+012A Í = U+00CD Ǐ = U+01CF Ì = U+00CC I oder İ = U+0130
m = U+006D m̄ (m+◌̄) ḿ = U+1E3F m̌ (m+◌̌) m̀ (m+◌̀) m oder ṁ = U+1E41
M = U+004D M̄ (M+◌̄) Ḿ = U+1E3E M̌ (M+◌̌) M̀ (M+◌̀) M oder Ṁ = U+1E40
n = U+006E n̄ (n+◌̄) ń = U+0144 ň = U+0148 ǹ = U+01F9 n oder ṅ = U+1E45
N = U+004E N̄ (N+◌̄) Ń = U+0143 Ň = U+0147 Ǹ = U+01F8 N oder Ṅ = U+1E44
o = U+006F ō = U+014D ó = U+00F3 ǒ = U+01D2 ò = U+00F2 o oder ȯ = U+022F
O = U+004F Ō = U+014C Ó = U+00D3 Ǒ = U+01D1 Ò = U+00D2 O oder Ȯ = U+022E
u = U+0075 ū = U+016B ú = U+00FA ǔ = U+01D4 ù = U+00F9 u oder u̇ (u+◌̇)
U = U+0055 Ū = U+016A Ú = U+00DA Ǔ = U+01D3 Ù = U+00D9 U oder U̇ (U+◌̇)
ü = U+00FC (≈u+◌̈=U+0308) ǖ = U+01D6 ǘ = U+01D8 ǚ = U+01DA ǜ = U+01DC ü oder ü̇ (ü+◌̇)
Ü = U+00DC (≈U+◌̈=U+0308) Ǖ = U+01D5 Ǘ = U+01D7 Ǚ = U+01D9 Ǜ = U+01DB Ü oder Ü̇ (Ü+◌̇)

Äußerst selten verwendet, aber offiziell erlaubt sind folgende Kurzformen für die mit zwei Buchstaben geschriebenen Konsonanten (Digraphen):

Normalform ch Ch/CH ng Ng/NG sh Sh/SH zh Zh/ZH
Kurzform ĉ = U+0109 Ĉ = U+0108 ŋ = U+014B Ŋ = U+014A ŝ = U+015D Ŝ = U+015C ẑ = U+1E91 Ẑ = U+1E90

Zuweilen anzutreffen ist die Benutzung zweier Buchstaben aus dem Unicodeblock IPA-Erweiterungen für das Internationale Phonetische Alphabet (IPA), deren generelles typografisches Design dem in den offiziellen Pinyin-Tabellen, in den meisten Pinyin-Lehrbüchern und in vielen Wörterbüchern gleicht; aus diesem Grund stellen die meisten chinesischen Fonts zur Darstellung der beiden Buchstaben Glyphen zur Verfügung:

Normalbuchstabe a g
IPA-Buchstabe ɑ = U+0251 ɡ = U+0261

Eingabe der Zeichen

Alternativ kann man in Microsoft Word für die Zeichen mit Makron im Fall von a auch A U + 0 3 0 4 und für die Zeichen mit Hatschek A U + 0 3 0 C eingeben und dann die Tastenkombination Alt + C drücken. U+0304, U+030C und U+0307 sind die kombinierenden diakritischen Zeichen ◌̄, ◌̌ und ◌̇ im Unicodeblock Kombinierende diakritische Zeichen. Verfügt die Tastatur über einen Ziffernblock, kann man die kombinierenden diakritischen Zeichen ◌̄, ◌̌ und ◌̇ auch mit Alt + 0772, Alt + 0780 und Alt + 0775 noch einfacher zu einem Buchstaben hinzufügen. Für zum Beispiel muss man dann in Microsoft Word nur Y U Alt + 0780 eingeben. Wichtig ist, dass die Zahlen dabei über den Ziffernblock eingegeben werden.

Eine Alternative für Microsoft Office, Libre Office und Open Office sind die Pinyin Macros von Pinyin Joe's.[10] Dazu erstellt man in Word unter Ansicht→Makros→Makros anzeigen→Erstellen am besten unter dem Namen „Pinyin“ ein neues Makro und fügt den Inhalt des Pinyin-Makros zwischen Sub und End Sub ein. Dann kann man Pinyin nach dem Schema ⇧ Umschalt + H A N 4 Y U 3 Leertaste ⇧ Umschalt + P I N 1 Y I N 1 (anders geschrieben: Han4yu3 Pin1yin1) mit Laut und Tonzahl eingeben, um schließlich über Ansicht→Makros→Makros anzeigen→Ausführen→Pinyin die richtigen Pinyin-Zeichen zu erhalten, im Fall dieses Beispiels also Hànyǔ Pīnyīn („chinesisches Pinyin“).

Siehe auch


Literatur


Weblinks


Wiktionary: Pinyin – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise


  1. Bernhard Zand: Töne verbinden. In: Der Spiegel. Nr. 6, 2014, S. 94 (online 3. Februar 2014).
  2. New Pinyin Standards (2012). Blog-Eintrag von Derk Zech mit Links zu PDF-Dokumenten. (Nicht mehr online verfügbar.) 7. April 2013, archiviert vom Original am 9. November 2013; abgerufen am 9. November 2013 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Lost in Romanisation, The Economist, 7. Juni 2014
  4. Es gibt ein Zeichen ( / ), das zuweilen ein unsilbisches, angehängtes -r bezeichnet, jedoch in anderen Kontexten als einsilbiges ér gelesen wird. Darüber hinaus durften gemäß früheren Auflagen des verbreiteten Schriftzeichen-Wörterbuchs Xinhua Zidian (新华字典 – „Schriftzeichen-Wörterbuch des neuen China“) aus dem Verlag People's Education Press, kurz: PEP (人民教育出版社 – „Volksbildungsverlag“, kurz: 人教社) Zeichen wie „Seemeile“ und „Meile“ zweisilbig als hǎilǐ respektive yīnglǐ ausgesprochen werden, aber auch einsilbig ohne Unterscheidung zu Li“. Derzeit wird empfohlen, diese Maße zweisilbig zu sprechen und als 海里, 英里 zu schreiben. Nicht offiziell aber üblich ist die zweisilbige Aussprache der selteneren Zahlzeichen 廿, 卅, 卌 für 20, 30 und 40 als èrshí, sānshí, sìshí, so, als würden sie 二十, 三十, 四十 geschrieben. Regulär müsste man sie einsilbig niàn, sà, xì lesen.
  5. Lee, Wai-Sum & Zee, Eric: Standard Chinese (Beijing). Journal of the International Phonetic Association 33 (1): 109–112. Cambridge: Cambridge University Press, 2003; doi:10.1017/S0025100303001208
  6. Duanmu, San: The Phonology of Standard Chinese; Oxford: Oxford University Press, 2007²; ISBN 978-0-19-921578-2.
  7. Lin, Yen-Hwei: The Sounds of Chinese; Cambridge: Cambridge University Press, 2007; ISBN 978-0-52-160398-0.
  8. Apostrophes in Hanyu Pinyin: when and where to use them. Abgerufen am 19. Mai 2015 (englisch).
  9. Pinyin.info -a guide to the writing of Mandarin Chinese in romanization. Basic Rules of Hanyu Pinyin Orthography (Summary). Diese Fassung berücksichtigt noch nicht die Änderungen aus dem Jahr 2012. 31. Dezember 2010, abgerufen am 9. November 2013 (englisch).
  10. Chinese Computing Help Desk (englisch) pinyinjoe.com. Abgerufen am 21. September 2019.








Kategorien: Umschrift für Chinesisch








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