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Orkney



Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Orkney (Begriffsklärung) aufgeführt.
Orkney
Àrcaibh

Flagge von Orkney
Verwaltungssitz Kirkwall
Fläche 990 km² (16.)
Einwohner (2010) 20.110[1] (32.)
ISO 3166-2 GB-ORK
ONS-Code 00RA
Website www.orkney.gov.uk

Orkney (engl. Orkney Islands [ˌɔːknɪˈaɪləndz]; dt. veraltet auch Orkaden; weiterhin gebrauchtes Adjektiv: orkadisch) ist ein aus der Hauptinsel Mainland und etwa 70 kleineren Inseln bestehender, zu Schottland gehörender Archipel. Er liegt nördlich von Caithness in Sichtweite der schottischen Nordküste, von ihr durch den Pentland Firth getrennt.

Inhaltsverzeichnis

Namen


Die Entstehung des Namens Orkney ist unbekannt. S. Tomany geht davon aus, dass im lateinischen Namen orcades das keltische Wort ork „junger Eber“ steckt, möglicherweise ein Stammesname. Die norwegischen Eroberer hätten eine lautliche Verwandtschaft mit dem Wort orknSeehund“ zum Anlass genommen, die Inselgruppe Orkn-eyjar zu nennen, also „Seehundsinseln“.[2]

Ortsnamen

Im 8. und 9. Jahrhundert n. Chr. verdrängten die norwegischen die ursprünglichen piktischen Ortsnamen praktisch vollständig. Es gibt über 10.000 Ortsnamen, von denen die meisten Derivate oder Verfälschungen eines altnordischen Namens sind. Diese Wörter wurden mit wenigen Wörtern keltischen Ursprungs und einer Handvoll späterer schottischer Importe vermischt.[3]

Verwaltungsgliederung


Community Council Areas

Im Juli 2012 gab es 20 Community Council Areas auf den Orkneyinseln. Die mit einem Stern gekennzeichneten haben aktive Community Councils.[4]

  1. Birsay*
  2. Eday*
  3. Evie and Rendall*
  4. Firth and Stenness*
  5. Flotta*
  6. Graemsay, Hoy and Walls*
  7. Harray and Sandwick*
  8. Holm*
  9. Kirkwall & St Ola*
  10. North Ronaldsay*
  11. Orphir*
  12. Papa Westray*
  13. Rousay, Egilsay, Wyre & Gairsay*
  14. Sanday *
  15. Shapinsay*
  16. South Ronaldsay and Burray*
  17. St Andrews and Deerness*
  18. Stromness*
  19. Stronsay*
  20. Westray*

Civil Parishes

  1. Birsay and Harray
  2. Cross and Burness
  3. Eday
  4. Evie and Rendall
  5. Firth
  6. Holm
  7. Hoy and Graemsay
  8. Kirkwall and St Ola
  9. Lady
  10. Orphir
  11. Papa Westray
  12. Rousay and Egilsay
  13. Sandwick
  14. Shapinsay
  15. South Ronaldsay
  16. St Andrews and Deerness
  17. Stenness
  18. Stromness
  19. Stronsay
  20. South Walls and Flotta
  21. Westray

Die Inseln


Der Archipel verteilt sich über ein Gebiet von knapp 50 km Ost-West und 85 km Nord-Süd, zwischen dem 58. und 59. Grad nördlicher Breite. Das entspricht der geografischen Höhe von Sankt Petersburg und Südgrönland. Von den 990 km² Fläche entfällt mit 492 km² ziemlich exakt die Hälfte auf die Hauptinsel The Mainland.

Alle wichtigen Inseln außer Mainland haben Namen mit dem Suffix "ay",[5] der sich aus dem altnordischen Wort für "Insel" ableitet und im deutschen Wort Eiland enthalten ist.

Der holozäne Meeresspiegelanstieg veränderte die Fläche der Orkneys. Er erreichte seine gegenwärtige Position vor etwa 4000 Jahren.

Liste der Inseln

Aufgelistet sind die größeren unbewohnten und die meist dauerhaft oder saisonal bewohnten Inseln.

Heutige Namen Skarðsá annál (14. Jh.)[6]
  1. Rinarzey
  2. Sandey
  3. Papey
  4. Straumsey
  5. Sudey
  6. færey
  7. Vesturey
  8. Eigilzey
  9. hrossey (heute Mainland)
  10. Grossey
  11. Eiginn helga
  12. Vigur
  13. Gärekzey
  14. Daminzey
  15. gjälpandisey
  16. hinz ey
  17. kolbeinzey
  18. Borgarey
  19. Grimsey
  20. kalfaey
  21. færey
  22. dúnorey
  23. flatey
  24. Rǫgnvalldzey
  25. Düney oder diney.

Bevölkerung


20 Inseln sind bewohnt. Papa Stronsay als Klostersiedlung (Transalpine Redemptoristen) mit beschränktem Zugang für die Öffentlichkeit, eine weitere Insel ist in den letzten Jahren saisonal bewohnt. Die wichtigsten Städte sind Kirkwall als Verwaltungsort und Drehscheibe des gesamten Verkehrs mit etwa 7000 Einwohnern und Stromness als einer der Fährhäfen vom/zum Festland mit etwa 2000 Einwohnern; beide liegen auf Mainland. Die Inseln hatten 1861 mit über 32.000 Einwohnern die höchste Bevölkerungszahl. Sie sank bis 1971 kontinuierlich (17.000) und lag im Jahre 2011 bei etwa 21.000.

Administration


Der Verwaltungsbezirk (Unitary Authority) heißt offiziell „Orkney Islands“, wird aber auch in Gesetzen und Verlautbarungen von der schottischen Regierung oftmals verkürzt nur als „Orkney“ angesprochen. Die Orkneys bilden eine eigenständige Lord-Lieutenancy (lieutenancy area). Wichtigstes politisches Gremium ist das Orkney Islands Council mit 21 Mitgliedern, das auch Orkney Ferries besitzt und betreibt, die Fährgesellschaft, die zwischen den Inseln der Orkneys verkehrt.

Amts- und Verkehrssprache auf den Inseln ist Englisch, weitverbreitete Umgangssprache ist das Orcadian, eine Variante des Insular Scots. In diesem Dialekt haben sich bis heute insbesondere im Vokabular, in der Aussprache, aber auch in der Grammatik Reste der zwischen 800 und 1700 n. Chr. verwendeten – doch im Verlauf des 18. Jahrhunderts erloschenen – skandinavischen Sprache Norn erhalten.

Geschichte


Vorgeschichte

Bis 11500 v. Chr. lagen die Orkneys unter dem Eis der Gletscher. Wann der Pentland Firth überschwemmt wurde, so dass die Landmasse zum Archipel wurde, ist umstritten. Die Datierungen liegen zwischen 10000 und 8000 v. Chr. Zwei Rückenmesser aus Feuerstein, die 2007 auf Stronsay gefunden wurden, könnten der früheste Beleg menschlicher Aktivität auf den Inseln sein. Die Archäologen Caroline Wickham-Jones und Torbin Ballin wiesen die 12.000 bis 10.000 Jahre alten Artefakte den Jägern und Sammlern der Ahrensburger Kultur zu.

Um 5900 v. Chr. bedeckten Farne, Gras und Haselsträucher den Archipel. Die Mittelsteinzeit ist durch Mikrolithen der Narrow-Blade-Tradition (schmale Klingen) und Haselnussschalen von Longhowe auf Tankerness belegt, die auf 6740 ± 80 Jahre v. Chr.[8] datiert sind. Ein Pollendiagramm aus Quoyloo (Mainland) mit Holzkohleablagerungen belegt eine Rodungsepisode um 6500 v. Chr.

Neolithikum

Etwa um 3900 v. Chr. begann das Neolithikum auf den Inseln. Die älteste Keramik, die sich auch im nordwestlichen Schottland findet, ist die Unstan Ware (benannt nach einer Megalithanlage auf Mainland). Aus dieser Zeit stammt die Siedlung Knap of Howar und die spezifische Form der megalithischen Stalled cairns, die zum Orkney-Cromarty-Typ der Passage Tombs gehören. Die 58 Stalled Cairns sind auf allen großen und einigen der kleinen Inseln (Faray, Swona, Eday, Helliar, Papa Westray) vertreten. Allein Rousay beherbergt noch 15 Anlagen und damit mehr als Mainland (10). Die jüngeren Ganggräber des Maes Howe-Types mit kreuzförmigen Kammern finden sich auf Eday (1), Egilsay (1), Mainland (5), Sanday (2), South Ronaldsay (2), Westray (1) und Papa Westray (1). Die Unstan Ware wird um 3300 v. Chr. durch die Grooved Ware (geriefte Ware) des Rinyo-Untertyps abgelöst, die sich zum Beispiel in Skara Brae, Rinyo, Barnhouse und an der Einfriedung bei Sandwick fand.

Außer Megalithanlagen wie Blackhammer, Cuween Hill, Isbister Cairn – „Tomb of the Eagle“, Knowe of Yarso, Maes Howe, Midhowe Cairn, Quoyness, Taversoe Tuick, Unstan Cairn und Wideford Hill Cairn sind Steinkreise und Henges wie der (Ring of Brodgar) bekannt. Die Felskammern von Crantit Cairn (gemauert) und der Dwarfie Stane (gepickt) sind baulich ebenso einmalige Anlagen wie der Cairn auf dem Head of Work. Die Siedlung Smerquoy bei St Ola auf Mainland wurde 2013 ausgegraben und auf 3200 v. Chr. datiert. Funde der Glockenbecherkultur stammen von etwa 2000 v. Chr. aus der Sand Fiold cist. Die Orkney cists sind nur bedingt vergleichbar mit den kontinentalen Steinkisten; ähnlich sind allenfalls die kleinen Steinkisten der Uckermark, wobei die Steinkisten der Orkneys im Durchschnitt deutlich kleiner sind, meist nicht breiter als 0,6 m und nicht länger als 1,0 m. Sand Fiold ist mit den Maßen von 1,6 × 1,0 × 1,0 m eine der größten. Zugleich zählt sie zu den wenigen freistehenden Exemplaren. Sie wurde in einer etwa 3,0 × 3,2 m messenden, künstlich angelegten Felsgrube errichtet und wiederholt genutzt. Aus anderen Steinkisten ist Goldschmuck belegt.

Bronzezeit

Zwischen 1000 und 400 v. Chr. entstanden die Burnt Mounds (Ancient cooking place), von denen über 200 bekannt sind. Es handelt sich um Haufen verbrannter Steine, die immer in der Nähe von Süßwasser liegen und einen Durchmesser von bis zu 30 m haben können. Ausgegraben wurde der Liddle Burnt Mound auf South Ronaldsay.

Zwischen etwa 2500 und 700 v. Chr. sind (eventuell durch einen Klimaeinbruch bedingt) keinerlei bauliche Spuren feststellbar.

Eisenzeit

Die Eisenzeit, die zur Periode der Brochs wurde (Gurness, Midhowe, Birsay, Borwick, Bu, Windwick) etc. begann um 700 v. Chr. Die Rundhäuser von Pierowall und Quanterness entstanden ebenfalls in dieser Periode. Souterrains oder Earth houses sind auch aus anderen Teilen der Britischen Inseln und der Bretagne bekannt. Sie stammen aus dem ersten vorchristlichen Jahrtausend. Die Anlagen Crantit, Grain Earth House (bei Kirkwall) und Rennibister (alle auf Mainland) können aber nicht genau datiert werden.

Altertum

Wikingerzeit auf Orkney

Die neuzeitlichen Bewohner stammen teilweise von Norwegern ab. Nach Snorris Heimskringla soll deren König Harald I. (Schönhaar) die Inseln im Jahre 876 Røgnvald I. Eysteinsson aus Møre in Norwegen überlassen und ihn zum Jarl eingesetzt haben, nachdem die Inseln bereits Jahrzehnte in Wikingerhand waren. Archäologisch gibt es keine entsprechend frühen Funde. Möglicherweise war der in der Heimskringla erwähnte Sigurd der Mächtige erster norwegischer Jarl auf den Inseln. Selbst von Erik Blutaxt wird nur berichtet, dass er auf den Orkneys und Hebriden umherzog. Wann die Norweger tatsächlich auf den Orkneys Fuß fassten, ist unbekannt. Eine der Hauptquellen ist die Orkneyinga saga, wenn auch nicht unbedingt für Personen und Ereignisse aus dieser Zeit, aber jedenfalls für die Sicht des 13. Jahrhunderts in Norwegen. Eine frühere Version wurde wohl um 1200 verfasst, die erhaltene Version stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts.[9] Ihre Auswertung als historische Quelle ist außerordentlich schwierig. So ist es archäologisch gesichert, dass es vor den heidnischen norwegischen Einwanderern dort auch christliche Pikten gab. Die Orkneyinga saga erwähnt die Pikten überhaupt nicht und versucht den Eindruck zu vermitteln, als ob Olav Tryggvason das Christentum auf die Orkneys gebracht habe. Im zweiten Kapitel wird der piktische Jarl Melbrikta (Máelbrigte Tusk, Máel Brigte of Moray) erwähnt, nicht aber, dass er Christ war. Der Tod Sigurds wird auf magische Eigenschaften von Melbriktas giftigen Zähnen zurückgeführt, die ihn verletzten, als er mit dem Kopf als Trophäe am Sattel heimritt. Die politischen Verhältnisse der Handlungszeit wie die Konflikte des 9. Jahrhunderts einschließlich des Danelags in England sind in der Orkneya saga nicht erwähnt.

Das Verhältnis zwischen Skandinaviern und Pikten ist umstritten. Die Archäologin Anna Ritchie schloss aus den archäologischen Funden auf ein friedliches Nebeneinander von Skandinaviern und Pikten, Brian Smith sieht den Verlust aller piktischen Ortsnamen als Beweis der gewaltsamen Unterdrückung der piktischen Bevölkerung und Kultur.[10]

Orkney bezeichnete im Mittelalter nicht die Inseln, sondern das Jarltum Orkney. Um 1050 war Þorfinnur der Mächtige Jarl auf Orkney. Sein Herrschaftsbereich umfasste Nordschottland (Caithness, Sutherland), Shetland und die Hebriden.[11] Er erstrebte ein eigenes Reich von Shetland bis zur Insel Man mit einer parallelen kirchlichen Organisation (Königreich der Inseln). Dieses Gebilde zerfiel aber unter seinen Söhnen. Stattdessen gewannen schottische Familien Einfluss auf Orkney. Im 12. Jahrhundert wurden sogar schottische Bischöfe eingesetzt. Es entstanden dann zwei Jarltümer: Orkney-Shetland unter norwegischer, Caithness unter schottischer Oberhoheit. 1231 endete die norwegische Jarlslinie in Orkney.[12] Nach der für den norwegischen König Håkon Håkonsson nicht siegreichen Schlacht bei Largs 1263 n. Chr. schwand der norwegische Einfluss auf Schottland und die Orkneys ganz allmählich. Aber Orkney war immer noch das einzige echte erbliche Lehen des norwegischen Reiches. Der Bischofssitz an der Sankt-Magnus-Kathedrale unterstand dem Erzbistum in Nidaros und war der einzige Bischofssitz in den norwegischen Tributländern, das ein eigenes Domkapitel besaß. Um 1350 war die Verbindung zu Norwegen noch stark. Das hing damit zusammen, dass Jarl Erengisle Sunesson, ein schwedischer Adliger, keine Lehnsgüter in Schottland hatte. Sein Schwiegervater Malise von Strathearn war der letzte Jarl, der zugleich Jarl von Caithness war. Das Jarltum auf Orkney wurde offenbar nach privatrechtlichen Regeln vererbt. Malisle hatte nur Töchter. Diese konnten zwar nicht selbst Jarle werden, aber durch sie konnte das Jarltum an ihren Ehemann gelangen. Erengisle war mit der ältesten Tochter Malisles verheiratet und kam so zum Jarlsrang. Erengisle gehörte zum schwedischen Adelsgeschlecht, das um Erik Magnusson den Aufstand gegen dessen Vater Magnus betrieb. Mit dem Vergleich zwischen Vater und Sohn war Erengisle nicht länger norwegischer Erblehnsmann. Seine Frau, über die er das Jarltum hatte, starb kinderlos. Erengisle behielt zwar Rang und Titel, aber das Lehen ging an die Söhne seiner Schwägerinnen. Von diesen war aber noch keiner mündig. So kam der Sysselmann Håkon Jonsson und stützte die norwegische Königsmacht.[13] Zu dieser Zeit kam es zum Konflikt zwischen der Königsmacht und der Kirche, dessen Grund nicht genau bekannt ist. Håkon Jonsson repräsentierte den König, der schottische Bischof Viljalm die Kirche. Er stand im Loyalitätsverhältnis zum schottischen König. 1369 kam es zwischen beiden zu einem Vergleich. Danach musste der Bischof 141 Nobel bezahlen und versprechen, geistliche Ämter nur noch an Einheimische aus Orkney und Shetland zu vergeben. Auch die übrigen norwegischen Bischöfe waren gehalten, einheimische Geistliche anzustellen. Das lässt den Rückschluss zu, dass Bischof Viljalm schottische Landsleute mitgebracht hatte, denen er die besten Pfründen verschafft hatte. Die 141 Nobel könnten mit dem Frieden von Perth von 1266 zusammenhängen, in welchen Magnus lagabætir die Insel Man und die Hebriden an Schottland gegen Zahlung von 4000 Mark Sterling und einer jährlichen Abgabe von 100 Mark übergeben hatte. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurden diese 100 Mark an den Bischof an der Sankt-Magnus-Kathedrale zur Weiterleitung an den norwegischen König bezahlt und waren von diesem unterschlagen worden.[14] Das norwegisch-dänische Krongut auf den Orkneys – d. h. das betreffende Land und die aus dem Land erwachsenden Rechte – gelangte als Sicherheitsleistung für die Mitgift der Tochter des dänischen Königs Christian I. 1469 unter die Kontrolle Schottlands, als diese König James III. von Schottland heiratete.

Orkney als Teil Schottlands

1468 wurden die Orkneys vom Königreich Schottland annektiert und in die allgemeine Reichsverwaltung integriert. Die Jarltümer erloschen. 1472 gingen die Inseln vom Erzbistum Nidaros auf das Erzbistum St. Andrews über. Als Christian III. von Dänemark und Norwegen 1555 eine Flotte von mehr als 125 Schiffen ausrüstete, die aus dem Öresund – vermutlich zur Freibeuter-Bekämpfung – in die Nordsee auslief,[15] vermutete man bei der Hanse, aber auch in Frankreich und Schottland dahinter seine Absicht, die „Orkaden“ zurückerobern zu wollen.[16]

Die Sprache der skandinavischen Herrscher auf den Orkneys wandelte sich allmählich zum Norn, einem Dialekt, der dann im 17. Jahrhundert ausstarb.[17] Gleichwohl wurden lange Zeit noch die traditionellen Bindungen an Norwegen gepflegt. So waren in den Jahren 1613–1650 noch 78 Bürger der Orkneys in Bergen registriert.[18] Die frühneuzeitlichen Abschriften der Orkneyinga saga wurden in Bergen erstellt.

Die Reformation zerstörte die wirtschaftlichen Grundlagen der Kirche. Ihr Besitz wurde an einflussreiche Familien am schottischen Königshof verteilt. Die Stewart Earls Robert und Patrick herrschten bis 1615 über Orkney. In diesem Jahr wurde Patrick enthauptet. Der Vorwurf lautete Kollaboration mit Dänemark und Anwendung falscher Maße und Gewichte.[19] Man geht davon aus, dass hier gegen die schottische Krone an alten Traditionen festgehalten wurde.[20] In den folgenden Jahrhunderten konzentrierte sich der Landbesitz bei wenigen Familien, den sogenannten lairds. Am Ende der Regierungszeit der Königin Viktoria betrieben nur noch 10 % der Bauern die Landwirtschaft auf eigenem Land.[21] Zwischen 1780 und 1830 kam es zu einem Aufschwung, als aus Kelp in großen Mengen Natriumcarbonat und Kaliumcarbonat gewonnen wurden.[22] 1848–1880 kam es zu einer Agrarrevolution mit ebenfalls beträchtlichen Einnahmen, die die letzten Überbleibsel bäuerlicher Traditionen und Familienkulturen zerstörte. Danach schrumpften die Einkünfte wieder, das wirtschaftliche Interesse wandte sich der Industrie zu, und das Interesse am Landbesitz in Orkney schwand. Die Großländereien wurden aufgeteilt und in kleinen Flächen den einheimischen Bauern verkauft (ownership revolution).[23]

Im Zweiten Weltkrieg spielten die Orkneys eine nicht unbedeutende Rolle. Die Zahl der dort stationierten Soldaten überstieg die der einheimischen Bevölkerung um ein Vielfaches. Dies führte zu großem wirtschaftlichen Aufschwung. Daraufhin zogen zahlreiche Ortsfremde auf die Orkneys.

Heute sind nur noch halb so viele Personen in der Landwirtschaft tätig wie in den 1920er Jahren. Von jeher gelten die Orkney-Bewohner als Bauern, die ein wenig Fischfang, die Shetlander als Fischer, die ein wenig Landwirtschaft betreiben. Neue Arbeitsplätze entstanden vor allem in der Verwaltung, der Ölindustrie und in der Touristik.[24]

Geographie


Scapa Flow ist ein kleines Binnenmeer[25] im Süden des Archipels. Die zahlreichen Naturhäfen an allen Küsten prägten nicht nur die Wirtschafts- und Militärgeschichte der Inselgruppe in allen historischen Epochen, sondern auch die des gesamten Vereinigten Königreichs. Zu nennen sind etwa:

Vier der Südinseln (Lamb Holm, Glims Holm, Burray und South Ronaldsay) werden heute durch die so genannten Churchill Barriers[27] verbunden. Im Zweiten Weltkrieg hatte Winston Churchill sie bauen lassen, um deutschen U-Booten die Durchfahrt unmöglich zu machen.

Geologie und Morphologie[28]


Bei den Gesteinen, aus denen die Inseln aufgebaut sind, handelt es sich im Wesentlichen um Sedimente aus dem Paläozoikum, die Middle Old Red Sand- & Flagstones, die im Devon gebildet wurden. Zu nahezu 100 Prozent sind die Gesteine der Orkney group und der Caithness group[29] zuzuordnen, feinkörnige bis mittelgrobe Sandsteine, die im Süß- und Brackwassermeer des Orcadian Basin abgelagert wurden.

Stratigraphisch sind im Wesentlichen zu unterscheiden:

Die Schichten des Old Red Sandstone wurden im Bereich der Orkneys nie gefaltet, wohl aber entlang mehrerer Linien gebrochen, dabei minimal verworfen. Fast überall liegen die Schichtpakete nahezu horizontal, was vor allem im Bereich der Westküste von The Mainland (zwischen Warbeth Beach westlich Stromness bis Skipi Geo im Norden), aber auch rund um North Ronaldsay oder an der Ostküste von Sanday zur Ausbildung großflächiger, ebener Felsstrände und der Skerries, flacher, selbst bei Ebbe kaum über den Meeresspiegel ragender Felsriffe führte.

Die fehlende Faltung erklärt auch die geringen Höhen der Hügel auf den Orkneys (höchste Erhebung: Ward Hill, Hoy mit 479 m). In den Hügellandschaften auf Hoy oder Rousay wurden einzelnen Bruchstücke der Schichtpakete des Old Red wurden infolge der Gebirgsbildungsprozesse außerhalb der Region (etwa der Caledonischen Gebirgsbildung) in unterschiedlichem Maße gehoben. Im Verlauf der tertiären und quartären Eiszeiten frästen sich die Gletscherströme entlang natürlicher Schwächezonen durch die ansonsten ungestörten Schichtpakete, wodurch die heute sichtbaren Hohl- und Vollformen (Berge und Täler) modelliert wurden.

Farblich variieren die Gesteine je nach Entstehungszeit und -bedingungen zwischen verschiedenen Grau-, Gelb- und Rot- bis Rotbraun-Tönen, was sich immer wieder auch an topographischen Namen zeigt: Red Geo/Hoy, Red und Grey Head/Eday. Einige Formationen sind stark fossilienführend; so haben z. B. die zahlreichen Funde von Quastenflossern und Panzerfischen in den Stromness Beds (Hauptfundort: Quoyloo Quarry) Weltgeltung. An anderen Stellen wie im Bereich der Küste von Yesnaby/West-Mainland prägen kleinteilige Korallenstöcke, die aufgrund ihrer Verwitterungsformen auch horse teeth formations genannt werden, das Bild der Oberfläche.

Die Gesteine des Old Red Sandstone, die auf den Orkneys vorkommen, sind relativ „weich“, d. h. verwitterungsanfällig, so dass sich auf den Inseln ähnlich wie im benachbarten Caithness auf dem Festland und im deutlichen Unterschied zum übrigen Nordschottland vergleichsweise gute Böden entwickelt haben. Sie begründeten in den Ruf der Inselgruppe als „Kornkammer Nordschottlands“ und liefern heute die Grundlage für eine intensive Grünlandwirtschaft mit dem Produktionsschwerpunkt Rinderzucht.

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Häuser, Wände und selbst das Mobiliar wurden im Neolithikum aus Stein gefertigt. Leicht zu stapelndes, nahezu quaderförmige Verwitterungsprodukte und leicht zu brechenden flagstones, große Platten von nur wenigen Zentimetern Stärke wurden verwendet. Natürliche Verwitterungsformen spiegeln sich auch in den großen slabs der prähistorischen Kulturdenkmale wider, machen mit ihren Dreiecken, „Chevrons“, abgeschrägten Plattenenden einen Großteils ihres ästhetischen Reizes aus, führen aber gerade auch in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen immer wieder zu gewagten Spekulationen über die „(kunst-)handwerklichen Fähigkeiten und Intentionen“ der Erbauer.[30] Als Fußbodenbelag in den Wohnhäusern, als Straßenpflaster sowie zur Dachbedeckung im ländlichen Bauwesen finden die Orkney flags bis heute als beliebter Baustoff Verwendung.

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Der nacheiszeitliche Waldbestand scheint spätestens von den mesolithischen Jägern und Sammlern nahezu vollständig aufgebraucht worden zu sein. Nach 14C-datierten Pollenanalysen auf Mainland begann kurz nach 7040–6830 v. Chr. die Entwicklung von Hasel-Birken Gebüschen.[31] Diese verschwanden ab 2880–2710 v. Chr.[32] wieder aus dem Landschaftsbild. Einzelne Aschehorizonte in den Bodenprofilen verschiedener Standorte deuten möglicherweise auf Brandrodung im Zuge der frühesten neolithischen Landnahme hin. Das nach 2000 auf Sanday zu Tage geförderte Wurzelwerk größerer Haselbüsche erscheint nach bisherigen Erkenntnissen allenfalls geeignet, das oben beschriebene Gesamtbild nur sehr kleinräumig bis lokal zu modifizieren.

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Die Pollenanalyse liefern Indizien, dass bei grundsätzlich gleichem Verlauf der Schwankungen in den Extremen aber nicht die Werte erreicht wurden wie in den Nachbarregionen Shetland und Caithness. Für die Neuzeit ist dies offensichtlich gesicherte Erkenntnis. Es gibt aus Orkney für die Mitte des 17. Jahrhunderts nicht die katastrophalen Berichte wie aus Shetland, wo binnen weniger Jahre ganze Farmen in den rasch zunehmenden Sandstürmen untergingen (blowen to Bergene).[33]

Die derzeitigen Küstenlinien entstanden als Folge des nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstiegs einerseits, der Absenkung des Festlandes vor allem im Bereich der Westküsten durch glazialisostatische Ausgleichsbewegungen andererseits. Nach der „10-fathom submarine contour“, entsprechend etwa der 20-Meter-Tiefenlinie, der neolithische Küstenlinie, bestand der damalige Archipel nur aus zwei Inseln. Die Südinsel bestand aus dem Mainland und fast allen südlich vorgelagerten Inseln mit einer kleineren Bucht, Scapa Flow[34] und einer keinen Kilometer entfernten stark gegliederten Nordinsel mit den restlichen Inseln des heutigen Archipels.

Durch die zuvor genannten Prozesse bildeten sich auch die heutigen, großen „Binnenseen“ West-Mainlands: In das nach der Eiszeit ursprünglich trockenliegende Becken drang später von Südwesten Meerwasser ein, wodurch eine große Bucht entstand. Nachdem sich in der jüngsten geologischen Vergangenheit Meeresspiegelanstieg, Landabsenkung und die zunehmende Verlandung im Übergang zum Hamnavoe (einem nördlichen Ausläufer des Seegebiets Scapa Flow) die Waage hielten, süßten die Lochs von Harray und Stenness in zunehmendem Maße aus. Beide Lochs haben aber noch eine Verbindung zum Meer, wenngleich der Wasseraustausch von Süd-Ost nach Nord-West praktisch gegen Null geht.

Die Lochs von Harray und Stenness scheinen noch im Neolithikum, als die henge monuments von Stenness, Brodgar und Bookan errichtet wurden, in weiten Teilen trockengelegen zu haben; allenfalls bestanden recht kleine Binnenseen am Grunde der großen, zentralen Mulde West-Mainlands, in denen sich das Wasser der umliegenden Bäche sammelte. Geophysikalische Untersuchungen im Bereich des UNESCO-Weltkulturerbes auf der Landzunge von Brodgar aus den Jahren 2004/2005 zeigen im heutigen Seeboden einige klare Anomalien, die als zurückgelassene Steine auf dem direkten Transportweg zwischen den Denkmalen und den wahrscheinlichen Steinbrüchen von Vestra Fiold (nördlich von Skara Brae) interpretiert werden.

Über den gesamten Archipel betrachtet, sind Erosions- bzw. Kliffküsten und Ausgleichsküsten mit einem Anteil von jeweils rund einem Drittel etwa gleich stark vertreten. Sie repräsentieren mit wenigen Ausnahmen den gesamten Formenschatz (Graphik zu den Formen), der in Schottland und darüber hinaus in Europa zu beobachten ist. Im Bereich der Kliffküsten fehlen derzeit nur die blowholes als Übergangsform zwischen Küstenhöhle und Gloup. Einige der morphologischen Großformen entlang der Steilküsten von Orkney gehören zu den schönsten natürlichen Sehenswürdigkeiten ihrer Art, die Schottland zu bieten hat. Von den stacks, den Felsnadeln, gehören dazu der Old Man of Hoy mit beeindruckenden 137 m Höhe und das Yesnaby Castle vor der Westküste von The Mainland. Zu nennen wären ferner an der Westküste von Deerness / Ost-Mainland The Gloup (genaugenommen schon im Entwicklungsstadium einer geo) und das benachbarte headland des Brough of Deerness (kurz vor dem Übergang zu einem tidal island vergleichbar dem Brough of Birsay), vor allem aber auch die Vat of Kirbister, einer gloup im Altersstadium, bei der die ehemalige Höhlendecke reduziert ist auf ein gewaltiges Felsentor über dem ehemaligen Höhleneingang (siehe Fotos zu ausgewählten Formen).

Im Bereich der Ausgleichsküsten sind für den Laien die vorhandenen tombolo etwa zwischen Hoxa und South Ronaldsay oder Hunda und Burray nur schwer zu erkennen, weil entweder die natürliche Entwicklung so weit fortgeschritten ist, dass sie wie Reste von größeren Landbrücken erscheinen, oder weil sie stark anthropogen (etwa durch Straßenbauten) überformt sind.

Während der letzten Eiszeit (Devensian) befand sich Orkney in einer Eisrandlage und war wohl nicht mehr vollständig mit Gletschern bedeckt. Man kann dies nicht nur aus den glazialisostatischen Ausgleichsbewegungen schließen, sondern auch aus der Tatsache, dass mindestens eine Blütenpflanze, die extrem kleinwüchsige Primula scotica orcadensis, an mehreren Standorten die Eiszeit überlebt hat. Strittig diskutiert wird die Befundlage für die Insel Hoy. Aufgrund einiger morphologischer Formen in den Hanghochlagen von Ward Hill und Cuilags, die als Reste ehemaliger Gletscherkare interpretiert werden, vermuten einige Experten hier ein eigenes Vereisungszentrum.

Die Gletscherströme der letzten Eiszeit folgten durchweg den weitläufig ausgeräumten Tälern, die im Zuge tertiärer Vereisungen angelegt worden waren. Besonders deutlich wird dies im mittleren und östlichen Teil von The Mainland und über die Insel Shapinsay hinweg (dort überwiegend von Nord-Nordost nach Süd-Südwest streichend) sowie zwischen dem Nordwesten von The Mainland und der Insel Rousay (dort von Ost nach West streichend). Soweit nicht nacheiszeitlich überflutet, durch Winderosion abgetragen oder durch landwirtschaftliche Aktivitäten überformt, finden wir in diesen Regionen noch die deutlichsten Beispiele aus dem glazialen Formenschatz: großflächige Spuren glazialer Erosion, von Gletscherschliff und Moränenresten an den Südflanken der Höhen von Rousay oder die Drumlins auf Shapinsay.

Von besonderer Bedeutung für das Landschaftsbild und die Kulturlandschaftsentwicklung sind die Prozesse und Formen spät- und nacheiszeitlicher aeolischer Erosion und Sedimentation. Durch sie entstanden z. B. die „Hochländer“ insbesondere der nördlichen Inseln. Dabei handelt es sich um mehr oder weniger stark aufgedünte Moränen- oder Felskerne, die seit alters her bevorzugt als Siedlungsplätze genutzt wurden. Mit mehreren Holland Farmen, davon die bekanntesten auf Papa Westray und North Ronaldsay, den Houllands auf The Mainland und andernorts, sind sie bis heute über Orts- und Gemarkungsnamen identifizierbar.

Wichtigstes Gesamtprodukt dieser Prozesse ist jedoch die Insel Sanday. Bei der Sandinsel, wie der Name wörtlich übersetzt lautet, handelt es sich um mehrere aufgedünte, flache Felskerne, die vergleichbar den benachbarten Skerries heute nur wenig über den Meeresspiegel hinausragen würden. Erst als Folge küstenparallelen Sandtransports durch Strandwälle, nachfolgend durch Nehrungen (ayers) miteinander verbunden und darauf folgend insgesamt verlandet und weiter aufgedünt, entstand die Insel mit ihrer bizarren Form, die sie deutlich von allen anderen Orkneyinseln unterscheidet. Rund 30 % der heutigen Insel entstanden durch Sandtransport. All diese Prozesse sind bis heute in hohem Maße aktiv. Darum wurde die Osthälfte der Inseln einschließlich der ausgedehnten reinen Sandwattgebiete der Cata Sands und im Otters Wick als RAMSAR-Site East Coast of Sanday unter Schutz gestellt.

Orkney verfügt über eine ganze Anzahl von Sites of Specific Scientific Interest (SSSI). Dies sind begrenzte Gebiete, die aufgrund ihrer geologischen und/oder biologischen Bedeutung den umfassendsten Schutz durch das britische/schottische Naturschutzrecht genießen. Von diesen sind besonders erwähnenswert die

und

Von den nicht geschützten, von Laien zugleich als wenig spektakulär wahrgenommenen, geomorphologischen Phänomenen bzw. Formen muss mindestens die Rousay storm coast angesprochen werden. Storm coasts bilden sich aus, wenn im Zusammenspiel von Brandung und Wind Gesteinstrümmer vom Fuße eines Kliffs in die Höhe und über die Kliffkante hinweg ins Hinterland transportiert werden. Zu beobachten ist eine solche storm coast an der Westküste der Insel Rousay etwas südwestlich von Sacquoy Head. Auch wenn die hier wirksamen Kräfte deutlich geringer sind als beim wichtigsten Storm-coast-Vorkommen in Schottland (Eshaness/Shetland), so reichen sie doch aus, um regelmäßig bis zu fußballgroße Trümmer über die hier 40 bis 60 Meter hohen Klippen zu schleudern und sie nach Größe sortiert auf den Land abzulagern: Je weiter sie von der Kliffkante entfernt sind, desto kleiner sind die Steine.

Klima


Kirkwall
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
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16
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8
5
 
 
107
 
7
3
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Kirkwall
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 5,6 5,7 7,0 9,1 11,6 13,9 15,6 15,6 13,8 11,0 8,4 6,7 Ø 10,4
Min. Temperatur (°C) 1,7 1,6 2,6 3,5 5,8 8,0 10,1 10,3 9,0 6,8 4,6 3,2 Ø 5,6
Niederschlag (mm) 94 81 68 53 48 48 67 73 76 106 104 107 Σ 925
Sonnenstunden (h/d) 1,1 2,1 3,2 5,0 5,5 5,7 4,4 4,2 3,8 2,5 1,3 0,8 Ø 3,3
Regentage (d) 18 12 13 9 7 7 8 10 14 16 17 18 Σ 149
Luftfeuchtigkeit (%) 86 86 85 83 84 85 88 88 87 87 86 87 Ø 86
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e
m
p
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a
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5,6
1,7
5,7
1,6
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2,6
9,1
3,5
11,6
5,8
13,9
8,0
15,6
10,1
15,6
10,3
13,8
9,0
11,0
6,8
8,4
4,6
6,7
3,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Orkney hat ein kühl-gemäßigtes Klima (Cfc), das bemerkenswert mild und gleichmäßig ist für ein Gebiet in solchen Breiten, bedingt durch den Golfstrom.[35] Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 8 °C, die durchschnittliche Temperatur für Winter 4 °C, für Sommer 12 °C.[36]

Der durchschnittliche Regenfall variiert von 850 mm zu 940 mm.[36] Der Wind ist ein Schlüsselmerkmal für das Klima und auch im Sommer lassen sich fast konstante Brisen wahrnehmen. Die Winter sind sehr windig, im Durchschnitt werden Windgeschwindigkeiten von 52 km/h gemessen.[37]

Eine der Touristenattraktionen sind die "nachtlosen" Sommer. Zur Sommersonnwende geht die Sonne um 03:00 auf und um 21:29 unter. Das lange Zwielicht ist auf den nördlichen Inseln als "simmer dim" bekannt.[38] Die Winternächte sind lang. Zur Wintersonnwende geht die Sonne um 09:05 auf und um 15:16 unter.[39] Im Winter können gelegentlich Polarlichter am nördlichen Horizont beobachtet werden.[40]

Sehenswürdigkeiten auf Mainland und den verbundenen Inseln


Andere siehe unter dem entsprechenden Inselnamen

Persönlichkeiten


Regelmäßige Veranstaltungen


Fußnoten


  1. Amtliche Einwohnerzahlen 2010 (Memento des Originals vom 30. August 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF-Datei; 424 kB)
  2. Tomany, S. 115.
  3. Sigurd Towrie: Orkney Placenames. In: orkneyjar.com. Abgerufen am 5. Juli 2018 (englisch).
  4. Orkney Islands Council – Community Council Elections (Memento des Originals vom 13. August 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. orkneyjar.com
  6. „Biskupatal“ in: Diplomatarium Islandicum Bd. 3. S. 50/51. Nummerierung und Orthografie wie in der Vorlage.
  7. http://www.orkneyjar.com/placenames/pl-isle.htm
  8. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 25. November 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. Rudolf Simek, Hermann Pálsson: Lexikon der altnordischen Literatur. Die mittelalterliche Literatur Norwegens und Islands (= Kröners Taschenausgabe. Band 490). 2., wesentlich vermehrte und überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-520-49002-5, S. 296.
  10. Tomany S. 74 f. mit weiterer Literatur, insbesondere unter Bezugnahme auf die Darstellung des Streits bei William P. L. Thomson: The New History of Orkney. Edinburgh 2008, S. 43–49; zum Tod Sigurds: S. 28.
  11. Tomany S. 63.
  12. Tomany S. 10 f.
  13. Haug S. 70 f.
  14. Barbara Crawford. The Earls of Orkney – Caithness and their Relations with Norway and Scotland. Glasgow 1971.
  15. Vgl. Dietrich Schäfer: Geschichte von Dänemark, Bd. IV. Perthes, Gotha 1893, S. 482f.
  16. Bericht der Kölner Gesandten Melchior von Mülheim (1510–1583) und Heinrich Sudermann vom Hansetag in Lübeck, 18. Juli 1555; Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 83 Hanse, A 29, Blatt 13).
  17. Tomany S. 92.
  18. Thomson (2001) S. 240.
  19. Thomson (2001) S. 247–286.
  20. Tomany S. 93.
  21. Thomson (2001) S. 301–314.
  22. http://www.ambaile.org.uk/en/item/item_photograph.jsp?item_id=21649
  23. Thomson (2001) S. 416–433.
  24. Thomson (2001) S. 434–450.
  25. Fachsprachlich falsch, in der Umgangssprache aber üblich als Bucht angesprochen; dahinter steckt der sprachliche Unterschied im Deutschen zwischen z. B. der Sundasee, der Barentssee, der Zuidersee im Gegensatz zu dem Bodensee, dem Plattensee u. ä.
  26. insbesondere der Ost- und Westindienfahrt um Schottland herum
  27. heute durchweg nur noch als causeways bezeichnet
  28. Mangels Verfügbarkeit einer anderen Quelle wird zur Übersetzung und Erläuterung der wichtigsten topographischen, physisch-geographischen, geologischen und geomorphologischen Begriffe auf das Geo-Glossar des Schottland Portals (Memento des Originals vom 30. Dezember 2006 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. verwiesen. Das Glossar berücksichtigt nur die Verhältnisse in Schottland, geht im Zweifelsfall nicht auf modifizierte Begriffsinhalte für den englischen, walisischen oder irischen Raum ein. Es enthält sehr knappe Erläuterungen zu allen vielleicht weniger gängigen im nachfolgenden Text kursiv gesetzten Begriffen sowie darüber hinaus zahlreiche Begriffserläuterungen, die bei der parallelen Arbeit mit gängigen topographischen Karten hilfreich sein können. Die auftauchenden Insel-, Orts-, Gemarkungs- und Gewässernamen sind in der bereits verlinkten Karte ausgewiesen.
  29. Bei kleinmaßstäblichen Übersichten, soweit sie überwiegend zur allgemeinen Information dienen, werden aus darstellungstechnischen Gründen die jüngeren Hoy sandstones und die Eday beds als Orkney group, die Rousay & Stromness flags als Caithness group ausgewiesen.
  30. Damit soll nicht in Abrede gestellt werden, dass die eine oder andere vorgefundene Form nachbearbeitet wurde. Es fehlen dafür aber tragfähige Belege.
  31. 8000 bp, 1σ, kalibriert mit Oxcal
  32. 3000 bc, kalibriert mit Oxcal
  33. Dies kann und muss aber mindestens in zwei Richtungen interpretiert werden: Entweder das Ausmaß der Katastrophe war tatsächlich insgesamt nicht so stark oder es waren nur weniger wichtige, extensiv bewirtschaftete Grenzertragsflächen betroffen. Sicher ist nämlich, dass es auch auf den Orkneys zu dieser Zeit zur vermehrten Dünenbildung kam (fossile Dünen auf der Halbinsel Aikerness).
  34. Scapa Flow ist erst später zu einer größeren Bucht geworden.
  35. Chalmers, Jim "Agriculture in Orkney Today" in Omand (2003) S. 129.
  36. a b "Regional mapped climate averages" Met Office.
  37. "The Climate of Orkney" Orkneyjar.
  38. "About the Orkney Islands" . Orkneyjar.
  39. "Climatology: Sunrise/Sunset for Orkney, United Kingdom " The Weather Channel.
  40. John Vetterlein: Sky Notes: Aurora Borealis Gallery . 21. Dezember 2006. Abgerufen am 9. September 2009.
  41. Kitchener kam 1916 vor der Küste ums Leben.

Quellen


Literatur


Vorgeschichte

Geschichte

Geologie

Kultur

Weblinks


Commons: Orkney Islands  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Orkney-Inseln – Reiseführer




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