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Peel-Kommission



Die Peel-Kommission war eine Kommission, welche die Briten während ihrer Mandatsherrschaft in Palästina einrichteten. Sie schlug am 7. Juli 1937 erstmals die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat vor.

Nach Beginn des Großen Arabischen Aufstands setzte die britische Mandatsregierung im August 1936 eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz von Sir William Peel (1867–1937) ein. Einflussreichstes Mitglied war der Oxforder Geschichtsprofessor Reginald Coupland (1884–1952). Die Kommission kam am 11. November 1936 in Palästina an und hörte über 113 Zeugenaussagen von Juden und Arabern (radikalen wie gemäßigten). Nach den Befragungen empfahl die Kommission einen Teilungsplan, durch den der „nicht beizulegende Konflikt [...] zwischen zwei nationalen Gemeinschaften innerhalb der engen Grenzen eines kleinen Landes“ zu lösen wäre.[1] Aufgrund des weit verbreiteten arabischen Nationalismus unter der muslimischen Bevölkerung, sei eine „nationale Assimilation von Arabern und Juden ausgeschlossen“.[2] Der Plan sah also erstmals die Teilung Palästinas in einen jüdischen Teil und einen arabischen Teil vor. Ersterer sollte die Küstenebene, das Jesreeltal und einen großen Teil von Galiläa umfassen, während letzterer die übrigen Gebiete (Judäa, Samaria und den Negev) mit Transjordanien (heute Jordanien) sowie einen britisch kontrollierten Korridor von Jerusalem bis an die Küste nach Jaffa enthalten sollte. Das für die Araber vorgesehene Gebiet war wesentlich größer und aus einem Stück, im Gegensatz zum jüdischen Teil, welcher durch ein durch Briten kontrolliertes Gebiet getrennt war. Um möglichst homogene Bevölkerungen entstehen zu lassen, wurde ein gegenseitiger Bevölkerungstransfer erwogen.[3]

Der Bevölkerungstransfer hätte ca. 225.000 Araber auf der einen und 1250 Juden auf der anderen Seite betroffen.[4]

Von der arabischen Seite – mit Ausnahme von König Abdallah von Transjordanien – wurde dieser Vorschlag abgelehnt, während die jüdische Seite zunächst geteilter Meinung war, dann aber zögernd zustimmte. Die britische Regierung ließ den Teilungsplan später fallen, setzte die Woodhead-Kommission ein und veröffentlichte gemäß den Empfehlungen dieser Kommission das MacDonald-Weißbuch.

Einzelnachweise


  1. The Peel Commission Report (July 1937) , S. 370 (englisch)
  2. The Peel Commission Report (July 1937) , S. 371 (englisch)
  3. The Peel Commission Report (July 1937) , S. 389 (englisch)
  4. The Peel Commission Report (July 1937, pdf-scan; 45,5 MB) (engl.), S. 389–391.

Weblinks





Kategorien: Mandatszeit in Palästina | Politik 1937 | Außenpolitik (Vereinigtes Königreich) | Britische Geschichte (Zwischenkriegszeit)



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