Pfaffenhofen (Tirol) - de.LinkFang.org

Pfaffenhofen (Tirol)

Pfaffenhofen
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 7 km²
Koordinaten: 47° 18′ N, 11° 5′ O Koordinaten: 47° 18′ 0″ N, 11° 5′ 0″ O
Höhe: 642 m ü. A.
Einwohner: 1.140 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 6405
Vorwahl: 05262
Gemeindekennziffer: 7 03 40
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lehngasse 1
6405 Pfaffenhofen
Website: www.pfaffenhofen.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Schmid (Offene Dorfliste)
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)

7 OFFENE DORFLISTE - Bürgermeister Andreas Schmid,
2 Unabhängige Liste Pfaffenhofen - ULP,
4 LISTE 4 YOU - L4Y

Lage von Pfaffenhofen im Bezirk Innsbruck-Land
Pfaffenhofen.jpg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Pfaffenhofen ist eine Gemeinde mit 1140 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Innsbruck Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Telfs.

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Pfaffenhofen liegt im Oberinntal bei Telfs, südlich des Inn. Höchster Punkt der Gemeinde ist der 2796 m hohe Hocheder. Siedlungsmäßig ist der Ort mit Telfs und Oberhofen verbunden. Westlich schließt mit der Gemeinde Rietz der Bezirk Imst an.

Gemeindegliederung


Pfaffenhofen besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde.

Nachbargemeinden


Zwei der drei Nachbargemeinden liegen im Bezirk Innsbruck Land, eine im Bezirk Imst.

Telfs
Rietz (Bezirk Imst) Nachbargemeinden Oberhofen im Inntal
Oberhofen im Inntal

Geschichte


Lange bevor der Name „Pfaffenhofen“ existierte, lebten Menschen auf diesem Boden. Die Besiedlung des Talbeckens geht bis in die Urnenfelderkultur zurück.

Archäologische Funde auf dem Ematbödele in Telfs und unter anderem auf dem „Trappeleacker“ in Pfaffenhofen bezeugen, dass das Gebiet während der letzten 3000 Jahre hindurch besiedelt war.

Früh siedelten sich Christen in der Gemeinde an. Im 5. Jahrhundert ließ sich sogar ein Wanderbischof für einige Zeit in Pfaffenhofen nieder. Der Bischofssitz aus dieser Zeit ist heute noch unter dem Presbyterium der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zu bewundern.

Die erste urkundliche Erwähnung Pfaffenhofens stammt aus dem Jahr 1197. In einer Urkunde beendete Bischof Eberhard von Brixen den Streit um ein Gut in „Phafenhofen“ zwischen dem Stift St. Ulrich in Augsburg und Brixner Kanonikern.[1] Die jüngere Forschung geht allerdings davon aus, dass es sich bei dem Ort in Wirklichkeit um Pfaffenhofen an der Glonn handelt, wo das Stift St. Ulrich – im Gegensatz zum tirolischen Pfaffenhofen – seit dem 12. Jahrhundert über umfangreiche Besitzungen verfügte.[2]

1239 wird die Burg Hörtenberg erstmals urkundlich erwähnt. Um 1300 herum war die heutige Ruine Hörtenberg Gerichtsstand eines größeren Bezirks. Hörtenberg wurde vom Graf Meinrad II. von Tirol von der früheren Lehenschaft der Grafen von Eschenlohe gekauft und ging somit als Einverleibung endgültig nach Tirol.

Am 5. August 1706 entzündete ein einschlagender Blitz den dort lagernden Pulvervorrat von rund 1500 Zentnern, und das Schloss flog in die Luft. Übrig blieb nur der noch bestehende Burgfried, der heute zum Schutz vor weiterem Verfall mit einem Dach versehen ist. Die Gemeinde erwarb die Burgruine samt ihren Anlagen und hat seither in die Infrastruktur und in die Erhaltung investiert, sodass die Burgruine über die Sommermonate als Ausflugsziel und Veranstaltungsstätte zur Verfügung steht.

Wappen


Wappen at pfaffenhofen.png

Am 28. Oktober 1955 wurde Pfaffenhofen von der Tiroler Landesregierung ein Gemeindewappen verliehen.
Blasonierung:

„Ein Schild von Silber und Rot mit Zinnen geteilt. Oben ein schwarzer Dreizack aufrecht, die mittlere erhöhte Dreizackspitze als Pfeil endend, mit einer Pfeilspitze als Stiel.“

Die roten Zinnen symbolisieren die Burg Hörtenberg und der Dreizack die ursprünglich dort angesiedelte Gerichtsbarkeit. Die Farben der Gemeindeflagge sind: Weiß-Rot.

Bevölkerungsentwicklung



Politik


Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 28. Februar 2016 statt.[3] Andreas Schmid wurde mit 404 Stimmen / 70,51 % zum Bürgermeister gewählt.

Partei Prozent Stimmen Sitze im Gemeinderat Koppelung
OFFENE DORFLISTE - Bürgermeister Andreas Schmid 54,25 % 351 7
Unabhängige Liste Pfaffenhofen - ULP 18,24 % 118 2
Liste 4 you 27,51 % 178 4

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pfaffenhofen

Verkehr


Weblinks


 Commons: Pfaffenhofen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Die Deutung auf das tirolische Pfaffenhofen geht zurück auf Monumenta Boica. Band 22, S. 198, Nr. 14. Dieser Zuweisung folgte zuletzt Julia Hörmann: Zur Frage der hochmittelalterlichen Herrschaftsverhältnisse im oberen Inntal, in: Rainer Loose (Hrsg.): Von der Via Claudia Augusta zum Oberen Weg. Leben an Etsch und Inn. Westtirol und angrenzende Räume von der Vorzeit bis heute (Schlern-Schriften 334). Innsbruck 2006, S. 105–129, hier: S. 120.
  2. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 405–406, Nr. 915.
  3. Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2016 - Gemeinde Pfaffenhofen , abgerufen am 4. Mai 2016



Kategorien: Gemeinde in Tirol | Ort im Bezirk Innsbruck-Land | Pfaffenhofen (Tirol) | Ort am Inn | Ersterwähnung 1197


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