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Patsch (Tirol)

Patsch
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 9,7 km²
Koordinaten: 47° 12′ N, 11° 25′ O Koordinaten: 47° 12′ 15″ N, 11° 24′ 55″ O
Höhe: 998 m ü. A.
Einwohner: 1.037 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 6082
Vorwahl: 0512
Gemeindekennziffer: 7 03 38
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 22
6082 Patsch
Website: www.patsch.gv.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Danler (Bürgermeisterliste Patsch)
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)

7 Bürgermeisterliste Patsch,
6 Zukunft Patsch

Lage von Patsch im Bezirk Innsbruck-Land
Patsch von Südwesten
Patsch von Südwesten
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Patsch ist eine Gemeinde mit 1037 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Innsbruck Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck.

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Patsch liegt auf der Mittelgebirgsterrasse am Eingang des Wipptals, am Fuß des Patscherkofel südlich von Innsbruck. Zum Gemeindegebiet gehören neben dem an der alten Salzstraße liegenden Kirchdorf die Ortsteile Kehr, Rinnerhöfe (Pfrauns), Sillwerk, Ruggschrein, Ahren und Bahnhof. Höchster Punkt der Gemeinde ist mit 2246 m der Patscherkofel. In Ruggschrein war früher eine Zollstätte der wichtigen von Hall in Tirol nach Matrei führenden Salzstraße.

Das Naturschutzgebiet Rosengarten ist durch mehrere nord-süd-orientierte Spazier- und Feldwege entlang der Terrassenstufen gut erschlossen, die von Patsch oder vom Grünwalder Hof ausgehen. Das Schutzgebiet gehört zu den Naherholungsgebieten im Einzugsbereich von Innsbruck. Eine Sehenswürdigkeit in diesem Gebiet ist die (allerdings schon zum Gemeindegebiet von Innsbruck gehörende) archäologische Fundstätte am Goldbichl.

Gemeindegliederung

Patsch besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde und Ortschaft.

Nachbargemeinden

Alle vier Nachbargemeinden von Patsch liegen im Bezirk Innsbruck Land.

Innsbruck Lans
Nachbargemeinden
Schönberg im Stubaital Ellbögen

Geschichte


Patsch gilt als das älteste Dorf des südlichen Mittelgebirges, viele Flurnamen weisen auf eine vorrömische bzw. römerzeitliche Besiedlung hin. Die älteste urkundliche Nennung bezieht sich auf Pfrauns (Rinnerhöfe), das um 1150/57 in Besitzaufzeichnungen von Kloster Dießen als „Amfrun“ sowie „Amphrun“ aufscheint.[1] Patsch wird erstmals um 1200 als „Patsche“ und „Pats“ urkundlich erwähnt. Im Frühmittelalter war der Ort Mittelpunkt einer Marktgenossenschaft und einer Mutterpfarre. 1256 wurde sie dem Stift Wilten einverleibt.

Der Bau der Brennerbahn 1864 bis 1867 brachte der Gemeinde durch Grundablösen einen Reichtum. Das 1903 unter Josef Riehl errichtete Kraftwerk Obere Sill, auf Patscher und Schönberger Gebiet gelegen, war damals das größte Kraftwerk der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Ein weiteres bedeutendes Bauwerk ist die unterhalb das Silltal überspannende, 1963 fertiggestellte Europabrücke.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Patsch

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Patsch lag schon in vorrömischer Zeit an einem bedeutenden Verkehrsweg. Hinweise, dass auch im Mittelalter dieser Verkehrsweg vor allem als Salzstraße von Hall nach Süden stark frequentiert war, fand man 1994 vor dem inzwischen abgerissenen alten Gasthof Altwirt bei Kanalbauarbeiten. Eine steingepflasterte Straße mit tiefen Spurrillen kam bei den Grabungsarbeiten zu Tage. Die Steine wurden nördlich der Patscher Volksschule wieder in der ursprünglichen Weise sichtbar verlegt. Beim „Zollerhof“ wurde Zoll eingehoben. Direkt an der alten Römerstraße gelegen, war der Gasthof Bär schon im 12. Jahrhundert eine wichtige Handels- und Raststation für Kaufleute; hier traf sich auch im Jahr 1809 Andreas Hofer mehrmals mit Josef Speckbacher zu strategischen Sitzungen.

Patsch ist verkehrsmäßig über die Brennerautobahn A 13 mit einer eigenen Ausfahrt (exit 7) sowie vom südwestlichen Mittelgebirge mit einer Straße von Igls und von Ellbögen zu erreichen.

Die Bahnhaltestelle Patsch der Brennerbahn liegt etwa 200 Meter unterhalb des Ortskerns in der Schlucht der Sill. Die Bahnhofsgebäude wurden im Zuge der Brennerbahnsanierung im August 2012 nach Aufhebung des Denkmalschutzes abgerissen. Heute halten hier an Werktagen noch vier Züge (zwei pro Richtung). Wichtiger für die öffentliche Verkehrserschließung sind die Regionalbuslinien 4132 und 4141, die Patsch mit Innsbruck verbinden.

Die Patscherkofelbahn ist eine Gondelseilbahn, die vom gut 300 m erhöht liegendem Innsbrucker Stadtteil Igls bis knapp 300 m unter den Gipfel des Patscherkofels führt. Die Bergstation liegt in Patsch. Durch einen seit April 2017 laufenden Umbau wird sich die Strecke geringfügig ändern und die Seilbahn vom 23. Oktober bis 15. Dezember 2017 gesperrt sein.

Politik


Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 28. Februar 2016 statt.[2] Andreas Danler wurde mit 441 Stimmen / 62,38 % zum Bürgermeister gewählt.

Partei Prozent Stimmen Sitze im Gemeinderat Koppelung
Bürgermeisterliste Patsch 54,65 % 376 7
Zukunft Patsch 45,35 % 312 6

Persönlichkeiten


Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Weblinks


 Commons: Patsch  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 70–71, Nr. 462.
  2. Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2016 - Gemeinde Patsch , abgerufen am 4. Mai 2016



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