Ordonnanzoffizier - de.LinkFang.org

Ordonnanzoffizier




Ein Ordonnanzoffizier ist ein meist dienstjüngerer Offizier (Leutnant bis Hauptmann), der einem Kommandeur oder Befehlshaber als Gehilfe beigegeben ist.[1] Sein Aufgabenbereich ist vergleichbar mit dem eines Adjutanten. Anders als bei einem Adjutant gibt es in der Bundeswehr aber keinen speziellen Dienstposten für einen Ordonnanzoffizier.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Die Einrichtung wurde zunächst in Frankreich als Planton (von planter für pflanzen, feststellen, z. B. Sergeant de planton) eingeführt. Damit war ein Soldat bezeichnet, der einem General oder einer Behörde dauernd für Spezialdienste zugeteilt wurde.[2] Im 18. Jahrhundert fand diese Funktion auch Eingang im Militärwesen außerhalb Frankreichs.[1]

Im Königreich Preußen gab es seit den Befreiungskriegen 1813/14 etatmäßige berittene Ordonnanzoffiziere in den Stäben der Brigaden bzw. Divisionen. Ihre Aufgabe war es sowohl die Kommandeure als auch die Generalstabsoffiziere und Adjutanten (in diesem Sinne auch die Aide-de-camp) zu unterstützen.[1] Es lag daher auf der Hand, dass sie sich in ihrem Aufgabengebiet diesen annäherten. Bereits Zeitgenossen stellten fest, dass es sich daher bei Ordonnanzoffizieren um „ausgesuchte, durch Leistungen und Zuverlässigkeit für ihren Dienst besonders geeignete Persönlichkeiten“ handeln müsse.[3] In der Preußischen Armee waren die Ordonnanzoffiziere nach Charakter, (akademischer) Ausbildung und Herkunft eine Vorauswahl von Generalstabsoffizieren. Eine besondere Ordonnanzformation war die Leibgendarmerie (Preußen).

Ordonnanzen


Unteroffiziere und Mannschaften waren als Offiziersburschen persönliche „Diener“ von höheren Stabsoffizieren. In Offizierskasinos werden sie mancherorts noch heute als Ordonnanzen bezeichnet und als Ordonnanz angeredet.[1]

Literatur


Einzelnachweise


  1. a b c d Reinhard Brühl (u. a.): Wörterbuch zur Deutschen Militärgeschichte, Bd. 2, Berlin (Ost) 1985, S. 735f
  2. Bernhard von Poten (Hrsg.): Handworterbuch der gesamten Militärwissenschaften, Bd. 7, Leipzig/Bielefeld 1879, S. 396
  3. Bernhard von Poten (Hrsg.): Handworterbuch der gesamten Militärwissenschaften, Bd. 7, Leipzig/Bielefeld 1879, S. 265








Kategorien: Dienststellung (Militär) | Fachbegriff (Militärwesen)








Stand der Informationen: 04.07.2020 12:22:02 CEST

Quelle: Wikipedia (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.

Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.