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Příbor

Příbor
Wappen von Příbor
Basisdaten
Staat: Tschechien
Historischer Landesteil: Mähren
Region: Moravskoslezský kraj
Bezirk: Nový Jičín
Fläche: 2215[1] ha
Geographische Lage: 49° 38′ N, 18° 9′ O Koordinaten: 49° 38′ 27″ N, 18° 8′ 42″ O
Höhe: 278 m n.m.
Einwohner: 8.452 (1. Jan. 2019)[2]
Postleitzahl: 742 58–742 59
Kfz-Kennzeichen: T
Verkehr
Straße: Frýdek-MístekNový Jičín
Bahnanschluss: Studénka–Veřovice
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 3
Verwaltung
Bürgermeister: Jan Malík (Stand: 2019)
Adresse: náměstí Sigmunda Freuda 19
742 58 Příbor
Gemeindenummer: 599808
Website: www.pribor.eu

Příbor (deutsch Freiberg in Mähren) ist eine Stadt in Tschechien.

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage


Die Stadt liegt im Nordosten Mährens und erstreckt sich entlang der Ufer des Flusses Lubina. Von drei Seiten ist sie umgeben von Vorbergen der Beskiden mit Aussicht auf Burg Štramberk, Burg Hukvaldy und Radhošť.

Geschichte


Die Stadt entstand während der ersten Kolonisationsphase Mährens. Erstmals erwähnt wurde Vriburch 1251 in einer Bestätigungsurkunde des Markgrafen Ottokar für Frank von Hückeswagen zur Gründung einer Kirche. Seit 1294 bestand in Vriburch eine Vogtei. Im Laufe der Zeit änderte sich der Name in Freiberg bzw. Przybor. Die Stadt, die im 14. Jahrhundert an das Bistum Olomouc gelangte, ist durch das Schulwesen geprägt. Einen großen Beitrag hierzu trug das Gymnasium der Piaristen bei, welches 1694 gegründet wurde. Die von der Pfarrei geleitete Schule bestand bereits 1541. Nach der Einrichtung des Lehramtsinstituts 1875 wurde die Stadt zu einem Zentrum der Bildung im Nordosten Mährens.

1881 erhielt die Stadt einen Bahnhof an der neu eröffneten Bahnstrecke Studénka–Štramberk.

Nach dem Münchner Abkommen wurde der Ort dem Deutschen Reich zugeschlagen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Neu Titschein, Regierungsbezirk Troppau, im Reichsgau Sudetenland.

Demographie

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner Anmerkungen
1834 4.760 in 580 Häusern, Katholiken mährischer, teilweise auch deutscher Muttersprache[3]
1857 4.414 [4]
1900 4.056 (als Gemeinde 5.007) tschechische Einwohner[5]
1930 4.882 [6]
1939 4.313 [6]

Gemeindegliederung


Die Stadt Příbor besteht aus den Ortsteilen Hájov (Heindorf), Prchalov (Prchalau) und Příbor (Freiberg).[7] Grundsiedlungseinheiten sind Benátky (Benatek), Drahy, Dukelská, Hájov, Klokočov (Klogsdorf), Mlýnska, Paseky, Pekliska, Písková, Prchalov, Příbor-střed, U nádraží, U vodojemu, Véska (Weska) und Za Klenosem.[8]

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Hájov, Klokočov u Příbora, Prchalov und Příbor.[9]

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

In Příbor lebten

Sehenswürdigkeiten


Das historische Stadtzentrum wurde 1989 zum städtischen Denkmalreservat erklärt.

Weblinks


 Commons: Příbor  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. http://www.uir.cz/obec/599808/Pribor
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2019 (PDF; 0,8 MiB)
  3. Gregor Wolny: Die Markgrafschaft Mähren, topographisch, statistisch und historisch dargestellt. Band I: Prerauer Kreis, Brünn 1835, S. 171, Ziffer 5).
  4. Carl Kořistka: Die Markgrafschaft Mähren und das Herzogthum Schlesien in ihren geographischen Verhältnissen. Wien und Olmüz 1861, S. 268–269 .
  5. Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 7, Leipzig und Wien 1907, S. 54–55, Freiberg 2).
  6. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Neu Titschein. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. http://www.uir.cz/casti-obce-obec/599808/Obec-Pribor
  8. http://www.uir.cz/zsj-obec/599808/Obec-Pribor
  9. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/599808/Obec-Pribor



Kategorien: Ort im Okres Nový Jičín | Gemeinde im Moravskoslezský kraj | Städtisches Denkmalreservat in Tschechien



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Příbor (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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